Beinahe zwei Monate in meinem Schwedenhaus sind vorüber. Zwei Monate, die ich ganz allein in einem kleinen Holzhäuschen in einem unaufgeregten Winkel irgendwo an der Ostseeküste Südschwedens verbracht habe. Um mich herum nichts als Wald und Felder und Küste. Die meisten der anderen Häuser in der Gegend dienen vor allem als Wochenend- und Feriensitz. Freitagabend rollen dann die Autos aus der Stadt an, und Sonntagabend rollen sie wieder davon. Dann wird es ruhig, noch ruhiger – und ich bleibe hier.

Ich stehe jeden Morgen früh auf, trinke meinen liebgewonnen Zimttee und lese ein bisschen. Dann wird gearbeitet – Bilder bearbeiten, Texte schreiben, E-Mail beantworten, um die Buchhaltung kümmern – so wie überall auf der Welt, wenn ich meinen Laptop aufklappe. Nachmittags gehe ich spazieren oder laufen, meistens die immer gleiche Runde. Mittlerweile weiß ich, auf welcher Wiese die Rehe am liebsten stehen, welchen Waldabschnitt die Elche bevorzugen, in welchem Baum sich der aufgeweckte Schwarm Birkenzeisige meistens sitzt. Manchmal kommt er auch in meinem Garten vorbei, zusammen mit den Buntspechten, Meisen, Spechten, Amseln, Elstern und Goldammern, die die Vogelhäuschen meiner Nachbarn bevölkern, am liebsten in den Morgenstunden, so zwischen 9 und 10 Uhr.

Hin und wieder wechsle ich ein paar Worte mit dem alten Eherpaar von schräg gegenüber, die sprechen glücklicherweise Deutsch, denn mein Schwedisch über die letzten Jahre ziemlich eingerostet. Ein bis zweimal die Wochen fahre ich zum Einkaufen in die nächste Stadt. Die ist rund 30-40 Minuten mit dem Auto entfernt. Für die Kassiererin reicht mein Schwedisch noch, um einen Kaffee und Kuchen in einem Café zu bestellen auch. Dort sitze ich dann und fühle mich als Teil der Welt da draußen, nehme das Lächeln anderer Menschen, wenn unsere Blicke sich durch Zufall kreuzen oder einer von uns dem anderen die Tür aufhält, dankend an. Und mache mich dann auf den Rückweg in mein kleines Haus, wo ein Kamin und noch mehr Bücher auf mich warten.

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Allein sein will gelernt sein

Das mag jetzt alles ziemlich eigenbrötlerisch klingen, aber ich bin kein Eigenbrötler, und will auch keiner sein. Ich umgebe mich gerne mit Menschen, bin froh und dankbar, dass zuhause immer einige meiner Liebsten davon mit offenen Armen auf mich warten, egal wie lange ich mal wieder unterwegs war. Auch während meiner Reisen versuche ich zumindest einigermaßen regelmäßig Kontakt zu halten, über Whatsapp, Facebook oder Telefon.

Wahrscheinlich sollte ich mich öfter melden, aber es fällt mir oft zu leicht, mich in meiner eigenen Welt zu verlieren. Dabei war ich bis vor wenigen Jahren auch noch einer dieser Menschen, die sagen, dass sie niemals alleine reisen könnten, weil sie ja dann gar niemanden hätten, mit dem sie all die schönen Erlebnisse teilen könnten und überhaupt. Ich weiß noch, als ich während der Uni zum ersten Mal allein ins Kino gegangen bin und mich danach gefühlt habe, als hätte ich solo den Everest erklommen. Allein in ein Café oder Restaurant zu gehen war quasi undenkbar, ich hätte gar nicht gewusst wohin mit mir und meinen Augen und meinen Gedanken.

