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[enthält Werbung] Es ist endlich passiert. Ich habe meine erste richtige Radreise gemacht. Zwei Monate Bikepacking durch Schweden (und gegen Ende noch ein bisschen rüber nach Norwegen). Einfach treiben lassen, ohne großes Ziel, ohne detaillierte Etappenplanung unterwegs sein. Mal auf aalglatten Straßen und Radwegen, mal auf holprigen Single Trails, auf denen eher Schieben als Fahren angesagt war. Und die ein oder andere Wanderung am Wegesrand durfte auch nicht fehlen.

In diesem Artikel findest du die Zusammenfassung meiner Radreise durch Skandinavien. Falls du noch Fragen zur Tour hast, hinterlass mir gern einen Kommentar am Ende des Artikels.


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Die Vorbereitung

Eigentlich war das ja alles irgendwie anders geplant gewesen. Im April 2020 wollte ich mich ganz in Ruhe um die Veröffentlichung meines Buches kümmern, anschließend hatte ich noch ein paar kleinere Trips im Rahmen von Kooperationen geplant und dann sollte es bestens vorbereitet und mit gut durchdachtem und vorher natürlich ausreichend getestetem Radreise-Setup Anfang Juni in Richtung Skandinavien gehen.

Nun ja, gut vorbereitet war ich in gewisser Weise auch, als es dann irgendwann endlich losging. Weil ich bedingt durch Corona drei Monate in den Niederlanden verbracht habe und dort nicht viel mehr zu tun hatte, als ausufernde Radtouren zu unternehmen (zum Beispiel in der wunderschönen Veluwe). Die körperliche Radfitness war also top, der Rest allerdings nicht ganz so: Mein Buch musste auf Mitte Juni verschoben werden. Der Fahrradladen, mit dem zusammen ich mein Rad für die Reise aufbauen wollte, versank im Chaos. Ich wusste nicht mehr, wann man wo hinreisen kann und ob ich überhaupt noch irgendwo hinreisen kann, wenn gleichzeitig zu befürchten war, dass meine Aufträge für das Jahr und damit mein Einkommen wegbrechen.

Glücklicherweise habe ich mittlerweile ganz gut gelernt, Dinge einfach auf mich zukommen zu lassen. Und diese Taktik hat auch in diesem Fall letztendlich fast schon erstaunlich gut funktioniert: Mein Rad habe ich irgendwann kurz vor meiner Rückkehr nach Deutschland im Internet bestellt, für ein professionelles Bikefitting im Radlabor und ein paar Probefahrten hat die Zeit dann auch noch gereicht. Auch wenn die Probefahrten ohne Gepäck stattfanden, denn meine Bikepacking-Ausrüstung und die restliche Ausrüstung war aus Zeitmangel erst in der Woche vor Abreise komplett. Eine Woche, die total chaotisch war! Selbst am Tag vor meiner Abreise hab ich noch ein ausführliches Interview zu meinem Buch gegeben, nur um kurz danach noch in diverse Outdoor- und Radläden zu hetzen, um die letzten Kleinigkeiten zu besorgen. Zug und Fähre nach Schweden hatte ich schon einige Wochen zuvor sicherheitshalber gebucht, mich jedoch erst einige Tage vor Abreise auch dazu entschieden, wirklich nach Schweden zu fahren. Doch dann saß ich tatsächlich Mitte Juli in diesem Zug und konnte kaum fassen, dass das tatsächlich alles irgendwie geklappt hatte und ich nun unterwegs in Richtung Norden war.

Die Anreise

„Hallo und danke für Deine / Ihre Nachricht. Ich bin aktuell bis ca. Mitte September mit dem Rad in Skandinavien unterwegs und habe während dieser Zeit nur eingeschränkt Zugriff auf meine E-Mails. Meine Antwort kann sich daher verzögern.“

Das mitunter Beste an einer langen Reise ist es, die Abwesenheitsbenachrichtigung im E-Mail-Programm zu aktivieren. Und das tat ich sehr genüsslich, während ich an meinem Soja-Karamell-Macchiato (#yolo) schlürfte und Bon Iver in meinem Ohr lauschte. Über mir waren meine Radtaschen in einer blauen Ikeatüte verstaut, schräg hinter meiner baumelte mein Rad seicht im Takt des ICE in Richtung Hamburg am Haken. Meine Lowas an den Füßen waren so ziemlich das einzige, das sich nicht ungewohnt und irgendwie fremd anfühlte. Auch wenn wir nicht wie sonst in den letzten Jahren auf dem Weg zu einer Wanderung waren, sondern zu einer gänzlich neuen Art von Abenteuer, denn meine längste Radtour war ganze zwei Tage lang gewesen.

