Er ist nicht nur der älteste offizielle Fernwanderweg Großbritanniens, sondern auch einer, der sich während meiner 3-monatigen Fernwanderung durch das Land ganz besonders in mein Herz geschlichen hat – wie Du auch in meiner kleinen Ode an den Pennine Way nachlesen kannst. Und das, obwohl ich ihn manchmal ganz schön verflucht habe! Oder zumindest das was von ihm übrig war, denn so richtig gesehen hat man ihn in dem ein oder anderen Sumpf nicht immer.

Und trotzdem möchte ich keinen der rund 400 km missen, denn der Pennine Way ist einfach britisches Wandererlebnis pur und da gehört ein bisschen Schlamm und Schietwetter eben einfach dazu. Ganz so „schlimm“ wie sein sich hartnäckig haltender Ruf ist diese Wanderung übrigens nicht (mehr). Denn gerade in den letzten Jahren wurde viel getan, um einige der berüchtigsten Teile der Wanderung zu befestigen. Seinen Charme und Abenteuergeist hat er trotzdem behalten, auch wenn manch alteingesessener Wanderbrite mir da vielleicht widersprechen würde.

Eine Wanderung durch das wilde Herz Englands ist wunderschön und ein echtes Abenteuer. Raue Natur, urige Pubs, jede Menge Schafe und an jeder Ecke spürt man diese ganz besondere Liebe, die die Briten ihrem Hillwalking gegenüber hegen.

Ja, eine Wanderung auf dem Pennine Way ist definitiv ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Und falls auch Du Dich in dieses Abenteuer stürzen möchtest, kommen hier meine Tipps und Empfehlungen.


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Allgemeine Infos zum Pennine Way

Der Pennine Way ist ein britischer Fernwanderweg, der 1965 eröffnet wurde und somit der erste der sogenannten National Trails war. Dabei handelt es sich um offizielle Fernwanderwege, die von der Organisation Natural England bzw. dem Countryside Council for Wales betreut werden. Weitere Vertreter sind zum Beispiel der South West Coast Path (ein weiterer Liebling von mir) oder der Offa’s Dyke Path.

Auf 429 Kilometern führt der Pennine Way von Edale im Peak District bis nach Kirk Yetholm kurz hinter der schottischen Grenze. Dabei durchläuft er mehrere Gebirge und Landschaftszüge, vom nördlichen Peak District über die Yorkshire Dales und die North Pennines bis hin zu den Cheviot Hills.

Im Durchschnitt benötigen Wanderer ca. 18 Tage, um die gesamte Länge des Pennine Way zu wandern.

Wie anspruchsvoll ist der Pennine Way?

Trotz seiner Bekanntheit und zentralen Lage ist der Pennine Way vielerorts fast schon erstaunlich wild und naturbelassen geblieben. Zudem ist das Wetter in dieser Gegend selbst für englische Verhältnisse besonders nass und vegetationsbedingt auch gerne mal sehr stürmisch. Für Trekkinganfänger ist der Weg daher eher weniger geeignet, auch wenn er an sich keine besonderen technischen Schwierigkeiten birgt. Neben guten Navigationsskills solltest Du vor allem eine gewisse Leidensfähigkeit in Bezug auf schlechtes Wetter und nasse Füße mitbringen.

Technik & Kondition

Das Terrain, durch das der Pennine Way führt, ist sehr unterschiedlich. Es reicht von gut ausgebauten Pfaden bis hin zu weglosen Passagen auf sumpfigem Untergrund. Du solltest auf jeden Fall eine gute Grundkondition mitbringen, denn teils lange Etappen, die oft, aber eben nicht immer, gekürzt werden können, viele Höhenmeter (insgesamt immerhin rund 12.000), unwirtliches Wetter und unwegsamer Untergrund können an den Kräften zehren.

Zudem musst Du Dich darauf einstellen, dass es vor allem nach Regenfällen den ein oder anderen Fluss zu durchqueren gilt. Hierfür solltest Du zumindest die  nötigsten Grundkenntnisse mitbringen.

Die Berichte von endlosen Märschen durch tiefes Moorland, denen man überall im Internet begegnet, sind übrigens nur noch bedingt war. Einst berüchtigte Teile wie z.B. der erste Tag ab Edale sind mittlerweile durch Steinplatten befestigt. Die matschigsten Teile des Pennine Way befinden sich wohl noch am nördlichen Ende.