Irgendwann kamen die ersten Wanderungen allein, als der Hund und ich an den Wochenenden irgendwelche Voralpengipfel erklommen haben. Dann die erste Solo-Reise – wie so oft, weil niemand Zeit hatte und ich Urlaub nehmen musste. Ich war schrecklich aufgeregt in Anbetracht all der Dinge, denen ich mich dort in Schottland ohne jeden Beistand stellen musste. Gleichzeitig spürte ich aber auch schon eine gewisse Faszination für das gute Gefühl, mich all diesen Dingen alleine gestellt zu haben, bevor ich überhaupt aufgebrochen war.

Die Reise begann mit einer fiesen Erkältung, einer der größten Nachteile des Solo-Reisens traf mich mit voller Wucht. Aber ich machte das beste daraus, mietete mich in ein kleines Zimmer direkt am Loch Ness ein und wartete darauf, bis Kakao und Zitronenkuchen mich wieder gesund gemacht hatten. Es folgte meine erste Zeltnacht in der „Wildnis“, und ab da war es um mich geschehen. Diesen Moment dort oben auf dem schottischen Hügel irgendwo im Nirgendwo ganz für mich allein zu haben, der Stolz, als ich am nächsten Morgen wieder vor meinem Mietauto stand und mich fühlte wie die allergrößte Abenteurerin – so etwas hatte ich noch nie gespürt. Ich wollte mehr davon, und doch stand ich zwei Tage später an einem grauen Regentag auf einem Campingplatz in den nördlichen Highlands und fühlte mich wie der einsamste Mensch der Welt.

Es war langer Weg, bis ich wirklich allein sein konnte, ohne mich einsam zu fühlen. Genauer gesagt hält der Prozess bis heute an, und wird wahrscheinlich nie ganz vorbei sein. Ich musste mich langsam herantasten an all die großen und kleinen Herausforderungen, die diese Art zu reisen mit sich bringt. Ich musste es über die Jahre hinweg immer wieder üben, denn ich war wahrlich nicht zum Alleinreisen geboren. Auch heute noch fühle ich mich manchmal einsam, ich glaube daran führt kein Weg vorbei. Aber das Gefühl tritt nur noch relativ selten auf und ist meist schnell wieder verflogen. Denn ich habe gelernt, das Gefühl einfach zu akzeptieren und mich in solchen Momenten daran zu erinnern, dass es eben nur das ist, ein Gefühl, und kein Zustand. Und dass es etwas Großartiges und unglaublich Wertvolles ist, sich selbst genug zu sein. Selbst wenn es sich manchmal nicht so anfühlt.

Die Mischung macht’s

Trotz aller Begeisterung für das Alleinreisen und -wandern bin ich mindestens genauso gern mit anderen Menschen unterwegs. Gerade das letzte Jahr, meine Trekkingtouren in Südafrika mit Ulligunde oder die Woche in Wales mit meinen liebsten Münchner Bloggerkolleginnen, haben mir mal wieder gezeigt, wie schön es sein kann, zusammen Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen wie man selbst, die Welt zu entdecken.

Keine der beiden Reisearten ist besser oder schlechter, sie sind einfach nur anders. Zusammen mit anderen fühlt man sich oft stärker und mutiger, man traut sich mehr zu und wirft sich leichter in neue Situationen und unbekannte Herausforderungen, wodurch man immer nur gewinnen kann. Man kann zusammen lachen und sich freuen, und in den weniger schönen Momenten gemeinsam jammern und nach einem Ausweg suchen. Alleine ist man dagegen ganz flexibel, kann immer und jederzeit machen, worauf man gerade Lust hat. Man nimmt seine Umgebung und sich selbst viel intensiver war, ist offener für äußere Eindrücke und Begegnungen mit anderen Menschen. Und am Ende bleibt die Art von Stolz, die man nur verspüren kann, wenn man ein Abenteuer ganz allein gemeistert hat.

Ich würde auf keine der beiden Varianten verzichten wollen, denn erst dadurch, dass ich beide (er)leben darf, können sie jeweils ihr ganzes Potenzial entfalten.

