Gar nicht so einfach, die geeignete Kameraausrüstung für Trekkingtouren zu finden! Natürlich möchte man all die Sonnenuntergänge und Regenbögen und Wasserfälle und Tiersichtungen und (…) möglichst gut für sich und die Nachwelt festhalten, aber gleichzeitig spielen Faktoren wie Gewicht, Robustheit oder Akkulaufzeit eine viel größere Rolle, wenn man die Kamera für Trekkingtouren tage- oder gar wochenlang mit sich bei Wind und Wetter durch die Gegend trägt.

Eine ideale Kamera fürs Trekking und Wandern sollte in meinen Augen folgende Kriterien erfüllen:

  • Geringes Gewicht: Gerade auf längeren Touren spielt das Gewicht eine zentrale Rolle – und bei einer „normalen“ Kameraausrüstung mit Spiegelreflex und Zubehör können da schnell mehrere Kilos zusammenkommen. Je weniger Gewicht Du jedoch mit Dir herumschleppst, desto mehr Spaß wirst Du beim Wandern haben und desto leistungsfähiger bist und bleibst Du. Letztendlich ist es natürlich aber immer eine sehr persönliche Entscheidung, auf wie viel Bildqualität und Flexibilität beim Fotografieren man zugunsten des Rucksackgewichts verzichten möchte.
  • Kleines Packmaß: Auch die Größe von Kamera und Zubehör spielen auf Trekking- und Wandertouren eine wichtige Rolle. Nicht nur, weil sie Platz im Rucksack wegnehmen, sondern auch, weil man die Kamera und zumindest das wichtigste Zubehör wie ein Stativ ja möglichst immer und schnell griffbereit haben möchte. Dabei kann eine zu große Kamera schnell einschränkend oder zumindest nervig sein, vor allem wenn sie dann ja auch noch wasserdicht verpackt sein will.
  • Einfache Bedienung: Letztendlich ist das zwar immer auch Übungssache, aber eine leichte Bedienung der Kamera und ihrer Funktionen macht einem das Fotografenleben da draußen schon deutlich leichter. Sehr praktisch ist auch, wenn die Kamera Möglichkeiten zur Personalisierung in Form von individuell belegbaren Tasten bietet. Und auch häufig genutzte Funktionen wir Selbstauslöser oder HDR-Aufnahme sollten idealerweise schnell erreichbar sein.
  • Robustes Gehäuse und Innenleben: Eine ideale Kamera für Trekking und Wandern sollte gegen Spritzwasser und Staub geschützt und auch möglichst unempfindlich gegenüber Frost sein – und das gilt natürlich auch für die Objektive! Dies ist längst nicht bei allen Kameragehäusen und Optiken der Fall.
  • Möglichst lange Akkulaufzeit: Vor allem auf längeren Trekkingtouren essenziell! Ein leistungsstarker Akku und eine möglichst wenig stromfressende Kamera. Natürlich kann man aber auch durch entsprechende Bedienung, zum Beispiel durch Abschalten des Monitors, Einfluss auf die Akkulaufzeit nehmen.

Ich habe versucht, bei der Auswahl meiner Fotoausrüstung einen möglichst guten Kompromiss zu finden und bin mit meiner jetzigen Ausstattung sehr zufrieden.

Bei Fragen zu meiner Fotoausrüstung fürs Wandern und Trekking hinterlass mir gern einen Kommentar am Ende des Artikels!

