Ja, vi elsker dette landet! Ja, wir lieben dieses Land! Auch wenn ich mit Auswüchsen von Nationalstolz wie Hymnen und Flaggen eigentlich eher anfangen kann, würde ich diese erste Zeile der norwegischen Nationalhymne wohl jederzeit lauthals mitsingen. Denn Norwegen ist wahrlich ein Land, welches man aus vollem Herzen lieben kann. Wilde Natur, unendliche Weiten, nette und aufgeschlossene Menschen, die irgendwie immer irgendwie etwas anders sind als der Rest der Welt – und zwar in die richtige Richtung. Und die das Draußensein vielleicht mehr lieben als jede andere Nation und mit dem friluftsliv, also dem Leben an der frischen Luft, sogar einen eigenen Ausdruck für dieses Lebensgefühl gefunden haben.

Ja, Norwegen ist einer meiner liebsten Orte auf der Welt. Und so habe ich mich riesig auf meinen kleinen Roadtrip durch den Süden des Landes gefreut, auf dem ich letzte Woche unterwegs war. War doch mein letzter Aufenthalt dort während meines Auslandssemesters in Oslo im Jahr 2009 auch einfach schon viel zu lange her.

Nachdem mich schon während des Roadtrips viele Leute auf Facebook und Instagram nach meiner Route, meinen Aktivitäten und Unterkünften gefragt haben, hab ich mich dieses Mal extra beeilt mit dem Blogartikel! Und tadaaaa – hier kommt er auch schon.

Bei Fragen oder Anmerkungen dazu hinterlass mir gern einen Kommentar am Ende des Artikels!


Werbehinweis: Meine Reise nach Südnorwegen wurde von Visit Southern Norway unterstützt.  Meine persönliche Meinung bleibt davon unbeeinflusst.


Küstenwanderung beim Lindesnes Leuchtturm

Mein Südnorwegen Kurztrip – die Route

Ich bin zwar ein riesiger Roadtripfan, jedoch kann man ein Land meiner Meinung nach immer noch am besten außerhalb von Blech und Kunststoffverkleidungen entdecken. Und so habe ich während meines 5-tägigen Südnorwegen Kurztrips auch gar nicht so viele Kilometer zurückgelegt, um möglichst viel Zeit fürs Wandern und „einfach dort sein“ zu haben.

Meine komplette Route war dabei rund 600 Kilometer lang, wobei eigentlich deutlich weniger geplant war. Allerdings habe ich an einem Tag meine Küstenwanderung auf Grund von starkem Wind gegen einen Roadtriptag ins Landesinnere eingetauscht.

Tag 1: Anreise nach Kristiansand und zum südlichsten Punkt Norwegens

Ich liebe sie, diese kleinen Flughäfen, auf denen man noch selbst vom Flugzeug aus übers Rollfeld bis in den Ankunftsbereich laufen darf. Kristiansand ist einer von diesen Flughäfen – und dementsprechend entspannt ging auch meine Ankunft und die Abholung meines Mietwagens von statten.

Vom Flughafen aus ist man mit dem Auto in ca. 20 Minuten in Kristiansand. Um mich für die Fahrt nach Lindesnes zu stärken und erst einmal ein bisschen anzukommen und durchzuatmen, habe ich den Ravnedalen Naturpark angesteuert, der auch vom Stadtzentrum aus in einem kleinen Fußmarsch erreichbar ist. Hier gibt es mit dem Café Generalen nicht nur ein sehr leckeres und idyllisch gelegenes Café bzw. Restaurant, sondern auch einen schnell erklommenen Aussichtpunkt, von dem aus man über ganz Kristiansand und noch viel weiter blicken kann.

Wer etwas mehr Zeit hier verbringen möchte, kann auch einen der vielen Wanderwege nutzen, die von dort aus starten. Denn das wilde Norwegen fängt quasi direkt hinter den (nicht vorhandenen) Stadtmauern von Kristiansand an und hört so schnell dann auch nicht mehr auf!

Für mich ging es aber anschließend direkt weiter nach Lindesnes zu Norwegens ältestem und (zumindest auf dem Festland) südlichsten Leuchtturm. Und direkt neben diesem Leuchtturm sollte ich heute Nacht schlafen! Die ehemalige Leuchtturmwärterwohnung wurde nämlich zu einem zweistöckigen Gästeapartment umgebaut – mit Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Bad und Schlafplätzen für bis zu 6 Personen. Und wenn Du irgendwann mal dort sein solltest, solltest Du auf jeden Fall versuchen, zumindest eine Nacht dort zu verbringen. Von jedem Fenster Meerblick, supergemütliche Einrichtung und abends kann man von der Couch aus dem fließig leuchtenden Turm bei der Arbeit zusehen. Es ist wirklich ziemlich cool dort und mit 100 Euro pro Nacht sogar noch relativ günstig. Buchen kannst Du das Apartment neben dem Lindesnes Leuchtturm hier!