Meine Tipps fürs Allein reisen

Ich bekomme oft Nachrichten von Menschen, die so wie ich damals vor meiner ersten Solo-Reise irgendwie den Drang verspüren, alleine loszuziehen, aber gleichzeitig Zweifel und Ängste haben. Die nicht wissen, ob sie allein sein können, ohne sich einsam zu fühlen. Falls es dir genauso geht, kommen hier ein paar Tipps, die mir auf dem Weg geholfen.

Fange langsam an

Wir sind es gewohnt, quasi immer und überall von irgendwem und irgendwas umgeben zu sein. Familie, Freunde, Arbeitskollegen und nicht zu vergessen das Internet, das allzeit verfügbar ist und zumindest ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln kann. Selbst wenn wir allein sind, flüchten wir uns oft in Netflix-Serien, Kommentar-Spalten auf Facebook oder zumindest ein bisschen Radio-Gedudel im Hintergrund.

Da wird der Gedanke, irgendwo ganz auf sich allein gestellt und vielleicht sogar zumindest zeitweise ohne Handyempfang zu sein, schnell beängstigend. Die gute Nachricht aber: Man kann sich ans Alleinsein gewöhnen! Den Anfang kann zum Beispiel ein Café- oder Kinobesuch in der machen, dann kommt ein Kurztrip innerhalb Deutschlands und so weiter. Die wenigsten Alleinreisenden sind vom Himmel gefallen, sondern haben sich so wie ich langsam vorgetastet.

Such dir ein geeignetes Ziel

Nicht jedes Reiseziel ist für die erste Soloreise geeignet. Neben äußeren Umständen wie Infrastruktur für Reisende oder der Landessprache spielen dabei auch individuelle Faktoren eine Rolle. Ich selbst zum Beispiel fühle mich alleine besonders dann wohl, wenn ich irgendwo in der Natur und für mich allein unterwegs bin, während ich mit Städtetrips bis heute so meine Probleme habe. Ironischerweise fühle ich mich umgeben von vielen anderen Menschen oft deutlich einsamer als wenn ich irgendwo durch einen Wald wandere. Andere Alleinreisende wiederum suchen unterwegs viel Kontakt zu anderen Menschen und quartieren sich dafür zum Beispiel ganz bewusst in ein Hostel ein.

Bereite dich vor

Je besser du deine Reise vorbereitest, desto weniger zusätzlichen Stress wirst du unterwegs haben. Das bedeutet natürlich nicht, dass du alles penibel vorplanen musst (außer du fühlst dich dann wohler), aber dass du weißt, was auf dich zukommt. Mache dich also am besten schon vor der Reise mit den grundlegenden Gepflogenheiten des jeweiligen Reiseziels vertraut und eigne dir vielleicht sogar ein paar Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache an. Je mehr du über ein Reiseziel weißt, desto wohler und sicherer wirst du dich vor Ort fühlen.

Setz dich nicht unter Druck

Der vielleicht allerwichtigste Tipp fürs Alleinreisen: Es ist okay, wenn unterwegs etwas schief läuft. Es ist okay, wenn du dich zwischendurch einsam fühlst. Reisen bedeutet nicht immer nur Spaß und Entspannung, Reisen kann zumindest manchmal auch sehr kräftezehrend und fordernd sein. Setz dich nicht unter Druck, in dem du dir einredest, dass du dich zu jeder Zeit wohl und gut fühlen musst. Akzeptiere einfach, wenn dem nicht so ist und nimm dir die Zeit, in dich hineinzuhören und zu überlegen, was du tun könntest, um Abhilfe zu schaffen. Und denk immer daran: Spätestens am nächsten Tag sieht die Welt oft schon wieder ganz anders aus.

Sei stolz auf dich

Egal wie gut oder nicht gut dir das Alleinreisen gefällt, egal wie es läuft – sei stolz auf dich, dass du es tust, denn du sammelst eine wertvolle Erfahrung!


