Zuletzt aktualisiert am 3. Juni 2026
Der Ochsenweg verbindet die Elbe mit der dänischen Grenze. Auf dem Weg von Wedel bei Hamburg bis Niehuus legt er rund 240 Kilometer zurück. Dabei ist er aber nicht einfach irgendeine Radroute: Wo heute vor allem Drahtesel verkehren, wurden vom 16. bis 18. Jahrhundert jährlich über 50.000 Ochsen getrieben: Der Ochsenweg war der zentrale Landweg und wichtige Handelsroute. Er diente den Bauern als Treibweg für das Vieh, aber auch Soldaten oder gar ganze Heere, Kaufleute oder Pilger nutzten ihn als Reiseroute.
Wenn man ihren Spuren mit dem Fahrrad folgt, begegnet man heute viel von dem, was die Landschaften im schleswig-holsteinischen Binnenland so besonders macht: von weitläufigen Marsch- und Geestlandschaften über Wald und Heide bis hin zu im Frühling weithin leuchtenden Rapsfeldern. Die Route führt auch durch spannende Städte wie Flensburg oder Schleswig und zu kulturhistorischen Schätzen wie zum Beispiel dem UNESCO Weltkulturerbe Haithabu Danewerk..
Ich bin den kompletten Ochsenweg gefahren und berichte in diesem Artikel von meinen Erlebnissen und Erfahrungen. Zudem gibt’s viele konkrete Tipps für alle, die diese mehrtägige Radroute ebenfalls fahren möchten.
Werbehinweis: Meine Reise fand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V. statt. Alle Inhalte in diesem Artikel beruhen allein auf persönlicher Erfahrung. Mehr zum Thema Werbung auf diesem Blog kannst du hier nachlesen.


Die Qual der Wahl: Westroute oder Ostroute?
Zwischen Uetersen und Jevenstedt teilt sich der Ochsenweg in eine Westroute und eine Ostroute. In diesem Artikel stelle ich die Westroute vor, vor einigen Jahren war ich aber auch schon mal auf dem östlichen Abschnitt unterwegs (mehr Eindrücke und Infos zu dieser Tour gibt es in meiner Komoot-Collection zum Ochsenweg / Ostroute).
Man kann ganz allgemein sagen, dass die Westroute etwas mehr “ab vom Schuss” mitten durch die Natur führt, während man auf der Ostroute noch ein paar mehr urbane und kulturelle Eindrücke sammeln kann. Mir persönlich hat die Westroute daher einen Tick besser gefallen – was aber auch daran liegen kann, dass ich auf dieser Tour deutlich besseres Wetter hatte! Grundsätzlich sind auf jeden Fall beide Routen schön zu fahren.
Ochsenweg Highlights
Auch wenn der Ochsenweg immer wieder durch wirklich schöne, “echt norddeutsche” Landschaften führt: Was den Weg wirklich besonders macht, ist seine weitreichende Geschichte und die Kultur am Wegesrand. Der Ochsenweg als Radroute existiert übrigens schon länger, in den letzten Jahren wurde aber viel dafür getan, die Route und ihre Infrastruktur zu verbessern. Außerdem werden Radreisenden auf verschiedene Weise all die Fakten, Fun Facts, Kuriositäten – und einfach die Region an sich – näher gebracht.
Eine (unvollständige) Auswahl meiner Highlights rund um den Ochsenweg (West- und Ostroute):
- Schleswig: schöne Stadt an der Schlei mit der historischen Fischersiedlung Holm
- die historischen Wegabschnitte: Natürlich folgt die Route nicht 1:1 der von damals, aber zwischendurch ist man immer wieder auch mal auf “dem echten” Ochsenweg unterwegs! (Symbolisiert werden diese Abschnitte übrigens durch die großen gekreuzten Ochsenhörner.)
- Danewerk: Überreste eines komplexen Grenzsystems, das im Frühmittelalter zur Sicherung der dänischen Südgrenze geschaffen wurde
- Naturschätze: Zwischen Feldern und Weiden, Wiesen und Wäldern kommt man immer wieder auch an ganz besonderen Naturräumen vorbei (z.B. Holmer Sandberge, Liether Kalkgrube, Fockbeker Moor).
- Alte Kate in Oelixdorf: Eines der ältesten Gebäude im Ort stand 2025 kurz vor dem Abriss, wurde / wird durch einen Verein aber nun Stück für Stück saniert und man kann dort in einer hübschen Ferienwohnung übernachten.
