Egal ob beim Trekking auf Tasmanien oder Schneeschuhtouren in den Alpen – die Ogre Wmns Jacket von Mountain Equipment hat mich in den letzten 5 Monaten bei all meinen Touren begleitet. Ob die Hardshell-Jacke mit der Drilite-Membran was taugt, erfährst Du in diesem Testbericht.

Material und Passform

Gleich beim ersten Anziehen fällt der angenehm großzügig und nicht zu körperbetonte Schnitt der Women’s Ogre Jacket auf. Dennoch sitzt die Jacke ordentlich am Oberkörper, ohne unförmig auszusehen. Die Jacke fällt relativ lang aus und ist hinten zudem noch etwas länger geschnitten, was einem viel Bewegungsfreiheit gibt, ohne dass die Jacke zu weit hochrutscht.

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test

Die Ärmel sind lang geschnitten und vorgeformt, was der Bewegungsfreiheit ebenfalls sehr zuträglich ist. Auch der Kragen fällt sehr großzügig aus, geht in geschlossenem Zustand bis über die Nase und ist gleichzeitig keinesfalls einengend. Mit Zugbändern lässt er sich zudem bequem anpassen, sodass er nur den Hals schützt und nicht über das Kinn rutscht. In Verbindung mit der bestens sitzenden und zusätzlich durch ein Zugband am Hinterkopf anpassbaren Kapuze inklusive biegbarem Sturmschild erfüllt die Women’s Ogre Jacket somit die Grundvoraussetzungen für guten Wetterschutz – auch mit Helm!

Women's Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Dank Zugbändern an Kragen und Kapuze lässt sich letztere perfekt an die Bedingungen anpassen

Auch das Material fällt schon beim ersten Anfassen sehr positiv auf. Es ist schön flexibel und hat eine angenehme Haptik. Und dennoch fühlt sich das dreilagige Drilite-Material robust und strapazierfähig an. Lange Trekkingtouren würde ich ihr genauso zutrauen wie abenteuerliche Unternehmungen in den Bergen. Die 390 Gramm Eigengewicht in Kombination mit guter Komprimierbarkeit machen die Jacke ebenfalls zu einem passenden Begleiter für Trekkingtouren. Aber auch bei etwas größeren Tagesrucksäcken lassen sich Hose und Jacke bequem im Deckelfach des Rucksacks verstauen – sehr praktisch bei plötzlichen Wetterumschwüngen.

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Die Ärmel sind vorgeformt, ausreichend lang und per Klettverschluss anpassbar
Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Der Kragen geht bei Bedarf bis über die Nase und kann mit Kordelzug flexibel reguliert werden
Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Größtmögliche Bewegungsfreiheit dank lockerer Passform
Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Die Kordelzüge im Saum, am Kragen und der Kapuze sind einfach und schnell zu bedienen

Funktionalität

Im Test hat mich die Jacke immer trocken gehalten. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sie keinen extremeren Bedingungen ausgesetzt wurde. Wie sie sich zum Beispiel bei längeren Etappen in strömendem Regen schlägt, konnte ich „leider“ nicht testen.

Die Atmungsaktivität des Materials ist hervorragend. Entsprechenden Punktabzug gibt es beim Faktor Winddichte: Zumindest stärkerer Wind ist trotz komplett geschlossener Reißverschlüsse und Bündchen deutlich zu spüren.

Bei wenig Wind wiederum erwiesen sich die Unterarmzipper als wahre Wohltäter! Mit einer Länge von circa 34cm lässt sich hiermit der Körper gut und dank Doppelreißverschluss sehr variabel belüften.

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Niemals ohne! Unterarm-Reißverschlüsse fürs Durchlüften

Die zwei Fronttaschen sind weiter oben platziert, so dass man sie auch mit geschlossenem Bauchgurt noch gut nutzen kann. Der Eingang der Brusttasche ist großzügig und angenehm zu erreichen. Selbst eine Wanderkarte findet hier Platz.

Der Frontzipper ist innen mit einem Flap versehen, was für zusätzlichen Wetter- und Windschutz sorgt. Alle Reißverschlüsse lassen sich dank der Nubsis auch mit Handschuhen gut greifen und sind versiegelt.

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Der Zwei-Wege-Reißverschluss an der Front ist gegen Wassereintritt geschützt
Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Die sog. Napoleontasche bietet viel Stauraum und ist leicht zugänglich

Der Ogre Wmns Jacket Testbericht – das Fazit

Besonders mochte ich an der Ogre Women’s Jacket den Schnitt, der einem viel Bewegungsfreiheit gibt und das flexible, fast schon weiche Material. Die Atmungsaktivität der Jacke ist für eine Hardshell sehr gut, alle Funktionen sind gut durchdacht. Packmaß und Gewicht sowie die robuste Verarbeitung sprechen für die Ogre Jacke als Begleiter auch für anspruchsvollere Berg- und Trekkingtouren. Nässe hielt die Jacke in meinem Test problemlos stand, allerdings hatte ich im Testzeitraum nie mehr als ca. 2 Stunden Regen am Stück, ein wirklicher Härtetest steht somit noch aus.

Als nachteilig empfand ich bei kühleren Temperaturen die verhältnismäßig hohe Winddurchlässigkeit des Materials, welche sich jedoch erst bei stärkerem Wind bemerkbar macht und in wärmeren Einsatzgebieten natürlich wiederum ein Vorteil sein kann.

Wer eine verlässliche Hardshell-Jacke mit lockerer Passform sucht, die vielfältig einsetzbar ist, ist mit der Ogre Womns Jacket gut beraten.

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test
Special Effect!!!

Ogre Jacket von Mountain Equipment im Test

Alle Fakten zur Women’s Ogre Jacket

Material: 3-lagiges DRILITE 40D (Verstärkungen 70D), außen: 100 % Polyamid, innen: 100 % Polyurethan
Belüftung: 2 wasserabweisende Unterarm-RV
Verschluss: wasserabweisender Front-RV mit Innenflap
Taschen: 2 RV-Einschubtaschen, 1 RV-Napoleontasche
Kapuze: helmkompatibel
Gewicht: 390 g (in mittlerer Größe)
Größen: 8 – 16
Farben: blau (Blue/Cobalt), grün (Citronelle/Kiwi), lila (Foxglove/Byzantium), anthrazit (Welsh Slate)
Extras: Kordelzug im Saum, vorgeformte Ärmel
Preis: 299,90 ,- Euro (UVP) – erhältlich ist die Jacke ab Ende Mai 2016 z.B. hier bei den Bergfreunden


Werbehinweis: Die Jacke wurde mir von Mountain Equipment zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

2 Comments

  1. Hallo Kathrin,
    welche Größe hast Du? Wie fällt die Jacke aus?
    Cheers,
    Grit 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Grit,

      ich habe M, die Jacke fällt normal und auf keinen Fall zu eng aus. Auch weil der Schnitt der Jacke ja eher locker ist.

      Viele Grüße,
      Kathrin

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