(1) Olympus OM-D E-M5 Mark II + Zubehör (2) Sony DSC-RX 100 III (3) GoPro Hero 5 Black Edition (4) Samsung Galaxy S7 Edge (5) Stative (6) Kameragurte (7) Linsenreinigung

Die Grosse: Olympus OM-D E-M5 Mark II

Die Kamera

So groß ist sie ja eigentlich gar nicht, aber unter den meinigen auf jeden Fall die größte. Und damit für mich gleichzeitig auch das Maximum, was ich beim Wandern und Reisen so mit mir herumtragen möchte. Obwohl die Olympus OM-D E-M5 Mark II „nur“ eine Systemkamera ist, kann sie alles was ich brauche – und ziemlich sicher noch viel, viel mehr. Ich bin kein Kameraexperte und kann bzw. will hier deswegen auch gar nicht so sehr ins Detail gehen. Aber ich weiß, warum ich mir nach langer Recherche letztendlich diese Kamera ausgesucht habe – und warum ich nach wie vor von ihr begeistert bin:

  • großartiges Verhältnis aus Leistung und Größe bzw. Gewicht
  • staub- und spritzwassergeschützt sowie relativ unempfindlich gegenüber Minusgraden
  • gute Auswahl an Objektiven
  • hervorragender Bildstabilisator
  • schneller Autofokus
  • individuell belegbare Hardware-Tasten
  • gute Haptik und Handhabung (auch mit kalten Fingern oder dünnen Handschuhen)
  • schwenkbarer Display mit Touchscreen
  • Wlan-Funktion (für mich als Bloggerin essenziell)
  • klassisches, „ehrliches“ Design

Objektive

Für die Kamera gibt es eine in meinen Augen gute und absolut ausreichende Auswahl an Wechselobjektiven – zumal auch andere Hersteller wie Panasonic zahlreiche Zooms und Festbrennweiten für das Micro Four Thirds-Bajonett der E-M5 im Angebot haben. Ich besitze aus diesem Angebot aktuell einen „All in one“-Reisezoom, eine lichtstarke Festbrennweite sowie – rein zum Spaß an der Freude – ein günstiges aber gutes Fisheye-Objektiv.

Damit fühle ich mich eigentlich ganz gut ausgestattet, das ein oder andere Objektiv steht aber trotzdem noch auf der Wunschliste. Vor allem hat es mir das (angeblich) ziemlich geniale 12-40 mm angetan. Die Brennweiten habe ich zwar im Prinzip schon abgedeckt, jedoch hat dieses Objektiv nochmal eine deutlich bessere Abbildungsleistung als mein Wischi-Waschi-Reisezoom und bietet gleichzeitig mehr Spielraum als meine 12 mm-Festbrennweite. Allerdings ist es relativ schwer, weshalb ich mich damals hauptsächlich für die preislich ähnliche und qualitativ sogar etwas schlechtere Festbrennweite entschieden habe. Und auch die – leider verdammt teure – 300mm-Variante würde ich gerne irgendwann mein Eigen nennen. Spätestens wenn ich irgendwann mal auf Safari gehe, werde ich da „wohl oder übel“ zugreifen „müssen“!

Olympus M.ZUIKO 14-150 mm 1:4.0-5.6 II

Mein immer-mit-dabei-und-meistens-drauf-Objektiv! Natürlich muss man bei einem Objektiv, welches einen so großen Brennweitenbereich abdeckt, immer einige Abstriche in punkto Bildqualität und Lichtstärke in Kauf nehmen. Dafür schlägt sich das M.Zuiko Digital 14-150 mm aber insgesamt ziemlich gut und bietet fast über den gesamten Brennweitenbereich eine gute Auflösung. Auch ist es eines der wenigen Reisezooms für Micro Four Thirds, die gegen Spritzwasser, Frost und Staub geschützt sind. Großes Manko ist die relativ schnell nachlassende Lichtstärke, auch wenn der Bildstabilisator der E-M5 Mark II hier noch einiges rausreißen kann. Und ansonsten habe ich für diesen Fall eigentlich immer zusätzlich noch den nachfolgenden Kandidaten dabei.

 

Olympus M.ZUIKO 12 mm 1:2.0 Festbrennweite 

Mein kleiner, leichter Begleiter für diejenigen Situationen, in denen das 14-150 mm an seine Grenzen stößt. Dazu gehören vor allem Bilder, bei denen eine besonders effektvolle Tiefenunschärfe (wobei sich der Reisezoom hier auch gar nicht soo schlecht schlägt!) gewünscht ist und Aufnahmen bei schwierigeren Lichtverhältnissen (inklusive Indoor-Aufnahmen und Nachtfotografie). Oder natürlich für etwas mehr Weitwinkel bei Landschaftsaufnahmen. Auch bei Städtetrips habe ich meistens dieses Objektiv auf der Kamera.

