Alleine wildzelten

„Hattest Du gar keine Angst, als Du da so ganz alleine mitten im Nirgendwo gezeltet hast?“ – Das ist die Frage, die ich wohl mit Abstand am häufigsten gestellt bekomme. Nicht nur von Freunden und Familie, sondern auch von vielen Leser/innen. Und das kann ich auch ganz gut nachvollziehen. Denn bevor ich nach Schottland losgezogen bin, wo ich zum ersten Mal alleine wildzelten wollte, hab ich mir natürlich auch so meine Gedanken gemacht.

Ich bin zwar kein besonders ängstlicher Mensch, aber ein bisschen mulmig war mir bei der Vorstellung schon zumute. Dabei hab ich aber gar nicht so sehr an tatsächliche Gefahren gedacht, sondern viel mehr an die kleinen Streiche, die einem das menschliche Gehirn ja gerne mal spielt: „Der Baum da hinten, das könnte auch eine wildgewordene Riesenspinne sein. Und in dem einen Film, da sah’s irgendwie ganz genauso aus wie hier, und dann kam der Mann mit der Kettensäge und…“ Naja.

Wie Du hier in meinem Artikel nachlesen kannst, war bei mir letztendlich alles gar nicht schlimm. Auch wenn ich zwischendurch schon mal ein seltsames Gefühl hatte. Als es dann langsam dunkel wurde, oder als ich in der Nacht einmal aufgewacht bin, oder… Und letztendlich wissen wir ja sowieso alle, dass solche Gedanken und Ängste rein irrational sind und irgend so ein Hügel in den schottischen Highlands wahrscheinlich einer der sichersten Orte der Welt ist (von Wetterumschwüngen mal abgesehen). Gerade deswegen solltest Du Dich von solchen Befürchtungen nicht abschrecken lassen! Es ist einfach so toll, alleine im Nirgendwo Dein Zelt aufzubauen, wo nur Du bist, und niemand sonst. Jeder sollte das mal gemacht haben!

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Und mit den folgenden kleinen Tricks kannst Du Dir die Sache ganz schön erleichtern:

1. Hör rechtzeitig auf, Dir den Tatort, Walking Dead & Co. reinzuziehen

Ich weiß ja nicht, wie Du so drauf bist, aber ich schau mir schon mal gern die neueste Folge von „The Walking Dead“ an (seit dem haben leere Wiesen mit Waldrand auch eine speziellere Bedeutung für mich) oder lese das neue Buch von Neil Gaiman. Und obwohl ich kein sonderlich irrationaler oder paranoider Mensch bin, hab ich bemerkt, dass mich Krimis, Thriller & Co. durchaus negativ in meinen Gedanken beeinflussen. Ein paar Monate bevor ich in Schottland das erste Mal alleine wildzelten wollte, hab ich also damit aufgehört. Selbst etwas verhältnismäßig harmloses wie den Tatort hab ich gemieden. Und schon in der Zeit vor Schottland hab ich bemerkt, dass ich weniger an Massenmörder, Zombies und sonstige unangenehme potenzielle Wegbegleiter denken muss, wenn ich zum Beispiel nachts nochmal mit dem Hund rausgegangen bin. Das mag jetzt etwas seltsam klingen, aber ich denke letztendlich kennt jeder diese kleinen, seltsamen Gedanken, die sich manchmal so in unsere Hirne schleichen. So eine Nacht alleine im Nirgendwo kann so etwas natürlich verstärken. Also rate ich Dir: Rosamunde Pilcher statt Tatort! Und das rechtzeitig.

2. Plane genug Zeit ein

Wenn möglich, und wenn es nicht gerade regnet oder stürmt, solltest Du Dir für Deine erste Nacht im Freien ein bisschen Zeit nehmen. Versuche, schon einige Stunden vor Sonnenuntergang am Plätzchen Deiner Wahl zu sein, in Ruhe Dein Zelt aufzubauen, die Gegend zu erkunden, Dir was Leckeres zum Abendessen zu kochen usw. So kannst Du Dich langsam an die Umgebung und das ganze Drumherum gewöhnen.

