Letzte Woche war es endlich so weit. Ich konnte Dir von meinem allergrößten Abenteuer erzählen. Der Länge nach durch Großbritannien. Zu Fuß. Vom süd-westlichsten zum nord-östlichsten Punkt. Von Land’s End nach John o‘ Groats. Und die Reaktionen auf Facebook und hier und anderswo waren so toll. SO toll. Danke nochmal für Eure vielen lieben Kommentare und Nachrichten. Danke danke danke. 

Wie versprochen kommen nun mehr Infos zu meiner großen Wanderung. Und den Anfang macht natürlich die Route. Damit Du weißt, wo ich da überhaupt so rumlaufe.

Meine Wanderung wird mich durch die unterschiedlichsten Gebiete in Großbritannien führen – von beliebten Urlaubsregionen bis hin zu entlegenen Winkeln. Entlang der imposanten Küstenzüge im Süden, durch das Exmoor, der Grenze von Wales folgend, durch den Peak District und die Yorkshire Dales bis nach Schottland. In Schottland geht es durch die Trossachs und über Fort William mitten rein in die wilden Gebirgsregionen der nördlichen Highlands bis zum Ziel, welches ich hoffentlich irgendwann im Oktober gesund und glücklich erreichen werde.

(allou / shutterstock.com)
(allou / shutterstock.com)

Dabei folgt die Route zu ca. 40% etablierten Fernwanderwegen und versucht wann immer möglich fernab von Orten und Städten zu verlaufen, was das Laufen dann zwar nicht gerade einfacher, dafür aber umso schöner macht. Auf der Liste stehen Teile des South West Coast Path, der Offa’s Dyke Path, der Pennine Way und der West Highland Way. Zusammen mit den anderen 60%, die irgendwo dazwischen verlaufen, kommt man auf ziemlich genau 2000 Kilometer Wanderspaß.

Orte kreuzt der Weg zwischendurch natürlich trotzdem immer wieder, was vor allem zwei entscheidende Vorteile hat:

  1. Ich muss abgesehen von dem letzten Teil der Route in den Highlands nie sehr viel Essen mit mir herumtragen, was mir sämtliche Körperteile sicher danken werden.
  2. Ich kann zwischendurch immer wieder mal von meinem Zelt in eine feste Behausung umziehen. Zum Wäsche waschen, Schlafsack trocknen, Blog schreiben oder einfach nur um mal den ganzen Tag im Bett zu liegen und Hörbücher zu hören. Und natürlich um vor dem Wetter zu flüchten, wenn es der britische Wettergott mal wieder besonders gut meint.

Und hier kommt sie, die Route meiner allerersten Langzeitwanderung, die ich am 3. Juli beginnen und hoffentlich gegen Ende Oktober gesund und glücklich beenden werde. Die Route, die ich schon so oft in meinem Kopf durchgegangen bin, und vermutlich noch unzählige Male durchgehen werde. Bis ich irgendwann einen Fuß vor den anderen setze, auf genau dieser Route. Bis all die roten Markierungen nicht mehr Fußstapfen von Google, sondern meine eigenen sein werden.

(Die Markierungen in der Karte sind übrigens nicht ganz exakt.) 

Knapp 2.000 Kilometer. 85 Tagesetappen. Das macht im Durchschnitt 22,8352941176 Kilometer pro Tag. Dazu kommen noch die Höhenmeter. Zwischen 80 und 1440 ist alles drin. (Ja, der South West Coast Path hat’s in sich…). Zu flaches Gelände wird jedenfalls nichts sein, über das ich mich beschweren werde, so viel ist klar.

Der gängige Name, oder viel mehr die offizielle Abkürzung meines Vorhabens lautet übrigens LEJoG bzw. JoGLE, je nachdem, ob man die Insel von Süd nach Nord oder umgekehrt durchquert. Wobei diese Abkürzung eigentlich vor allem unter Zweirad-Fans bekannt ist, denn die Insel in ca. 10 – 14 Tagen der Länge nach zu durchfahren ist ein beliebtes Vorhaben unter Britischen Radsportlern.