Von Hamburg aus sollte es per Regionalzug weiter nach Travemünde gehen, am nächsten Morgen mit der Fähre nach Trelleborg, der südlichsten Stadt in Schweden. Das war der Plan für meine Anreise. Allerdings entpuppte sich das Wetter auf der langen Zugfahrt in Richtung Norden als so schön, dass ich einfach nicht länger warten wollte und beschloss, meine Radtour einfach schon am Hamburger Hauptbahnhof zu starten. Diese Entscheidung fiel so circa 15 Minuten, bevor der Zug in Hamburg eingefahren ist. Also hab ich mich in Windeseile in der Zugtoilette in meine Radklamotten geschmissen und die frisch geputzte Kette geölt, am Bahnhofsvorplatz dann noch schnell alle Taschen montiert (wobei das so schnell gar nicht ging, weil ich das vorher nicht so wirklich geübt hatte) und die blitzartig in Komoot erstellte Route auf mein Radnavi geladen. Und schon saß ich auf meinem vollbepackten Rad, ohne vorher jemals auf einem vollbepackten Rad gesessen zu haben, und bahnte mir meinen Weg durch die Hamburger Innenstadt in Richtung Norden. (Nicht empfehlenswert!)

Glücklicherweise hatte ich mich relativ schnell an das Fahrgefühl gewöhnt und konnte nach ein paar wackeligen ersten Metern einigermaßen schnittig vor mich hinfahren. Auch weil durch die Taschen am Lowrider der Schwerpunkt des Rads so tief war, dass es sich fast ein bisschen anfühlte wie mit Stützrädern zu fahren. Dass ich diesen Lowrider zuhause nur provisorisch festgeschraubt hatte, viel mir zum Glück einige Kilometer nach dem Start noch ein – gerade noch rechtzeitig, so schien es. (Und für den Rest der Reise sollte sie in ständiger Paranoia leben und mindestens einmal pro Tag den festen Sitz aller Schrauben überprüfen.)

Rund 80 Kilometer waren es von Hamburg nach Travemünde, dank guter Kondition und wenig Höhenmetern quasi ein Klacks, und ein ganz besonders schöner noch dazu. Ich bin förmlich geflogen, angetrieben von Vorfreude und Aufregung auf alles was kommt. Nicht wissend, aber sehr wohl hoffend, dass noch viele solcher beflügelten Tage auf dem Rad folgen sollten.

Bikepacking in Schweden

Dank meinem verfrühten Stadt ins Abenteuer Radreise am Vortag rollte ich schon wie ein alter Profi von der Fähre und über das Hafengelände. Schnell noch ein paar schwedische Kronen holen und die Wasserflaschen am örtlichen Friedhof auffüllen, und dann möglichst schnell mittenrein ins Abenteuer Bikepacking. Ich hatte mir für den ersten Tag eine relativ kurze Route zu einer offiziellen Campingstelle mit Holzshelter in einem kleinen Naturreservat zurechtgelegt, um nach all den Strapazen der Anreise und der Aufregung rund um den Reisestart nicht schon am ersten Tag irgendwo ziellos durch die Gegend zu irren. Südschweden begrüßte mich mit blauem Himmel, warmem Wind, goldenen Kornfeldern und dieser ganz besonderen Magie, die die langen Sommertage im Norden haben. Obwohl ich gerade erst losgefahren war und die ganze Sache mit dem Radreisen komplettes Neuland für mich war, machte sich ein diffuses Gefühl von Angekommensein in mir breit. Zumindest solange, bis ich zehn Kilometer vorm geplanten Übernachtungsspot den ersten Platten hatte. „Beim Wandern könnte mir so etwas nicht passiert“, dachte ich mir in einem kurzen Moment des Zweifelns, bevor ich mich (noch ein bisschen unbeholfen) mit Flickzeug ans Werk machte.

Südschweden

Meine ersten Wochen in Schweden fühlten sich an wie ein einziger langer Sommerurlaub. Die Tage waren lang, warm, sonnig und bis auf wenige Ausnahmen auch ziemlich trocken. Die Landschaften grün, blühend, unaufgeregt, durchzogen von typisch schwedischen Sommerhäuschen und Bauernhöfen. Ferien auf Saltkrokan mit einer Prise Lönneberga.

Ich saß meistens von morgens bis abends auf dem Rad, stieg nur ab, um mir an den Ufern irgendwelcher Seen Kaffee zu kochen oder in Supermärkten meinen Hunger zu stillen. Ich schlug mein Zelt mal im Wald, mal am Feld, mal am See auf und nutzte das skandinavische Jedermannsrecht von Anfang an so richtig aus. Genauso wie die Tatsache, dass ich pünktlich zur Beerenernte nach Schweden gekommen war.

Meine Route plante ich so gut wie jeden Morgen ganz spontan, fernab jeglicher Radrouten und vorzugsweise über all die kleinen Schottersträßchen, die es zuhauf in Südschweden gibt. Ich hatte das dringende Bedürfnis einfach drauf los zu fahren und mich treiben zu lassen. Sonderlich spektakulär war meine Route dann zwar nicht, allerdings für mich in dem Moment einfach genau das richtige. An jeder Kreuzung erneut die Möglichkeit zu haben, zu entscheiden, wohin ich fahren möchte, fühlte sich an wie pure Freiheit. (Würde ich die Reise nochmal machen, würde ich mich allerdings vielleicht dennoch dafür entscheiden, mich an die Ostküste und den Kattegattleden zu halten. Dort ist es zwar weniger einsam und untouristisch, aber bestimmt ziemlich schön.)