 

Walimex Pro 7,5 mm 1:3,5 CSC Fisheye

 

So wirklich brauchen tut man ein Fisheye-Objektiv in der Regel ja nun nicht unbedingt, aber wenn man eins hat, freut man sich trotzdem drüber. Und das 7,5 mm von Walimex mit rund 300 Euro relativ günstig, weshalb es dann auch nicht so wehtut, wenn es nur ein paar Mal im Jahr zum Einsatz kommt.

 

Filter

Ich besitze ausschließlich Polarisationsfilter, für das Zoomobjektiv den Hoya HD mit 58 mm Durchmesser und für die Festbrennweite den Hoya HD mit 46 mm Durchmesser. An dieser Stelle eine kleine Filterkunde: Polfilter verwendet man in der Landschaftsfotografie vor allem dafür, um strahlendere Farben, z.B. im Falle eines blauen Himmels, zu erzeugen. Auch Reflexionen, z.B. auf nassen steinen, lassen sich hiermit vermeiden.

Graufilter bzw. Grauverlaufsfilter können in der Landschaftsfotografie ebenfalls Sinn machen, zum Beispiel für Sonnenauf- und Untergänge. Da ich selbst die Polfilter schon deutlich weniger einsetze, als ich vielleicht sollte, habe ich mir Verlaufsfilter bisher gar nicht erst angeschafft. Zumal meine Olympus mit ihrem HDR-Programm eine ganz gute Alternative dazu bietet.

Grundsätzlich lohnt es sich jedenfalls, bei Filtern lieber etwas mehr Geld auszugeben! Denn es würde überhaupt keinen Sinn machen, viel Geld in eine Kamera bzw. Objektive zu investieren und dann mit einem mittelklassigen Filter alles zur Nichte zu machen.

Auf den Einsatz eines UV-Filters zum Schutz der Frontlinse verzichte ich übrigens (mittlerweile). Vor allem günstige Filter tragen nicht gerade zur Bildqualität bei und zudem ist so ein Objektivglas nach meiner Erfahrung deutlich robuster, als man meinen könnte. Wenn Du auf einen zusätzlichen Schutz nicht verzichten willst, solltest Du auf jeden Fall wie auch in den anderen Fällen zu einem hochwertigen Filter greifen!

Die Kleine: Sony DSC-RX100 III

Nachdem ich für meine dreimonatige Fernwanderung durch Großbritannien penibel auf das Gewicht meiner Ausrüstung geachtet habe, kam es für mich einfach nicht in Frage, in Sachen Kamera plötzlich eine Ausnahme zu machen. Auch hatte ich nicht so richtig viel Lust darauf, drei Monate lang so ein großes Gerät an meiner Seite baumeln zu haben oder mir gar eine große Kameratasche an den Bauchgurt oder sonstwohin zu hängen.

Eine Kompaktkamera musste also her! Aber bitte eine, deren Fotos man ihre Größe nicht ansieht. Gibt es nicht? Gibt es doch! Denn die Sony DSC-RX100 III macht wirklich wahrhaft gute Fotos und Videos. Das einzige, was ich vermisse, wenn ich sie benutze, ist ein stärkerer Zoom. Ansonsten macht das Fotografieren mit „der kleinen“ dank ihrer vielen Einstellungsmöglichkeiten fast genauso viel Spaß wie mit „der großen“!

Ich habe mich zum Zeitpunkt der Anschaffung übrigens gegen das Nachfolgemodell (Sony DSC-RX100 IV) entschieden, weil dieses gegenüber der IIIer vor allem im Videobereich (4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde, Full-HD mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde) Vorteile hat. Für meine Zwecke war die ebenfalls sehr gute Videoleistung des Vorgängermodells ohne 4K voll und ganz ausreichend, weshalb ich lieber 300 Euro gespart habe.