Wie stehst du zum Thema Alleinreisen? Bist du gern (auch mal) allein unterwegs oder lieber mit Begleitung? Fühlst du dich zwischendurch einsam und wie gehst du damit um? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

14 Comments

  1. Super Artikel, dem kann ich voll und ganz zustimmen.
    Ich hatte lange Zeit gezögert, alleine zu reisen. Zwar bin ich kein Mensch, der viel Gesellschaft braucht, aber so ganz alleine in die Fremde zu ziehen, dabei hatte ich schon ein komisches Gefühl.

    Nach zwei Reisen alleine muss ich sagen, dass die Zweifel ganz umsonst waren. Alleine findet man einfach überall super schnell Anschluss, wenn man möchte. Die Reisen, die ich alleine gemacht habe, habe ich sogar viel intensiver wahrgenommen als die Reisen mit Freunden oder der Freundin.

    Daher kann ich jedem nur empfehlen, das mal auszuprobieren. :-)

    • Fräulein Draußen Reply

      Eben! So richtig allein ist man doch quasi nie, zumindest wenn man das nicht möchte. (Ich persönlich leg es ja doch oft drauf an, aber das ist dann auch eine bewusste Entscheidung. :-) ) Grundsätzlich finde ich auch, dass jeder das mal ausprobieren sollte. Und wenn es nur ist, um festzustellen, dass das nichts für einen ist. :-)

  2. Superinteressant das Thema und danke für den Artikel !

    Da ich dich ja seit neuestem auf Instagram verfolge, fragte ich mich auch,
    ob das einfach der Preis ist, den man für seine Unabhängigkeit bezahlen muss,
    die zeitweise Einsamkeit.
    Aber anscheinend geht’s dir nicht schlecht damit.

    Ich selbst bin auch oft alleine auf Reisen unterwegs und kenne auch die „Highs“
    und „Lows“, die man wohl nur alleine erlebt.
    Lows, wenn z.B. das Wetter kalt und schlecht ist, man sich einsam fühlt und am liebsten
    abbrechen würde.
    Aber wie du richtig festgestellt hast, handelt es sich bei alldem nur um Gefühle oder Stimmungen,
    die vorübergehen, auch wenn man das manchmal nicht so sieht, wenn man drinsteckt.

    Interessant fand ich auch, dass sich bei dir das Gefühl der Einsamkeit im Laufe der Jahre
    verringert hat.

    Auf jeden Fall habe ich einen Riesenrespekt vor Leuten, die sich dem stellen
    und dann noch so klug reflektiert darüber schreiben ! ;-)

    • Fräulein Draußen Reply

      Wie sagt man so schön: Einen Tod muss man immer sterben. ;-) Und ich denke das gilt besonders für Menschen, die versuchen, sich ihre Träume zu verwirklichen. Sich voll und ganz für etwas zu entscheiden bedeutet ja doch irgendwie immer auch, sich gegen etwas anderes zu entscheiden, zumindest für eine gewisse Zeit.

      Viele Grüße
      Kathrin

  3. Danke für den Blog, danke für den Artikel, der mir direkt aus der Seele gesprochen hat. Es ist so wunderbar, alleine zu reisen und es fühlt sich auch immer mal wieder falsch an. Dennoch ist die freie Entscheidung über seinen Weg, die Art und Weise des Weitergehens mit nichts auf zu wiegen – für eine gewisse Zeit wenigstens. Unbezahlbar die Eindrücke, das Gefühl, Schwierigkeiten alleine gemeistert zu haben, aber teilen möchte ich das dann doch irgendwann. Mit den Menschen, von denen ich wusste, dass sie in Gedanken mit mir wandern, mit mir leiden, mit mir gemeinsam kurz einsam sind. Ich freu mich aufs nächste Mal und Deinen nächsten Blogbeitrag. Alles Liebe, Anja

    • Fräulein Draußen Reply

      Also das hast du nun wirklich wunderschön zusammengefasst! :-)

      Liebe Grüße
      Kathrin

  4. Ich finde den Artikel toll, weil ich glaube dass Menschen öfter etwas alleine unternehmen sollten – einfach nur damit damit man spürt, dass man das „überlebt“. Das nimmt einem auch die Angst in anderen Lebensbereichen.