Orientierung & Beschilderung

Generell ist der Pennine Way gut beschildert, jedoch können die Wegmarkierungen auch mal größere Lücken aufweisen. Wenn die Sicht schlecht ist, kannst Du dann leicht mal eine Wegmarkierung übersehen. Karte und Kompass bzw. ein GPS-Gerät sollten daher unbedingt in Deinem Rucksack sein. Zudem kann ich Dir auch sehr die offizielle App der britischen Behörde für Landvermessung namens Ordnance Survey ans Herz legen. Ich habe mich mit ihr quasi durch ganz Großbritannien navigiert, hatte allerdings auch immer ein gefülltes Akkupack und sogar ein Ersatzhandy dabei, sodass ich mich auf diese Variante verlassen konnte.

pennine way beschilderung

Wetter

Dichter Nebel, anhaltender Regen – in Kombination mit dem starken Wind dann gerne auch mal waagerecht von vorne kommend – und sogar Schnee können auf dem und rund um den Pennine Way das ganze Jahr über auftreten. Und auch vermeintlich sommerliche Temperaturen können schnell mal ins Gegenteil umschlagen. Gute Ausrüstung und entsprechendes Orientierungsvermögen sind daher unbedingt notwendig.

Zudem solltest Du Dir darüber bewusst sein, dass Wettervorhersagen in einem Land wie Großbritannien immer mit Vorsicht zu genießen sind, denn schnelle und unvorhersehbare Wetterumschwünge sind typisch für die Insel.

pennine way wetter

Etappenplanung

Wie lange Du letztendlich für die gesamten 429 km oder auch für einzelne Teilstrecken des Pennine Way einplanen solltest, hängt von mehreren Faktoren ab. Da wären zum einen natürlich Deine Fitness, die bestimmt, welche Strecke Du pro Tag laufen kannst. Dabei solltest Du bedenken, dass ein Kilometer auf dem Pennine Way je nach Etappe nicht unbedingt auch einem Kilometer auf einem gut ausgebauten Wanderweg entspricht, was Deinen Zeitbedarf angeht.

Zudem spielt natürlich auch Deine Wahl der Unterkünfte eine Rolle, also ob Du z.B. zwischendurch auch mal (wild)campen oder ausschließlich in Unterkünften schlafen willst. Gerade wenn Du kein Zelt dabei hast, musst Du Dich darauf einstellen, dass einige lange Tage mit 25 oder mehr Kilometern dabei sein werden. Die meisten längeren Etappen kann man aber bei Bedarf auch durchaus kürzen. Grundsätzlich solltest Du bei der Etappenplanung für den Pennine Way lieber ein bisschen zurückhaltender sein als gleich das Maximum auszureizen. Auch weil schlechtes Wetter ziemlich an der Tagesleistung zerren kann.

Die größte Schwierigkeit der Etappenplanung ist wohl das nördliche Ende zwischen Byrness und Kirk Yetholm. Diese Etappe ist rund 40 km lang und ganz ohne Unterkünfte ausgestattet. Erschwerend hinzu kommt, dass das einer der matschigsten Teile des Pennine Way ist. Hier hast Du mehrere Möglichkeiten:

  • die ganze Etappe in einem Tag wandern (machbar, aber sehr anstrengend)
  • in einer der beiden Bothys übernachten (Yearning Saddle, ca. 13 km von Byrness entfernt und Auchope, ca. 11 km von Kirk Yetholm entfernt)
  • zwei Nächte in Byrness bleiben und den Shuttle Service des Forest View Walkers Inn nutzen
  • zwei Nächte in Kirk Yetholm bleiben und ein Taxi nutzen
  • in einer der raren Unterkünfte bleiben, die aber jeweils einige Kilometer vom Pennine Way entfernt liegen (Barrowburn Farm, Cocklawfoot Farm, Mounthooley Bunkhouse)

Anreise zum Pennine Way

Sowohl Edale als auch Kirk Yetholm sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Viele Fluggesellschaften fliegen von Deutschland aus per Direktflug nach Manchester. Von dort aus kommst Du in ca. 45 Minuten per Zug zum Startpunkt in Edale.

Die Abreise von Kirk Yetholm ist nur wenig komplizierter. Mit dem Bus kannst Du mit einem Umstieg in ca. einer Stunde nach Jedburgh fahren und von dort aus ca. 75 Minuten weiter nach Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands.