Einen schwenkbaren Touchscreen und Wlan-Funktion, z.B. zum schnellen Übertragen von Fotos aufs Smartphone, hat die Kamera ebenfalls. Zudem hat sie gegenüber der Olympus den großen Vorteil, dass die Akkus per USB aufladbar sind und somit auch mit Hilfe meines Akkupacks oder mobilem Solarpanel wieder aufgefüllt werden können.

Mittlerweile gibt es die RX100 übrigens schon in der fünften Generation. Laut Testberichten basiert diese aber genauso wie die IVer im Wesentlichen auf meinem Modell und hat vor allem in Sachen Geschwindigkeit nochmal zugelegt. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, würde ich wohl nach wie vor zu meinem Modell greifen. Das gibt es mittlerweile auch schon für rund 600,- Euro, die IVer für rund 800,- Euro und das neuste Modell – wie auch im Falle der anderen zum Zeitpunkt der Markteinführung – für rund 1.000,- Euro. Definitiv ein stolzer Preis für eine Kompaktkamera.

Wenn Du Dir eine Kompaktkamera zulegen weilst, weil Du Einsteiger bist und das mit dem Fotografieren erstmal ausprobieren willst, gibt es vermutlich bessere Varianten. Wenn Du aber wie ich damals eine Kompakte suchst, weil Du bei möglichst geringem Gewicht möglichst gute Bilder schießen willst, ist eine Sony DSC-RX 100 III (oder aufwärts) das vermutlich beste, was Du tun kannst.

(Viele meiner Outdoorbloggerkollegen wie z.B. Hendrik von Hiking in Finland, Erika von Ulligunde oder Chris von Klimbing Korns sind übrigens ebenfalls mit einer RX100-Variante unterwegs und damit insgesamt sehr zufrieden!)

Die Unverwüstliche: GoPro HERO5 Black Edition

Egal ob Plantschen im pazifischen Ozean an der Südküste Australiens oder  Hundeschlittenfahren im winterlichen Nordfinnland: Es gibt nichts, was die GoPro Hero5 Black Edition nicht kann. Und im Gegensatz zu früheren Modellen hat die 5er nicht nur einen (Touch-)Screen, sondern ist auch ohne zusätzliches Gehäuse wasserdicht! Und 4K. Und Sprachsteuerung. Und (…) Auch der extremen Weitwinkel sind sehr praktisch, falls man dann doch mal ein Selfie MIT Hintergrund machen möchte.

Nachtrag: Ich habe mittlerweile schon von einigen Leuten gehört, dass ihre Hero 5 nicht so richtig unter-wasser-tauglich ist. Ob das ein Produktionsfehler ist oder zum Beispiel an Sandkörnern in der Dichtung lag, weiß ich nicht. Ich hatte bisher keine Probleme damit, habe sie aber auch noch nicht oft unter Wasser eingesetzt.

Mein Smartphone für Trekkingtouren, Wandern und Reisen

Auch wenn ich insgesamt ziemlich wenig mit dem Handy fotografiere, von Instagram Storys mal abgesehen: Es gibt immer noch genug Momente, in denen ich keine Kamera dabei habe oder nicht hervorkramen will und in denen mein Samsung Galaxy S7 Edge ein ganz hervorragender Ersatz ist.

Zusätzlich zum Galaxy besitze ich übrigens auch ein Samsung Xcover 3, welches zwar nicht mit einer guten Kamera oder sonstigem Hochglanz, aber mit einer dank geringer Leistung und verhältnismäßig schlechtem Display langen Akkulaufzeit gesegnet ist. Auch ist es extra für den Outdooreinsatz konzipiert, also entsprechend robust und zudem gut mit nassen Fingern bedienbar!