Zu Fuß machen sich da schon deutlich weniger Menschen auf den Weg, und außerhalb der Grenzen des Königreiches ist diese Fernwanderung sowieso kaum noch bekannt. Was aber auch daran liegen mag, dass es gar nicht „die eine“ Route gibt. Wichtig ist nur die Durchquerung von Süd nach Nord komplett auf zwei Beinen bzw. zwei Rädern – wie man den Weg dazwischen gestaltet, bleibt einem selbst überlassen. Glücklicherweise gab es dann aber 2007 doch mal einen Menschen namens Andy Robinson, der seine Route in Form eines detaillierten Buches festgehalten hat. Glücklicherweise, weil ich diese mühevoll ausgearbeitete und recherchierte Route nun nachlaufen kann.

(Achso, und man kann die Insel natürlich auch rennend, mit dem Pferd, mit dem Rollstuhl, schwimmend, mit dem Skateboard oder sonstwie durchqueren. Hat’s alles schon gegeben. Mal gucken, wenn mir das mit dem Laufen irgendwann zu doof wird steige ich vielleicht auf ein Dreirad um.)

(Irina Poliakova / shutterstock.com)
(Irina Poliakova / shutterstock.com)

 

Wie das wohl sein wird, dieser Moment, in dem ich am äußersten süd-westlichen Zipfel Großbritanniens stehe, mich umdrehe, losgehe und weiß, dass ich für die nächsten 3-4 Monate nichts anderes tun werde als genau das? Manchmal kann ich es kaum erwarten, manchmal will ich lieber gar nicht so richtig dran denken. Aber eins, das weiß ich jetzt schon: Ich werde zu viel Wasser im Rucksack haben. Wie immer eben.


Wenn Du im Sommer mit mir der Länge nach durch Großbritannien wandern willst, folge mir doch ganz unauffällig (oder gerne auch auffällig) auf Facebook, TwitterInstagram und – neu – auch auf Snapchat. Und natürlich hier auf dem Blog, z.B. via Bloglovin‘.


Ich bin gespannt, was Du zu meiner Route sagst! Warst Du schon in der ein oder anderen Gegend, durch die ich wandern werde? Wie hat’s Dir da gefallen? Und hast Du Tipps für mich, für schöne Zwischenstopps, nette Pubs oder sowas? Dann ab damit in die Kommentare! 

⇓ ⇓ ⇓ ⇓ ⇓

 

61 Comments

  1. Anja Brösangk Reply

    Ich find es super – ich war damals im Rahmen meiner Ausbildung in Cheltenham und hab bis heute noch Freunde in Gloucester. Wenn Du also kurz durch die Cotswolds willst, dort ist es richtig toll 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      🙂 Gerade mal Bilder geguckt – sieht wirklich toll aus! 🙂

  2. Wenn du dem West Highland Way folgst, solltest du unbedingt bei Glen Coe das Kings House Hotel aufsuchen. http://www.kingshousehotel.co.uk/ Es ist immer ziemlich ausgebucht, also nach Möglichkeit frühzeitig reservieren.
    Der Ben Lomond und der der Ben Nevis liegen beide direkt am West Highland Way und sind einen Besuch wert. Der Ausblick auf Loch Lomond ist traumhaft, auch schon auf halber Höhe.

    • Fräulein Draußen Reply

      Das Hotel sieht ja sehr cool aus!! Früh reservieren könnte aber schwierig werden. 🙂 Die zusätzlichen Höhenmeter auf den Ben Nevis möchte ich auf jeden Fall machen, falls es die Zeit zulässt! Und Ben Lomond natürlich am besten auch. Und alle anderen auch… 😀

      • Sollte es ausgebucht sein, gibt es einen ‚offiziellen‘ Bereich neben dem Hotel wo man Zelten darf und für diejenigen gibt es gutes Essen und Getränke im hauseigenen Pub 🙂

        • Fräulein Draußen Reply

          Na das klingt doch super. 🙂 Danke für die Info!