3. Such Dir ein übersichtliches Plätzchen

Meine erste Nacht im Freien hab ich auf einem Hügel verbracht, von dem aus ich quasi in alle Richtungen bis nach Panama gucken konnte. Kein Waldrand in der Nähe, aus dem plötzlich zwielichtige Gestalten auftauchen könnten. Keine Berghänge neben mir, von denen sich plötzlich die gesammelten Grauslichkeiten Mordors abseilen könnten. Ich wusste, was überall um mich herum ist: nämlich nichts. Und das ist schon mal viel Wert!

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4. Bleib fernab der Zivilisation

Während die Zivilisation ja erstmal vermeintliche Sicherheit vorgaukelt, gibt es letztendlich glaub ich nicht viel gruseligeres, als mitten in der Nacht allein im Zelt plötzlich irgendwelche Stimmen in der Nähe zu hören. Ich würde mein Zelt also an Deiner Stelle soweit entfernt wie möglich von Häusern, Straßen oder Wegen aufstellen. Und schöner ist das ja sowieso!

5. Such Dir einen Ort mit Handyempfang

Grundsätzlich solltest Du während Deines Abenteuers natürlich auf den Kontakt zur Außenwelt verzichten und die Situation genießen, dass Du einmal ganz allein und weit weg vom Alltag und anderen Menschen bist. Dennoch ist es natürlich gut, wenn Du im Falle des Falles doch nochmal kurz mit Mutti telefonieren oder zumindest Deinen Facebook-Feed durchscrollen kannst. Danach wirst Du Dich gleich wieder wohler fühlen! Meistens reicht es aber wahrscheinlich schon zu wissen, dass man theoretisch jemanden anrufen könnte.

6. Nimm Dir ein Hörbuch mit

Evtl. riskiere ich jetzt, dass mich niemals wieder jemand ernst nehmen kann, aber ich hab damals zum Einschlafen noch eine Folge Benjamin Blümchen auf dem iPod gehört. 😀 Garantiert gruselfrei (was man durchaus nicht von allen Hörspielen und Hörbüchern für Kinder behaupten kann!) und garantiert von seltsamen Gedanken ablenkend !

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7. Kuscheltier nicht vergessen!

Da ich meine Street Credibility ja gerade sowieso schon verloren habe, kann ich das jetzt auch noch hinterherschieben: Ich hab beim Wildzelten nach wie vor und so gut wie immer ein Kuscheltier dabei. Im Falle von „Schweinspferd“ kann ich allerdings als mildernden Umstand anmerken, dass es sich auch hervorragend als Kissen eignet! Zwei Fliegen mit einer Klappe. Was ich eigentlich sagen will: Im Zweifelsfall schadet es nicht, einen Verbündeten zu haben! Auch wenn er „nur“ aus Stoff ist und man ganz genau hinhören muss, was er zu sagen hat.

8. Nein zu Ohropax!

Ich hatte damals kurz überlegt, ob ich mir vielleicht Ohropax mitnehmen sollte, um die Geräusche der Nacht ein bisschen auszublenden und nicht unnötig wach zu werden. Aber ich hab mich dann schnell dagegen entschieden, da ich die Vorstellung einfach noch blöder fand, nicht mitzubekommen, was um mich herum passiert. Auch solltest Du im Zweifelsfall hören, wenn sich z.B. durch starken Wind irgendwo etwas am Zelt gelöst hat oder ähnliches. Mein Fazit: Nein zu Ohropax!

9. Alkohol kann helfen – ausnahmsweise!

Während man Alkohol natürlich grundsätzlich nie zur Lösung von Problemen und Erleichterung der Lebensumstände einsetzen sollte (!!!!), darf man beim ersten Mal alleine Wildzelten schon mal eine Ausnahme machen. Ein Gläschen Rotwein bewirkt halt doch manchmal Wunder. Aber Achtung: Du solltest es auch wirklich bei einem Glas belassen! Zum einen vermeidest Du so einen garantiert ungeliebten „Toiletten“-Gang in der Nacht und zum anderen macht Alkohol zwar erstmal müde, lässt Dich aber insgesamt deutlich unruhiger und schlechter schlafen. Und fit sein willst Du ja auch am nächsten Tag. (Und NEIN, ich habe die Flasche da unten nicht ausgetrunken! 😉 )

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10. Verausgabe Dich tagsüber

Wenn Du eine anständige Wanderung hinter Dir hast, willst Du garantiert früh ins Bett und schläfst auch besser durch. Und das ist das beste, was Dir beim Wildzelten passieren kann.