Mein Stativ für Trekkingtouren, Wanderungen und Reisen

Auch wenn ich mittlerweile ziemlich geübt darin bin, sämtliche Zaunpfähle, Baumstümpfe und Felsklötze entlang des Weges als Stativ zu missbrauchen: Stativ muss sein – nicht zuletzt, um sich einfach mal selbst fotografieren zu können, wenn man alleine unterwegs ist!

Das große: Cullmann Nanomax 430T

Ein kostengünstiges, leichtes und kompaktes Reisestativ, welches dennoch eine ganz gute Figur macht. Dank einem robusten Kugelkopf aus Aluminium, dreifachen Schnellklemmverschlüssen und Makroposition lässt sich das Stativ in der Praxis für alle Eventualitäten gut und praktisch handhaben. Mit einer maximal Höhe von 107 cm ist es zwar nicht gerade riesig, aber für mich auf jeden Fall ausreichend. Auf Wanderungen nehme ich das Stativ allerdings nur mit, wenn ich es gezielt einsetzen möchte, um z.B. bei Dunkelheit zu fotografieren. Auf Roadtrips & Co. habe ich es ebenfalls immer mit dabei.

 

Das kleine große: Joby GorillaPod

Ich liebe Gorillapods! Vor allem während meiner Solowanderungen habe ich immer einen dabei. Selbst in unwegsamstem Gelände schafft man es damit, die Kamera in Rekordzeit gerade auszurichten und mittels Selbstauslöser ein Foto von sich zu machen. Und natürlich ist der GoriallPod auch für Aufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen und Langzeitbelichtungen eine große Hilfe. Und anschließend ist er mit wenigen Handgriffen wieder in der Seitentasche des Rucksacks verstaut.

 

Das kleine: Joby GorillaPod Mini

Für die Olympus dann doch „ein bisschen“ zu mini, für meine kleine Sony aber perfekt, um bei möglichst geringem Gewicht und Packmaß doch eine kleine Hilfe für Bilder mit Selbstauslöser & Co. zu haben. Die Füßchen sind übrigens auch magnetisch, was für mich jedoch eigentlich eher ein Nachteil ist, weil man ich da immer ein bisschen Angst um meine EC- und Kreditkarten habe. Da sollte man auf jeden Fall drauf achten und nicht beides zusammen zum Beispiel im Deckelfach des Rucksacks aufbewahren.

 

Darüber hinaus überlege ich auch immer wieder, ob ich mir nicht mal so einen Bohnensack anschaffen soll, den man quasi überall schnell und einfach draufklatschen kann – und anschließend die Kamera. Für Trekkingtouren wäre mir das zwar zu schwer, aber für Touren mit wenig Gepäck oder vor allem auch Roadtrips ist das glaub ich ziemlich praktisch. Zumal ich immer ein bisschen das Problem habe, dass mein Kameragurt (siehe weiter unten) in dem Gewinde befestigt wird, in den ich auch das Stativ bzw. den GorillaPod schrauben muss. Ganz schön viel Geschraube! Oder ich mach es einfach so wie das Outdoormädchen mit ihrem DIY-Stativ aus Körnerkissen und Plastiktüte.

Nützliches Kamerazubehör für Trekking, Wandern und Reisen

Kameraggurt für Trekkingtouren

Blackrapid R-Strap Sport

Perfekter kann ein Kameragurt für mich nicht sein! Hochwertig verarbeitet, sehr angenehm zu tragen (auch unter dem Rucksackgurt) und nichts verruscht. Gleichzeitig lässt sich die Kamera mit einem Griff am Gurt fixieren, sodass sie während dem Wandern nicht durch die Gegend rutscht – und zum fotografieren wieder lösen. Mit 85 Euro nicht gerade günstig, aber in meinen Augen jeden Cent wert!

 

Blackrapid R-Strap Backpack

Dieser Gurt ist im Prinzip ähnlich wie der R-Strap Sport, wird allerdings direkt an den Rucksackgurten eingehakt. Klingt praktisch, ist es aber nur bedingt. Wenn man den Rucksack nämlich absetzen möchte, muss man immer erst den Klippverschluss lösen, was je nach Befestigung durchaus ein bisschen fummelig sein kann. Da sich der R-Strap Sport auch angenehm unter dem Rucksackgurt tragen lässt, nutze ich mittlerweile nur noch diesen.