    Ich habe meine erste Alleinreise nach China unternommen – ohne mir im Vornherein wirklich Gedanken darüber zu machen. Das war vermutlich der Grund wieso ich überhaupt geflogen bin. Erst im Flieger habe ich dann wirklich etwas Angst bekommen, aber da ist es dann auch schon zu spät.

    Man lernt alleine viel mehr Menschen kennen und ich habe bis jetzt auch nur die Erfahrung gemacht, dass die Menschen überwiegend gut sind – und das spürt man beim Alleinreisen umso mehr, weil man sich nicht auf einen (gleichsprachigen) Partner verlassen kann und auch einmal die Hilfe von Fremden annehmen „muss“.

    Die Erlebnisse können zwar nicht direkt mit jemandem geteilt werden, aber dafür hat man diese Erfahrungen einfach für sich gewonnen.

    LG

  5. Toller Artikel. Genau das was ich gerade gebraucht habe.
    Ich bin mittlerweile schon mehrmals alleine verreist, aber auf meinem letzten Trip in Barcelona habe ich mich so einsam wie noch nie gefühlt. Die Erfahrung das man sich in der Umgebung anderer Menschen noch einsamer fühlen kann habe ich dort extrem gespürt. Die nächsten Reisen gehen wieder raus in die Natur, da fühle ich mich einfach wohler und komme auch besser mit dem Alleinsein zurecht.
    Du hast das echt sehr gut beschrieben alles.

    Ich freue mich auf die nächsten Blogbeiträge. Liebe Grüße, Anna

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke liebe Anna! Bei mir war es damals Lissabon. :-) Einerseits war es schon schön, meistens aber doch eine Aneinanderreihung von Überwindungen und Einsamkeit. Mittlerweile gehen auch Städte ganz gut, aber dann nur für wenige Tage und mit ganz viel Rumsitzen in Cafés und Museumsbesuchen. ;-)

      Liebe Grüße,
      Kathrin

  6. Liebe Kathrin,
    Ich habe beim Lesen immer mal wieder still vor mich hingenickt – sei es bei deinem Triumphgefühl nach dem ersten Mal Kino allein, oder wenn es darum geht, dass man alleine alles intensiver wahrnimmt.
    Ich liebe es inzwischen, allein zu reisen, solange es ums Wandern geht. Die Natur erlebe ich am liebsten mit mir selbst. Einsam fühle ich mich nie, schon gar nicht, wenn ich in Wäldern bin. In Städten ergeht es mir wie Dir: die anderen Menschen wirken wie eine Barriere und irgendwie komme ich im Café sehr viel schlechter mit jemandem ins Gespräch als beim Laufen. Dann kann ich den Strip irgendwie nicht so richtig genießen. Aber vielleicht muss ich das auch einfach noch üben.
    Der einzige Nachteil am alleine Fernwandern waren für mich die Abende. Dann hätte ich mir zumindest spätestens nach anderthalb Wochen Gesellschaft gewünscht.
    Ich habe die für mich perfekte Mitte in den Jakobswegen gefunden. Ich laufe tagsüber in der Regel allein, wenn man von kleinen Schwätzchen unterwegs absieht. Und nachmittags bei der Ankunft in der Herberge freue ich mich über die Gesellschaft Gleichgesinnter. Die Erfahrungen und Lebensgeschichte dieser Weggefährten hinterlassen bei mir mindestens so viele Spuren wie die Erlebnisse tagsüber. Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, so einen Camino mit anderen gemeinsam zu starten. Aber unterwegs eine kleine Familie einzusammeln, das ist grandios.