      • Robert Hildebrandt Reply

        Das Kings House Hotel hat ne Wiese, auf der Du kostenlos dein Zelt aufschlagen kannst. Aber auch die könnte relativ voll werden, da das Hotel ja am Ende eine 31 km Etappe liegt. Die Bar des Hotels kannst selbstverständlich auch nutzen, wenn Du vor der Tür schläfst, hier kann man gut die Bekanntschaft zu einheimischen Kletterern machen. Auf der Wiese hast Du unter Umständen mit (nicht ganz so) aufdringlichen Hirschkühen zu tun.

  3. … werde wahrscheinlich auf dem WHW nicht einen einzigen Schritt machen, ohne an das Fräulein zu denken. 🙂 – Ich freu‘ mich mächtig für dich und bin gespannt auf deine Berichte von unterwegs!

    • Fräulein Draußen Reply

      Boaaah, dann stell ich mich schon mal auf viel Schluckauf ein. 😀 Danke Dir! Aber jetzt erst mal Euch ganz viel Spaß. 🙂

  4. Als Teenager wanderte ich mit meinen Eltern und meinem Bruder auf dem Pennine Way – seither denke ich daran, irgendwann mal zurückzukehren. Natürlich gerne als „richtige“ Fernwanderin. Grossbritannien ist ein herrliches Gebiet, ich mag das Karge, die grünen Hügel, die windgepeitschten Flächen, das raue Meer. Herrlich! Bin sehr gespannt auf deine Berichte!

    • Fräulein Draußen Reply

      Ich fürchte nicht nur auf dem WHW! 😀 Ich hoffe ja, dass bis dahin schon der erste Frost da war und zumindest ein Großteil dieser nervigen Nervdinger dann schon Geschichte ist.

    • Fräulein Draußen Reply

      Gute Idee. Unterforderung soll ja mindestens so schlecht sein wie Überforderung. 🙂

  5. Freue mich so für Dich das Du das durchziehst, bravo.
    Ich starte nächsten Monat (leider nur) nen kleinen Teil Deines Trips, den WHW, und bin schon gespannt später im Jahr ganz viel von Dir zu hören/lesen.
    Ganz viel Spaß dabei

    • Fräulein Draußen Reply

      Ui! Dann sag da schon mal schöne Grüße von mir. 🙂 Danke und Dir auch eine tolle Wanderung!

  6. Sehr cool! Ich war leider noch nie in Großbritannien – mein erste Schottlandreise ist für nächstes Jahr geplant. Daher kann ich keinerlei Tipps vergeben, aber ich kann mir die Tour sehr gut vorstellen und bin monstermäßig auf deine Berichte gspannt!!!

    • Fräulein Draußen Reply

      Ich kenne auch noch nicht soooo viel von der Insel (persönlich). Umso mehr freu ich mich drauf. 🙂

  7. Ich beneide dich glühend!
    Ich war schon in Cornwall, Bath erscheint spießig und doof, aber es ist wundervoll dort (ist das Punkt 20?). Schottland hat mein Herz im Sturm erobert, Fort William und die Gegend um Glencoe ist magisch.
    Hay-on-Wye steht als Büchernärrin noch auf meiner Liste, ich freue mich auf den Bericht!

    • Fräulein Draußen Reply

      Ein bisschen „Spießigkeit“ darf ja gerade in Südengland ruhig mal sein. 🙂

  8. Ich habe weder Tipps noch sinnvolles zu Berichten und möchte Dir nur meine Bewunderung aussprechen. Ich hoffe, das ist ok – sie kommt auf jeden Fall von Herzen 🙂 Bin wirklich sehr gespannt auf Deine Bilder und Berichte. Ich mag Großbritannien sehr. Ganz viel Spaß!

  9. Ich will nächstes Jahr den WHW gehen, dann noch 4 Etappen auf dem Cape Wrath Trail nach Norden und quer rüber nach Inverness. Bin gespannt auf Deine Berichte.

  10. Cornwall ist so super schön. Ich war dort auch schon wandern, allerdings südlich von deiner Strecke bei Falmouth. Lands End und St. Ives sind aber auch total schön.
    Ich werde dir auf jeden Fall fleißig folgen!