Fahrzeiten und Tickets für den Zugverkehr in Großbritannien findest Du auf der Webseite von National Rail. Alle Infos zu den Busfahrten ab/nach Kirk Yetholm findest Du auf traveline.info

die beste Reisezeit für den Pennine Way

Theoretisch kann der Pennine Way – entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt – ganzjährig begangen werden. Statistisch gesehen hat man jedoch in den Sommermonaten von Mitte Mai bis Mitte September die größte Chance auf gutes Wetter. Zudem würde ich Dir empfehlen, nach Möglichkeit nicht gerade in der Hauptsaison im Juli und August auf dem Pennine Way zu wandern, falls Du unterwegs auf feste Unterkünfte zurückgreifen möchtest. Denn je nach Etappe können die relativ rar gesät sein und in der Hauptreisezeit ist die Gefahr dann größer, dass diese schon ausgebucht sind.

Laufrichtung auf dem Pennine Way

Beides ist hypothetisch möglich, allerdings folgen alle Wanderführer der Süd-Nord-Richtung und auf diese Weise hast Du auch Sonne und Wind eher im Rücken als mitten im Gesicht. Daher ist es empfehlenswert, den Pennine Way von Süden nach Norden, also von Edale nach Kirk Yetholm zu laufen.

Die richtige Ausrüstung für den Pennine Way

Grundsätzlich ist die Wahl der Ausrüstung für den Pennine Way natürlich erstmal davon abhängig, ob Du unterwegs (auch) campen willst oder ausschließlich auf feste Unterkünfte zurückgreifst. Für eine Trekkingtour mit Zelt und allem drum und dran findest Du viele Infos und Ausrüstungstipps in meiner Packliste zur Fernwanderung durch Großbritannien.

Unabhängig davon gibt es neben den üblichen Dingen wie ausreichend warmer und trockener Kleidungsschichten einige Gegenstände, die Du auf jeden Fall und unbedingt im Gepäck haben solltest. Dazu gehören:

  • Gamaschen (So können Wasser und Schlamm nicht über den Rand der Schuhe ins Innere gelangen.)
  • Trekkingstöcke (Sie helfen dabei, auf unwegsamem Boden und bei Flussdurchquerungen Halt zu finden.)
  • Regenhose und Regenjacke (Ein Regenponcho als Alternative ist aufgrund der oftmals windigen Bedingungen nicht zu empfehlen.)
  • Sitzkissen (Denn ein trockener Pausenplatz ist auf dem Pennine Way oft Mangelware.)
  • Dünne Handschuhe und Mütze: Selbst im Sommer kann es auf den kahlen Bergrücken empfindlich kalt werden.
  • Sonnenhut (So kalt und nass es auf dem Pennine Way werden kann, so intensiv kann auch die Sonne scheinen, vor der es mangels Bäumen dann oft keinen Schutz gibt.)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Pennine Way

Der Pennine Way ist zwar nicht überall, aber doch auf vielen Etappen gut zum Wildzelten geeignet und obwohl das Campen in der Natur in England genau genommen nicht erlaubt ist, wird es hier im allgemeinen geduldet – rücksichtsvolles Verhalten natürlich vorausgesetzt.

Alternativ kannst Du den Pennine Way aber auch komplett ohne Zelt gehen. Allerdings sind Unterkünfte je nach Etappe nicht im Übermaß vorhanden, weshalb eine entsprechende Planung je nach Reisezeit sinnvoll sein kann.

Eine gute Möglichkeit, Unterkünfte entlang des Pennine Way zu finden, ist diese interaktive Karte auf der offiziellen Seite des Pennine Way. Und auch die Pennine Way Association bietet einen Guide für Unterkünfte an.

Hotels und B&Bs

Hotels in unterschiedlichsten Preiskategorien gibt es vor allem in größeren Orten, Bed & Breakfasts sind vielerorts zu finden. Gerade letztere sind oft eine tolle Möglichkeit, echte britische Lebensart kennen zu lernen und mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Viele dieser Unterkünfte findest Du bei Anbietern wie booking.com, allerdings sind gerade die B&Bs dort nicht immer vertreten. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in die Google-Suche oder auf die oben verlinkte Karte.

Hostels, Bunk Houses und Camping Barns

Es gibt eine relativ große Zahl an Hostels entlang des Pennine Way, auch wenn leider in den letzten Jahren einige geschlossen haben. Einer der großen Vorteile an den Hostels: Sie sind perfekt auf Wanderer eingestellt und verfügen zum Beispiel über Trockenräume für nasse Schuhe und Kleidung oder bieten einen Lunchpaket-Service für den nächsten Tag an. Manche Hostels sind Teil des offiziellen Jugendherbergsverbands YHA, andere sind unabhängig organisiert.

Auch sogenannte Bunk Houses und Camping Barns, die im Prinzip ähnlich aufgebaut sind wie Hostels, finden sich immer wieder entlang des Weges.