Zu Anfang waren viele Handgriffe und Abläufe noch ziemlich ungewohnt. So eine Radreise ist eben keine Trekkingtour, auch wenn es gravierende Überschneidungen gibt. Bald schon packte ich die Radtaschen aber wie im Schlaf, und fühlte mich auf dem Rad so, als hätte ich noch nie etwas anderes gemacht.

Nördlich von Göteborg entschied ich dazu, für eine Weile einer offiziellen Radroute, dem Sverigeleden, zu folgen, der mich am Westufer des Vänern entlang führte. Der Vänern ist der größte See Schwedens, der sich jedoch eher anfühlt wie ein Meer im Inland – vor allem wenn man das andere Ufer nicht sieht und der Wind die Wellen ans Ufer peitscht. Da man den See vom Sverigeleden allerdings nur selten so wirklich zu Gesicht bekommt, habe ich meinen (ersten) Pausentag in Karlstad am Nordufer des Sees dafür genutzt, ihm nochmal einen ausführlicheren Besuch abzustatten. Mit Wanderrucksack ausgerüstet ging es per Fahrrad auf die Halbinsel Hammarö vor den Toren der Stadt, die von vielen kleinen Wegen und Pfaden durchzogen wird. Mal auf dem Rad, und mal zu Fuß (und das Rad schiebend) hab ich die Insel erkundet, dank meinen Multifunktionsschuhen an den Füßen standen mir quasi alle Türen offen. Auch wenn mir die langen Tage auf dem Rad zu Beginn sehr gut getan haben, war es schön, mal ein bisschen die Geschwindigkeit zu drosseln und die Landschaft gehend zu erkunden. Und ich glaube es war an diesem Tag, dass mich zum erstem Mal die Erkenntnis beschlich, dass meine Reise genauso werden könnte, wie ich mir das gewünscht hatte.

In Karlstad stand die erste größere Routenentscheidung der Reise an: Ich konnte mich entweder westlichen halten und auf die südlichen schwedischen Bergregionen an der Grenze zu Norwegen zusteuern, oder weiter in Richtung Nordosten und damit in Richtung der Höga Kusten fahren. Auch wenn (oder gerade weil) ich mich schon ziemlich aufs Fjäll (das ist das schwedische Wort für Gebirge) freute, beschloss ich, mir die Berge noch eine Weile aufzuheben und mit der Höga Kusten einen Ort anzufahren, den ich schon lange auf meiner Reisewunschliste hatte.

Mittelschweden und die Höga Kusten

Nach und nach ließ ich die weiten, ausladenden Kornfelder und das von der Landwirtschaft geprägte Bild Südschwedens hinter mir. Die Wälder wurden dunkler und ausladender, die Abstände zwischen den  Orten und damit auch zwischen den Supermärkten immer größer. Während ich zu Beginn meiner Reise noch überhaupt nicht über meine Versorgung nachdenken musste, weil spätestens nach zwei oder drei Stunden immer der nächste Supermarkt am Horizont auftauchte, galt es langsam aber sicher, zumindest etwas vorauszuplanen. Und auch in Sachen Wetter schienen die unbeschwerten Sommertage vom Start meiner Reise vorbei zu sein, denn immer wieder mischten sich Regen, Wolken und Kälte unter die sommerlichen Sonnenstunden. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht an der Tatsache, dass meine Beine mit der Zeit doch eine gewisse notorische Erschöpfung verspürten, vermutlich aus einer Mischung beider Faktoren – dass sich über manche Tage eine gewisse Schwere und Monotonie legte, die ich so aus den ersten Wochen meiner Radreise nicht gekannt hatte. Doch die war schnell wieder vergessen, als ich die Ostküste erreicht hatte und ein Eis im von der Sonne aufgeheizten Sand aß.

Kurz hinter Sundsvall stieß der Sverigeleden auf den Cykelspåret, der der schwedischen Ostküste von Ystad über Stockholm bis nach Haparanda an der finnischen Grenze folgt. Nachdem sich bereits Südschweden als hügeliger als erwartet entpuppt hatte, wurden die An- und Abstiege im Gebiet der Höga Kusten noch etwas kräftezehrender.

Die Höga Kusten ist ein Abschnitt an der Ostküste Schwedens in der Provinz Västernorrland und liegt zwischen den Orten Härnösand und Örnsköldsvik. Und die hohe Küste heißt nicht umsonst so: Die Landmasse, die zuvor durch das Gewicht das Eises herunter gedrückt wurde, bewegte sich nach der Schmelze wieder in die andere Richtung. Und diese Hebung, ihres Zeichens stärkste Landhebung der Welt (die übrigens nach wie vor anhält), ist auch für in diesem Teil Schwedens ungewöhnliche Höhe verantwortlich.