11. Nicht so schwer bzw. spät essen

Du solltest nicht unbedingt nach der 3-Personen-Nudelportion direkt ins Zelt verschwinden. Du wirst garantiert schlechter schlafen und im Zweifelsfall öfter aufwachen.

12. Ab ins Zelt, wenn es dunkel wird

Natürlich ist es total toll, fernab jeglicher Städte stundenlang in den Sternenhimmel zu starren! Aber für Deine erste Nacht im Freien solltest Du vielleicht trotzdem pünktlich zum Nachteinbruch in Dein Zelt verschwinden. Nicht dass Dir dann im Dunkeln doch noch mulmig zu Mute wird…

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Schon beim zweiten Mal hab ich übrigens kaum noch drüber nachgedacht. Du musst also einfach nur diese erste kleine Hürde überwinden, dann steht Deinen Abenteuern nichts mehr im Wege!

 

Hast Du auch schon mal alleine wildgezeltet? Wenn ja, hast Du noch weitere Tipps? Und wenn nein, was hält Dich davon ab?

 

 

41 Kommentare

  1. Hallo Fräullein!
    Ganz toller Artikel! Und er kommt genau zur richtigen Zeit: Jetzt wo langsam nicht mehr alles gefroren und es länger hell ist, kribbelts mich nämlich auch wieder mit dem Zelt loszuziehen!
    Viele Grüße aus Nordschweden,
    rike

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Rike!
      danke Dir! Da hast Du ja mit Nordschweden schon mal hervorragende Bedingungen. 🙂

      Viel Spaß
      Kathrin

  2. Ich plane eine mehrtätige Wanderung durch die Alpen mit Übernachtung im Freien. Hier ist meine größte Angst, erwischt zu werden, weil in diesen Ländern das freie Zelten leider nicht/kaum mehr erlaubt ist… traurige unfreie Welt…

    • Fräulein Draußen Reply

      Du hast recht, das ist natürlich in vielen Ländern eine zusätzliche Angst. Auch wenn diese eher den Geldbeutel betrifft 😉

    • Es kommt darauf an, wo du denn genau unterwegs bist. Teilweise kannst du in den Alpen nämlich legal in der freien Natur übernachten.

  3. Die erste Nacht ist immer die schlimmste, danach geht es. Weiß man aber bei der ersten Nacht nicht, ist bei der nächsten Tour wieder genauso. Die Frage ist auch, wo der Feind ist bzw. die eigenen Ängste?
    Darf man zB wild zelten, oder muss ich Strafe fürchten? Am Loch Lomond droht z.B. eine Strafe von bis zu 500 Pfund, wenn man gefunden wird.
    Deshalb Tipp 1: Suche dir den Zeltplatz bei Licht, entferne dich dann aber wieder. Zeltaufbau erst bei Dunkelheit/Dämmerung. Kein Feuer oder Licht versteht sich von selbst. Ist es erstmal dunkel, findet man dich auch nicht mehr (gilt natürlich nur, wenn man sich in der Nähe der Zivilisation oder von Wegen/Straßen aufhält.) Es wäre zu einfach, wenn man sein Zelt einfach abseits des Weges aufstellen könnte. Gerade in Schottland war es oft nur fast direkt am Weg/Pfad möglich(WHW, GGW), da der Rest sumpfig, komplett uneben, bergig, steinig, schief oder sonstwas war.
    Tipp 2: Bei Dunkelheit rein, bei Licht raus. Im Schwarzwald ist zB der Forstwirt oder der frühe Wanderer der Feind, dem man nur durch frühes Aufstehen entgehen kann. Andererseits habe ich viele nette Förster getroffen, die mit dem Zelt kein Problem hatten, solange man kein Feuer macht, keinen Krach, keinen Müll und das Zelt nicht an Stellen des Wildwechsels aufstellt.
    Tipp 3: Tiere. Ich habe immer Sorge, von Tieren überrannt zu werden, daher kontrolliere ich den Zeltplatz auf Kot, nehme Bodenproben (haha, Quatsch…)
    Tipp 4: Geräusche. Hörbuch? Dann hört man doch auch nichts? In meiner zweiten draußen-Nacht gab es andauerns komische Geräusche, die ich nicht zuordnen konnte. Ich dachte an Kühe, die an meinem Zelt lecken. Als ich nach Stunden genügend Mut hatte, im hinaus zu schauen, sah ich nichts, nur Gras. Das Gras wurde scheinbar durch den Wind außen an der Zelthaut entlang gedrückt. Ich überprüfe also vorher, ob Gräser oder Halme direkt das Zelt berühren und verhindere das dann ggf.
    Tipp 5. wenn du alleine bleiben willst, spüle vorher das Geschirr, oder lasse es zumindest nicht ohne Abdeckung. Auch das Zelt sollte nur jeweils für kurze Zeit geöffnet sein. Je nach Jahreszeit und Ort kommen haufenweise Schnecken, Spinnen oder anderes Getier. Wenn du doch noch die zweite Hälfte der Dose Ravioli essen willst, die neben dir im Gras stand, leuchte vorher kurz auf den Teller und entferne etwaige Proteinlieferanten.
    Tipp 6: Auch wenn du nicht oder kaum schlafen kannst, ruhst du dich trotzdem liegend ziemlich aus und kannst den nächsten Tag recht ordentlich bestreiten. Ging mir letztens auf einer 10-tägigen Tour so, auf der ich ungeklärterweise kaum ein Auge zumachen konnte. Als ich die Panik verloren hatte, wie ich am Folgetag die Berge hinaufkommen soll, konnte ich zwar auch nicht schlafen, war aber ruhiger 😉
    Tipp 7: Tipps sind immer subjektiv und lassen sich kaum verallgemeinern, Lese sie nicht.