- Arboretum Ellerhoop: wunderschöner botanischer Garten mit vielen besonderen Pflanzen und liebevoll gestalteten Themengärten für einen entspannten Spaziergang zwischendurch
- Naturpark Aukrug: Auf rund 380 Quadratkilometern findet man hier eine der vielfältigsten Kulturlandschaften Schleswig-Holsteins.
- die kleinen Hofläden: Bei manchen der landwirtschaftlichen Betriebe entlang des Ochsenwegs kann man über die “Hofschnack”-Videos sogar hinter die Kulissen blicken!
- Haithabu: Haithabu war zur Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze. Das Wikinger-Museum ist definitiv einen Besuch wert.
- Flensburg: Seefahrt, Rum-Handel und das dänische Erbe präg(t)en die nördlichste Stadt Deutschlands.
- die vielen Bademöglichkeiten: …bei mir war es immer zu kalt, aber für eine Tour im Sommer ziemlich perfekt!
- Rendsburger Hochbrücke: Eine eindrucksvolle Stahlkonstruktion und 99 Jahre lang längste Eisenbahnbrücke Deutschlands – Fußgänger, Radfahrer und Autos können den darunterliegenden Nord-Ostsee-Kanal per schwebender Fähre überbrücken!
- Hörgeschichten: Auf der Ochsenweg-Webseite gibt es kurze Hörgeschichten, denen man online lauschen und so mehr über den Weg und die Region, über Traditionen, historische Fakten und Kuriositäten erfahren kann.






Ochsenweg Westroute: Reisebericht
Ich habe den rund 240 km langen Ochsenweg auf drei etwa gleichlange Etappen aufgeteilt und bin vom Elbufer bis ganz an die dänische Grenze (und dann zurück nach Flensburg) gefahren. Übernachtet habe ich dabei in Unterkünften, die An- und Abreise fand per Zug statt. Unterwegs war ich (bei durchgehend bestem Radlwetter) Anfang Mai. Mehr Eindrücke von meinen Etappen und die GPX-Tracks gibt es auch in meiner Komoot-Collection zum Ochsenweg:


Etappe 1: Wedel – Oelixdorf (bei Itzehoe)
Distanz / Höhenmeter: 69,8 km / 150 hm
Einkehrtipp: Café Langes Mühle in Uetersen (allerdings sehr eingeschränkte Öffnungszeiten)
Unterkunft: Alte Kate Oelixdorf (Küche vorhanden, Verpflegung muss man aus Itzehoe mitnehmen)
GPX-Track: zur ersten Etappe auf Komoot
Große Containerschiffe ziehen an mir vorbei, während ich nochmal die Taschen an meinem Rad festzurre. Bald darauf erreiche ich den Marktplatz von Wedel, wo einst wohl über 500 Jahre lang der Viehmarkt stattfand – das Ziel der Ochsendrift aus dem Norden. Heute steht dort noch die große Roland-Statue aus Sandstein, die vermutlich um 1558 errichtet wurde und die verliehene Handels- und Marktrechte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ochsenmarkt symbolisiert.
Hinter Wedel bin ich bald im Grünen, durch Baumschullandschaft geht es zu einem Ort, der mir schon beim letzten Mal besonders gut gefallen hat: die Holmer Sandberge sind eines der größten Binnendünengebiete Norddeutschlands.
Dann fahre ich mal über etwas holprigere Wege, mal über glatte Straßen bis nach Uetersen mit seinem bekannten Rosarium – eine Parkanlage, in der sich mehr als 900 verschiedene Rosensorten bewundern lassen (Anfang Mai sind aber noch keine Blüten zu sehen).
Spätestens hier muss man sich zwischen der West- und der Ostroute des Ochsenwegs entscheiden (s. oben). Die östliche Variante führt weiter über Bad Bramstedt und Neumünster bis nach Rendsburg, während die westliche Route den Weg über Elmshorn und Itzehoe nimmt. Für mich beginnt nun also nach den ersten bekannten Kilometern, an die ich mich von meiner letzten Tour auf dem Ochsenweg noch bestens erinnern kann, Neuland.
Am Rand von Uetersen erreiche ich das Café “Langes Mühle”, das sich im erhaltenen Sockel einer 1889 abgebrannten Windmühle befindet und ganz besonders charmant aussieht. Anschließend geht es über Land bis zur Liether Kalkgrube einige Kilometer vor Elmshorn.
