[enthält Werbung] Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als ich meine erste Fernwanderung geplant habe. An die Unsicherheit, die schlaflosen Nächte und das Gefühl von Überwältigung beim Gedanken an den Berg an Dingen, die es zu bedenken gilt. Ich hatte in den Jahren zuvor zwar bereits etwas Wandererfahrung gesammelt, allerdings ausschließlich auf Tagestouren und wenigen Zwei-Tages-Touren mit Zelt. Diese Erfahrungen waren für mein Vorhaben aber nur bedingt hilfreich, denn immerhin hatte ich nicht irgendeine Fernwanderung vor, sondern direkt eine mehrmonatige Durchwanderung Großbritanniens. Ich musste Routen recherchieren und meine Wanderausrüstung zusammenstellen, die komplette Logistik wie Anreise, Verpflegung und Übernachtung durchdenken und mich nebenbei auch noch körperlich und mental auf die Tour vorbereiten. Eine große Herausforderung, die viel Zeit und mitunter auch Nerven gekostet, aber gleichzeitig auch so viel Spaß gemacht hat.

Die ganze Arbeit kann (und will) ich dir nicht abnehmen, aber hoffentlich findest du in meiner Artikelreihe “Wie plant man eine Fernwanderung” zumindest einige nützliche Anregungen und Tipps, die dir dein Fernwander-Vorbereitungs-Leben erleichtern können.

In diesem ersten Teil dreht sich alles rund um die Recherche von Wanderrouten und die Planung der einzelnen Etappen deiner Fernwanderung. In nächster Zeit folgen weitere Artikel zu Themen wie Ausrüstung, Übernachten und Training.


Eine Erklärung am Rande: Ich nutze den Begriff “Fernwanderung” hier verallgemeinernd für alle Arten von längeren Wanderungen. Streng genommen wäre (zumindest laut Definition des DAV) eine Wanderung erst ab 500 Kilometern Länge eine Fernwanderung.


Werbehinweis: Dieser Artikel ist in bezahlter Zusammenarbeit mit  Komoot entstanden. Alle Erfahrungen und Meinungen, die ich in diesem Artikel wiedergebe, sind meine eigenen. Mehr zum Thema Werbung auf diesem Blog kannst du hier nachlesen. 


Ein zaghafter Pfad in weiter Landschaft: So sehen Fernwanderträume für mich aus (hier auf einer 8-Tages-Tour im englischen Lake District).

Erste Überlegungen: Welche Wanderung passt zu dir?

Bevor du tiefer in die Planung einer Mehrtagestour einsteigst, solltest du dir überlegen, was genau du eigentlich machen und erleben willst und wie deine Wanderung aussehen soll:

Forderndes Abenteuer oder gemütlicher Aktivurlaub? Allein oder zusammen mit anderen? Vor der Haustür oder in der Ferne? Natur pur oder mit Kultur und Zivilisation?

Bei diesen Überlegungen solltest du deinem Herzen folgen, die Realität und Vernunft aber nicht ganz über Bord werden. Denn nicht immer sind unsere Wünsche auch umsetzbar, zumindest nicht sofort. Wenn du zum Beispiel noch nie allein unterwegs warst und dir diesbezüglich unsicher bist, macht es vielleicht Sinn, erstmal mit Tageswanderungen zu starten oder nach potenziellen Mitwander:innen zu suchen.  Auch solltest du vielleicht nicht direkt in die weglose Wildnis ziehen, wenn du noch keine Erfahrungen mit der Orientierung in weglosem Gelände gemacht hast.

Beachte dabei aber gleichzeitig, dass du nicht zu sehr ins Land der Vernunft abdriftest, denn dann tendiert man schnell dazu, sich irgendwann gar nichts mehr zuzutrauen. Vor allem, wenn du nicht direkt übermorgen losziehen willst, bleibt bis zum Start deiner Tour mitunter auch jede Menge Zeit, Erfahrungen zu sammeln und dazu zu lernen.