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Chris,

      meine Tipps waren natürlich grundsätzlich darauf ausgelegt, dass man dort wildzelten möchte, wo es auch erlaubt ist 😉 Und das Hörbuch soll natürlich nicht die ganze Nacht durchlaufen, sondern nur ein bisschen vorm Einschlafen…

      Es ist immer so witzig, wie anders sich Kleinigkeiten (wie z.B. das von Dir angesprochene Gras an der Zeltwand im Wind) im Inneren des Zeltes anhören (vor allem, wenn man sich darauf konzentiert). 😀

      Viele Grüße
      Kathrin

  4. Wild gezeltet habe ich schon mehrmals, unter anderem auch in Schottland. Allerdings nicht allein. Was aber vielleicht gar nicht soo viel Unterschied macht. Als ich einmal in einer bewölkten Nacht mitten im Wald aufgewacht bin und es im Zelt einfach ganz dunkel war, das war dann gruselig. Einfach gar kein Licht. Da hilft zur Beruhigung: Eine kleine Taschenlampe in Reichweite deponieren.

    Allein hab ich allerdings schon unter freiem Himmel geschlafen, bzw. unter dem, was sich so anbot. Mal war es eine Brücke, mal eine Grillhütte. Es macht nicht so viel Unterschied zum Zelt. Sommergewitter sind in beiden Situationen nicht beruhigend.

    Im Großen und Ganzen denke ich, dass die meisten Ängste bei sowas völlig unpassend sind. Aus der „Zivilisation“ ist man da vor allem Bedrohung durch andere Menschen gewohnt, die findet aber draußen so gut wie nicht statt. Das heißt andersrum, was uns wirklich gefährlich werden könnte, davon haben wir vermutlich keine Ahnung. Es gibt ja auch Gegenden dieser Welt, in der Tiere unterwegs sind, die gefährlich ungemütlich werden können.