  11. Super. Ich freu mich schon drauf dich auf Twitter und m Blog zu verfolgen, äh… zu begleiten (hört sich besser an). Viel Spaß bei den Vorbereitungen und genieße den ersten Schritt – und die folgenden natürlich auch 😉

  12. Liebes Fräulein Draußen, hab mir gerade deine Route angeschaut und mit Freuden festgestellt, dass du durch das hübsche Marsden wanderst. Das ist ein Nachbardorf von mir. Ich wohne in Slaithwaite, also praktisch um die Ecke. Wenn du magst und du dein Päuschen, Pubbesuch, oder was auch immer in Gesellschaft verbringen magst oder du noch irgendwas brauchst, dann lass uns doch vielleicht auf einen Erfrischungsdrink treffen? Wie du magst. Jedenfalls bin ich sehr gespannt auf deine Reise und deine Geschichten. Was für ein Abenteuer!!!!

    Liebste Grüße
    Steffi

    • Fräulein Draußen Reply

      Das trifft sich ja super. 🙂 Gesellschaft kann ich sicher immer gut gebrauchen, vor allem auch bei den Erfrischungsdrinks!! 😀

  13. Ich bin so neidisch! Ich war vor zwei Jahren in Cornwall und bin Teile des Küstenpfades gegangen – ein Traum!
    Hier ein paar Tipps, die uns super gefallen haben:

    „The Cornish Deli“ in St Ives – Durch Zufall sind wir auf dieses kleine Café/Lebensmittelgeschäft gestoßen. Wahnsinnig leckeres local Food und ein ebenso netter Besitzer. Sollte man unbedingt ausprobieren, wenn man in St Ives ist!
    http://www.cornishdeli.com/

    „The Gurnard’s Head“ in North Zennor – sehr gutes Essen im Restaurant, gemütliche Drinks im Pub, sehr nettes Personal in beidem. Übernachten scheint man dort auch gut zu können. Landschaftlich toll gelegen!
    http://www.gurnardshead.co.uk/

    „The Tinners Arms“ in Zennor – urgemütlicher Pub mit erstaunlich gutem Essen. Hübsches Dorf mit Kirche und alter Mühle.
    http://www.tinnersarms.com/

    Es gäb noch viel mehr, aber das sollte vielleicht erst mal reichen. Ich bin gespannt auf die Berichte im Blog!

  14. UUUAAAAAH! Das sieht ja richtig gut aus!! Ich werde den WHW (und viele andere Trails) im Mai&Juni laufen 😀 (damit ich auch die ganzen Wildblumen mitkriege)
    bin schon gespannt, was du alles erzählen wirst und wie du den Though-Hike überstehst ;D

  15. Liebe Kathrin,

    wahnsinn, wow, wie toll, unglaublich, ahhhhh 🙂 Ich wünsche dir eine großartige Zeit und bin mir sicher, es wird fantastisch werden.
    Bei schönem Wetter ist dein erster Reiseabschnitt schon ein echtes Highlight: http://www.moosearoundtheworld.de/wo-cornwall-zu-ende-ist-wanderung-von-sennen-cove-bis-lands-end/ Die Küste rund um Land’s End ist einfach toll!

    In St. Ives sehe ich planst du auch einen Zwischenstop! Tolle Sache, hier ist der Strand bei Ebbe übersäht mit bunten Fischerbooten, einfach toll. Klar, St. Ives ist touristisch, aber am frühen Morgen oder späten Abend hast du dort auch deine Ruhe. Unbedingt dort die leckeren Cornish Pastys probieren, z. B. in der St. Ives Bakery oder bei Pasty Pestro 🙂 Ich werde deine Tour online auf jeden Fall verfolgen!

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke liebe Anke!! Nach der Sichtung Eurer Bilder freu ich mich gleich noch mehr. 🙂

  16. Ich bin schon ganz gespannt auf deine Berichte. Vor allem auf den Teil des West Highland Ways, den ich persönlich nächstes Jahr laufen möchte/werde. 🙂

  17. Liebe Kathrin,

    ich beneide dich ein kleinwenig, du wirst durch einen der schönsten Teile europäischer Kulturlandschaft laufen, gerade der Südwesten Englands mit seinen Hecken und seiner
    wildromantischen Landschaft hat es mir auch angetan, aber auch die glaziale Landschaft Schottlands ist wahnsinnig reizvoll. Ich wünsche dir eine wunderschöne, erlebnisreiche Zeit.