Nach dieser ersten Phase hast du idealerweise die Antworten (oder zumindest eine persönliche Präferenz) zu folgenden Fragen:

  • Wie lange möchtest du unterwegs sein?
  • In welchem Zeitraum möchtest / kannst du unterwegs sein?
  • Wie hoch ist dein Budget?
  • Möchtest du allein oder mit anderen wandern?
  • Möchtest du im Zelt oder in festen Unterkünften schlafen?
  • Welche Präferenzen hast du bezüglich deines Reiseziels?
  • Möchtest du einer vorgegebenen Wanderroute folgen oder deine eigene Tour planen?
wandern uckermark
Fernwandern kann man so gut wie überall! Warum nicht einfach mal vor der eigenen Haustür starten?

So findest du Routen und Fernwanderwege

Nachdem du in etwa weißt, was du machen willst und dir zutraust, kannst du dich daran machen, geeignete Wanderrouten zu finden:

Nachdem du ein paar potenzielle Wanderwege bzw. -routen in die engere Auswahl genommen hast, solltest du dich daran machen, möglichst viel darüber in Erfahrung zu bringen. Viele offizielle Wege haben eine eigene Webseite, auf der es mehr Informationen dazu gibt. Auf Blogs findest du per Google (oder noch besser per Ecosia, wenn du nebenbei noch ein paar Bäume pflanzen möchtest) persönliche Erfahrungsberichte mit vielen Tipps. Gib dazu am besten einfach so etwas wie “[Name Wanderweg] + Erfahrungsbericht” in die Suchleiste ein.

Versuche bei deiner Recherche, insbesondere Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wann ist die beste / mögliche Reisezeit für den Weg, und stimmt diese mit deinem möglichen Zeitfenster überein?
  • Welche Anforderungen stellt die Route? Welche besonderen Schwierigkeiten gibt es?
  • Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es generell? Ist Wildzelten möglich bzw. erlaubt?
  • Welche Kosten für Anreise, Verpflegung und Übernachtung kommen  in etwa auf dich zu?
  • Stimmt die Wanderungen mit deinen Vorstellungen, Fähigkeiten und Voraussetzungen überein?
Die beste Wahl für Beginner: Offizielle und beschilderte Fernwanderwege. Hier kann man sich ganz aufs Wandern konzentrieren und erste Erfahrungen sammeln.

Rund um die Etappenplanung

Wenn du ausreichend recherchiert hast und “JA” zu einem Wanderweg gesagt hast, beginnt der eigentliche Spaß: Die konkrete Planung deiner Fernwanderung. Zu Beginn kann sich das oft anfühlen wie ein unüberwindbarer Berg – vor allem, wenn es deine erste Tour ist und es sich um ein größeres Abenteuer handelt. Aber du wirst sehen: Wenn du dich Schritt für Schritt vorwärts bewegst, kommst du irgendwann ans Ziel. Wie bei deiner späteren Wanderung eben auch.

Am schönsten wäre es natürlich, man könnte einfach drauf los laufen und müsste sich vorher überhaupt nicht festlegen, wann man wo sein muss. In der Realität ist das aber längst nicht immer möglich. Wenn man zum Beispiel ein festes Datum für die Abreise hat, das Proviant planen muss oder Übernachtungen vorab buchen muss, ist es notwendig, die Etappen einer Wanderung vorher zumindest halbwegs zu durchzuplanen.

Zu offiziellen Fernwanderrouten findet man oft Etappenvorschläge, an denen du dich orientieren kannst. Natürlich müssen die Etappen aber letztendlich vor allem deiner gewünschten Wandergeschwindigkeit und deiner körperlichen Belastbarkeit und Fitness passen.

Meine Devise bei der Planung von Fernwanderungen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wie viele Kilometer pro Tag wandern?

