Zuletzt aktualisiert am 30. November 2025

Abgelegene Regionen, viel Proviant, wintertaugliche Ausrüstung… der Yukon von Tatonka ist ein Rucksack für jene Touren, auf denen es etwas mehr sein darf (bzw. muss). Einer, der auch jenseits der 20-Kilo-Marke nicht schlapp macht und noch verhältnismäßig angenehm zu tragen ist. Einer, der einen unterwegs garantiert nicht im Stich lässt.

2025 wurde der Rucksack von Tatonka neu aufgelegt. Viel Altbewährtes ist dabei (zum Glück) gleich geblieben, es gab aber auch einige Neuerungen und Verbesserungen. Höchste Zeit für einen Test- und Erfahrungsbericht, nachdem mich der neue Yukon diesen Herbst drei Wochen lang durch den hohen Norden Norwegens begleitet hat.

In diesem Artikel erfährst du, warum ich diesen Klassiker unter den Trekkingrucksäcken, der sich übrigens auch bestens für Backpacking-Reisen eignet, schätze und was du über ihn wissen solltest, bevor du ihn dir zulegst.


Werbehinweis: Dieser Artikel enthält bezahlte Werbung für meinen Kooperationspartner Tatonka. Alle Inhalte basieren allein auf meiner persönlichen Erfahrung und ich empfehle grundsätzlich nur Ausrüstung, die ich selbst ausführlich getestet und gerne im Einsatz habe – ganz unabhängig von Kooperationen. Mehr zum Thema Werbung auf diesem Blog kannst du hier nachlesen.


Ein Klassiker unter den Trekking-Rucksäcken

Der erste Yukon hat bereits im Jahr 2002 das Licht der Welt (bzw. die Verkaufsflächen der Outdoorläden) erblickt. Tatonka wollte einen robusten und langlebigen Rucksack mit praktischen Detaillösungen und einem leistungsfähigen Tragesystem schaffen. Seitdem wurde der Rucksack einige Male überarbeitet, sein Kern ist aber gleichgeblieben. Und auch wenn ich 2002 noch nicht ganz so viel mit Trekking am Hut hatte: Mittlerweile konnte ich drei verschiedene Varianten des Yukon im Außeneinsatz testen und kann hiermit bestätigen, dass die Mission von damals bis heute gekonnt umgesetzt wird. Und es hat ja schon einen gewissen Charme, ein Produkt zu benutzen, welches eine solch lange Tradition mit sich bringt – gerade in einer Zeit und Gesellschaft, die eher auf Schnelllebigkeit und Überfluss ausgelegt ist.

Mich begleitet der Yukon in verschiedenen Versionen schon seit 2018 auf  Trekkingtouren: Auf einer Durchquerung der südafrikanischen Drakensberge zum Beispiel… 

… einer Wintercamping-Tour auf dem Rennsteig

auf meiner Pyrenäen-Durchquerung

… oder zuletzt bei einer dreiwöchigen Trekkingtour in Nordnorwegen – bei herbstlichen Bedingungen und meist fernab der Zivilisation, sodass ich nicht nur Essen für bis zu elf Tage (plus Hundefutter), sondern auch eine umfangreichere und wetterbeständige Ausrüstung mit mir tragen musste. Perfekte Bedingungen für einen ausführlichen Trekkingrucksack-Test!

Tatonka Yukon: Kurzvorstellung

Bevor ich weiter ins Detail gehe, kommen hier stichpunktartig die wichtigsten Infos rund um den Yukon von Tatonka (bezogen auf die aktuelle Version, erschienen 2025), damit du weißt, womit du es überhaupt zu tun hast:

  • verfügbare Größen: 50+10 l bis 85+10 l mit mehreren Abstufungen und teils verschiedenen Trageystemen
  • Varianten: Einige Größen des Yukon sind als frauenspezifische Varianten verfügbar, zudem gibt es Varianten mit verstärktem Tragesystem (“X1”), eine Bushcraft-Edition mit Molle-kompatiblem Befestigungssystem und sogar eine kleinere Variante für Kinder.
  • Maximallast: reguläres V2-Tragesystem <25 kg, verstärktes X1-Tragesystem >25 kg
  • Eigengewicht: 2,5 kg (50+10 l) bis 3,7 kg (X1 85+10 l)
  • Material: Polyester mit Recycling-Anteil, Cordura
  • Rückenlänge: variabel einstellbar
  • Preis: ab 280,- EUR

Hier findest du mehr Infos und alle Varianten des Yukon im Überblick

Stärken und Schwächen

Im Yukon stecken jede Menge Fachwissen und langjährige Erfahrung. Das zeigt sich an allen Ecken und Enden und vieles spricht für den Tatonka Yukon als Trekking- und / oder Backpacking-Rucksack – manches aber vielleicht auch dagegen. Im Folgenden gehe ich auf die meiner Meinung nach relevantesten Punkte ein.