    Zu seiner Reiseroute habe ich noch ein paar Dinge, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:
    – ich war mit meiner kleinen Familie in North Devon im kleinen Örtchen Ilfracombe; das Besondere an diesem alten, etwas heruntergekommenen Seebad ist der
    Strand, der nur durch Tunnels im Schieferfelsen erreichbar ist
    – wenn du durch das Exmoor läufst stecke dir ein paar Möhrchen ein, die Exmoor Ponys sind zutraulicher als ich es von Wildpferden erwartet hatte… 🙂
    – am Ende des Exmoor NP liegt Dunster Castle, da ist meist etwas viel Betrieb, aber der Grund ist einfach: ein fast kitschig anmutendes mittelalterliches Schloss
    liegt wie gemalt in der Landschaft
    – im Südwesten gibt es oft „Cream Tea“, das klassische Englische Teegedeck, als häufiger Gast auf der Insel hast du das vielleicht eh schon mal probiert?
    – durch Mittelengland kann ich nicht allzu viel sagen, die größeren Städte lässt du ja links liegen; falls doch: ich fand Liverpool hat sich ganz schön
    herausgeputzt (war 2008 europäische Kulturhauptstadt, ist eine der größten Universitätsstädte Englands)
    – an der westschottischen Küste habe ich noch Oban als hübsches kleines Städtchen in Erinnerung
    – Inverness liegt vielleicht nicht auf deiner Wanderroute, aber vielleicht auf dem Rückweg? Ein paar km nördlich von Inverness zwischen Fort George und Rosemarie
    kann man ein wenig „whale watching“ vom Land aus machen, in der starken Gezeitenströmung sieht man öfter Tümmler

    Have a safe trip and have a nice time!

    Franz

  18. Hallo Kathrin, einen tollen Blog hast. Du sprichst mir wirklich aus der Seele. GB ist einfach nur traumhaft.
    Ich glaube wir haben gute Chancen uns auf dem Weg zu treffen. Wir laufen von Drymen bis Uttoxeter auf dem gleichen Weg. Mal sehen, ob wir uns verabreden können.
    Rainer alias captainfuture

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke Rainer!! 🙂 Das klingt doch so, als sollten wir das hinbekommen! Lass uns auf jeden Fall noch Handynummern austauschen, bevor es losgeht. Ich hab sogar meine UK-Nummer schon. 🙂

  19. Pingback: Foto-Interview zum LEJoG mit Fräulein Draussen: 11 Fragen, 11 Antwortfotos - OutdoorMädchen

  20. Hi Kathrin.

    Was für ein tolles Projekt. Ich bin sehr gespannt auf Deinen Bericht.

    Was mir einfiel, als ich Deine Route sah:
    Wenn Du auf dem WHW unterwegs bist, möchte ich Dir einen Abstecher nach Rannoch Moor zum Loch Ossian (auf manchen Karten auch „Loch Rannoch“) ans Herz legen. Dort liegt eins der gemütlichsten Hostels Schottlands: vom Charakter eher eine Berghütte, mit traumhaftem Blick auf’s Loch https://www.syha.org.uk/where-to-stay/highlands/loch-ossian.aspx
    Rannoch Moor zählt zu den einsamsten Gegenden Großbritanniens. Das Gebiet war ein Jagdrevier, was dazu führte, dass man mitten im Moor einen kleinen Bahnhof gebaut hat: Corrour Station.
    http://www.corrour-station-house-restaurant.co.uk/
    Dieser Bahnof im Nichts wirkt total surrreal. Die Bahnstrecke selbst ist heute noch befahren und gilt als eine der schönsten Schottlands. Aber ok, Du wilst ja laufen 😉
    Rannoch Moor liegt westlich Deiner Route, zwischen Bridge of Orchy und Kinlochleven.

