Während es viele Reisende gerade im Winter regelmäßig in die Ferne zieht, besuche ich zu dieser Zeit immer gern die nähergelegenen Reiseziele, die mir im Sommer einfach zu warm sind. So war ich zum Beispiel im November auf Sizilien, im April auf Gran Canaria und im letzten Dezember endlich auch mal im schönen Andalusien.

Nicht nur – vor allem fürs Wandern – deutlich angenehmeren Temperaturen haben mich hier davon überzeugt, dass der Winter eine ganz hervorragende Reisezeit für Andalusien ist. Es gibt da durchaus noch ein paar weitere Vorteile:

1. Die Sierra Nevada trägt Zuckerhut

„Sierra Nevada“ bedeutet zwar schneebedecktes Gebirge, de facto trägt das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel jedoch nur im Winter und teils bis in den Frühling hinein ein Puderzuckerkleid. Das ist ziemlich schade, wenn man bedenkt, WIE schön diese 3.000er im weißen Gewand aussehen. Egal, ob man jetzt so wie ich unten auf dem Bild bis auf über 2.000m hoch wandert, um den Gipfeln ganz nah zu sein, oder ob man einfach nur aus der Ferne sehnsüchtig zu ihnen hinüberschaut.

Wandern in der Sierra Nevada in Andalusien im Winter

2. Die einzige Wüste Europas ist nicht zu heiß

Ja, auch Europa hat eine waschechte Wüste! Und wie es sich für eine solche Wüste gehört, ist es auch in der Wüste von Tabernas ziemlich heiß. Im Sommer kann es hier regelmäßig bis zu 50 Grad heiß werden! Da ist nicht mehr viel mit Wandern und die Aussicht genießen.

Im Winter hingegen ist es – wie auch im Rest Andalusiens – in der Regel angenehm mild und man kann sich alle Zeit der Welt nehmen, um die Wüste zu erkunden und auf den Spuren von Sergio Leones Kult-Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder Pierre Brice in „Winnetous Rückkehr“ wandeln. Diesen Filmen hat – neben vielen anderen – die unberührte Weite der Tabernas-Wüste nämlich als Kulisse gedient und einige der Kulissen stehen noch heute!

Tabernas Wüste im WinterTabernas Wüste im Winter

3. Das milde Klima ist perfekt fürs Wandern

… und es gibt wohl keinen besseren Weg, Andalusien kennen zu lernen! Und Andalusien hat so viele tolle Wandermöglichkeiten, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Beliebte Wandergebiete in Andalusien sind neben der Sierra Nevada zum Beispiel die Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama und die Sierra de Las Nieves, die sich alle perfekt auch während des Winters zu Fuß erkunden lassen.

Aufpassen muss man hier nur bei der Planung, denn Schnee in höheren Lagen kommt in Andalusien im Winter längst nicht nur in der Sierra Nevada vor. Alles bis ca. 2.000 Meter sollte in der Regel aber problemlos machbar sein, wobei Ausnahmen natürlich auch hier die Regel bestätigen und es zudem auch darauf ankommt, wo genau man sich aufhält.

Zudem ist das Wetter im Winter naturgemäß etwas wechselhafter und rauer. Eine warme Jacke und Handschuhe sollte man immer dabei haben!

Wandern in Andalusien im Winter

4. Du hast die Natur oft ganz für Dich allein

Und das ist es doch, was so ein richtiges Naturerlebnis ausmacht! Während unserer Wanderungen in Andalusien im Winter waren gerade so viele Menschen unterwegs, dass wir uns nicht gefühlt haben wie die letzten Menschen auf Erden. So konnten wir uns ganz auf die Umgebung konzentrieren und mal wieder richtig abschalten. So wie zum Beispiel bei unserer Wanderung auf den La Maroma, den höchsten Berg der Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama.

Wanderung auf den La Maroma im Winter

5. Beliebte Touristenziele sind nicht so überlaufen

Selbst Ronda, eine der ältesten Städte Spaniens und eines DER Ausflugsziele in Andalusien, war angenehm leer, als wir Anfang Dezember dort waren. Und das an einem Samstag! Dabei fielen sogar gleich zwei spanische Feiertage auf diese Woche, weshalb noch verhältnismäßig viele spanische Touristen unterwegs waren.

Auch zum Beispiel der abenteuerliche Wanderweg Caminito Del Rey oder Granada mit der beeindruckenden Festungsanlage Alhambra sind im Winter sicher deutlich angenehmer als zur Hauptsaison, was das Besucheraufkommen angeht.

Andalusien im Winter

Ausflug nach Ronda im Winter

6. Flüge und Unterkünfte sind in der Nebensaison günstiger

Für unsere Direktflüge von München nach Malaga haben wir rund 100 Euro pro Person gezahlt – mit sehr guten Flugzeiten und am Wochenende!

Unsere Unterkünfte haben wir über www.ruralidays.de gefunden. Ruralidays ist eine spezielle Buchungsplattform für Ferienhäuser und Wohnungen in Andalusien und dort gibt es echt tolle Häuschen mit Pool und guter Aussicht und allem Drum und Dran – wie zum Beispiel dieses schöne Häuschen mit Pool in Küstennähe. Der Buchungsprozess war sehr transparent und alles lief reibungslos ab.

Unferkuenfte in Andalusien im Winter


Werbehinweis: Mein Aufenthalt in Andalusien wurde von Ruralidays unterstützt. Meine Meinung und meine Aussagen wurden davon wie immer nicht beeinflusst. Ich kann Dir die Buchungsplattform für Deine Reise nach Andalusien wärmstens empfehlen.


Warst Du auch schon mal in Andalusien? Vielleicht sogar schon mal im Winter? Dann erzähl mir doch ein bisschen von Deiner Reise im Kommentar!

4 Comments

  1. Da bringst du mich aber auf Ideen 🙂 Zumindest für den nächsten Winter – muss ich mir unbedingt im Hinterkopf behalten!

    Schöne Bilder!

    LG Manuela

    • Fräulein Draußen Reply

      Solltest du auf jeden Fall! 🙂

      Danke und liebe Grüße,
      Kathrin

  2. Wow, so schöne Bilder. Idylle pur. Ist hier in Portugal nicht anders, Europa kann wirklich so schön im Winter sein!! 🙂

  3. Nicht schlecht, Fräulein…
    …so etwas hält mich natürlich am Lesen.
    Meine „Weihnachts-Flucht-Residenz“ 2014 war in SEVILLA bei 19° Grad.
    Über die Weihnachtstage bin ich von GRANADA startend die Sierra Nevada bis an die Schneegrenze hoch.
    Das Bergdorf Güejar Sierra gab mir Unterkunft, denn es war ja gegen 18:00 Uhr dunkel und die Temperaturen sanken dann unter die Frostgrenze.
    Die Sierra Nevada ist über die Weihnachts-Tage (nicht nur für Junggesellen) zum Wandern empfehlenswert, auch wenn Granada (für mich) mit Sevilla nicht mitkommt.
    herrrothwandertwieder

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