Die Vorteile des Yukon im Überblick

  • Höchster Tragekomfort: Ich nutze hier ausnahmsweise mal den Superlativ, denn bequemer kann ein Trekkingrucksack meiner Meinung nach kaum sein. Natürlich ist das immer auch ein Stück weit individuell und es gibt bestimmt Leute, denen der Yukon nicht gut passt. Fest steht: Wenn er passt, lässt sich dieser Rucksack auch bei hohem Gewicht einfach wahnsinnig angenehm tragen. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass man die Rückenlänge des Tragesystems variabel einstellen kann, sodass man hier keinerlei Kompromisse eingehen muss.
  • Robustheit und Haltbarkeit: Ich habe noch keinen meiner Yukons auch nur ansatzweise kaputt bekommen. Und ich habe mir durchaus manchmal Mühe gegeben. Der Yukon ist definitiv einer dieser Ausrüstungsgegenstände, die einen über viele Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg begleiten können. Und gerade bei so einem essenziellen Ausrüstungsbestandteil wie dem Rucksack ist das besonders viel wert. Sollte doch mal etwas kaputt gehen, gibt es übrigens einen sehr guten und umfangreichen Reparaturservice für Tatonka-Produkte.
  • Praktische Handhabung und viele Details: Den rundlaufenden Reißverschluss am Frontfach möchte ich keinesfalls missen. Die beim 2025-er Modell ergänzte, großräumige Hüfttasche (ergänzend als Zubehör erhältlich), die sich separat nutzen lässt, auch nicht. Und das voluminöse Deckel- und Frontfach ebenso wenig. Dazu gibt es viele nützliche “Kleinigkeiten”: Schlüsselhalterung, abschließbare Reißverschlussschieber, Gurtband-Fixierung über dem Schneefang… kein Detail am Yukon ist zufällig gewählt, alles wirkt bestens durchdacht. Braucht man das alles unbedingt? Wahrscheinlich nicht. Freut man sich unterwegs, dass man das alles hat? Durchaus!
  • Flexibler Einsatz: Der Yukon ist nicht nur für Trekkingtouren, sondern auch fürs Reisen mit Rucksack ausgelegt. Diese Doppelnutzung ist in meinen Augen sehr gut gelöst und viele Features sind für beide Anwendungsbereiche praktisch (der umlaufende Front-Reißverschluss zum Beispiel ist sowohl für die Organisation im Zelt als auch im engen Hostelzimmer ein großer Vorteil).
  • Gute Komprimierbarkeit: Durch verschiedene Kompressionsriemen sowie das höhenverstellbare Deckelfach lässt sich der Yukon sehr gut komprimieren und auch die jeweilige Gepäckmenge anpassen. Ich habe das bei anderen Rucksäcken schon anders erlebt, daher fällt mir das beim Yukon besonders positiv auf.

Die Nachteile des Yukon im Überblick

  • Hohes Gewicht: Mit mind. 2,5 kg Eigengewicht zählt der Yukon von Tatonka auf jeden Fall zu den schwereren seiner Art. Zustande kommt dieses Gewicht nicht zuletzt durch das besonders bequeme und leistungsfähige Tragesystem, das robuste Material und die verbauten Extras. Hier gilt es letztendlich einfach abzuwägen, ob einem die Vorteile diesen Preis in Form des Mehrgewichts wert sind.
  • Eher kleine / fehlende Netztaschen: Der Yukon hat zwar seitlich verbaute Netztaschen, diese fallen für meinen Geschmack aber etwas zu eng aus. Bei vollgepacktem Rucksack muss man selbst eine gekürzte Z-Lite schon reinzwängen, die 1-Liter-Nalgene passt ebenfalls gerade so. Auch hinten würde ich mir fürs Trekking eher eine Netztasche als die geschlossene Variante mit Reißverschluss wünschen (zum Beispiel für nasse Kleidung). Wenn man den Yukon auch als Reisegepäck nutzt, macht die geschlossene Variante aber durchaus mehr Sinn, da Gegenstände darin deutlich besser geschützt sind.
  • Wenig Belüftung: Es gibt Trekkingrucksäcke mit vergleichbarem Volumen, die eine bessere Belüftung am Rücken bieten. Gleichzeitig kann es gerade beim Wandern mit viel Gepäck aber auch angenehmer sein, wenn der Rucksack möglichst gut und gleichmäßig am Rücken anliegt. Das ist beim Yukon der Fall.