Man darf sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen, von seinem möglichen Pensum für eine Tageswanderung 1:1 auf eine Fernwanderung zu schließen. Folgende Faktoren können deine Tageskilometer auf einer Fernwanderung beeinflussen:

  • Fitness und Durchhaltevermögen: Logisch! Je fitter du bist, desto länger können deine Etappen sein. Das gilt übrigens auch für das mentale Durchhaltungsvermögen, das gerade auf längeren Touren eine zentrale Rolle spielt.
  • Rucksackgewicht: Selbst wenn man unterwegs nicht im Zelt übernachtet, ist der Rucksack auf Mehrtagestouren schwerer als auf Tagestouren, und in Sachen Rucksackgewicht machen selbst wenige Kilogramm eine Menge aus – vor allem auch, wenn man nicht daran gewöhnt ist.
  • Langanhaltende Belastung: Nach einer Weile gewinnt man auf einer Fernwanderung natürlich auch Fitness und Kraft hinzu, aber es dauert ein paar Wochen, bis man davon wirklich etwas merkt. Vor allem in den ersten Tagen bzw. Wochen können viele Wandertage ohne oder mit wenig Pausen erstmal an den Kräften zehren.
  • Wegbeschaffenheit und Terrain: Auf einem gut ausgebauten Wanderweg kann man deutlich mehr  Kilometer zurücklegen als in  anspruchsvollem und / oder weglosem Gelände.
  • Wetter: Hitze oder Kälte können Wanderern schnell zusetzen, vor allem auch wenn man diesen über einen längeren  Zeitraum ausgesetzt ist. Schlechtes Wetter wirkt sich zudem oft negativ auf das mentale Durchhaltevermögen aus, während Sonnenschein und blauer Himmel hingegen den gegenteiligen Effekt haben.
  • Höhenmeter: Selbst wenn man jenseits der Berge unterwegs ist, kommen auf längeren Strecken schnell mal ein paar hundert Höhenmeter im Auf- und Abstieg zusammen, die mitunter viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen können.
  • Energieaufnahme: Wer unterwegs regelmäßig Proviant aufstocken oder gar in Restaurants essen kann, hat es deutlich leichter, die Energiereserven aufzufüllen als jemand, der sich tagelang von getrockneter Fertignahrung und Müsliriegeln ernähren muss.
  • Übernachtungsart: Wer nach einem langen Wandertag eine heiße Dusche nehmen und vielleicht sogar in ein weiches Bett fallen kann, ist am nächsten Tag vermutlich deutlich fitter und ausgeruhter als jemand, der neben dem Wandern noch das Zelt auf- und abbauen muss und nachts diverse Male aufwacht, weil es zum Beispiel zu kalt ist oder die Hüftknochen sich unangenehm in den Boden bohren.
Je nach Anstiegen und Wegbeschaffenheit kann die Anzahl an Kilometern pro Wandertag stark variieren. Der Routenplaner von Komoot zeigt beides an! (Mehr dazu weiter unten.)

Grundsätzlich ist es aber natürlich auch überhaupt nicht immer erstrebenswert, möglichst viele Kilometer pro Tag zurückzulegen. Die Pausen sind oft mit das schönste am Wandern, und es lohnt sich, dafür genügend Zeit einzuplanen. Letztendlich gilt: Es gibt einfach keine richtige und falsche Geschwindigkeit beim Wandern, auch wenn einem das in Internetforen und Facebook-Gruppen gerne mal eingeredet wird. Wer 40 Kilometer pro Tag wandert, kann eine genauso gute und wertvolle Wanderzeit verbringen wie jemand, der 10 Kilometer pro Tag wandert. Wichtig ist nur, dass man sich vorher überlegt, was man möchte, die eigene Wanderung entsprechend plant und sich unterwegs nicht von anderen verunsichern lässt.

Vor allem für Anfänger ist es empfehlenswert, eher etwas konservativer zu planen. So vermeidet man unnötigen Stress und Überbelastungen. Auch ist es immer gut, zwischendurch einige kürzere Wandertage oder gar komplette Pausentage einzuplanen, an denen man sich erholen und die Gegend erkunden kann. Ein Pausentag pro Woche ist ein guter Anhaltspunkt.

Wieviel man sich letztendlich zutrauen kann, sollte man vorher bei Tagestouren oder idealerweise sogar kleineren Mehrtagestouren ausprobieren. Allgemeine Empfehlungen dazu zu geben ist schwierig, da viele Faktoren sehr individuell und von der jeweiligen Tour abhängig sind.

