Auch wenn es Kinderfotos von mir gibt, die mich beim Bergwandern in Lederhose und mit rosa Hasenrucksack zeigen (danke dafür an dieser Stelle an meine Eltern): So ganz halten konnte sich dieser Kleidungstrend bei mir nicht! Tatsächlich bin ich seit Anbeginn meiner (adoleszenten) Wanderzeit in Leggings unterwegs. Ich besitze zwar auch eine klassische Wanderhose, aber die fristet meist ein relativ trostloses und unbeachtetes Dasein in der untersten aller Kommodenschubladen.

In Leggings zu wandern hat für mich einfach so viele Vorteile, dass ich bisher nie den Drang verspürte, auf eine „richtige“ Wanderhose umzusteigen. Welche Vorteile das sind, aber auch, welche Nachteile das Wandern in Leggings birgt und was Du beim Kauf einer Wanderleggings beachten solltest, erfährst Du in diesem Artikel.


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Vorteile von Leggings beim Wandern

  • Geringes Gewicht und Packmaß: Keine Wanderhose, zumindest solange der Stoff nicht wirklich ultrasuperdünn ist, wird jemals an das Gewicht und Packmaß einer Leggings rankommen. Eine klassische Wanderhose unter 300 Gramm zu finden dürfte schwer werden, auch wenn sie vielleicht irgendwo in einem einsamen Paralleluniversum existieren mag. Klassische Sportleggings in einer normalen Dicke wiegen dagegen in mittlerer Größe um die 180 Gramm.
  • Schnelltrocknend: Ist die Leggings einmal nass, macht das gar nicht so viel aus, denn die Stretchmaterialien trocknen in der Regel sehr schnell wieder. Auch bei Wanderhosen wird natürlich darauf geachtet, dass die Stoffe schnelltrocknend sind. Ohne alle selbst getestet zu haben gehe ich aber davon aus, dass viele davon dennoch länger brauchen als Leggings.
  • Bequeme Passform: Für mich einer der wichtigsten Gründe, warum ich immer zur Leggings greife, wenn es auf Wanderschaft geht! Es gibt keine Falte, die zwickt, keinen Knopf oder Reißverschluss, der drückt, keine Naht, die scheuert. Leggings sitzen – richtige Größe und Passform natürlich vorausgesetzt – wie eine zweite Haut.
  • Bewegungsfreiheit: Sämtliche menschenmögliche Verrenkungen in alle Richtung sind mit Leggings kein Problem, während es bei Wanderhosen am Knie oder am Gesäß durchaus mal eng werden kann, wenn man zum Beispiel über größere Steinblöcke kraxeln muss.
  • Leicht kombinierbar: Sowohl Regenhosen als auch Gamaschen sind perfekt mit Leggings kombinierbar. Schnell drüber gezogen sitzen sie perfekt und kommen sich nicht mit weiter sitzenden Hosen in die Quere.
  • Guter Schutz gegen Zecken: Da die Leggings eng am Bein und am Bund abschließen, haben Zecken zumindest im Bereich bis zur Hüfte keine Chance. Und wenn man die Beine nach Märschen durch Wiesen oder Gebüsch kontrolliert, haben sie es zudem ziemlich schwer, unentdeckt bis nach weiter oben zu gelangen, da man sie auf dem glatten Stoff gut erkennen kann und es keine Falten gibt, in denen sie sich verstecken können.
  • Günstiger Preis: Sportleggings – selbst von bekannten Marken – starten bei deutlich günstigeren Preisen als qualitativ einigermaßen hochwertige Wanderhosen. Es gibt zwar natürlich auch Leggings für Preise jenseits der 100-Marke, aber für 40-50 Euro bekommt man ebenfalls gute Hosen.

