Ausrüstung recherchieren, Ausrüstung eintragen, Ausrüstung abwiegen, Ausrüstung wieder streichen. Apathisch auf die Zeilen und Spalten starren. Irgendwann merken, dass das ja gar nichts bringt. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich in den letzten Monaten vor meiner Excel-Tabelle namens „Packliste LEJoG 2016“ verbracht habe. Aber es waren viele. Ooohja.

Jedes Mal, wenn ich einen Gegenstand als erledigt markieren konnte, freute ich mich ein bisschen. Jedes Mal, wenn ich einen Gegenstand fand, der noch leichter war als der, den ich schon eingetragen hatte, freute ich mich noch ein bisschen sehr viel mehr. Die Autosumme-Funktion war mein bester und gleichzeitig schlimmster Freund.

Ach, lass mal nur eine Hose mitnehmen. Das reicht.

Ein bisschen Gedanken um das Gewicht meiner Ausrüstung habe ich mir zwar schon immer gemacht, aber so richtig damit beschäftigt hatte ich mich noch nie. Auch Packlisten waren kein Neuland für mich, aber Gewichte eintragen? Das machen doch nur Freaks!

Es mag natürlich auch daran gelegen haben, dass es bei den kleineren Mehrtagestouren, aus denen mein Trekkingleben bisher bestand, auch eigentlich relativ egal ist, wie viel man so mit sich herumschleppt. Ein paar Tage zu viel Gewicht tragen, zu schnell müde werden, die Gelenke unnötig stark belasten – das macht nichts aus. Bei ein paar Monaten sieht die Sache allerdings schon ganz anders aus. Und so wurde mir relativ schnell bewusst, dass ich die Sache mit der Packliste für meine Wanderung durch Großbritannien anders angehen muss.

Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ich ein Mindestmaß an Komfort und Sicherheit brauchen würde, um mich noch wohlfühlen zu können. Für alles andere kann es beim Trekking in Großbritannien einfach viel zu ungemütlich werden. Also war meine Ausrüstungssuche ein ständiger Drahtseilakt zwischen den Faktoren Gewicht und Komfort bzw. Funktion. Jetzt, ein paar Monate nachdem ich meine geliebt-gehasste Excel-Tabelle ins Leben gerufen habe, glaube ich aber, dass mir der Spagat ganz gut gelungen ist. Aber seht und lest selbst!


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Packliste Fernwanderung

Die Ausrüstung

Das Zelt

Leicht, mehr Platzangebot als in einem Sarg und trotzdem überaus wetterfest: So ein Zelt zu finden ist wahrlich nicht so einfach. Fündig geworden bin ich dann aber trotzdem irgendwann, ha! Auch wenn das Zelt dafür extra über den großen Teich reisen musste. Das Chinook 1plus der amerikanischen Firma BigSky hatte aber einfach alles, was ich haben wollte. Drei Bögen, freistehend, doppelwandig, zwei Eingänge, verhältnismäßig viel Platz, (hoffentlich bzw. nach allem was ich bisher gelesen habe) sehr stabil und das alles bei rund 1,5 Kilo inklusive drei Stangen, Abspannleinen und Kompressionsbeutel! Da kann man nicht meckern. Und schön ist es auch noch, auch wenn ich schweren Herzens das leuchtend-gelbe Außenzelt doch noch in ein dezentes Grau getauscht habe. Die Vernunft hat gesiegt.

Das besondere an der 1Plus-Variante des Chinook ist übrigens, dass man das Innenzelt flexibel anpassen kann: Das Chinook kann mit keiner, einer und zwei Apsiden aufgebaut werden.

Ich bin sehr gespannt, wie es sich in der Praxis schlägt!

Schlafsack und Isomatte

Als Schlafunterlage wird mir meine altbewährte Therm-A-Rest Neoair dienen. Vom Gewicht-Komfort–Wärme-Verhältnis gibt es hierzu wenig Alternativen. Ich hatte erst überlegt, doch eine etwas robustere mitzunehmen, mich dann aber doch für meine gelbe Lieblingsmatte inkl. ein bisschen Flickzeug für den Notfall entschieden.

Bei der Schlafsackfrage schied Daune ziemlich schnell aus, auch wenn das Verhältnis von Wärmeleistung zu Gewicht bei Federn quasi unschlagbar ist. Nicht nur, weil ich eigentlich aus Überzeugung nicht gern Produkte mit Daune kaufe, sondern vor allem natürlich, weil Kunstfaser einfach viel unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit ist. Und hätte ich schon früher diesen Schlafsack gekannt, hätte ich wohl noch viel weniger lange überlegt: Gerade mal 937 Gramm wiegt der Hyperlamina Spark von Mountain Hardwear inklusive Packsack – und das bei einer Komforttemperatur von 5 Grad! Damit steht dieser KuFa-Schlafsack vielen Daunensäcken in nichts nach und laut Testberichten hält er temperaturmäßig sogar, was er verspricht.

Ab Herbst, wenn das Thermometer dann doch öfter mal gen 0 sinkt, werde ich den Hyperlamina vermutlich noch mit einem dünnen zweiten Schlafsack oder warmen Inlet ergänzen, ansonsten sollte ich damit für alle Eventualitäten gewappnet sein.

trekking-zelt-rucksack-isomatte
Gute Nacht!