Berechnung der Wanderzeit

Faustformel

  • 15 Minuten pro 1 Kilometer = 4 Kilometer in einer Stunde
  • 15 Minuten pro 100 Höhenmeter Aufstieg / 200 Höhenmeter Abstieg

Zusätzlich solltest du pro Wandertag mindestens 2 Stunden für Pausen und kleinere Stopps einlegen.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass weniger fitte Anfänger sich maximal um die 15-Kilometer-Grenze herum bewegen sollten – insbesondere auch, wenn noch Höhenmeter dazu kommen. Mit durchschnittlich guter Fitness sind 20 Kilometer mit bis zu 1.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg ein guter Richtwert (einigermaßen) gut ausgebaute Wanderwege. 25-Kilometer-Etappen mit Höhenmetern können selbst für erfahrene und fitte Wanderer tagesfüllend sein. 30 Kilometer oder mehr pro Tag sollte man nur einplanen, wenn man bereits Fernwandererfahrung hat und weiß, dass man sich solche Etappen zutrauen kann.

vogtland wandern entspannen
Es gibt keine richtige und falsche Geschwindigkeit beim Wandern, kein zu viel oder zu wenig in Sachen Pausen! Das wichtigste ist, dass man seinem eigenen Tempo folgt.

Routenplaner für Fernwanderung

Für die konkrete Planung deiner Wandertappen ist Komoot ist ein äußerst praktisches Tool. Der Routenplaner, einer der wichtigsten Bestandteile von Komoot, ist (inklusive Mehrtagesplaner) sowohl als Smartphone-App als auch als Desktop-Variante verfügbar, wobei letztere den größten Funktionsumfang bietet und für ausführlichere Planungen die praktische Wahl ist. Dort findest du (unter anderem):

  • Collections, also Sammlungen von Touren und Highlights, für die einfache Organisation und Planung von zukünftigen Trips. (Ein paar Beispiele dafür findest du in meinen Komoot-Collections.)
  • Sportartspezifische Karten fürs Wandern (und Radfahren), in der offizielle Wander- und Fernwanderrouten farbig markiert sind (perfekt sowohl fürs Stöbern als auch für die konkrete Planung und definitiv mein Lieblings-Feature).
  • Einen Mehrtagesplaner, mit dem du längere Routen automatisch in Etappen unterteilt anzeigen lassen und anschließend bearbeiten kannst.
  • Übernachtungsvorschläge in Form von Unterkünften, Campingplätzen u.ä.
  • Von anderen Nutzern angelegte Highlights, die zum Beispiel auf besonders schöne Aussichtspunkte oder gemütliche Pausenplätze und allerlei Sehenswertes am Wegesrand hinweisen und einem dabei helfen, die Route so zu planen, dass man unterwegs nichts sehenswertes verpasst.
Ein Einblick in den Mehrtagestourenplaner von Komoot: Die farbigen Linien sind regionale Wanderwege (türkis) und Fernwanderrouten (lila).
Komoot Premium

Einige dieser Features (insb. der Mehrtagesplaner und die sportartspezifischen Karten) sind Teil des Premium-Pakets von Komoot. Für alle, die öfter draußen unterwegs sind, lohnt sich dieses Paket meiner Erfahrung nach auf jeden Fall, auch weil darin weltweite Offline-Karten enthalten sind. Sprich: Du kannst deine Tour gemütlich zu Hause planen und unterwegs immer griffbereit haben – ganz unabhängig vom Handyempfang. Das Premium-Abo von Komoot kostet 59,99 EUR pro Jahr, was 5 Euro im Monat entspricht. Grundsätzlich kannst du den Tourenplaner von Komoot aber auch kostenlos für die Planung von Mehrtagestourennutzen, indem du einfach jede Etappe als einzelne Tour anlegst. So kannst du Komoot auch erstmal in Ruhe ausprobieren, bevor du in das Abo investierst.