  5. Hallo, ….. es war in Afrika als ich wildgezeltet habe und überzeugt war daß das „da hinten“ bestimmt zwei Elefanten sind…..ich habe sie angestarrt wie das Kaninchen die Schlange und nach ein paar Stunden habe ich mich entschlossen : das sind 2 Büsche…… waren es auch.
    Liebe Grüße
    Rosemarie

    • Fräulein Draußen Reply

      Hihi! Kann man ja schon mal verwechseln 🙂

  6. Seit “The Walking Dead” nehme ich Wälder, Gebüsche und Wiesen auch völlig anders war. Vor allem, wenn ich alleine unterwegs bin. Ich erinnere mich aber auch noch an eine Folge, wo Camping-Zelte drin vorkamen ^^

    Aber ich kann doch deshalb jetzt beim Zelten kein Kuscheltier mitnehmen 😐

    • Fräulein Draußen Reply

      Psssssscht!!!!! 😀 Die hatte ich schon wieder verdrängt…

      Klar kannst Du! Im Zweifelsfall kannst Du ja einfach behaupten, dass der Nachwuchs es in Deinen Rucksack geschmuggelt hat 😉

  7. Hey Kathrin,

    dein Artikel macht Lust auf mehr. Am liebsten würde ich gleich meinen Rucksack packen und losziehen! Gezeltet habe ich schon öfter, wobei ich während der vielen Roadtrips meistens im Auto schlafe. Aber im Sommer möchte ich endlich mal eine längere Tour zu Fuß machen. Wahrscheinlich auch alleine. Bis dahin stöbere ich noch weiter auf deiner Seite und hole mir ein paar Tipps. 🙂

    LG
    Elisa

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Elisa,

      mach das unbedingt! Ich bin ja auch ein absoluter Roadtrip-Fan, aber ein Land/eine Gegend zu Fuß zu erkunden ist einfach nochmal was ganz anderes… weißt Du schon, wo es hingehen soll?

      Viele Grüße
      Kathrin

      • Das stimmt!
        Ich bin noch nicht sicher… Entweder in den hohen Norden (Skandinavien oder GB) oder irgendwo in die Alpen. Das wird wohl eher relativ spontan entschieden.

        • Fräulein Draußen Reply

          Spontan ist immer gut! Und mit beidem machst Du ganz sicher nichts falsch 🙂 Wobei sich z.B. Norwegen ja gerade durch den Eurokurs anbieten würde..

  8. hat das Schweinspferd auch einen richtigen Namen?
    Ich finde es toll, dass du es mitnimmst und dazu stehst!

    • Fräulein Draußen Reply

      Wie jetzt… einen richtigen Namen… Schweinspferd ist doch ein richtiger Name?!?! 😀

      • Oh – ok. Bitte entschuldige, ich wollte deine Namensfindung nicht anzweifeln 🙂
        Hätt ja sein können, dass Schweinspferd eine Art bezeichnet und es noch einen eigenen Namen hat. So wie Hugo das Schweinspferd?!

        • Fräulein Draußen Reply

          😀 😀 Nein nein, einfach nur Schweinspferd, das Schweinspferd 🙂 Ganz einfach zu merken.

  9. Pingback: Allein Wild Zelten › strongg.com

  10. Hallo 🙂
    Ein großartiger Artikel!
    Mir steht die erste Nacht noch bevor. denn bisher habe ich mich nicht getraut.
    Dein Artikel macht Mut und die Tipps sind wunderbar!
    Besonders Punkt1 sollte ich mir zu herzen nehmen, denn ich bin super anfällig für so etwas….
    Punkt6 hat mir prima gefallen. Ich mag Benjamin Blümchen und auch Bibi Blocksberg. Die Drei??? sind wohl schon zu sPannend?! 😉
    Und auch Nummer7 gefällt mir total und ich bin froh, dass ich hier bei meinem Gedanken einfach mein Kuschelkissen mit zu nehmen unterstützt werde.
    Ein wundervoller Artikel!
    Viele Grüße
    Steffi

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke, das freut mich! 🙂 Die Drei ??? würde ich nicht anhören, Bibi Blocksberg ist ja schon grenzwertig, haha 😀

      Liebe Grüße
      Kathrin

  11. Haha geniale Tipps.

    Ich glaube ich war noch nie allein unterwegs *grübel*.. *überleg* aber ich hab auch selten die Gelegenheit dazu. 😉

    Wir werden heuer wohl in Kanada wild campen, da mache ich mir aber um Zombies im hohen Gras eher weniger Sorgen als um die Bären. 😉
    Vielleicht wären Zombies besser, bei denen wüsste ich wenigstens, wie ich reagiere. 😉

    Der Tipp mit den Hörspielen ist toll, ich war ja auch ein Bibi Blocksberg Fan (und Regina Regenbogen), da mein MP3 Player mit den alten Kassetten wohl nicht mehr klar kommt fällt das schon mal flach.
    Das Schweinspferd ist ja genial! Und sieht kuschlig aus!