Nachteile von Leggings beim Wandern

  • Kein Schutz gegen Moskitos und Brennesseln: Da ich viel in Nordeuropa und Nordamerika unterwegs bin, ist das für mich definitiv einer der größten Nachteile. Stechmücken und Konsorten können ohne mit der Wimper zu zucken den Stoff einer Leggings durchdringen. Sie brauchen zwar etwas länger dafür als wenn sie direkt auf der Haut sitzen würden, aber so wirklich hilfreich ist dieser Unterschied nicht. Hier hat dickerer bzw. locker sitzender Stoff definitiv einen deutlichen Vorteil. Wenn ich zur Hauptsaison von Stechviechern in ein Gebiet wie Finnland oder Alaska reisen würde, würde ich mir das mit der Wanderhose definitiv nochmal überlegen. Gleiches gilt übrigens für Brennesseln, Disteln und andere dornige und kratzige Dinge!
  • Steinchen im Schuh: Während lange Wanderhosen über die Schuhe gehen und damit Steinchen, Stöckchen, Sand oder auch Schnee besser daran hindern können, es sich im Inneren des Schuh gemütlich zu machen, kann eine Leggings da eher wenig ausrichten. Je nach Terrain können ein paar leichte und kurze Gamaschen da sehr hilfreich sein. Vor allem auch wenn man die Leggings mit niedrigen Schuhen kombiniert, die nicht über den Knöchel gehen.
  • Nicht sehr robust: Den leichten, elastischen Stoff einer Sportleggings gibt es natürlich nicht ohne Nachteile. So eine Leggings ist insgesamt sicher deutlich weniger robust als eine normale Wanderhose. Das bedeutet nicht nur, dass sie im Zweifelsfall schneller kaputt und zudem auch schwerer zu flicken ist, sondern auch, dass Du weniger Schutz gegen Äste, Dornen & Co. hast. Zudem wird es beim Pausieren schnell kalt und nass am Hintern. Ein leichtes Sitzkissen sollte da auf jeden Fall immer mit in Deinem Gepäck sein! Und dennoch: Die Dinger halten mehr aus, als man meinen könnte. Ich hatte schon mehr als einmal ein blutiges Knie oder Schienbein, während die Leggings darüber nahezu unversehrt aussah. Und auch Kämpfe mit Gestrüpp & Co. haben meine Exemplare bisher immer unbeschadet überstanden. Etwas Vorsicht kann aber sicher trotzdem nicht schaden!
  • Keine Taschen: Während Wanderhosen in der Regel über die ein oder andere praktische Hosentasche verfügen, dank denen wichtige Kleinigkeiten wie Handy oder Taschentücher schnell griffbereit sind, haben normale Leggings nichts dergleichen. Hier müssen die Seitentaschen oder Fächer am Bauchgurt ausreichen, was sie für mich auch tun. Da lohnt es sich natürlich dann aber doppelt, bei der Rucksackwahl auf einfach zu erreichende und ausreichend große Taschen zu achten.

Wanderleggings kaufen – darauf solltest Du achten

Zunächst einmal hast Du die Wahl zwischen einfachen Sportleggings, wie man sie zum Beispiel beim Laufen oder Yoga benutzt, und speziellen Wanderleggings, die es seit kurzem vermehrt auf dem Markt gibt.

Klassische Sportleggings

Ich greife zum Wandern auf ganz stinknormale Sportleggings zurück. Ohne Mesheinsätze, ohne Kompressionsstreifen, ohne Firlefanz. Letztendlich probiere ich mich da einfach durch ein paar Exemplare durch, bis ich eine finde, die mir in Sachen Material und Passform besonders zusagt. Ein paar Dinge gibt es aber trotzdem, auf die ich bei der Auswahl achte:

  • Breiter Bund: Je breiter, flacher und nahtloser der Bund, desto besser fürs Wandern. Denn in der Regel liegt der Hüftgurt genau auf diesem Bund und wenn der nicht richtig sitzt oder irgendwo einschneidet, wird das auf Dauer unangenehm und gibt Druckstellen.
  • Mittlere Stoffdicke: Was die Dicke der Leggings angeht, gibt es viele unterschiedliche Varianten. Manche sind sehr dünn und damit für den allgemeinen Einsatz zu wind- und kältedurchlässig (die erkennt man ganz gut daran, dass die Unterwäsche auffällig durchschimmert), andere zu dick und zu steif.
  • Möglichst elastisch: Je elastischer der Stoff der Leggings, desto angenehmer beim Wandern. Auch hier gibt es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Hosen! Ein guter Test ist es, einfach mal tief in die Hocke zu gehen. Dabei sollte die Leggings sich weder an den Knien zu eng anfühlen noch verrutschen.
  • Keine Baumwolle: Wie immer bei Funktionskleidung für Sport und Wandern sollte die Kleidung möglichst keinen oder nur einen geringen Baumwollanteil haben. Ansonsten saugt sich die Leggings zu sehr mit Schweiß voll und trocknet zu langsam.
  • Hochkrempelbar: Bei warmen Temperaturen ist es von Vorteil, wenn man aus der Leggings durch Umkrempeln der Beine eine 3/4- oder zumindest 7/8-Hose machen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schon ein Stückchen freie Haut am Bein bei Hitze viel Unterschied macht. Oft sind Leggings aber an den unteren Bündchen zu eng geschnitten oder zu unelastisch. Da lohnt es sich auf jeden Fall, drauf zu achten, auch wenn dieser Punkt jetzt nicht überlebenswichtig ist.