Der Leuchtturm von Lindesnes
Der südlichste Leuchtturm auf dem norwegischen Festland in Lindesnes

Obwohl ich dank dem Weckerklingeln um 4:30 Uhr schon ziemlich müde war, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, abends noch ein bisschen die Felsenlandschaft rund um den Leuchtturm zu Fuß zu erkunden. Hierfür gibt es diverse Wanderwege unterschiedlicher Länge, die von dort aus starten. Eine Übersichtskarte gibt es am Parkplatz.

Und noch ein Tipp für Deinen Ausflug nach Lindesnes: Hol Dir ein paar leckere Dinge vom Feinkostladen Jentan På Båly am Hafen von Spangereid (das ist der letzte Ort, durch den Du vorm Leuchtturm fährst)! Die gerösteten Mandeln mit Zucker und Salz waren mir mein liebster Begleiter auf meinem Roadtrip durch Südnorwegen und das selbstgemachte Bärlauchpesto war das wohl beste Pesto, dass ich bisher gegessen habe. Und wenn wir schon dabei sind: Das Salz mit getrockneten Algen, welches man in dem kleinen Laden am Leuchtturm kaufen kann, ist auch ziemlich lecker und ein tolles Mitbringsel!

Am südlichsten Punkt Norwegens in Lindesnes

Tag 2: Wanderung mit WAsserfall und Leuchtturm Nummer 2

Wanderung auf der Skrelia über den Holsvatnet und Skreli Wasserfall

Eine gute Stunde Fahrzeit vom Lindesnes Leuchtturm entfernt liegt die Skrelia, Lyngdals bekanntestes Wandergebiet – wohl vor allem wegen des Wasserfalls, der sich über die blankgescheuerten Felsen seinen Weg hinunter in den imposanten Fjord sucht. Der Skreli Wasserfall ist nur zehn Minuten vom kleinen Wanderparkplatz entfernt, jedoch sollte man unbedingt noch einen der zwischen 1,6 und 4,6 km langen Rundwanderwege dranhängen! Die Gegend hier oben besteht aus ziemlich spannender Felsenlandschaft, unterbrochen von einigen Bergseen und Flüsschen, in denen es sich im Sommer ganz hervorragend baden lässt. Da kann man schon ziemlich neidisch werden auf die Besitzer der kleinen Sommerhäuschen, die vereinzelt in dieser tollen Landschaft verstreut sind.

Der Skrelia Wasserfall
Über blankgescheuerte Felsen bahnt sich der Skreli Wasserfall seinen Weg in den Fjord
Wandern in Suednorwegen
Im Sommer Badesachen nicht vergessen! Auf den Rundwanderungen im Skrelia Gebiet gibt es viele Gelegenheiten für eine kleine Erfrischung zwischendurch

Wanderung Skrelia

Übernachten am Lista Leuchtturm

Anschließend steuerte ich den zweiten Leuchtturm meiner Reise an und – oh, ich glückliche – auch heute würde ich wieder eine Unterkunft direkt daneben haben! Und zu allem Überfluss sollte diesmal sogar noch ein eigener Schlüssel zu diesem dabei sein. Und so konnte ich diesen Abend ganz allein auf „meinem“ Leuchtturm verbringen und auf der Aussichtsplattform sitzend aufs Meer schauen, während ich mich darüber freute, wie schön es doch ist hier in Norwegen. Dass der Regen dabei nach und nach meiner Kleidung durchweichte, machte mir wenig aus. Wie könnte das auch, wenn man doch seinen eigenen Leuchtturm hat!

Gut zu wissen:
Am Lista Leuchtturm gibt es übrigens gleich zwei Apartments für jeweils bis zu 7 Personen. Buchen kann man die Übernachtung hier.