Für die Planung von Mehrtagestouren mit Komoot hast du grundsätzlich mehrere Optionen:
  • Du nutzt eine bereits auf Komoot existierende Tour als Grundlage für deine Planung: Diese findest du entweder in den  offiziellen Vorschlägen für Fernwanderungen oder  indem du nach “[Name Wanderweg] + Komoot” in einer Suchmaschine suchst.
  • Du importierst eine GPX-Datei, welche du vorab von einer anderen Quelle heruntergeladen hast (zum Beispiel von der Webseite eines Tourismusamtes) bzw. nutzt eine bereits von dir geplante Tour.
  • Du planst deine eigene Tour, in dem du Start- und Zielpunkt sowie die Wegpunkte dazwischen Klick für Klick selbst anlegst.

Die Nutzung von Komoot ist ziemlich intuitiv. Bei meiner Bloggerkollegin Anne findest du eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung von Mehrtageswanderungen. Auch Komoot selbst stellt viele praktische Erklärungen und Tipps rund um die Wanderplanung zur Verfügung.

Allgemeine Tipps zur Tourenplanung

  • So viel Planung wie nötig, so wenig Planung wie möglich: Das ist zumindest meine Herangehensweise, wenn es um die Planung von Touren und Reisen geht. Eine gewisse Planung gibt Sicherheit und “zwingt” einen dazu, sich im Vorhinein ausreichend mit der Route und der Logistik auseinanderzusetzen. Gleichzeitig ist es aber lohnend, genügend Raum für Flexibilität und spontane Abenteuer zu lassen. Eine Fernwanderung ist Freiheit pur (wenn man sie lässt) und ein absoluter Gegenentwurf zu einem Alltag, der oft von Worten wie “müssen” und “sollen” geprägt ist.  Sei offen und erwarte das Unerwartete! Dann kann eigentlich gar nichts schief gehen.
  • Lass dich nicht verunsichern: Du wirst während der Planung und auch unterwegs ziemlich sicher auf Menschen stoßen, die die erzählen, dass du alles ganz anders machen solltest, als du es tust oder tun möchtest. Natürlich ist es grundsätzlich sinnvoll, auf Ratschläge zu hören – insbesondere wenn diese von Menschen kommen, die viel Erfahrung haben. Letztendlich ist es aber ganz allein deine Wanderung, und die muss nur für dich selbst richtig sein und für niemanden sonst.
  • Lege dir einen Plan B zurecht: Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern viel mehr eines von Stärke, einen ursprünglichen Plan über den Haufen zu werfen, aus welchem Grund auch immer. Überlege dir am besten schon während der Planung, was potenziell schief gehen könnte und wie du diese Probleme lösen kannst. Gibt es zum Beispiel eine einfachere Route, auf die du ausweichen kannst? Orte, an denen du einen Pausentag einlegen kannst, falls du ihn brauchst? Achte dabei aber darauf, dass du nicht zu sehr ins negative Denken abdriftest. Denn negatives Denken zieht oft negative Folgen nach sich, während positives Denken genau das Gegenteil tut.
  • Genieße die Reise: … und die beginnt schon mit der Planung! Vorfreude ist die schönste Freude, so sagt man. Und irgendwie stimmt das auch. Pass auf, dass sie nicht irgendwo zwischen Packlisten und Sorgen verloren geht. Eine Fernwanderung zu planen ist nicht immer einfach. Vor allem nicht, wenn es die erste ist und du so wie ich ein Mensch bist, der gerne mal alles bis zur Unkenntlichkeit zerdenkt. Genau die Herausforderungen, die bei der Planung und auch bei der Wanderung selbst auf dich  zukommen, sind es letztendlich auch, die das Abenteuer Fernwandern so besonders und lohnenswert machen.

Hast du noch weitere Tipps zur Etappenplanung und Wanderroutenrecherche? Oder hast du noch Fragen? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

5 Comments

  1. Ganz ganz toller Artikel mit vielen interessanten Tipps! Ich finde die Planung von solchen Touren (egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, oder auch eine Reise) zu Beginn auch immer etwas einschüchternd: es gibt einfach soooo viele Unbekannte, so viel, was man nicht weiß, so viel, das man in Erfahrung bringen muss, bevor man losziehen kann. Oft hab ich dann aber festgestellt, dass es letztlich halb so wild ist und sehr viel Spaß macht, die Tour zu planen. Und trotz der ganzen Planung kommt dann manches doch anders, als geplant und man muss flexibel bleiben, um unterwegs umplanen zu können. Und manchmal ist es auch schön, einfach ganz ohne konkreten Plan loszuziehen, sondern einfach nur eine grobe Idee dessen zu haben, was man machen möchte. Quasi so, wie du es letztes Jahr in Schweden und Norwegen gemacht hast :)