Spezielle Wanderleggings

Mittlerweile gibt es auch seitens der Outdoorbranche erste Hybriden aus Leggings und Wanderhose Das bekannteste Beispiel dafür ist aktuell vermutlich die Abisko Trekking Tights von Fjällräven. Diese besteht aus einem festeren und robusteren Stretchmaterial, ist an kritischen Zonen wie den Knien verstärkt und hat Taschen. Aber auch The North Face hat zum Beispiel eine Hiker Tights im Programm – allerdings bisher noch nicht in Deutschland. Ich habe diese speziellen Wanderleggings selbst noch nicht ausprobiert. Aber wenn Du auf ein gewisses Maß an Robustheit nicht verzichten magst und trotzdem auf enganliegenden Stretch aus bist, ist das vielleicht einen Versuch wert.

Leggings im Winter?

Jep, ich trage meine Leggings im Winter genauso wie im Sommer. Meistens auch das gleiche Exemplar. Das ist für mich im deutschen Winter meistens völlig ausreichend – vor allem auch, wenn es viel bergauf geht und somit anstrengend wird! Nur wenn es sehr kalt ist und/oder die Wanderung wenig anstrengend, steige ich auf eine Winterlaufhose um. Das sind etwas dickere Leggings, die innen zum Beispiel mit einer dünnen Fleeceschicht gefüttert sind und wirklich schön muckelig warm halten.

Falls es sehr windig ist, habe ich als Verstärkung zudem immer noch eine Regenhose mit im Gepäck, in die ich notfalls bzw. vor allem auch während Pausen schlüpfen kann.


Mein Kauftipp

Ich habe bereits einige Leggings „durchgewandert“ und dabei vor allem auf klassische Lauf-Leggings von Marken wie Adidas oder Venice Beach zurückgegriffen. Mittlerweile bin ich bei Prana gelandet, einer Marke aus Kalifornien, die vor allem aus dem Bereich Klettern und Yoga kommt und sehr nachhaltig arbeitet und produziert.

Aktuell bin ich fast auschließlich mit den Ashley Tights von Prana unterwegs, die es auch in einer etwas kürzeren Capri-Variante gibt. Diese Leggings ist bisher mein absoluter Favorit, was Tragegefühl, Haltbarkeit und Material angeht.


Team Wanderhose oder Team Leggings – wozu gehörst Du? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

 

32 Comments

  1. Hallo Kathrin,
    Danke für diesen interessanten Beitrag. Bisher gehörte ich zum Team Wanderhose. Im letzten USA Urlaub habe ich dann vermehrt meine alte Laufhose getragen (7/8 Leggings). Ich muss sagen, daß mir beide Alternativen gefallen. Bei längeren Hikes schätze ich die vielen Taschen an meiner Wanderhose und die Tatsache, daß ich die Beine abzippen kann.
    Mit Trekking Tights habe ich mich auch schon beschäftigt und die Abisko Tights habe ich auch schon mal anprobiert. Leider bekommen sie hinsichtlich der Robustheit keine guten Bewertungen, so daß ich bisher nicht zum Kauf einer so teuren Hose bereit war.
    Leggings sind bei mir auf jeden Fall immer mit dabei und ich trage sie immer auf den Langstreckenflügen.
    LG
    Silke

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Silke,

      na auf Langstreckenflügen geht sowieso mal gar nichts ohne Leggings. :-) Taschen scheinen für viele der Grund zu sein, warum dann doch die Wanderhose das rennen macht. Ich nutze da ja einfach die Seiten-/Bauchgurttaschen vom Rucksack. Aber Hosentaschen sind da natürlich noch eine Nummer komfortabler, was den Zugriff angeht…

      Viele Grüße,
      Kathrin

  2. Stefanie Pech Reply

    Hi, ich laufe auch in Leggings, trage aber oft noch eine shorts mit Taschen drüber. Liebe Grüße Steffi

    • Fräulein Draußen Reply

      Auch eine gute Idee! :-) Hab ich mal im Winter gemacht, als ich es zu warm für die gefütterte Leggings und zu kalt für die normale Leggings fand.