Leuchtturmwärterin für eine Nacht
Der Leuchtturm von Lista
Der Leuchtturm von Lista

Tag 3: Mini-Roadtrip durchs Landesinnere nach Sirdal und Knaben

Eigentlich stand für heute ja eine Runde Yoga am Strand und eine Wanderung auf dem Nordseewanderweg rund um Lista auf meinem Programm. Aber wie das so ist mit dem Reisen und speziell dem Draußen-Reisen: Oft kommt alles ganz anders. Und so ließ ich meine Pläne morgens mit dem Sturm, der um mein kleines Apartment am Leuchtturm fegte, davonziehen, füllte meinen Becher mit frischem Kaffee und machte mich auf ins Landesinnere. Den ganzen Tag einfach nur durch die Gegend fahren, Musik hören, ab und an die Finger in eine fettige Chipspackung auf dem Beifahrersitz halten – mein letzer richtiger Roadtrip war sowieso schon viel zu lange her.

Zuerst setzte ich Kurs auf Knaben – eine verlassene Bergbaustadt auf 600 Metern, die sich von einem reinen Industriestandort zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Skifahrer und Vergangenheitsreisende entwickelt hat. Viel mehr als das Ziel selbst interessierte mich jedoch der Weg dorthin, und ich wurde nicht enttäuscht. Vorbei an tiefdunklen Seen, reißenden Flüssen und Wasserfällen, durch dichte Wälder und entlang bunter Blumenwiesen, durch kleine Orte mit weißen und roten Holzhäuschen führte mich mein Weg. Und nicht zu vergessen die Berge! Oh, diese Berge.

Fjord in Südnorwegen

Von Knaben aus ging es ein Stück auf gleichem Weg zurück, bis ich am Sirdalsvatnet, einem großen, lang gezogenen See, wieder nach Rechts Tonstad abbog. Von hier wollte ich eigentlich auf der kleinen Straße noch weiter ins Landesinnere fahren, aber dank der vielen Fotostops war es dann doch zu spät und ich zu müde. Ein bisschen Abenteuer gab es aber trotzdem noch, dann die Straße auf der westlichen Seite des Sirdalsvatnet entpuppte sich ziemlich schnell als kleine Schotterstraße, die in vielen Kurven an der langen Seite des fjördähnlichen Sees zurückführt und dabei immer wieder großartige Ausblicke freigab.

In Flekkefjord, einer kleinen Stadt mit den für viele südnorwegische Orte so typischen weißen Holzhäuschen, angekommen, fiel ich müde in mein Bett im Grand Hotell Flekkefjord und stellte mal wieder fest, dass mich lange Autofahrten in gewisser Weise deutlich mehr anstrengen als lange Wanderungen. Und dass sich mein kleiner Roadtrip im Roadtrip dennoch voll gelohnt hatte. Denn eigentlich ist es in Südnorwegen auch ganz egal, was genau man macht. Schön ist es nämlich immer.

Die Altstadt von Flekkefjord in Südnorwegen
Die Fußgängerzone in Flekkefjord

Tag 4: Aktivitäten in und um Flekkefjord

Wanderung aufs Brufjell und zu den berühmten Felshöhlen

Eigentlich war ja meine gesamte Reise ein einziges Highlight, aber müsste ich mich für einen Tag entscheiden, war heute definitiv der beste von allen. Alles begann mit einer wunderschönen Wandertour aufs Brufjell und einer kleinen Kraxelei hinunter zu den berühmten Felshöhlen oder professioneller gesagt Gletschertöpfen, die sich während der letzten Eiszeit vor über 20.000 Jahren gebildet haben. Da ich heute früh gestartet war, hatte ich diese ganz für mich allein. Zugegebenermaßen war mir das auf dem durchaus nicht ganz einfachen Weg nach unten nur bedingt geheuer, aber einmal unten angekommen gab es nur noch die warme Morgensonne, die glitzernden Wellen, die kahlen Felsen und mich. Und auch der Blick von oben über die endlos weite Felsenlandschaft war ziemlich fantastisch.

>> Hier geht’s zum ausführlichen Tourbericht <<

Wandern zu den berühmtem Felshöhlen am Fuße des Brufjell

Nach ca. 3 Stunden Wanderzeit war ich zurück bei meinem Auto und startete Richtung Anlegestelle für die Fähre, die mich nach Hidra bringen sollte – eine kleine Insel im südnorwegischen Flekkefjord mit rund 600 Einwohnern. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten und auch in Kirkehamn, sozusagen der „Hauptstadt“ Hidras, ist man in kurzer Zeit angelangt.