    Lg
    Dani

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Dani,

      schon mal über Zombiebären nachgedacht? 😀 Ich glaub die wären ziemlich fies…

      Aber ja, prinzipiell mach ich mir bei meinem anstehenden Alaska-Trip auch mehr Gedanken um Bären, als um Zombies 😀

      Hex hex!

  12. Ähm, entschuldigung, aber ich muss hier kurz ausrasten: DAS NILPFERD!!! <3 Das ist ja obersupermegatoll! Und es ist PINK! Ich liebe es! Und die Kopfkissentauglichkeit von Plüschnilpferden kann ich aus vollstem Herzen bestätigen!
    P.S.: Damit nicht nur in der Kuscheltier-/Street Credibility-Sache Gleichstand besteht hier ein weiteres Geständnis: Neulich lag ich in der schwedischen Wildnis, konnte nicht schlafen und habe TKKG gehört. Aber extra keine gruselige Folge 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      😀 Genau genommen ist es ein Schweinspferd, kein Nilpferd. Aber das kannst Du ja nicht wissen und ich gebe zu, dass eine gewissen Ähnlichkeit zwischen beiden Arten besteht.

      Von TKKG gibt’s auch nicht-gruselige Folgen? :-O Ich glaub, ich bleib trotzdem lieber bei Benjamin Blümchen. Da ist man auf der sicheren Seite 😀

      • Ach so, entschuldige, ich dachte das wäre nur ein anderes Wort für Nilpferd. Wollte Schweinspferd nicht beleidigen :/ Ach, es gibt auch lustige TKKG-Folgen, aber du hast schon Recht, bei BB ist auf jeden Fall weniger Action! 😀

        • Fräulein Draußen Reply

          Es hat gerade gesagt, es verzeiht Dir. Ausnahmsweise. 😉

  13. Hallo Kathrin,

    danke für den Beitrag ! Ich werde Ende August alleine an der französischen Atlantik Küste (Entlang La Vélodyssée und EuroVelo 4) wildcampen und habe schon großen Bammel davor. Hat einer mit der Gegend zufällig schon Erfahrung gesammelt, die er hier teilen würde ?Ich habe mir jetzt zumindest den Anfang der Strecke auf Google Maps genauer angeschaut und festgestellt, dass da nur Felder sind und paar kleine „Wälder“ die im besten Fall Durchmesser von gerade mal 700 Metern haben. Was meint ihr: reicht das zum unbemerkten wildcampen?

    Liebe Grüße

    Nala

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Nala,

      ich hab mit Frankreich leider gar keine Erfahrungen. Sind Campingplätze o.ä. keine Option für Dich, zumindest mal zwischendurch? Ansonsten solltest Du es vielleicht mal in einem entsprechenden Rad-Forum (oder Facebookgruppe) probieren, da findest Du wohl eher Leute, die dir helfen können 🙂

      Ich wünsch Dir jedenfalls ganz viel Spaß auf Deiner Tour!

      Kathrin

  14. Hi, hört sich verlockend an?!?
    Ich hatte schon mal vor Jahren die Idee Fernwanderungen zu machen jedoch waren dabei immer feste Unterkünfte in meinem Kopf. Ich vergaß das ganze dann jedoch wieder… Das änderte sich als ich vor dem letzten Urlaub auf Twitter über „one woman walkes Wales“ gestoßen bin. Naja, nicht wirklich, aber der Gedanke an wandern – und ggf. sogar mit Zelt und Wildübernachtung ploppt seither regelmäßig in meinem Kopf auf. Aber ich taste mich jetzt mal langsam heran. Dieses Jahr eine geführte 2tägige Eselwanderung mit Übernachtung auf dem Zeltplatz, nächstes Frühjahr meine erste Mehrtageswanderung einen 85 km langen Fluss entlang – in der Heimat (mit Sicherheitsnetz also). Und wenn das alles klappt und mir gefällt steht mir auch der Rest der Welt offen 😉
    Es freut mich, dass ich gestern Deinen Blog gefunden habe. Es wird sicher viel Spaß machen mitzulesen.
    Claudia

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Claudia,

      toll, dass Du ins (Weit-)Wanderleben einsteigst. 🙂 Man könnte ja auch hervorragend eine Mischung aus festen Unterkünften und Zelt machen – so mach ich es auch meistens, wenn ich unterwegs bin.