      Viele Grüße,
      Kathrin

  3. Hey Kathrin,

    ich wandere auch nur mit Leggings, die sind einfach sooo bequem :)
    Hatte mir für meinen Jakobsweg extra noch Babypuder für den Fall der Fälle besorgt, weil meine Oberschenkel eben doch ziemlich gern aneinanderreiben – hab es aber ganz schnell im Hostel „vergessen“, weil ich absolut keine Probleme hatte.
    Nicht zu vergessen, dass Leggings einfach viel besser aussehen und man wegen des geringen Gewichts auch locker noch eine weitere einpacken kann ;)

    Schöne Grüße,
    Caro

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Caro,

      ja, das könnte glatt noch ein weiterer Vorteil von Leggings beim Wandern sein. Glaube da kann wirklich nix und nirgendwo reiben und scheuern, weil alles eng anliegt!

      Viele Grüße,
      Kathrin

  4. Gibt es auch Männerleggins?

    Danke für deine interessanten Berichte.

    VG, Mathias

    • Fräulein Draußen Reply

      Auf jeden Fall! Laufleggings für Männer gibts zahlreich. :-)

      Viele Grüße
      Kathrin

    • Hallo Mathias,
      gibt es reichlich, also als „Lauftight“. Ansonsten schau doch einfach bei den Damen… nur Mut!
      Grüße, toby

  5. Hallo Kathrin,
    dein Artikel ist wie eine kleine Erleuchtung für mich. Ich gehöre zwar nicht zu den Hardcore-Wanderern, bin im Urlaub aber total gern hiking-mäßig unterwegs. Mein Mann schwört auf seine Fjällrävenhosen, ich dagegen hab noch nie „die eine“ Wanderhose gefunden. Am schlimmsten finde ich die lauten Hosen, die bei jedem Schritt dieses schreckliche Rascheln von sich geben Da ist es mir gänzlich unmöglich meinen Fokus auf die wunderschöne Natur zu legen.
    Und jetzt lese ich heute deinen Post und erlebe einen totalen AHA-Effekt! Auf die wunderbare Idee in Leggings zu laufen bin ich tatsächlich noch nie gekommen
    Tausend Dank für deinen tollen Blog und die Erfahrungen, die du weiter gibst.

    Liebe Grüße
    Cathrin

  6. Hallo Kathrin,

    ich habe mich kürzlich von meiner letzten typischen Wanderhose getrennt aufgrund der Tatsache, dass sie mir immer beim Bein anheben und verschwitzer Haut geschubbert hat. Seither bin ich in Laufhosen unterwegs bzw. habe ich noch den einen Tipp für Dich/Euch:
    Ein Radrock! Das ist so ein Teil zum Wickeln und meiner ist von Gonso. Er geht nur knapp bis zum Knie und hat mich dieses Jahr auf meinem Mini-Fernwanderweg (Malerweg) super begleitet. Volle Kaufempfehlung, bloß leider kann ich keinen Link mehr im Netz finden zu diesem guten Stück. Aber wenn man „Bikeröcke“ oder „Fahrrad Rock“ googelt gibt es viele Treffer. :-)

    Besten Dank für Deinen tollen Blog und viele Grüße
    Sabine

  7. Danke dir für die Hinweise, da ich neu zu den Lebensabenteurern stoße, habe ich natürlich sehr viele Fragen über Ausrüstung und Equipment was ich da so brauchen könnte. Danke für deine Hilfe.