Über Tatonka
Seit über 30 Jahren entwickelt Tatonka Rucksäcke für die unterschiedlichsten Anforderungen im bayerischen Dasing und produziert als einziger Hersteller in der Outdoor-Branche dabei in eigenen Werken. Wer in Vietnam ist, kann im Rahmen des Open Factory Programms sogar die Produktion besichtigen. Außerdem ist es möglich, online anhand der Seriennummer den kompletten Herstellungs- und Transportweg jedes Produktes nachzuvollziehen.


Mein Fazit

Der Yukon von Tatonka ist ein extrem hochwertiger und tief ins Detail durchdachter Rucksack, der sich über viele Jahre hinweg bewährt hat und stetig verbessert wurde. In meinem Ausrüstungsschrank hat er einen festen Platz für Touren, die ein hohes Packvolumen und -gewicht erfordern – sprich vor allem für längere Wanderungen fernab der Zivilisation und / oder bei eher winterlichen Temperaturen. Auf derlei Touren kann ich mich voll auf den Yukon verlassen und ihn vor allem auch bei einem Rucksackgewicht jenseits der 20-Kilo-Marke noch angenehm tragen. Hier relativiert sich meiner Meinung nach auch das vergleichsweise hohe Eigengewicht des Rucksacks – denn, vereinfacht gesagt: Schwer ist der Rucksack sowieso. Und wenn schon schwer, dann wenigstens bequem!

Ich persönlich mache aber durchaus auch viele Touren, bei denen Gewicht und Volumen des Yukon überdimensioniert wären. Weil ich zum Beispiel öfter Proviant nachkaufen kann und / oder mich aufgrund der Tourbedingungen für eine eher leichte und spartanische Ausrüstung entscheide. Dadurch, dass sich der Yukon aber auch gut als Reisegepäck nutzen lässt, kommt er trotzdem regelmäßig zum Einsatz. Denn auch wenn ich keine klassischen Backpacking-Reisen mache, greife ich gerade auch für lange Reisen mit Bahn und Bus gerne auch mal zum Rucksack statt zur Reisetasche, weil er zum Beispiel bei Umstiegen einfacher zu handhaben ist.

Für wen ist der Yukon von Tatonka geeignet?

Ob der Yukon die richtige Wanderrucksack-Wahl für dich ist, hängt maßgeblich von Gewicht und Volumen deiner Ausrüstung und den zu erwartenden Bedingungen deiner Tour(en) wie Infrastruktur, Wetter, Temperatur etc. ab. Auch solltest du dir die Frage stellen, was dir bei deiner Tour besonders wichtig ist bzw. was du von ihr erwartest. Möchtest du eher komfortabel packen und gemütlich unterwegs sein oder lieber mehr Strecke zurücklegen und dafür vielleicht Abstriche beim Komfort machen?

Wenn du einen Rucksack für Mehrtagestouren in den deutschen Mittelgebirgen, eine Weitwanderung auf dem Jakobsweg oder auch auf dem Pacific Crest Trail planst, würde ich definitiv zu leichterem Gepäck und somit auch zu einem leichteren und kleineren Rucksack raten. Einer meiner Rucksack-Favoriten hierfür ist zum Beispiel der Pyrox 40+10 von Tatonka.

Wenn du nicht per se möglichst leicht unterwegs bist und planst, auch mal längere Wanderungen fernab der Zivilisation und in eher anspruchsvollen Gefilden (z.B. in Skandinavien) zu machen, kann der Yukon eine hervorragende Wahl sein. Grundsätzlich würde ich den Yukon für ein Gesamtgewicht ab ca. 18 kg empfehlen, weniger Gewicht lässt sich auch mit einem weniger ausgeprägtem Tragesystem gut tragen und dann lohnt es sich, beim Eigengewicht des Rucksacks zu sparen.

Neben dem Einsatz fürs Trekking lohnt sich eine Anschaffung des Yukon natürlich auch für alle, die vorzugsweise mit Rucksack reisen oder Backpacking und Trekking kombinieren wollen. 

Wichtig ist in jedem Fall, den Rucksack vorher auführlich anzuprobieren  – wenn man noch keine Erfahrung mit Trekkingrucksäcken hat, am besten inklusive Beratung im Fachgeschäft. Nicht jeder Rucksack passt auf jeden Rücken, daher sollte man sich nie rein von Empfehlungen anderer zum Kauf verleiten lassen. Tatonka-Rucksäcke sind in vielen Geschäften für Outdoor und Reisen vertreten.


Hast du auch einen Yukon und magst von deinen Erfahrungen erzählen? Oder hast du noch Fragen zu diesem Trekkingrucksack? Hinterlass gern unten einen Kommentar.

Write A Comment