Am Eingang zu dem Naturschutzgebiet kann man im Findlingsgarten während der Eiszeit von Skandinavien nach Norddeutschland verfrachtete Steinbrocken bewundern. Über einen kurzen Schotterweg gelange ich (zu Fuß) an den Rand der Grube: Der ehemalige Tagebau ist heute Naturschutzgebiet, in dem die ältesten Gesteinsschichten der norddeutschen Tiefebene sichtbar sind. Die rot leuchtenden und grauen Gesteine an den Grubenwänden sind rund 258 Millionen Jahre alt!
Am Liether Moor treffe ich auf eine (von mehreren) Tafel mit Hörgeschichten zum Ochsenweg. Das sind kurze Geschichten, die man online anhören und so mehr über den Weg und die Region, über Traditionen, historische Fakten und Kuriositäten erfahren kann. Eine schöne Sache, da der Reiz der Route nicht zuletzt gerade in seiner Historie und dem Landerleben liegt.
Hier kurz vor Elmshorn lerne ich zum Beispiel, dass 1863 in dieser Stadt 20.000 Menschen aus Schleswig-Holstein gegen die dänische Herrschaft demonstrierten. Die Spannungen führten wenig später zum Deutsch-Dänischen Krieg und schließlich zur Eingliederung Schleswig-Holsteins in Preußen. Und ich lerne, dass die Haferflocken der Firma Kölln aus Elmshorn kommen! (Zwei quasi gleich wichtige Informationen! ;-) )
Hinter Elmshorn wird die Route zwischenzeitlich etwas weniger idyllisch, ich radle meist entlang von Landstraßen in Richtung Itzehoe. Eigentlich würde die Route noch über Lägerdorf am Renaissance-Schloss Breitenburg vorbeiführen, aufgrund von Bauarbeiten muss ich aber eine Umgehung fahren. So verpasse ich auch einen kleinen Abschnitt entlang der schlängelnden Stör, der vom anderen Ufer aus ganz besonders schön aussieht. Auch vom Ufer bei Itzehoe gibt es aber tolle Blicke über die Flusslandschaft.
In Itzehoe fülle ich meine Vorräte auf und radle dann durch hübschen Wald die letzten Kilometer bis nach Oelixdorf. Hier wartet eine ganz besonders authentische Unterkunft auf mich: Die “Alte Kate” ist eines der ältesten Gebäude in Oelixdorf. 2005 stand es kurz vor dem Abriss, wurde bzw. wird aber durch einen extra gegründeten Verein Stück für Stück saniert. Noch ist das Projekt “work in progress”, eine der ehemaligen Wohnungen ist aber fertig und wird nun auch als Ferienwohnung vermietet. Die Wohnung ist wirklich wunderschön und gleichzeitig unterstützt man mit dem Verbleib dort den Erhalt des Gebäudes. Win-win!









Etappe 2: Oelixdorf – Kropp
Distanz / Höhenmeter: 91,9 km / 230 hm
Unterkunft: Wikingerhof in Kropp (normale Hotelzimmer und mietbare Hütten) ; alternativ: Hotel Garni Kropper Busch (offizieller Ochsenweg-Partner)
GPX-Track: zur zweiten Etappe auf Komoot
Es fällt mir schwer, meine schöne Ferienwohnung im kleinen Oelixdorf nach nur einer Nacht schon wieder zu verlassen. Gleichzeitig freue ich mich auf die heutige Etappe durch Mittelholstein, deren Strecke mir zum Großteil noch unbekannt ist. Noch dazu bei diesem absoluten Traum-Radlwetter!
Durch Wald und Flur erreiche ich bald Hohenlockstedt. Dahinter beginnt das weitläufige Gebiet des Naturpark Aukrug: eine rund 380 Quadratkilometer große wunderbare Mischung aus Natur und Kulturlandschaft mit Wäldern und Wiesen, Hügeln und Flusslandschaften, Heideflächen und Niederungen.
Zwischendrin eingestreut kleine Dörfer und Ortschaften, mit Hohenwehstedt auch eine etwas größere, die ich für meine Mittagspause nutze. Ansonsten fühlt sich das Radeln vielerorts wunderbar abgelegen an.
Nördlich des Naturparks wartet mit Rendsburg dann aber auch noch die richtige Zivilisation auf mich. Und nach der “Einöde” (im allerbesten Sinne) auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit!
Nach Ankunft in Rendsburg bin ich kurz verwirrt: Der Nord-Ostsee-Kanal liegt vor mir, meine Route führt laut Navi auf der anderen Seite weiter, aber weit und breit keine Brücke in Sicht! Die Lösung ist schnell gefunden: Ein Fußgängertunnel 28 Meter unter der Wasseroberfläche, der über Aufzüge und eine (erstaunlich lange) Rolltreppe erreichbar ist.