 

Kamerataschen

Den heiligen Gral der Kamerataschen für meine beiden Exemplare habe  ich leider selbst noch nicht gefunden. Meine Olympus transportiere ich aktuell in einer einfachen, gepolsterten Bauchtasche. Für die kleine Sony hab ich mir für meine Wanderung eine „normale“ Gürteltasche zugelegt, in der nicht nur die Kamera, sondern auch noch zwei Smartphones Platz finden und diese zusätzlich ein bisschen gepolstert und mit Hilfe eines kleinen Wasserdichten Packsacks wasserdicht gemacht. (Meine gibt es scheinbar nicht mehr, aber die hier ist so ähnlich.)

Vor allem für die Olympus müsste ich mir aber dringend mal eine trekkingtaugliche Tasche zulegen, damit ich sie bei Regen nicht immer im Rucksack verstauen muss. Bisher scheiterte es vor allem daran, dass ich a) ein bisschen zu faul zum ausgiebigen Suchen war und b) die Taschen, die ich mit angesehen habe, entweder zu klein oder zu groß für meine Kamera waren. Auch diesen Rollverschluss, den zum Beispiel Ortlieb gerne verwendet, würde ich gerne vermeiden.

Falls da also jemand einen heißen Tipp hat – immer her damit! Sobald ich fündig geworden bin, werde ich diesen Artikel natürlich updaten.

Reinigung der Frontlinse

Zugegebenermaßen reinige ich meine Objektive vorzugsweise mit der guten alten Ärmeltechnik. Also so, wie man es nicht machen soll! Überlebt haben sie es aber bisher trotzdem ohne sichtbare Spuren. Für „Härtefälle“ trage ich aber auch immer ein oder zwei dieser Reinigungstücher bei mir, mit denen man Schlieren, Staub & Co. in Kombination mit einem Linsenpinsel gut zu Leibe rücken kann. (Wichtig dabei natürlich: Immer erst pinseln, dann wischen!)

Fotos sichern von unterwegs

Es passiert so schnell und vermutlich jedem mal: Plötzlich ist die Speicherkarte leer. Alle Fotos weg. Und damit alle Erinnerungen. Speicherkarten sind nicht gerade unempfindlich und beim Wandern nicht unbedingt idealen Bedingungen ausgesetzt.

Damit meine Fotos unterwegs sicher sind, nutze ich zum einen lieber mehrere kleinere Speicherkarten als wenige große. In der Regel sind das Speicherkarten mit 32 GB – groß genug, dass man sie nicht die ganze Zeit wechseln und muss und klein genug, dass man sie dann eben doch zwischendurch austauschen muss. Somit sind wenigstens nicht alle Fotos auf einer Karte, falls doch mal eine zu Schaden kommt.

Noch viel wichtiger aber ist natürlich, dass man die Fotos regelmäßig sichert. Ich habe auf Reisen und sogar auf Wanderungen meistens einen kleinen Laptop aka Surface dabei, den ich dafür verwende. Zusätzlich lasse ich die Bilder aber auch immer auf den Speicherkarten, somit sind sie doppelt gesichert.

Alternativ gibt es tragbare Festplatten wie wie diese hier, auf denen sich Fotos und Videos schnell und einfach jederzeit sichern lassen.

Mein Tipp: Fotografieren lernen mit dem Online-Fotokurs von 22places

Wie immer gilt: Die beste Ausrüstung bringt nichts, wenn man nicht auch zumindest die Grundlagen der Fotografie beherrscht und zumindest den Vollautomatikmodus hinter sich lässt. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich diesen Spruch leider selbst nicht beherzigt und viel zu oft einfach drauf los fotografiert, ohne zu wissen was ich da eigentlich tat. Ich hab zwar immer mal wieder versucht, mich weiterzubilden, aber das Gelesene viel zu schnell wieder vergessen, weil ich es nicht genug in der Praxis geübt habe. Mit dem Fotokurs von 22places sollte sich das aber schlagartig ändern!