      Danke Dir und viel Spaß bei Deinen Vorhaben!

      Viele Grüße
      Kathrin

  15. Ein toller Artikel. Da kommen Erinnerungen hoch. Ich kann mich auch noch ganz genau an mein erstes Mal erinnern. Mir war es ganz schön mulmig zumute. Aber nach einem weiteren Tag Wandern habe ich keinen einzigen Menschen getroffen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich wieder sehr gut schlafen. 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      Dankeschön! 🙂 Ja, die Gewissheit, dass da keine fremden Menschen plötzlich vorm Zelt stehen hat schon was. Gerade für den Anfang!

  16. Moin. Als ich Kind war, hatte ich Angst, alleine im Dunkeln zu sein. Das hat sich auch nicht so schnell gelegt, hat mich jedoch genervt. Mit 19 habe ich dann mal eine Nacht im Schlafsack am Strand geschlafen. Das war so toll, dass ich es kaum beschreiben kann: ich hatte auf einmal das Gefühl, eins mit allem um mich herum zu sein. Seitdem hatte ich niemals mehr Angst, draußen zu schlafen, egal ob im Zelt oder nur im Schlafsack. Es mangelt mir lediglich an Gelegenheit. Aber ab und zu zelte ich wild, und oft auf einsamen aber offiziellen Biwakplätzen.

  17. Hallo! Bin eben durch Zufall auf deine Seite gestoßen.. und find ich cool, dass du das so machst! Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern (ist auch noch nicht so lange her;)) als ich in Südpatagonien das erste Mal alleine gezeltet habe… und niemand in der Nähe war (ich dachte, es gäbe noch mehr Personen an dieser Stelle). Ich fand es unglaublich toll und etwas gruselig zu gleich, so alleine auf einmal in so einer weiten Landschaft zu sein. Obwohl mir in der Situation auffiel, dass es gar nichts gab wovor ich konkret Angst hatte… da spielt einem der Kopf echt einen Streich. 🙂 Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis!
    Mach weiter so,
    liebe Grüße 🙂

  18. Pingback: Vorgestellt: 1NiteTent – Dein Zeltplatz für eine Nacht | Hiking Blog

  19. Hallo Ihr Lieben!
    Bin zufällig auf diese Seite gestoßen und finde es sehr beruhigend dass scheinbar viele etwas Muffe beim wilden campen durch „komische Geräusche“ etc bekommen. Wirklich alles tolle Beiträge 🙂
    Mein Mann und ich haben demnächst unsere allererste Tour vor uns und machen uns schon allerlei Gedanken was alles passieren könnte – wollen es aber trotzdem durchziehen. (Selbstverständlich unter Einhaltung aller Regeln des Naturschutzes)
    Meine Fragen an euch: Hat irgendjemand von euch Erfahrungen mit den wilden Tieren des Waldes gemacht?
    Muss man sich Gedanken über Wildschweine oder sogar vereinzelt vorkommende Wolfsrudel machen? Oder ist das in Deutschland eine völlig unbegründete Angst?
    Dass man sich tagsüber zB. einem Frischling nicht nähern sollte ist mir klar aber wie sieht es aus bei Nacht? Nähern sich Tiere neugierigerweise schon mal dem Zelt?
    Danke für eure Antworten im Vorraus 😉