Zum ersten Mal auf der Reise hatte ich ein bisschen Zeitdruck, denn ich hatte mir fünf Tage im Voraus eine Unterkunft in der Nähe des Skuleskogen Nationalparks gebucht. Sicher ist sicher, denn Anfang August ist Hochsaison in Schweden und die Höga Kusten ein beliebtes Reiseziel sowohl bei Einheimischen als auch ausländischen Touristen. Die Etappen bis dorthin hatte ich ziemlich sportlich geplant, und war dann doch ziemlich froh, als ich meine kleine Hütte auf einem Campingplatz beziehen konnte, in der nicht ein, sondern gleich zwei volle Pausentage auf mich warteten!

So richtig Pause machte ich jedoch nur an einem dieser Tage, und auch das eher gezwungenermaßen – es schüttete nämlich den ganzen Tag wie aus Eimern. Immerhin zum ersten Mal auf dieser Reise in diesem Ausmaß. Gutes Timing! Am zweiten Tag hatte ich zum Glück mehr Erfolg in Sachen Wetter, und machte mich per Rad auf zum Wandern im Skuleskogen Nationalpark, der einen besonders schönen Teil der Höga Kusten unter Naturschutz stellt. Die landschaftliche Mischung aus alten Nadelwäldern, Bergen und Küste ist einzigartig für Schweden, und das macht Skuleskogen auch zu einem der beliebtesten und bekanntesten Parks des  Landes. Im Skuleskogen gibt es rund 30 Kilometer markierte Wanderwege, die durch urwaldartige Wälder, auf Berggipfel und Inseln und am Meer entlang führen. Und natürlich auch zur und durch die Slåttdalskrevan, einer ca. 200 Meter langen, 30 Meter tiefen und sieben Meter breiten Felsschlucht, die wirklich ein ziemlich toller Anblick ist.

Mini-Testbericht: Bike & Hike-Schuhe
Während ich auf kleineren, reinen Radtouren auch gerne mal mit Klickpedalen und entsprechenden Radschuhen unterwegs bin, waren meine Multifunktionsschuhe für eine solche Tour genau die richtige Wahl. Egal ob ich nun viele Stunden am Stück auf dem Rad saß, es über Stock und Stein geschoben habe oder ganz stehen ließ, um ausgedehnte Wanderungen zu unternehmen – die Innox Pro GTX LO Ws von Lowa waren stets verlässliche Begleiter an meinen Füßen:

  • Halbschuhe für maximale Bewegungsfreiheit beim Strampeln auf dem Rad
  • etwas festere Sohle für bessere Kraftübertragung auf die Pedale, die aber gleichzeitig nicht zu steif und somit gut auch für ausgiebige Wanderungen auf unterschiedlichstem Terrain geeignet ist
  • abriebfestes Material, dem die Pins auf den Pedalen nicht so schnell etwas anhaben können (die sichtbaren Spuren nach der Tour sind echt nur minimal, da hatte ich fast mit mehr gerechnet)
  • Gore-Tex-Membran gegen Wind und Nässe (habe ich bei stärkerem Regen bzw. Kälte mit dünnen, wasserdichten Überziehern ergänzt)
  • leichte und flexible Materialien, die jede Bewegung mitmachen und trotzdem robust und stabil sind
… und das Gute am Radfahren: Auch nach über 4.000 Kilometern sind die Schuhe noch (fast) wie neu!

Nordschweden und Lappland

Etwas nördlich der Höga Kusten, ungefähr auf Höhe der Stadt Umeå, führte mich mein Weg wieder in Richtung Inland. Erst entlang des Vindelälven, der neben Torneälv, Kalixälv und Piteälv einer der vier großen Nationalflüsse Schwedens ist. Diese Flüsse stehen unter besonderem Schutz – insbesondere auch, was den Wasserkraftausbau angeht. Außerdem wurden die Spuren, die die länger als ein Jahrhundert andauernde Flößerei am Fluss hinterließ, in einem aufwändigen und bisher in Schweden einzigartigen Renaturierungsprojekt vielerorts beseitig. Nicht nur deswegen erinnert der Vindelälven heute mit seinem teils sehr breiten Lauf und dem von Nadelbäumen gesäumten Ufer an den wilden Yukon, in den ich mich vor einigen Jahren verlieben durfte.