Der Online-Fotokurs vermittelt das komplette Basiswissen der Fotografie. Neben den technischen Grundlagen sind das auch Grundlagen der Bildgestaltung, alles rund ums Licht und Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom. Hört sich trocken und so wie jeder andere Kurs an? Ist es aber nicht! Denn die zwei haben sich viel Mühe gegeben, den Kurs so ansprechend, kurzweilig, verständlich und gleichzeitig effektiv wie möglich zu schaffen – und das mit Erfolg.

>> Hier geht’s zum Online FotoKurs <<

Kein Fach-Kauderwelsch, keine viel zu lang(weilig)e Theorie. Dafür kurz-knackige Abschnitte zu jedem Thema, aufgelockert mit gut gemachten Videos und vielen praktischen Beispielen. Und – ganz wichtig – Praxisaufgaben, Praxisaufgabe, Praxisaufgaben. Denn Übung macht nun mal den Meister, und ohne Üben kann man noch so viel Theorie lesen – man wird es beim nächsten Mal „da draußen“ nicht anwenden können.

Ziemlich praktisch sind auch die vielen kleinen Extras, die es zusätzlich zum reinen Kurs gibt: Ausdruckbare Spickzettel zu jedem Theorieteil mit den wichtigsten Infos für unterwegs (ich hab alle ausgedruckt und in meiner Kameratasche!), eine sehr aktive Facebook-Gruppe, in der sich die Kursteilnehmer austauschen und gegenseitig helfen, regelmäßige Online-Fragerunden, eine Link-Sammlung, eine Packliste für Deine nächste Fototour – und das ist immer noch nicht alles!

Einen Artikel zu meinen Erfahrungen mit dem Fotokurs findest Du hier.


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Und jetzt: Erzähl mir doch mal von Deiner Fotoausrüstung, die Du durch die Welt trägst! Oder hast Du vielleicht noch Fragen zu meinen Kameras und Zubehör? Ich bin sehr gespannt und freu mich auf Deinen Kommentar.

10 Comments

  1. Hey Kathrin,
    Ich habe letzte Woche auch einen Beitrag zum Thema Fotoausrüstung fürs Wandern und Trekking auf meinem Blog veröffentlicht. Wir scheinen uns da in vielen Punkte einig zu sein:
    1. Systemkameras sind klasse
    2. Gorillapods sind ein Must-have
    3. Den heiligen Gral der Kamerataschen“ haben wir beide noch nicht gefunden – Ich schließe mich Deiner Frage nach heißen Tipps also gerne an. 😉

    Die „10% die Kamera – 90% der/die Fotograf/in“ Regel sollte man beim Kauf immer im Hinterkopf behalten. Ich habe schon oft bei Wanderungen Menschen getroffen, die sich mit einer großen Spiegelreflex abgequält haben, um dann im Automatikmodus zu fotografieren…
    Hier lohnt es sich einen Fotokurs zu machen oder zumindest Zeit in das Erlernen der Basics zu investieren. Ich habe das ganze mit YouTube Videos gemacht (Fotografie Grundlagen von Torsten Stolze) und natürlich viel durch „trial and error“ erlernt. 😉

    Viele Grüße
    Jannik

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Jannik,

      schön, dass wir uns so einig sind! 😉 „Trial and error“ ist auf jeden Fall ein wichtiger Part des ganzen und vermutlich der, der bei den meisten zu kurz kommt.

      Viele Grüße,
      Kathrin

  2. Hi Kathrin,

    auch wir haben uns im Blog schon mit der ein oder anderen Kamera beschäftigt. Auch hatten wir die Sony schon im Test.
    Grundsätzlich nehme ich auf Tagestouren noch meine Canon EOS 100D mit. Diese hat den Vorteil, dass der Body nicht so groß ist wie z.B. bei der 700D.
    Die GorillaPods werde ich wohl auch noch zulegen, gerade für unterwegs sind die praktisch und ein Bergführer hat diese für ein Gruppenbild um seinen Wanderstock gewickelt und die Kamera draufgeschraubt….praktisch.