Camping und Wildzelten

Es gibt einige Campingplätze entlang des Pennine Way, die man natürlich auch mit Zelt nutzen kann. Wildzelten ist in England grundsätzlich nicht legal, wird jedoch vor allem in den Bergregionen in der Regel geduldet. Wichtig ist es, sich dabei an gewisse Regeln zu halten. Diese beinhalten zum Beispiel, dass Du Deinen Müll wieder mitnimmst und Dein Zelt nicht in Sichtweite von Häusern aufschlägst. Auch solltest Du unbedingt auf offenes Feuer verzichten, denn die Moore können in Trockenperioden sehr anfällig für Brände sein.

Unterkünfte vorbuchen – ja oder nein?

Auf einigen Etappen des Pennine Way sind Unterkünfte nur sehr spärlich vorhanden. Hier solltest Du Dich auf jeden Fall möglichst rechtzeitig um eine Unterkunft bemühen. Vor allem wenn Du kein Zelt mit Dir trägst, empfiehlt sich das auch für die restlichen Unterkünfte. Grundsätzlich ist der Pennine Way aber trotz seiner Popularität nie sehr überlaufen, weshalb es theoretisch durchaus auch möglich sein kann, nur mit spontanen Buchungen – zum Beispiel jeweils am Vorabend bzw. mit ein paar Tagen Vorlauf – den gesamten Weg zu bestreiten.

Gepäcktransport auf dem Pennine Way

Es gibt einige Anbieter, die Dein Gepäck morgens von Deiner Unterkunft abholen und zur nächsten Unterkunft transportieren. So kannst Du Dich nur mit einem leichten Tagesrucksack bewaffnet ins Wandergetümmel stürzen. Eine Liste an Anbietern findest Du hier.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, nicht nur den Gepäckservice, sondern die komplette Planung über einen Tourenanbieter abzuwickeln und dann entweder mit Wanderführer oder auch auf eigene Faust unterwegs zu sein. Eine Liste an Anbietern gibt es hier.

Verpflegung auf dem Pennine Way

Eines der wichtigsten Themen für Fernwanderer: Die Verpflegung unterwegs! Auf dem Pennine Way ist die allerdings keine große Schwierigkeit, denn trotz seiner Wildheit führt der Weg immer wieder durch Ortschaften durch.

Supermärkte

Kleinere Supermärkte und Versorgungsmöglichkeiten gibt es in jedem größeren Ort entlang des Pennine Way. Je nach Etappenplanung hast Du so meist täglich die Möglichkeit, Dich mit Nachschub einzudecken. Dennoch solltest Du immer zumindest ein paar Notfallmüsliriegel im Rucksack haben, denn unverhofft kommt oft.

Auch viele YHA-Hostels entlang des Pennine Way bieten beschränkte, aber doch sehr hilfreiche Einkaufsmöglichkeiten – von kalten Getränken über Schokoriegel bis hin zu Fertignudeln. Und auch ein Abendessen sowie Lunchpaket für den nächsten Tag ist oft erhältlich.

Und auch in Pubs gibt es oft Kleinigkeiten wie Nüsse oder Chips an der Theke zu kaufen.

Pubs und Restaurants

Natürlich macht auch die englische Pub-Tradition vor dem Pennine Way nicht Halt! Selbst an den entlegensten Orten kann es passieren, dass plötzlich irgendwo ein Pub auftaucht – wie z.B. das Tan Hill Inn in den Yorkshire Dales, seines Zeichens höchster Pub Englands. Dennoch gibt es auch Abschnitte, die den ganzen Tag über keine Versorgungsmöglichkeit bieten. Gute Planung sowie eine Notfallration im Rucksack sind also unerlässlich.

Trinkwasser

Die Versorgung mit Trinkwasser auf dem Pennine Way ist einfach. Leitungswasser kannst Du überall trinken und vielerorts auffüllen und mehr als eine Tagesration musst Du nie mittragen. Und wenn Du bereit bist, aus Bächen und Flüssen zu trinken, sogar noch weniger. Diese sind in der Regel zwar sehr sauber, können aber jederzeit durch landwirtschaftliche Nutzung und Tierhaltung verunreinigt sein. Daher solltest Du dieses Wasser vorsichtshalber immer durch einen Wasserfilter laufen lassen oder mit speziellen Tropfen bzw. Tabletten desinfizieren. Die oftmals braune Farbe des Wassers ist übrigens kein Zeichen von Verunreinigung, sondern entsteht durch den torfhaltigen Boden und sollte Dich nicht davon abhalten, das Wasser zu trinken.