Nach einer langen Tagesetappeverließ ich den Lauf des Flusses allerdings wieder und fuhr ein Stück in eine bis dahin eher ungewohnte Richtung: nach Süden. Mein Ziel war der Vildmarksvägen („Wildnisstraße“), die höchste asphaltierte Straße Schwedens, die sich im Westen des Landes an der Grenze zu Norwegen und Südlappland befindet. Zum ersten Mal seit längerer Zeit verließ ich dabei auch wieder die etablierten Radrouten und bahnte mir meinen eigenen Weg durch die zunehmend verlassenen Landschaften. Während ich bisher oft aufpassen musste, nicht die nächste Abzweigung meiner Route zu verpassen, zeigte mein Fahrradcomputer jetzt immer öfter Dinge wie „80 Kilometer geradeaus“ an. Entlang dieser 80 Kilometer gab es dann jede Menge Wald, einige Seen und Sümpfe, hier und da ein Haus oder vielleicht einen Bauernhof… das wars.  Und obwohl ich teilweise auf gut ausgebauten Straßen unterwegs war, bekam ich auch immer seltener Autos zu Gesicht.

Letzteres änderte sich jedoch, als ich den Vildmarksvägen erreichte. Die ca. 500 Kilometer lange, kreisförmige Route ist bei Touristen und insbesondere auch bei solchen mit Wohnmobilen und Motorrädern beliebt, was die Ruhe und Einsamkeit, an die ich mich in der letzten Zeit schon ziemlich gewöhnt hatte, ein bisschen durcheinander brachte. Von Überfüllung oder Verkehrsstaus konnte aber auch am Vildmarksvägen keinesfalls die Rede sein. Ich würde schätzen, dass ich im Durchschnitt vielleicht einem Auto pro Minute begegnet bin – mal mehr, dafür mal auch zehn Minuten lang gar keinem.

Was allerdings eigentlich viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass ich mit meiner Ankunft am Vildmarksvägen auch zum ersten Mal seit Beginn meiner Reise Berge in der Ferne erkennen konnte. Und ich konnte es kaum erwarten, ihnen näher zu kommen. Bevor ich das tat, stattete ich aber erstmal einem kleinen Tankstellenshop einen Besuch ab, denn mir war am Vortag der Kaffee ausgegangen (Anfängerfehler!) und ich hatte bisher keine Möglichkeit gehabt, neuen zu kaufen. Kaffee gab es dort, ansonsten waren die Regale aber ziemlich leer. Es war Montag Morgen und die frischen Backwaren hatten es noch nicht bis in die Wildnis geschafft. Während ich den Kaffee trank, unterhielt ich mich mit der betagten Betreiberin der Tankstelle, die mich halb spaßig, halb ernsthaft vor den Bären warnte. Tatsächlich ist die Region einer der Bären-Hotspots in Schweden. Nachdem ich ihr allerdings von meinen Reisen in Nordamerika erzählt hatte, schien sie etwas beruhigt.

Ohne nennenswertes Frühstück, aber immerhin mit Koffein im Blut begann anschließend meine Reise auf dem Vildmarksvägen, vorbei an Seen und Wasserfällen, schneebedeckten Bergen und grünen Tälern. Norwegen ist von hier zum Greifen nah – und in meinem Fall doch so fern, denn der Grenzübertritt aus Schweden war zu diesem Zeitpunkt aus wegen Corona (noch) nicht möglich. Aber auch auf schwedischer Seite war es schön. Sehr schön sogar. Das trifft insbesondere auch auf den höchsten Punkt des Vildmarksvägen zu. Der liegt auf 876 Meter Höhe auf dem Stekenjokk, einer wilden und kargen Hochebene, auf der sich oft Rentiere tummeln. Dort oben liegt auch die Grenze zu Lappland.

Nach dem vielen Auf und Ab der letzten Wochen tat es mal richtig gut, einfach nur mal für eine längere Zeit bergauf zu fahren. Kopf aus, Beine an! Einzig die beharrlich nervenden, ziemlich groß geratenen Bremsen konnten diesen Tag etwas trüben. Aber irgendeinen Tod muss man ja bekanntlich immer sterben… Dafür durfte ich am Ende des Tages in dieser grandiosen Landschaft mein Zelt aufstellen, während mich mindestens 100 Moskitos umschwärmten. Lappland im Sommer eben.

Hoch hinaus ging es auch auf einer meiner schönsten Wanderungen der gesamten Tour, die ich im Marsfjäll, einer Bergregion nördlich des Vildmarksvägen, unternahm. „Willkommen im Outback Schwedens“ sagte der Betreiber des kleinen Cafés zu mir, in dessen Nähe ich mein Rad abstellte. Und genau so fühlte es sich an. Die Tour auf den höchsten Gipfel des Marsfjäll war ziemlich lang, rund 26 Kilometer und über 1.000 Höhenmeter. Aber meine Beine freuten sich darüber, mal wieder was anderes zu machen als auf dem Rad zu sitzen und liefen quasi wie von allein vor sich hin. Und das war auch gut so, denn ich hatte – schon wieder ein Anfängerfehler – aus Versehen mit der One-Way-Kilometerangabe geplant. „Ach, sind ja nur zwölf Kilometer“, dachte ich morgens noch und startete ganz gemütlich erst mittags zur Wanderung. Letztendlich stellte sich dann heraus, dass meine Lowas nicht nur gute Rad- und Wanderschuhe, sondern in diesem Fall auch akzeptable Trailrunning-Schuhe abgaben. So blieb am Ende des Tages auf dem Rückweg sogar noch Zeit für eine Portion Pommes, um die Reserven wieder aufzufüllen.