Nicht weit von dort liegt die markanteste Sehenswürdigkeit Rendsburgs, die Eisenbahnhochbrücke: ein 42 Meter hoher Koloss aus Stahl, der so den mitunter großen Frachtschiffen auf dem Nord-Ostsee-Kanal darunter genügend Platz schafft. Und weil (normale) Züge nicht so steil bergauf fahren können, wurde dafür auch noch eine vier Kilometer lange Schleife gebaut, die die Züge allmählich zur Brücke hinauf bringt. (Wer vom nördlichen Ende des Ochsenwegs wieder mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt fährt, fährt über diese Schleife und Brücke. Durchaus ein Erlebnis!)
Untrennbar mit der Brücke verbunden ist auch die Schwebefähre, die an der Brücke hängend den Kanal überquert und dabei Fußgänger, Radfahrer und Autos transportiert.
Fährt man am Nord-Ostsee-Kanal in die andere Richtung, kommt man zu einer weiteren Attraktion Rendsburgs: Die offiziell längste Sitzbank der Welt befindet sich nämlich genau hier, direkt am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, und erstreckt sich über beachtliche 575,75 Meter! (Und spätestens jetzt ist klar: Wenn Rendsburg etwas kann, dann ja wohl eindrucksvolle Bauwerke!!)
Anschließend fahre ich noch eine kleine Schleife durchs Zentrum, vorbei am Hörnerplatz mit jenen großen, gekreuzten Ochsenhörnern, die man entlang des Ochsenwegs immer wieder mal findet und die den Verlauf des Original-Ochsenwegs markieren, zum Marktplatz und zur St. Marien-Kirche mit ihrer sehenswerten “gläsernen” Orgel (die nicht aus Glas ist, aber einsehbar).
In Jevenstedt treffen die beiden Ochsenweg-Varianten wieder aufeinander. Noch 20 Kilometer durch die flache Geestlandschaft nördlich von Rendsburg trennen mich nun noch von meinem Etappenziel. Im Ort Kropp beziehe ich ein kleines Eigenheim.










Etappe 3: Kropp – dänische Grenze / Flensburg
Distanz / Höhenmeter: 87,4 km / 340 hm
Einkehrtipp: Café Langes Mühle in Uetersen (allerdings sehr eingeschränkte Öffnungszeiten)
Unterkunft: Alte Kate Oelixdorf (Küche vorhanden, Verpflegung muss man aus Itzehoe mitnehmen)
GPX-Track: zur dritten Etappe auf Komoot
Die letzte Etappe auf dem Ochsenweg führt mich wieder über altbekannte Wege – theoretisch zumindest, denn praktisch habe ich für heute zwei offizielle Umgehungen eingeplant: Die klassische Route würde durch Schleswig und Flensburg führen, zwei definitiv sehr sehenswerte Städte – die ich allerdings beide schon ganz gut kenne. Wem es auch so geht, oder wem einfach eher nach Natur statt Stadt zumute ist, der kann auf diese Alternativtouren zurückgreifen.
Ein Stück hinter Kropp – am Fliegerhorst Jagel – stoße ich auf ein ganz besonderes Stück Geschichte dieser Region: Das Danewerk ist ein komplexes System von Grenzbefestigungen, das im frühen Mittelalter zur Sicherung der dänischen Südgrenze geschaffen und immer weiter ausgebaut wurde. Der Ochsenweg führt direkt an einem alten Wall dieser Anlage vorbei, und direkt danach an den Tweebargen, zwei bronzezeitliche Grabhügeln. (Klingt ehrlicherweise spektakulärer, als es vor Ort aussieht, aber man sollte sich hier auf jeden Fall ein bisschen Zeit nehmen, die Vergangenheit wirken zu lassen).
Über Hüsby und Schuby (liebe die Ortsnamen hier oben ja einfach) geht es zum Arenholzer See mit schöner Badestelle und Imbiss. Dann geht es durch schöne Wälder zum Idstedter See, in dessen Nähe ich auf eine Besonderheit des Ochsenwegs treffe: Einige landwirtschaftliche Betriebe haben ihre Hoftore geöffnet und lassen hinter die Kulissen blicken – zumindest digital über die “Hofschnack”-Videos, die man auf der Webseite des Ochsenweges findet und in denen man mehr über die Arbeit der Landwirt*innen vor Ort erfahren kann. So auch der Hof Seeland, der dankenswerterweise auch einen kleinen Selbstbedingungshofladen inklusive Kaffee und Eis anbietet.