    Ich habe mich immer geweigert mit einer DSLR im Automatikmodus zu fotografieren und habe daher auch gleich beim Kauf der Canon ein entsprechendes Buch mit erworben. Zwischenzeitlich bin ich ein Fan des Blendenmodus geworden und fotografiere sehr gerne mit kleiner Blende. Aber da muss jeder selber wissen, was ihm gefällt.

    Auf der Suche nach einem guten Fotorucksack bin ich aktuell auch noch und ich werde in 2 Wochen auch einen Outdoorfotokurs besuchen. Einen Bericht gibt es dann natürlich auch im Blog.

    Vielen Dank jedenfalls für den Einblick in deine „Technikschublade“

    Lefdi

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Lefdi,

      ja, die Gorillapods sind auf jeden Fall gold wert! „On the go“ fotografiere ich meistens auch mit Zeitautomatik. Wenn ich aber mehr Zeit habe, gerne auch mal ganz manuell.

      Viele Grüße und viel Spaß beim Fotokurs! 🙂
      Kathrin

  3. Liebe Kathrin. Eine Frage: Ich bin oft alleine unterwegs und daher immer mal wieder auf Selbstauslöserbilder angewiesen. Dabei schaffe ich es – je nach Gelände nicht immer rechtzeitig vor die Linse. Hast du jeweils auch einen Fern-Auslöser dabei? Also sowas, was man an der Kamera anschliessen kann und dann auf ein kleines Kästchen in der Hand drückt? Du hast oft schöne Bilder von dir auf dem Blog, aber ich kann nicht glauben, dass die alle im Selbstauslöser gemacht sind… Dafür bist du viel zu weit weg. Hast du da jeweils jemanden dabei oder wie machst du das?
    Danke und lg, Katharina

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Katharina,

      also ich bin ja nicht immer alleine unterwegs, aber wenn dann mache ich die Bilder von mir entweder mit Selbstauslöser oder mit Serienbildfunktion (letzteres kannst Du auch verwenden, wenn Du weiter weg musst). Alternativ könnte ich meine Kameras auch per Smartphone-App auslösen, aber dazu bin ich in den meisten Situationen zu faul. 🙂

      Viele Grüße,
      Kathrin

  4. Hallo Kathrin,

    danke für die umfangreiche Vorstellung. Eine Frage habe ich noch: kannst Du mit der WLAN-Funktion der Fly relativ einfach die GPS-Koordinaten in die Dateien schreiben lassen? Oder nutzt Du das nicht, weil Du es über Verschlagwortung anders löst bzw. es für Dich nicht wichtig ist? Trage mich mit dem Gedanken, eine Canon 6D zu kaufen, aber das ist ein ziemlicher Brocken… schreibt dafür dank internen GPS den Aufnahmestandort direkt in die Bilddatei….

    Danke
    Christoph

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Christoph,

      meinst Du die Olympus? Da kann man per App / Wlan die Geotaggs hinzufügen, ja. Nutze ich allerdings nur selten.

      Viele Grüße,
      Kathrin

      • Hallo Kathrin,

        ja, ich meinte die Oly und ich mag Autokorrektur *grr….* an der Panasonic GH3 gibt es eine ähnliche Möglichkeit, aber die haben das furchtbar kompliziert gelöst. Und wenn ich dann sehe, das die Smartphones die GPS-Daten automatisch eintragen, wenn man das einschaltet, dann ärgert mich das fehlende Angebot einer Reisekamera mit einem ähnlichen Komfort. Aber anscheinend fehlt die Nachfrage.

        Danke
        Christoph

  5. Ich bin ein sehr großer Fan der fstop Rucksäcke. Es gibt verschieden große Einsätze für das Equipment und der Tragekomfort ist super. Auch ideale Wanderbegleiter.

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