Restaurant-Tipp in Südnorwegen: Das Kongshamn Bryggerestaurant auf Hidra

Hier stattete ich erst einmal dem Kongshamn Bryggerestaurant, dem einzigen Restaurant auf der Insel, einen Besuch ab, um mich für den Rest des Tages zu stärken. Das Restaurant befindet sich in der alten „Isbua“ (= „Eishütte“), welche 1886 erbaut und für das Gefrieren von Makrelen genutzt wurde, welche anschließend weiter nach Hull in England transportiert wurden. Seit ca. zwei Jahren gehört dieses Gebäude Bernt und Hege. Das sind zwei sehr sympathische und noch relativ junge Menschen, die in der Gegend aufgewachsen sind, dann Umwege über diverse hochkarätige Restaurant gemacht und jetzt ihren Traum vom eigenen Restaurant verwirklicht haben. Und die haben aus der alten Isbua einen ganz besonderen Ort geschaffen! Nicht nur optisch, sondern natürlich vor allem auch kulinarisch.

Ich bin immer dann besonders von Restaurants begeistert, wenn die Köche dort wirklich nur mit dem kochen, was regional und saisonal verfügbar ist. In einem Land wie Norwegen ist das natürlich besonders spannend. Und genau das machen Hege und Bernt, wobei sie dann gerne auch mal selbst Kräuter sammeln gehen oder den Rhabarber fürs Dessert aus dem eigenen Garten holen. Wer in Südnorwegen mal richtig gut essen gehen möchte, sollte definitiv auf die Fähre nach Hidra hüpfen und ein paar Gänge im Kongshamn Bryggerestaurant bestellen!

Gut zu wissen:
In Flekkefjord gibt es übrigens auch einen kleinen Laden von den beiden – das Kongshamn Kolonial – wo man lokale Spezialitäten und mehr kaufen kann.

Kirkehamn auf Hidra
Blick auf Kirkehamn, die „Hauptstadt“ der kleinen Insel Hidra

Übernachten in den „Små Hytter“ auf dem Hågåsen

Ich hatte ja schon ein paar Fotos von den „Små Hytter“ (= „kleine Hütten“) im Internet gesehen, aber so richtig fassen konnte ich es erst, als sie direkt vor mir standen. Eine blau, eine pink, und beide mit dem wahnsinnigsten Ausblick auf die umliegende Fjord- und Felslandschaft!

Eigentlich sind die zwei Hütten eine Kunstinstallation der norwegischen Künstlerin Solveig Egeland. Und mit Kunstwerken ist es in der Regel ja so, dass man sie bitte nicht anfassen und wenn möglich noch nicht mal in die Nähe kommen soll. Im Fall der Små Hytter ist das anders – denn die darf man nicht nur anfassen, sondern auch betreten und sogar darin schlafen! Während die blaue nämlich eher zum Aufenthalt für jedermann gedacht ist, besteht das Innenleben der pinken Hütte hauptsächlich aus einem Bett, welches man zum übernachten mieten kann. Und dort zu liegen, mit Blick auf diese wunderbare Landschaft, während die Sonne langsam untergeht, die Wolken sich am Himmel türmen oder einfach nur der Regen auf die Scheiben prasselt – das ist einfach unbeschreiblich toll. Die Vision der Künstlerin war es, Mensch und Natur zusammenzubringen. Und das ist ihr mit diesen Hütten definitiv gelungen.

Übernachten in den Sma Hytter auf der Insel Hidra in Südnorwegen

Gut zu wissen:
Mittlerweile sind die Hütten ein Projekt von den Kindern der 5. – 7. Klasse der Schule auf Hidra. Für die Reservierung meldest Du Dich dort am besten per E-Mail unter hidra.skole@flekkefjord.kommune.no. Die Miete ist von  April/Mai bis Oktober möglich. Die Kosten dafür betragen 500 NOK (also aktuell rund 50 Euro) pro Nacht und das Geld fließt in die Instandhaltung und Pflege der Hütten. Kissen und Decken für das Doppelbett sind vorhanden, Bezüge (oder ein Hüttenschlafsack) müssen selbst mitgebracht werden – genauso wie Toilettenpapier für das Dixiklo und eine Taschenlampe bzw. Teelichter sowie Trinkwasser (es gibt zwar einen Wassertank neben dem Dixiklo, das ist aber scheinbar kein Trinkwasser). Das macht aber nichts, denn der Aufstieg vom kleinen Parkplatz zu den Hütten dauert nur etwa 20 Minuten.