    Herzliche Grüße

    Shania

  8. Ich hatte letztens die Idee meine winterlauftights zum wandern anzuziehen zumal sie von innen schon kuschelig und angerauht ist mit dünnem Fleece, allerdings hat mir der Reißverschluss am beim einen Strich durch die Rechnung gemacht da die Hose durch die wanserstiefel an der stelle sehr unbequem wurde. Bin mir nicht sicher ob es dadurch sogar offene Scheuerstellen gegeben hätte. Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht?

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Katrin, vielleicht würde es helfen, wenn Du ein paar dünne Socken unter die Wandersocken UND unter die Leggings ziehst, sodass die nicht mehr scheuern kann?

  9. Danke für den Artikel! <3 Ich gehöre ja noch zur Fraktion Unentschlossen – habe eine Tight und eine Wanderhose und nehme meist sogar beides mit, wobei ich wirklich noch dabei bin, Vor- und Nachteile abzuwägen. Eigentlich wollte ich langfristig auf Tights umsteigen, aber so richtig geschafft habe ich das noch nicht! *hmpf*

    • Fräulein Draußen Reply

      Wieso entscheiden, wenn man beides haben kann? :-) Es hängt ja wirklich auch immer von den Umständen und des jeweiligen Einsatzes ab…

  10. Ich wandere auch so gern in Leggins, es ist einfach total bequem und ich finde der optische Faktor spielt ja schon auch eine Rolle ;) Aber manchmal mal ich auch Wanderhosen total gerne, besonders wenn es mal über rauere Gesteinchen geht – ich mach das immer total nach Lust und Laune :)

    Liebe Grüße
    Anni

  11. Heidrun aus Dresden Reply

    Hab grade deinen Block gefunden.

    Ich bin grad dabei umzusteigen. Da ich im Alltag nur Kleider trage hat mich die Hose auf Trekkingtouren schon immer genervt. Passend dazu mir derzeit ein Trekkingkleid zu nähen werde ich auch auf Leggins umsteigen.

    Bisher muss ich nur meinen Mann überzeugen, dass das sinnvoll ist, deshalb danke für deinen Block!!

  12. Hallo Kathrin,

    ja! endlich! Der erhellende Artikel für alle Zweifler. Ich bin heute rein zufällig während einer Recherche über Deinen Blog gestolpert und bin, obwohl ich eigentlich auf die WALDEN – Seite wollte, bei Dir hängengeblieben :-). Ein ganz toller Blog, vor allem, wenn man sich gerade so fühlt, wie Du Dich vermutlich zu Beginn Deines Blogs gefühlt hast, aber das ist ein anderes Thema. Hier MUSSTE ich aber etwas dazu schreiben, weil ich Deinen Beitrag exakt selbst so hätte schreiben können. Ich laufe und wandere auch nur in Leggings und habe mich schon vor langer Zeit von der letzten klassichen Wanderhose getrennt – naja, eine habe ich glaube ich irgendwo noch, wurde aber seit Jahren nicht mehr benutzt. Auch meine sind unglaublich strapazierfähig und mittlerweile ähnlich treue Begleiter wie frühere Wanderhosen – nur, dass man ihnen ihr Alter gar nicht ansieht ;-). Ich trage übrigens meist noch nicht einmal Sport-Leggings, sondern eigentlich nur Qualitativ hochwertige aus Australien oder den USA. Ohne jetzt Marken nennen zu wollen. Abgesehen davon spart man sich auch alles andere: Nur andere Schuhe und ein anderes Shirt – und schon sind es nicht bloß Wander-Leggings :-) Liebe Grüße und – Danke für Deine tollen Beiträge. Bin gespannt auf mehr!

  13. Hallo Kathrin,
    danke für deinen Blog und den Eintrag. Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen.
    Ich trage als Mann auch im Freizeitalltag Leggings/Tights, also daheim und zum Bäcker/Einkaufen/usw.
    Ich habe wie du auch entdeckt, dass die zum Wandern bzw. großen Abendspaziergang (6km+) einfach super geeignet sind, weil nix scheuert oder kratzt. Je nach Wetterlage nehme ich die dickere oder dünnere Variante und eine Regenhose lässt sich einfach super drüber tragen. Wenn es heiß ist, nehme ich eine kurze Radlerhose – die trocknet genauso schnell. Das Oberteil sollte halt so lang sein, dass es den Hintern und vor allem auch die Vorderseite ausreichend bedeckt.
    Für Männer gibt’s leider meist nur graue oder schwarze Teile zu kaufen, also schaue ich auch bei den Damenmodellen und lasse halt aus, was zu „weiblich“ aussieht (ich bin kein Crossdresser). Wenn wir einkehren schauen manche Leute ein wenig, aber das ist mir egal. Nur durchsichtig sollte die Tight nicht sein, vor allem wenn man(n) knappe Unterwäsche (ja, richtig gelesen, die hält alles am Platz und nix baumelt und verrutscht) trägt.
    Viele Grüße, toby.