Nach diesem gebührenden Abschied von der Wildnisstraße ging es für mich weiter in Richtung Norden. Der Polarkreis war nicht mehr allzu weit entfernt, und wie um diese Tatsache nochmal zu unterstreichen tauchte auch bald schon das erste Rentier vor mir auf der Straße auf. Es kam beharrlich auf mich zu gelaufen und drehte erst kurz vor mir ab. Meine Erklärung dafür: Nachdem ich zu diesem Zeitpunkt bereits 140 Kilometer hinter mir hatte, hatte es mich eventuell mit einem Salzleckstein verwechselt. Was folgte, waren einige der schönsten Tage meiner gesamten Tour. Das Wetter war perfekt, die Landschaften unspektakulär spektakulär, die Schotterstraßen endlos und leer, da waren nur ich und die Rentiere, die endlosen Baumreihen und Seen ohne Namen. Abends noch ein Kaffee in der Sonne, ein Bad im Fluss, die Vorfreude aufs Abendessen, und auf den wohlverdienten Schlaf. Kein Blick auf die Wettervorhersage, kein Gedanke an die Route von morgen. Es sind diese Tage, an die ich mich jetzt nach Ende der Reise besonders gern erinnere.

Und dann war ich plötzlich da, nach ein paar weniger erfreulicheren, weil verkehrsreichen und wettermäßig durchwachsenen Tagen auf der Schnellstraße E10. Kiruna. Die nördlichste Stadt Schwedens, die von einer Eisenerzmine Stück für Stück verschluckt wird und deswegen ein paar Kilometer weiter wieder komplett neu aufgebaut werden muss. Zeit für ein paar Pausentage, Zivilisation und viel Hafer-Cappuccino in hippen Cafés. Kiruna markierte das Ende meiner Reise durch Schweden. …aber nicht das Ende meiner Reise! Denn wenige Tage zuvor hatte Norwegen bekannt gegeben, dass die Einreise aus Nordschweden aufgrund der niedrigen Corona-Zahlen dort ab sofort möglich ist. Und wenn Norwegen einlädt, lässt man sich eigentlich nicht zweimal bitten. Ganz so leicht viel mir die Entscheidung aber nicht, denn ich hatte mein Leben in den schwedischen Wäldern lieben gelernt und hätte das gut und gerne noch eine Weile fortsetzen können. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch das Gefühl, dass vielleicht genau jetzt der richtige Zeitpunkt war, um einen neuen Abschnitt meiner Reise einzuläuten. Denn manchmal ist es wirklich gut, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Und außerdem: Wann hat man schon mal „einfach so“ die Chance, auf die Lofoten zu reisen – und dann auch noch mit Fahrrad?!

Bevor es über die Grenze ins Nachbarland ging, stattete ich aber erst noch Abisko und dem gleichnamigen Nationalpark einen Besuch ab. Während der Vildmarksvägen eher ein Vorgeschmack auf  das skandinavische Fjäll gewesen war, war ich hier nun definitiv mittendrin. Und mit der Wanderung auf den Nuolja, den Hausberg von Abisko, fand mein Aufenthalt in Schweden einen Abschluss, den ich mir schöner nicht hätte erträumen können. Irgendwann müssen ich wohl doch mal den Kungsleden in Angriff nehmen.

Bikepacking in Norwegen

Ich weiß noch, wie ich mich als Kind oft darüber beschwert habe, dass es hinter einer Landesgrenze ja gar nicht anders aussieht als davor. Im Falle der norwegischen Grenze, die ich kurz hinter Abisko überquert habe, hätte ich definitiv keinen Grund zur Beschwerde gehabt. Tatsächlich änderte sich das Bild der Landschaft auf der anderen Seite der Passhöhe ziemlich schlagartig. Und somit bestand kein Zweifel daran, dass ich nun in Norwegen war, selbst wenn da kein Schild und kein Grenzbeamter gewesen wäre. Die lange Talfahrt von der Passhöhe, auf der die Grenze liegt, führte mich durch zerklüftete Berglandschaften vorbei an typisch norwegischen Ferienhäuschen, bis plötzlich und ziemlich unverhofft ein tief ins Land einschneidender Fjord vor mir auftauchte, die dramatische Inselwelt der Lofoten im Hintergrund.

Leider hatte sich mit der Fahrt über die Grenze nicht nur die Landschaft, sondern auch das Wetter drastisch verändert, und so suchte ich am Ende des Tages durchgefroren und durchnässt in einem Hotel Zuflucht, was nicht nur meiner Camping-Seele, sondern auch meinem Geldbeutel Schmerzen zufügte. Diesen Schmerz sollte ich im weiteren Verlauf meiner Radreise durch Nordnorwegen noch häufiger zu spüren bekommen.