Und wenn Du so viel Glück hast wie ich, kommt morgens sogar das ein oder andere Schaf vorbei und sagt Dir durch die Fensterscheibe guten Tag…

Übernachten in den Sma Hytter auf der Insel Hidra in Südnorwegen

Tag 5: Wandern auf Hidra und Railbiken in Flekkefjord

Ab und an sollte man im Leben mal etwas neues wagen. Das raten einem die vielen schlauen Sprüche im Internet und sonstwo. Und sie haben ja recht. An meinem letzten Tag in Norwegen hätte ich diese Mission gleich doppelt abhaken können, aber mal wieder kam mir das Wetter dazwischen und so musste ich mein erstes Mal Kajaken im offenen Meer leider streichen.

Morgendliche Wanderung auf den Onsåsen

Glücklicherweise gibt es auf Hidra aber einige ausgeschilderte Wanderwege und einige davon starten direkt vom kleinen Parkplatz, auf dem man auch für die Nacht in den Små Hytter sein Auto stehen lässt. Und so hab ich  mich spontan für eine schöne Morgentour auf den Gipfel des Onsåsen auf 166 m entschieden. Von dort oben hat man einen wunderbaren Rundblick über die Insel! Und falls einem die Tour nicht anstrengend genug ist, kann man sich so wie ich einfach dafür „entscheiden“, auf der falschen Seite des Berges runterzulaufen und diesen Fehler erst ziemlich spät zu erkennen. Merke: Blaue Markierungen! Immer die blauen Markierungen.

Wandern auf Hidra

Wanderung auf an Onsasen auf der Insel Hidra in Südnorwegen

Railbiken in Flekkefjord

Anschließend verabschiedete ich mich von Hidra und nahm die Fähre zurück aufs Festland. Hier wartete zum Abschluss meiner Reise dann doch nochmal was ganz neues auf mich: Railbiken! Dabei fährt man eine stillgelegte Bahnstrecke mit einer Draisine, einem vierrädrigen Schienenfahrrad ab. 17 Kilometer in die eine Richtung und dann 17 Kilometer zurück. Man kann zwar auch früher umdrehen, wenn man möchte, aber der letzte Abschnitt ist definitiv der tollste! Immer wieder führt die Strecke auch durch Tunnel. Manche davon sind relativ lang (der längste 1,2 km) und dementsprechend dunkel – eine Taschenlampe bzw. Stirnlampe sollte man auf jeden Fall dabei haben (kann man allerdings, genauso wie Helme, auch vor Ort ausleihen).

Während es auf dem Hinweg auf mal etwas anstrengender werden kann, weil es viel bergauf geht, kann man sich auf dem Rückweg auf großen Teilen einfach rollen lassen und die Aussicht genießen. Insgesamt fand ich das railbiken aber deutlich weniger anstrengend, als ich mir es vorgestellt hatte.

Railbiken in Flekkefjord an der südnorwegischen Küste
Sieht spaßig aus – ist es auch! Und die beste Aussicht hat man beim Railbiken in Flekkefjord auch noch.

Gut zu wissen:
Für die Gesamte Strecke bis zur Haltestelle und Endstation Bakkekleivi solltest Du für Hin- und Rückweg insgesamt 2-3 Stunden einplanen. Die Railbikes können zwischen April und Oktober täglich entweder um 12 oder um 16 Uhr ausgeliehen werden. Auf einer Draisine haben bis zu zwei Erwachsene und zwei Kinder (letztere sitzen dann auf einem kleinen Bänkchen) Platz. Seit kurzem gibt es auch ein Online-Reservierungssystem, allerdings nur auf Norwegisch.  Alternativ kannst Du Dich aber auch einfach an post@flekkefjordbanen.com wenden. Der Preis beträgt zwischen 500 und 600 NOK (also aktuell rund 55-65 Euro) pro Fahrrad.

Tag 6: ABreise

Eine wunderbare Woche in Südnorwegen geht zu Ende. Noch am Abend nach dem Railbiking flitze ich von Flekkefjord in knapp zwei Stunden zurück nach Kristiansand, von wo aus am nächsten Tag mein Flieger zurück nach Hause geht.

Puuuh, ganz schön viel erlebt! Zu einigen dieser Erlebnisse wird es noch detaillierter Artikel mit mehr Infos und Bilder geben. Wenn Du keine neuen Artikel verpassen willst, folg mir doch auf Facebook und Instagram


Warst Du auch schon mal im Südnorwegen unterwegs? Wo hat es Dir am besten gefallen? Ich freu mich auf Deinen Kommentar!

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