  2. Super, ich bin gespannt auf die weiteren Beiträge zu dem Thema.
    Ich finde tatsächlich den Tipp, sich am Anfang an einen bekannten beschilderten Weg zu halten, auch gerne heimatnah, sehr sinnvoll. Und das Schwerste ist für mich wirklich die Planung der Etappen vor allem, wenn wild campen keine Option ist und die Entscheidung gegen eine Übernachtungsmöglichkeit gleichzeitig eine Entscheidung für 10 km mehr ist. Andererseits will ich ja vorher nicht wissen, wo ich Abends lande…

  3. An sich ja ein ganz schöner Artikel, aber der Teil mit dem importieren fremder GPX-Dateien ist schon fragwürdig… “Du importierst eine GPX-Datei, welche du vorab von einer anderen Quelle heruntergeladen hast”. Gibst Du dann am Ende auch fremde importierte Touren als Deine eigenen aus? Wenn Du Dir die AGB´s von Komoot ansiehst dann wirst Du feststellen dass Du beim Hochladen von Daten selbst verantwortlich bist dass Du gegen keine anderen Rechte verstößt. Aber auch ganz ohne Berufung auf rechtliche Grundlagen – das ist schon ein recht schlechter Stil zum Kopieren und Hochladen von fremden GPX Dateien auf Komoot aufzurufen. Wer nur ein wenig Respekt vor der Arbeit eine Tour auszuarbeiten hat sollte eigentlich nicht auf die Idee kommen fremde Daten unter seinem Account auf ein fremdes Portal hochzuladen…

    • Fräulein Draußen Reply

      ??? Es geht in diesem Artikel um die Planung von Touren und nicht um das Veröffentlichen von Routen. In diesem Rahmen habe ich darauf hingewiesen, dass man GPX-Tracks bei Komoot hochladen und als Grundlage für die Planung nutzen kann. Extra für diesen Zweck (und für die Orientierung unterwegs) stellen diverse Quellen GPX-Tracks zur eigenen Verwendung zum Download zur Verfügung. Tourismusämter, Blogger uvm. Da ist grundsätzlich nichts Verwerfliches und schon gar nichts Unrechtes dran. Dass man keine passwortgeschützten Dateien von irgendwelchen Wanderführern runterlädt und öffentlich macht oder gar “als die eigenen ausgibt”, sollte selbstverständlich sein.

  4. Hi Kathrin,
    ausgezeichneter Artikel. Beschäftige mich momentan auch mit diesem Thema.

    Zu der Faustformel “Berechnung der Wanderzeit” habe ich noch eine Anmerkung:
    Es ist richtig, dass man den für den Weg, also Distanz und für die Höhenmeter, den jeweiligen Zeitbedarf errechnet. Eben so, wie Du oben geschrieben hast.

    Es fehlt noch der letzte Schritt: das Zusammenrechnen. Dabei addiert man nicht einfach die beiden Zeitwerte, sondern man vergleicht zuerst, welcher der Werte der kleinere ist, halbiert diesen und zählt ihn dann zum anderen, größeren Wert hinzu. Damit hat man die ungefähre “reine Wanderzeit”.

    Beispiel: Weg = 180 Minuten; Höhe = 120 Minuten.
    Daraus ergibt sich: 180 Minuten (Weg) + 60 Minuten (halbe Höhe) = 240 Minuten (4 Stunden) reine Wanderzeit für diese Tour.

    Wenn man das alles nicht im Kopf rechnen mag, kann das mit dem Gehzeiten-Rechner bei mir auf der Seite machen. Wenn es erlaubt ist, hier der Link: https://luftschubser.de/gehzeiten-rechner/

    Einfach die Werte eingeben und berechnen lassen.

    Cheers
    Alex

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