Trail Magic

Sogenannte Trail Magic, wie sie vor allem von den großen Trails in den USA wie z.B. dem Pacific Crest oder Appalachian Trail bekannt ist, gibt es auch entlang des Pennine Way hin und wieder. So bin ich z.B. an einer Scheune vorbei gekommen, in der Wanderer nicht nur Schutz vor dem Wetter suchen, sondern sich dabei auch noch Kaffee und Tee kochen konnten. Und vor einem anderen Bauernhof gab es z.B. eine Box mit Schokoriegeln und Cola. Für Gelegenheiten wie diese lohnt es sich, immer ein wenig Kleingeld dabei zu haben, denn natürlich solltest Du so ehrlich sein und die üblicherweise bereitgestellte „Honesty Box“ auf füllen.

pennine way trail magic

Highlights entlang des Pennine Way

Auch wenn natürlich der Pennine Way selbst schon ein Highlight ist, gibt es entlang des Weges immer wieder Besonderheiten zu bestaunen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • High Force (mit 21 Metern einer der höchsten Wasserfälle Englands und ein sehr beeindruckender Anblick)
  • Malham Cove (eine 80 Meter hohe und 300 Meter breite natürliche Kalksteinformation)
  • Hadrian’s Wall (die wohl berühmteste Steinmauer En­­­glands und einst römisches Grenzbefestigungssystem aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., wo der Pennine Way übrigens kurzzeitig parallel zum Hadrian’s Wall Path verläuft)
  • High Cup Nick (ein tiefes und imposantes, u-förmiges Gletschertal)
  • Tan Hill Inn (der höchste Pub Englands)

mit Hund auf dem Pennine Way wandern

Hunde sind auf dem Pennine Way grundsätzlich erlaubt. Allerdings solltest Du beachten, dass der Weg immer wieder über Farmland mit frei grasenden Schafen und Kühen führt. Der Hund sollte also nicht aggressiv oder mit Jagdtrieb auf diese Tiere reagieren und in Gegenwart der Tiere stets an der kurzen Leine geführt werden, sonst können gerade Kühe nicht nur ihm, sondern auch Dir selbst gefährlich werden.

Auch solltest Du bei Unterkünften im Vorhinein abklären, ob Hunde erlaubt sind. Das ist nämlich längst nicht überall der Fall. Und auch in vielen Pubs kann es sein, dass Hunde entweder gar nicht oder zum Beispiel nur im Barbereich geduldet werden.

weitere Informationen zum Pennine Way

Ausführliche Informationen rund um den Pennine Way, aktuelle Nachrichten, detaillierte Auflistungen von Unterkünften und mehr gibt es auf der offiziellen Webseite der National Trails.

Die Pennine Way Association bietet zudem eine sehr nützliche Liste mit Unterkünften entlang des Weges zum Download an.

Für die detaillierte Planung sind zudem einige hilfreiche Wanderführer erhältlich, die genaue Beschreibungen der Etappen, Kartenausschnitte, Informationen zu Unterkünften und Einkehrmöglichkeiten und vieles mehr beinhalten.

Ich finde für Wanderungen in Großbritannien grundsätzlich immer die Wanderführer aus dem Cicerone Verlag sehr hilfreich. Das Exemplar für den Pennine Way ist aber mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen (2010).

Deutlich aktueller und ebenfalls sehr empfehlenswert ist der offizielle National Trail Guide für den Pennine Way:


Bist Du auch schon mal auf dem Pennine Way gewandert und hast noch weitere Tipps? Oder hast Du noch Fragen zum Pennine Way? Dann rein damit ins Kommentarfeld!

2 Comments

  1. Hi Fräulein Draussen,
    vielen lieben Dank für diesen tollen und ausführlichen Artikel.
    Der Gedanke an eine mehrwöchige Trekkingtour lässt mich schon eine Weile nicht mehr los, und nach ein paar tollen einwöchigen Touren möchte ich es dieses Jahr angehen.
    Anfang letzter Woche bin ich bei der Suche nach schönen Fernwanderwegen auf deine „Ode an den Pennine Way“ gestoßen und war von den Bildern gleich angetan.
    Diese weiten, „kargen“ Landschaften kenne und liebe ich aus skandinavischen Ländern und „der Insel“ möchte ich schon lange einen Besuch abstatten.
    Das ich heute auf deinen ganz frischen Artikel über den Pennine Way stoße, sehe ich als positives Zeichen und die vielen nützlichen Links werden mir bei der Planung bestimmt eine große Hilfe sein :)
    Danke noch mal und noch viele schöne Tage draußen.
    Ben

  2. Hallo Kathrin,
    danke für diesen sehr schönen, straff gegliederten und anregenden Artikel.
    Gruss Achim

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