  14. Ein Tipp für alle Wander-Leggings-Liebhaberinnen: es gibt seit neustem auch von Peak Performance eine Trekking Leggings. Super Teil, 4 (!!) Taschen, wind- und wasser-abweisend und unten mit Reißverschluss, sodass man sowohl gut rein und raus kommt als auch gut hochkrempeln kann. Einziger Nachteil ist der mit 190€ enorm hohe Preis (ich hatte Glück und hab meine beim Kollektionsverkauf für nur 40€ ergattert).
    Aber wenn namhafte Hersteller anfangen, auf sowas anspringen, dann besteht Hoffnung, dass auch andere Hersteller von Outdoor-Klamotten nachziehen werden, die sich vielleicht nicht ganz so im High-End-Segment bewegen.

    Liebe Grüße

    Annika

  15. Danke vielmals Kathrin für diesen interessanten Artikel. Ich wandere auch für mein Leben gern, vor allem in den Alpen, und habe schon mehrfach drüber nachgedacht, dies in Sportleggings zu tun. Beim Biken ist dies ja schon akzeptierter und gewohnter Standard auch für Männer. Beim Wandern sieht dies leider noch anders aus. Zwar entdecken immer mehr jüngere Menschen dankenswerter Weise das Wandern für sich, aber die moderne figurbetonte und komprimierende Funktionsbekleidung, wie wir sie vom Biken oder Fitnessstudio her kennen, ist hier leider noch die absolute Ausnahme – auch bei Frauen. Offenbar rechnet man bei Männern erst mit Leggings, wenn sie Extremsport wie Trailrunning oder Mountainbiking machen. Kommt man jedoch als „normaler“ Wanderer in zweiter Haut auf die Alm, ist man noch ein Exot und muss sicherlich auch einige Blicke aushalten. Eigentlich doch Unfug, oder? Weil sämtliche Vorteile, die Du aufgezählt hast, gelten doch genauso für Männer.

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Marc, da hast Du vollkommen recht! Aber ich bin mir sicher, dass auch die Männerwelt noch von den Vorteilen von Leggings überzeugt werden wird. Bis dahin braucht es eben Pioniere!! :-)

      Viele Grüße,
      Kathrin

  16. Hallo Kathrin

    ich kann die Erfahrungen auch nur bestätigen.
    Bisher habe ich zum Wandern nur im Winter die wärmeren Lauftights getragen und bei den Sommertouren die kurze Wanderhose. Ich konnte mir nicht vorstellen, im Sommer in langen Hosen zu laufen. Durch deinen Bericht inspiriert, habe ich mir für die diesjährige Tour (3 Wochen in Schweden zu Fuss unterwegs) eine Leggins zugelegt. Die kurze Hose durfte nur zur Reserve mit und für den einen oder anderen Stadtbummel an den Ruhetagen :-). Ich habe eine Leggins mit etwas dickerem Stoff (hat ca 80,00 Euro gekostet). Die sind es aber auch wert. Hält Wind ab, man schwitzt aber auch nicht. Auch die Mücken kamen nicht durch :-) und selbst die eine oder andere Hecke konnte der Leggins nicht anhaben. Man muss aber wirklich ne Weile suchen, bis die passende gefunden ist.
    Ansonsten auch noch ein Danke für die vielen schönen Tourenberichte und die Tipps.

    Liebe Grüße
    Kathrin

  17. Hallo Kathrin,

    vielen Dank für deinen Bericht über das Wandern in Leggins.