    Dann noch ein Tipp zu Cornwall: Falls es Dich wettertechnisch mal wirklich hart trifft (was natürlich nicht der Fall sein wird), und Du ein trockenes Plätzchen suchst: Die meisten Dorfkirchen sind geöffnet. Und diese Kirche sind nicht nur trocken, sondern auch ausgesprochen urig. Und jetzt kommt’s: In manchen Kirchen – zum Besipiel Forrabury Church in Boscastle – gibt es einen WASSERKOCHER, TEE und KAFFEE, und Du kannst Dir für eine kleine Spende was Warmes zu trinken machen. Ist das nicht geil?

    Mögen die Sonnenstunden zahlreich und die Midges friedlich sein 😉
    Ich wünsche Dir eine supertolle Reise!!!
    Judith

    • Ups, sorry, Rannoch Moor ist natürlich östlich Deiner Route. Wobei’s westlich sicher auch ganz schön ist …

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Judith,

      cool! Danke für Deine tollen Tipps! 🙂

      Mal gucken, ob Zeit für Abstecher bleibt. Rannoch Moor wäre es wohl auf jeden Fall wert. Und das Hostel sieht echt mega aus!

      Das mit den Kirchen und dem Tee / Kaffee hab ich schon mal gelesen, das ist wirklich sehr praktisch. Da werde ich sicher mal in der ein oder anderen Unterschlupf suchen. 🙂

      Danke Dir!!!
      Kathrin

  21. Wie toll!! Ich bin gerade zufällig auf FB auf Deinen Blog gestoßen und bin echt ein bisschen neidisch auf Dein Vorhaben (mit drei kleinen Kindern scheidet das im Moment wohl aus 😉 ).
    Ich war schon mehrfach in Schottland unterwegs und habe mein Herz an dieses Land verschenkt. Glen Coe und Glen Nevis sind auf alle Fälle einen Abstecher wert. Wir haben im Crafts & Things wunderbaren Kuchen gegessen: http://www.craftsandthings.co.uk/
    Außerdem fand ich die Highlands einfach klasse. In John O’Groats waren wir auch und haben stundenlang aufs Meer gestarrt. Wenn Du dann noch Zeit übrig hast, würde ich noch einen Ausflug auf die Orkneys machen, wenn Du schon da oben bist. Einfach sensationell!
    Als nächstes steht Cornwall auf meiner Reiseliste. 😉
    Ganz viel Spaß und ich bin echt gespannt auf Deine Berichte und Fotos!
    LG, Isa

    • Fräulein Draußen Reply

      Hmmmm, mit drei kleinen Kindern könnte das wirklich etwas schwer werden. 🙂 Aber die werden ja auch irgendwann größer!! Ich überlege mir tatsächlich, zum Abschluss noch ein bisschen auf die Orkneys oder Shetlandinseln zu tingeln, aber das entscheide ich dann spontan. Vielleicht will ich zu dem Zeitpunkt auch einfach nur noch nach Hause in mein Bett. 😀

      Liebe Grüße!

  22. Hallo. Ich bin vor einem Jahr nach England gezogen und du wanderst gerade meinen Traum Ich werde deine Reise auf alle Fälle verfolgen und mir dann hoffentlich bald den Mut zusammen nehmen. Ich wohne übrigens in der Nähe vom Peak District, falls du also was brauchst, sag Bescheid. Cheers, Julia

    • Fräulein Draußen Reply

      Wie schön!! Danke dafür, vielleicht komm ich drauf zurück. 🙂

  23. ich bin dir soeben auf IG gefolgt 🙂 das hört sich nach einem unglaublich genialen und tollen abenteuer an.