  20. Hallo Kathrin,

    Du hast mir sofort aus der Seele gesprochen – kam aus dem Nicken und „Jaa – genau!“-sagen gar nicht mehr raus..;-p
    Bin auch ein Riesen-Schottland-Fan. Hab mir bereits einen meiner grossen Träume erfüllt: Einmal zum Mull of Kintyre wandern mit dem wunderbaren Lied von Paul McCartney auf den Ohren! Davon zehre ich heute nach vielen Jahren noch!
    Damals hat mich auch der Schottland- und Outdoor-Virus gepackt und nicht mehr losgelassen. Mein Lieblingsplatz ist die Südspitze von Kintyre, Southend. Campground gefühlte 5 Meter vom Meer entfernt auf einer leichten Anhöhe. Einschlafen und Aufwachen mit Meeresrauschen. Ansonsten nur Schafis, Ruhe und ein paar sehr nette Schotten. Selten so freundliche humorvolle Menschen getroffen! Tagsüber Wanderungen durch die wunderbare Landschaft. Abends im Zelt mit heissem Tee und etwas auf dem Campingkocher gebrutzeltem in einem Buch über die Gegend schmökern! Leben- was willst Du mehr?! (P.S.: Hab heute noch nen Büchereiausweis der Bücherei Campbelttown ;-P)
    Wenn ich mich losreißen konnte bin ich auch gen Norden gefahren.

    Und dort habe ich auch meine erste Nacht allein wildzeltend verbracht. In Oben gibt es auf einem kleinen Berg eine alte Ruine, die aussieht wie das Colosseum, der McCaigsTower. Dort steht auch ein altes verlassenes Krankenhaus. Und es gab eine Wiese, die sehr zum zelten einlud. Also kurzerhand zum Zeltplatz gekürt und Zelt aufgebaut. Lustig: Irgendwann kam ein Polizist vorbei zur Kontrolle. Hm…eigentlich Privatgelände. Aber bis morgen können Sie bleiben, wenn Sie versprechen, dann zu verschwinden! Thanks, guy! 😉
    Bin eigentlich eher nicht ängstlich, aber eins stimmt: Die ungewohnten Geräusche der Nacht können einen schon wachhalten! Irgendwann hörte ich ein Geräusch, was ich absolut nicht einordnen konnte, leise, sich aber ständig wiederholend! Nachdem ich lange angestrengt gelauscht hatte und anscheinend nix bedrohliches da draussen war, schlief ich doch ein.
    Am nächsten Morgen klärte sich das seltsame Geräusch: Ich öffnete das Zelt bei Sonnenaufgang ein Stück – und rundherum saßen Unmengen an Kaninchen und rupften in aller Seelenruhe ihr Gras! Das war es, was sich nachts komisch angehört hatte!
    Egal, was morgen geschieht, was die Zukunft bringt und ob man morgen noch lebt – solche wundervollen Momente nimmt einem keiner mehr! Ich frühstückte bei Sonnenaufgang mit herrlichem Blick auf das Meer gemeinsam mit den friedlich mümmelnden Kaninchen, trank meinen Tee und freute mich über die langsam wärmende Sonne! Dafür schenk ich jedes Pauschalticket mit Freuden weg!

    Im Moment habe ich das Glück, in der Bahnreisenforschung arbeiten zu dürfen. Heisst: Heute in Siegen, morgen in Köln, übermorgen in Ahrweiler. Und ab und an in Frankfurt, München oder wie im April am Bodensee. Natürlich ist keine Zeit für langen Urlaub, aber ein paar Stunden oder ein, zwei Tage bleiben immer -und immer wieder finden sich kleine Oasen und Schätzkästchen an Plätzen – und wenn es nur für eine Inspiration ist, dort später Wandern zu gehen oder mit Ruhrschnuppe (meinem Schlauchboot) oder Bluebird, meinem Fahrrad, eine Tour zu machen. Ein Geschenk und ein Privileg, jeder Tag davon! (Überlege, mal einen Blog dazu zu machen, bin aber noch etwas unentschlossen. Mal gucken, Du hast mich auf jeden Fall noch mal sehr inspiriert, Kathrin! Danke dafür! )

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Andrea,

      das klingt superschön! Ich war damals auch auf so einem tollen Campingplatz in Durness ganz oben in Schottland. Der war genau so wie der den Du beschreibst. 🙂

      Das mit den Kaninchen ist ja witzig!! Die hätten ruhig mal vorher anklopfen und Bescheid geben können… Aber ist ja eine durchaus nette Gesellschaft für den Morgentee. 🙂 Da kann man ihnen nochmal verzeihen.

      Super, dass Du das Draußensein so in Deinen Alltag integrieren kannst und das vor allem auch zu schätzen weißt. 🙂

      Vielen Dank für Deinen Kommentar und liebe Grüße aus Wales
      Kathrin

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