    Da ich selber sehr oft in den Bergen unterwegs bin, und mich grundsätzlich die normal Wanderhose stört, werde ich nun auch auf eine Tight für Herren umsteigen.
    Man sieht dies zwar nicht allzu oft auf dem Gipfel, aber mir geht es hier rein um die Bewegungsfreiheit und den Komfort der Tights.
    Nächstes Wochenden werde ich wieder aufbrechen und die Tight testen, bin gespannt wie es sich damit
    wandern lässt :)

    Schöne Grüß
    Dominik

  18. Hallo Dominik, wäre auf Deine Erfahrungen gespannt. Kannst ja vielleicht hier noch mal posten. Ich bin auch die nächsten zwei Wochen wieder in Tirol unterwegs und will das mal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Marc

    • Hallo Marc,

      ich war jetzt bereits drei mal mit der Tight in den Bergen einmal davon in einem Klettersteig mit Klettergurt.
      Mich hat die Tight absolut überzeugt man ist um einiges beweglicher als in einer normalen Wanderhose und der Klettergurt lässt sich auch ganz einfach und schnell an bzw wieder ausziehen.
      Man sieht zwar nicht all Zuviels Männer in einer Tight aber das hält mich nicht davon ab diese weiterhin anzuziehen.
      In diesem Sinne probiert es ruhig aus
      ; ) vielleicht trifft man sich ja mal auf einem Gipfel; )

      Grüße
      Dominik

      • Hey Dominik, danke für die Infos. Hast du eine Lauftights genommen? Eher dickeres oder dünnes Material? Viel Compression oder eher wenig? Und auf welchen Bergen treibst du dich denn so rum?

        LG Marc

        • Hallo Marc,

          genau, ich habe mir zwei Lauftights mit relativ dünnen Stoff gekauft (für den Sommer).
          Kostenfaktor war hier 20€ pro Tight. Für den Herbst werde ich noch eine lange Tight mit etwas dickeren Stoff zulegen. Eine Kompression haben die Tights nicht da hier die Preise relativ schnell in die Höhe schießen.

          Also ich bin in den Ammergauer Alpen, in Garmisch oder In Schwangau unterwegs, kann aber durchaus auch mal Berchtesgaden werden; )

          Grüße
          Dominik

  19. Ganz toller Beitrag!! Diese Info habe ich lange gesucht! Aktuell bin ich in diversen Nationalparks im Westen der USA unterwegs und habe hier erst realisiert, dass es so etwas wie Wanderleggings gibt! Ich bin immer vor den Hosen mit abnehmbaren Beinen geflohen und bin soo froh, dass es eine Alternative gibt.
    Werde diese Woche noch losspringen und eine Leggings kaufen.
    Persönlich finde ich, sie muss zwingend im Schritt/Po bequem sitzen, sonst sieht es einfach nur verboten aus.

    Liebe Grüsse
    Ingrid

  20. Hallo Kathrin,

    ich habe das Wandern jetzt auch in Leggings die letzten 3 Wochenenden ausprobiert. Das Wetter war so traumhaft schön. Meine anfängliche Skepsis ist verflogen. Dachte ehrlicherweise anfangs, dass Leggings nur was für modebewußte Damen sind und für „normalsportliche“ Herren unpassend sind.
    Das bequeme Tragegefühl aber, hat mich einfach voll überzeugt !!!
    Auf den ländlichen Wanderwegen und Dörfern ist ein Herr in Leggings leider noch der Exot.
    Die langen erstaunten Blicke verraten es…

    Die Kälte und der Wind am Morgen (4 Grad plus) waren nicht so angenehm in Leggings.
    Einen kurzen Kunstfaserrock zum Überziehen ohne Schuhwerkwechsel wäre vermutlich die schnellste und beste Lösung, gibt es, soweit ich feststellen konnte, leider nur für Damen…? Warum nur….? Kennst Du einen Hersteller..?

    Danke für Deine Artikel und noch viele schöne Reisen und Trips in alle Welt,

    wünscht Dir aus Franken:

    Thomas

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Thomas,

      freut mich, dass Du das Wandern in Leggings für Dich entdeckt hast! :-) So ein Rock ist in der Tat praktisch und es spricht ja nichts dagegen, einfach die (vermeintliche) Damenversion zu tragen, im Zweifelsfall halt etwas größer kaufen. Ich hab zum Beispiel einen einfachen, schwarzen mit Primaloft-Füllung von Löffler >> https://amzn.to/2CNlzQ9 (Werbe-Link). :-)

      Viele Grüße,
      Kathrin

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