    Liebe Grüße,
    Audrey

    • Fräulein Draußen Reply

      „Unterwegs eine kleine Familie einzusammeln“ – das hast du schön gesagt. Man begegnet sich ja auf Wanderungen auch direkt auf einer ganz anderen Ebene. Das sind von Vorneherein oft keine Fremden, sondern einfach Freunde und Bekannte, die man eben bisher nur noch nicht getroffen hat. :-)

      Die Abende fülle ich meistens mit Lesen / Hörbüchern und/oder Fotografieren. Und im Idealfall ist man ja sowieso so müde von dem ganzen Wandern, dass man nach dem Abendessen direkt todmüde in den Schlafsack fällt!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  7. Hallo,
    Ich lese gerade deinen Beitrag, weil ich mich auf meinen ersten richtig krassen Allein-Urlaub vorbereite. Ich liebe alleine mal ein-zwei Tage zu wandern oder ans Meer zu fahren, auch ne Stadt anzuschauen, aber im Sommer soll es jetzt 3 Wochen alleine nach Schweden auf den Kungsleden gehen. Alleine, mit Zelt. Da bin ich mal gespannt, was da alles an neuen Herausforderungen, Gefühlen und so weiter auf mich zukommt.
    Finde es immer toll von starken, alleinreisenden Frauen zu lesen :) Weiter so!

    • Fräulein Draußen Reply

      Hallo liebe Carolin, neue Herausforderungen, Gefühle und so weiter wird es da bestimmt einige geben, aber es wird toll werden, Du wirst schon sehen. :-) Und auf dem Kungsleden trifft man ja auch immer mal andere Wanderer, das wird bestimmt eine ganz schöne Mischung. Ich wünsch Dir alles Gute für die Vorbereitungen und viel Spaß bei Deinem Abenteuer!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  8. Hallo liebe Solo Reisende …ich bin Anita und erlebe gerade mit 59 Jahren meine erste Erfahrung mit alleine Reisen …..und was soll ich sagen es ist fantastisch.Ich nehme mir gerade ein Jahr Auszeitzeit von meinem Beruf und nach dem ich 2 Monate bei meinem Partner in der Türkei war und nach Deutschland zurück kam war mein Entschluss gefasst….ich möchte Deutschland sehen…kurz entschlossen “ baute „ich mein VW Combi zum schlafen um und nun bin ich schon seit Juni 2019 allein unterwegs vom Wattenmeer ,Fischland Darß, Rügen ,Müritz,sächsische Schweiz……Deutschland ist so wunderschön. Gerade bin ich kurz zu Hause um zu waschen und neu zu starten….in den Allgäu.Mein Partner hat mich dazu ermutigt …da er das schon etwas länger so betreibt…ich das zwar bewunderte…aber es für mich nicht in Betracht gezogen habe.Ich denke alles kommt zu seiner Zeit.Ich bin ein Spätzünder in Sachen Solo reisen…aber es ist nie zu spät….ich bin gespannt was sich daraus entwickeln wird,denn fest steht ich bin infiziert.Vielen Dank für diese tolle Seite hier, ich konnte mir viele Tips mitnehmen und wer weiß vielleicht kann ich ja Frauen dann auch in meinem Alter auf meine Weise Mut machen sich eine Automatratze zu kaufen und einfach loszufahren, zu wandern oder was auch immer sich anzusehen.Da ich fast alle 2 -3 Tage wo anders bin,habe ich schon soviel gesehen und erleben dürfen,wie in den letzten Jahren nicht. Ich liebe es mich treiben zu lassen..nicht zu wissen wo ich morgen bin….auch keine Hotelzimmers zu buchen und mich festzulegen……ich wünsche allen eine gute Reise wo hin es auch geht.
    Anita

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