Vesterålen

Bevor ich mich den Lofoten widmete, zog es mich auf die Vesterålen. Die Inselgruppe liegt direkt nördlich der Lofoten und ist im Allgemeinen deutlich weniger bekannt und besucht. Meine ersten Tage dort waren wettermäßig eher so semi, mit jeder Menge Regen, Wind und Temperaturen im einstelligen Bereich. Und auch wenn ich schlechtes Wetter eigentlich ganz gern mag, hat mir das doch ein bisschen zugesetzt – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Vor lauter Nebel und Wolken konnte ich wenig von den eindrucksvollen Landschaften sehen, vor lauter Kälte und Nässe wenig genießen. Ich war kurz davor, mich zu fragen, ob es nicht doch eine eher blöde Idee war, auf die Inseln zu fahren, ob ich nicht einfach lieber hätte in Schweden bleiben sollen, wo doch alles so schön gewesen war.

Auf dem Gipfel des Måtinden, einen Berg ganz im Norden der Vesterålen auf der Insel Andøya, wurden diese Zweifel jedoch mit einem Mal weggewischt. Ich hatte selten etwas schöneres gesehen als diese steil ins Meer abfallenden Berginseln, den weißen Sandstrand in der türkisblauen Bucht, die weiten Hochebenen, die in ersten Herbstfarben leuchten. „Jetzt kann es von mir aus die nächsten Tage auch wieder durchregnen“, hab ich mir gedacht, als ich oben auf dem Berg saß. Mein Wunsch sollte erhört werden.

Lofoten

So richtig mies wurde das Wetter allerdings eigentlich erst, nachdem ich mit der Fähre auf die Lofoten übergesetzt hatte. Die ersten drei Tage auf den Inseln verbrachte ich in einem kleinen Häuschen an einem See, dass ich mir über Airbnb gebucht hatte. Für diese Tage war Sturm und Starkregen vorhergesagt, und einen Vorgeschmack darauf bekam ich auf der Etappe zum Häuschen. Immer wieder musste ich absteigen und schieben, weil mich der Wind von der Seite auf die Straße drückte. Dazu die Kälte und die Tatsache, dass meine Regenkleidung dem Niederschlag nicht wirklich lange standhalten konnte. Ich schaltete auf Überlebensmodus. Hauptsache irgendwie voran kommen und einfach nicht drüber nachdenken.  Glücklicherweise hatte die Etappe „nur“ 60 Kilometer, und dennoch war ich noch nie zuvor auf dieser Reise so froh gewesen, einen Tag auf dem Rad hinter mich gebracht zu haben. Meine Unterkunft war dafür wie der Himmel auf Erden, direkt am See und mit einem großen Fenster mit Blick aufs Wasser und die Berge und einem wahnsinnig freundlichen Besitzer. Ich habe drei Tage lang quasi nichts anderes gemacht, als am Kamin zu sitzen, diesen Ausblick zu genießen und froh zu sein, dass ich gerade nicht da draußen herumradeln muss.

Anschließend habe ich mich Stück für Stück weiter in Richtung Süden vorgetastet, mich von Unterkunft zu Unterkunft gehangelt, mit relativ kurzen Tagesetappen dazwischen. Zelten wäre, wenn überhaupt möglich, definitiv nicht sehr angenehm gewesen, und auf diese Weise konnte ich meine Zeit auf den Inseln noch am ehesten genießen. Und Zeit hatte ich reichlich, denn ich hatte relativ viel davon für die Lofoten eingeplant, da ich dort eigentlich noch einige Wanderungen unternehmen wollte. An Wandern war allerdings nicht wirklich zu denken, und das war einerseits natürlich ziemlich schade, denn einige der tollsten Orte auf den Inseln lassen sich einfach nur zu Fuß entdecken. Auf der anderen Seite hat mir das alles erstaunlicherweise nicht allzu viel ausgemacht. Meine Reise war bisher so gut verlaufen, und die Inseln – so eindrucksvoll und einzigartig sie auch sind – wären eher so etwas wie die Kirsche auf der Torte gewesen. Und irgendwie waren sie das auch, trotz allem. Denn obwohl ich meistens nicht wirklich viel gesehen habe und vor allem damit beschäftigt war, nicht zu erfrieren oder vom Rad zu kippen, hab ich die Inseln sehr intensiv erlebt, hab jeden Meter von oben bis unten ohne Barriere zwischen mir und Norwegens wildem Norden bereist. Und genau das ist es doch, was eine gelungene Reise auf dem Rad letztendlich ausmacht.