Langsam, aber durchaus merkbar wird die Landschaft etwas hügeliger – der Ochsenweg erreicht über abwechslungsreiche Wege und schöne Wälder die eiszeitliche Moränenlandschaft der Fröruper Berge.
Hinter dem Ort Frörup mache ich einen kleinen Abstecher zum Sankelmarker See und lege eine ausführliche Pause am Ufer ein. Dann geht es entlang von Gleisen und durch ein ehemaliges Bergbaugebiet – heute Seenlandschaft – ins kleine Hüllerup, wo schon die nächste Pause auf mich wartet. Einen Besuch in der Porzellanbörse mit angeschlossenem Hofcafé sollte man sich keinesfalls entgehen lassen (solange es die Öffnungszeiten zulassen!)
Nun ist es auch nicht mehr weit bis zur dänischen Grenze bei Padborg und damit dem Ende des Ochsenwegs. Wie gern wäre ich von hier auf der dänischen Fortsetzung – dem Hærvejen / Heerweg immer weiter längs durch Jütland geradelt! Zumindest einen kurzen Ausflug über die Grenze lasse ich mir aber nicht nehmen und beschließe, noch die rund zehn Kilometer auf der Originalroute des Ochsenwegs zurück nach Flensburg zu radeln (anstatt von Padborg aus mit dem Zug zu fahren).
Über Harrislee erreiche ich Flensburg und finde mich bald an der Hafenpromenade von Flensburg mit dem tollen Museumshafen wieder. Nach einem Belohnungsburger in der Innenstadt springe ich in den Zug Richtung Hamburg.











Fazit: Für wen eignet sich der Ochsenweg?
Für alle, die auf eine eher gemütliche und entspannte Radtour aus sind, sich für Geschichte und Kultur interessieren und eine Tour mit viel Natur und Landleben, aber auch schönen Orten und Städten suchen, ist der Ochsenweg eine hervorragende Wahl.
Die wichtigsten Infos rund um den Ochsenweg
- Wegbeschaffenheit: Die Route führt überwiegend über kleine Nebenstraßen und asphaltierte Wege. Einige Schotter- und Waldwege sind auch dabei, manchmal kann es etwas holprig oder matschig werden – diese Abschnitte sind aber nicht besonders lang.
- Orientierung: Der Ochsenweg ist an allen Kreuzungen als solcher ausgeschildert, ansonsten folgt man der Beschilderung des offiziellen Radwegenetzes. Die GPX-Tracks gibt’s hier für die Westroute und hier für die Ostroute zum Download.
- Infrastruktur: Es gibt keinen Mangel an Unterkünften und Verpflegungsmöglichkeiten entlang des Ochsenwegs. Tipps zu für Radreisende besonders geeigneten Unterkünften gibt es hier.
- Camping: Direkt an der Ochsenweg-Route gibt es keine große Auswahl an Campingmöglichkeiten. Es empfiehlt sich eher eine Tour mit Unterkünften.
- Beste Jahreszeit: Grundsätzlich ist eine Tour auf dem Ochsenweg natürlich ganzjährig möglich. Eine schöne Zeit für den Ochsenweg ist das Frühjahr (April / Mai), wenn die Rapsfelder blühen. Wer im Sommer unterwegs ist, findet immer wieder mal Bademöglichkeiten und auch schattigere Abschnitte.
- An- und Abreise: Wedel und Flensburg bzw. Padborg sind per Zug ab Hamburg erreichbar. Auch viele Orte entlang der Route sind per Zugstrecke miteinander verbunden, sodass man bei Bedarf auch mal abkürzen oder den Ochsenweg lediglich für eine Tagestour nutzen kann.
- Varianten und Verlängerung: Zwischen Uetersen und Jevenstedt muss man sich zwischen der West- und Ostroute entscheiden (s. weiter oben), außerdem gibt es für Schleswig und Flensburg offizielle Umfahrungen, falls man Städte meiden möchte. Wem die 240 Kilometer zu kurz sind, der kann auf der dänischen Fortsetzung des Ochsenwegs, dem Hærvejen / Heerweg, noch rund 1.000 Kilometer (oder auch nur ein paar Etappen) durch Jütland radeln.
- Mehr Infos: Auf der Webseite zum Ochsenweg findet man alles, was man für die Tourenplanung braucht sowie viel Wissenswertes rund um die Region und den Weg. Mehr Bilder zu meinen Etappen gibt’s in meiner Komoot-Collection zur Tour.