  24. Pingback: Chat-Interview mit Kathrin Heckmann: "Abwaschen? Was ist das?" - bruderleichtfuss.com

  25. Hallo Kathrin,
    Hut ab vor Deiner Tour!
    Mein bester Freund und ich machen immer nur 8 Tage am Stück und ziehen (von Ausnahmen mit Zelt abgesehen) feste Unterkünfte vor. Aber nun ja, mit Fuffzich hat man sich das Büschen Komfort auch verdient (und erwandert)…
    Wir sind letztes Jahr Ende April/ Anfang Mai den Pennine Way von Gargrave nach Alston gewandert, einfach umwerfend! Hätte nicht gedacht, in England auf eine so einsam-entlegene und herbromantische Landschaft zu treffen. Und wunderbare B+Bs haben wir kennengelernt:
    Beck Hall in Malham, Laburnum House in Hawes, Brunswick House in Middleton-in-Teesdale (unbedingt abendliches Essen mitbestellen, es lohnt sich!!).
    Dann Englands höchstgelegener Pub (da kannste auch nebenan zelten) Tan Hill Inn, ein Gästezimmer bei einer sehr netten alten Dame in Alston, die seitdem meine Brieffreundin ist…
    Ich beneide Dich, möchte wieder hin!
    Viel Spaß weiterhin! Cheers,
    Olli

  26. Also, das macht total Spaß, Deine Route live mitzuverfolgen, vor meinem geistigen Auge ziehen die Yorkshire Dales und Cumbria wieder vorbei, herrlich! Gleich unterquerst Du die A66, danach wird die Landschaft wieder richtig schön. Kurz nach Clove Lodge ein Stück die Wiese hinunter kommt eine schöne Stelle zum Rasten… Aber unterwegs liest Du das ja sicher nicht alles……..
    Wenn Du es irgendwie vermeiden kannst, erreiche nicht schon am Sonntag den „grünen Rand der Welt“ (so hab ich High Cup Nick letztes Jahr getauft), da ist am Wochenende bei Schönwetter sicher der Teufel los wegen der Tageswanderer aus dem Eden Valley.
    Cheers…

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Olli,

      na das freut mich doch. 🙂 Lese durchaus unterwegs, was hier so los ist. Falls es Empfang gibt logischerweise. Bleibe heute im Camping Barn bei der Clove Lodge, die allerdings eher einem feudalen Cottage gleicht! Das High Cup und ich treffen uns erst am Montag, mache die nächsten beiden Tage kurze Etappen. Wobei von schönem Wetter am diesem Wochenende sowieso nicht die Rede sein kann. 🙂

      Viele Grüße vom Kamin!

  27. Hallo Kathrin, ich bin eben erst via Instagram auf deinen Blog gekommen. Kann gar nicht aufhören zu lesen. Ein großartiges Projekt hast du da zu Füßen. Ich wünsche dir alles Gute dafür. Vor einigen Jahren bin ich auch den West Highland Way gewandert. Eine super Erfahrung und ein grandioser Weg. Sehr abwechslungsreich. Und der Beginn einer Freundschaft mit diesem Land.
    Mich würde interessieren, wie du 3-4 Monate reisen finanzieren kannst, sowie Zeit und Geld.
    Ich folge dir also jetzt mehr oder weniger unauffällig 😉
    Herzliche Grüße, Lydia

  28. Pingback: Warum man Hüttenwochenenden machen sollte | auf-den-berg.de

  29. Hi! Ich hab grade Deinen Blog gefunden und ich bin echt begeistert!
    Vor allem weil ich im März auch in Großbritannien wandern will. Ich hab allerdings nur 4-6 Wochen Zeit und deswegen wollte ich mal fragen welche Etappen/Wege dir am besten gefallen haben (In Schottland und England? Würde mich total über eine Antwort freuen.

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Marlene,

      wie schön! 🙂 Also mir haben am besten der South West Coast Path und der Pennine Way gefallen. Die kannst Du Dir ja mal genauer angucken. 🙂 Beide haben so ihre Tücken, aber sind mit entsprechender Vorbereitung auf jeden Fall auch für Nicht-Profis geeignet.

      Viele Grüße
      Kathrin

      • Danke für die Antwort! 🙂 Wie fandest du denn den West highland way? War die Landschaft schön?
        Hatte mich nämlich eigentlich für den entschieden, deswegen hake ich nochmal nach.

        Liebe Grüße,
        Marlene

        • Fräulein Draußen Reply

          Ich würde sagen er hat Stärken und Schwächen. Manche Ecken wie Loch Lomond, das Rannoch Moor und Glencoe sind wunderschön. Zwischendrin gibt es aber auch Etappen, die einen jetzt nicht gerade von den Socken hauen. Allein schon für die Wow-Ecken lohnt es sich aber allemal. 🙂

Write A Comment