Post-Reise-Gedanken

Im Nachhinein betrachtet hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an meine erste große Reise auf dem Rad. Das ist eigentlich nicht so klug und normalerweise versuche ich, das zu vermeiden, denn auf so einer Reise kann wahnsinnig viel schief gehen. Ich hatte sie dennoch, und ich kann glücklicherweise sagen, dass diese Erwartungen mehr als erfüllt wurden.
Ich hab die langen Tage auf dem Rad geliebt, die körperliche Herausforderung, die damit einhergeht, und die Tatsache, dass man dabei wahnsinnig viel sieht, gleichzeitig aber jederzeit anhalten kann und überhaupt einfach die ganze Zeit draußen ist. Bisher war ich vor allem wandernd oder roadtrippend unterwegs, und Radfahren vereint für mich in vielerlei Hinsicht das Beste aus beiden Welten.
Vielleicht… ja, vielleicht war diese Tour insgesamt sogar die schönste Reise, die ich bisher unternommen habe. Das lag bestimmt nicht nur am Radfahren selbst, sondern an vielen Faktoren, inneren und äußeren, die dort oben durch glückliche Fügung zusammengefunden haben. Und dennoch werde ich dieses tiefe Gefühl von Zufriedenheit, das ich über all die Schotterstraßen mit mir spazieren gefahren habe, wohl ab sofort mit dem Radfahren verbinden. Allein deshalb wird das nicht meine letzte Reise auf zwei Rädern gewesen sein. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich in Abisko zum Beispiel durchaus ein bisschen sehnsüchtig auf die Wanderer geschaut habe, die dort oben ihre Wanderung auf dem Kungsleden aufgeregt begonnen oder beseelt beendet haben.
Eigentlich ist es aber ja auch egal, wie man da draußen unterwegs ist, solange man es nur tut, und solange man dabei glücklich ist. Ich bin ziemlich froh, mit dem Radfahren einen weiteren Weg gefunden zu haben, der mir genau das ermöglicht. Und so träume ich von der nächsten Radreise, während ich die nächste Fernwanderung plane, und so ein richtig schöner, gemütlicher Roadtrip wär schon auch mal wieder was. Und dann ist da ja auch noch mein Ziel, mal in Laufschuhen einen längeren Weg zu bestreiten… ok Leute, ich glaub ich muss ich los!

Mehr Infos zu meiner Reise

Hier kommen noch ein paar weitere Infos zu meiner Reise. Meine gesammelten Tipps und Erfahrungen zum Thema Radreisen in Skandinavien (Logistik, Routenplanung, Tipps & Tricks usw.) folgen bald in einem eigenen Artikel, damit hier nicht völlig der Rahmen gesprengt wird.

Bikepacking-Ausrüstung

Ich habe eine detaillierte Packliste zu meiner Bikepacking-Tour veröffentlichen. Dort findest du mehr Infos zu meinem Rad, den Packtaschen, meiner Camping-Ausrüstung, Kleidung usw.

Radroute durch Schweden und Norwegen

Meine Route führte mich vom äußersten Süden Schwedens über den größten See Schwedens bis hoch / rüber an die Höga Kusten, von dort nach Westen auf den Vildmarksväken und dann über den Polarkreis bis nach Kiruna. Anschließend habe ich die Grenze zu Norwegen überquert und bin über die Vesterålen bis ganz hinunter nach Å i Lofoten, dem südlichsten (befahrbaren) Ende der Inseln, gefahren. Teilweise habe ich meine Route ganz frei geplant, teilweise bin ich offiziellen und ausgeschilderten Radrouten gefolgt. Darunter insbesondere folgende:

  • Sverigeleden: eigentlich mehr ein Routennetzwerk, bestehend aus 15 Hauptfernradrouten verteilt über ganz Schweden
  • Cykelspåret (Kystleden): folgt der Ostküste Schwedens von Ystad über Stockholm bis nach Haparanda an der finnischen Grenze
  • E1: ein europäischer Radfernweg, der vom Nordkap nach Sagres in Portugal führt

Ich habe all meine Tagesetappen getrackt und auf Komoot hochgeladen. In meiner Collection zur Tour kannst du dort meine komplette Route sehen. Auch die Wanderungen, die ich unterwegs unternommen habe, findest du dort.

An dieser Stelle auch noch der kurze Hinweis, dass die Route nur bedingt zum exakten Nachfahren geeignet ist, weil ich ja nicht wirklich vorausgeplant habe und so auch mal der ein oder andere weniger schöne bzw. praktikable Abschnitt dabei war.

Kleine Tour-Statistik

  • Gefahrene Kilometer: 4.241
  • Erkletterte Höhenmeter: 32.000
  • Platte Reifen: 4
  • Andere mechanische Zwischenfälle: 0 (Hurra!)
  • Elchsichtungen: 3
  • Nordlichtsichtungen: 0 (Story of my life…)
  • Konsumierter Erdbeer-Haferjoghurt (in Liter, geschätzt): 28
  • Verzehrte Pizzen mit Pommes oben drauf (sehr empfehlenswert): 3
  • Schönster Abschnitt: Schotterstraße nördlich von Arjeplog im Gebiet des Piteälven
  • Am wenigsten schöner Abschnitt: E10 zwischen Gällivare und Kiruna


Warst du auch schon mal mit dem Rad in Schweden bzw. Norwegen unterwegs? Oder hast du noch Fragen zu meiner Reise? Ich freu mich auf deinen Kommentar.

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