Der Rucksack

Den bequemsten Rucksack der Welt hatte ich ja vor einem Jahr vor meiner Alaska-Reise eigentlich schon gefunden. Aber leider war es gleichzeitig auch der schwerste Rucksack der Welt. Über 3 Kilo Leergewicht bringt der Kajka von Fjällräven auf die Waage, und trotz allem Tragekomfort kam das für meine Fernwanderung durch Großbritannien daher einfach nicht in Frage. Und auch der leichte Bruder namens Abisko war mir mit seinen über 2 Kilo noch zu schwer. Diverse Ultraleicht-Rucksäcke probierte ich leider recht erfolglos an, so richtig gesessen hat davon keiner, egal wie viel Mühe ich mir mit dem Packen gab. Wenn man aber den Kajka gewohnt ist, haben es andere Rucksäcke vermutlich auch einfach verdammt schwer, bequem zu sein.

Der Wilderness 60+15 von Berghaus hat es dennoch geschafft, mich zu überzeugen. Großes Volumen, viele Einstellungsmöglichkeiten und praktische Details, robustes Material und bequemes Tragesystem bei 1,8 kg. Und obwohl die 60 Liter Volumen eigentlich schon mehr als ausreichend sind, bin ich über die +15 trotzdem ganz froh, denn oben in Schottland brauch ich nicht nur wärmere Kleidung und Ausrüstung, sondern muss auch Essen für längere Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeiten mit mir herumtragen. Und wer weiß, was ich so für Souvenirs unterwegs auftreibe?!

Die Regenhülle des Rucksacks werde ich übrigens durch einen einfachen, stabilen Müllsack austauschen und meine Sachen damit von innen schützen. Das ist deutlich praktischer in der Handhabung, leichter und das ewige Flattern der Regenhülle im Wind fällt auch weg. Außerdem kann somit die Nässe, die bei längerem Regen unweigerlich irgendwann durch den ungeschützten Rückenbereich in den Rucksack gelangt, dem Inhalt ebenfalls nichts anhaben.

Robust, funktional, bequem - und trotzdem nur 1,8 Kilo!
Der Wilderness 60+15 von Berhaus: Robust, funktional, bequem – und trotzdem nur 1,8 Kilo!
WAS WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack GEWICHT (g) am Körper
Zelt BigSky Chinook 1plus + Abspannleinen + 3 x Zeltstange + Kompressionsbeutel  1.520
Heringe 9 x Hilleberg Y-Hering + 4 x BigSky Zeltnagel  171
Isomatte Therm-A-Rest NeoAir Women + Packsack  359
Schlafsack Mountain Hardwear Hyperlamia Spark + Kompressionssack  937
Rucksack Berghaus Women’s Wilderness 60+15  1.779
Rucksackliner Stabiler Müllbeutel 60Liter
Packsäcke (wasserdicht) div. Sea To Summit UltraSil  100
Trekkingstöcke Swix Sonic X-Trail Carbon 378
Reparaturset Flickzeug für Isomatte / Zelt + Reparaturhülsen für Zeltstangen  33
Notfall-Biwacksack Mountain Equipment Ultralight Biwi 106
Kompass Silva Field 28
GESAMTGEWICHT Ausrüstung  5.033

 

Kleidung

Wenn irgendjemand Kleidung machen kann, die dem britischen Wetter gewachsen ist, dann wohl die Briten selbst. Und deshalb bin ich sehr froh, dass ich mit Berghaus eine sympathische Firma von der Insel gefunden habe, die meine Wanderung unterstützt!

Auch bei der Kleidung war es mir natürlich wichtig, Gewicht zu sparen. Und so wiegen meine Regenjacke und Regenhose jetzt ungefähr zusammen so viel wie manch andere Hardshell-Jacke alleine! Ansonsten kann man bei Kleidung natürlich vor allem Gewicht sparen, indem man einfach nicht viel mitnimmt. Ich habe versucht, mich bei allem auf ein Minimum zu reduzieren, ohne auf ein Mindestmaß an Komfort verzichten zu müssen.

Hardshell für Großbritannien
Meine engsten Verbündeten im Kampf gegen den Endgegner britisches Wetter.

Das mit Abstand schwierigste Thema bei der Suche nach der richtigen Kleidung waren übrigens die Schuhe! Ich hab soooooo viele Schuhe durchprobiert. Es war eine wahre Odyssee. Zu Anfang hab ich mich noch eher auf richtige Trekkingstiefel konzentiert, aber je mehr ich zu dem Thema gelesen habe, desto bewusster wurde mir, dass ich für eine solch lange Wanderung auch Gewicht an den Füßen sparen muss. Es gibt da diese Faustregel, dass 100g an den Füßen 1kg auf dem Rücken entsprichen, und auch wenn diese Regel vielleicht nicht ganz stimmt, macht sie dennoch deutlich, was für einen großen Einfluss das Gewicht an den Füßen auf Leistung bzw. Ermüdung und Belastung hat.

Letztendlich fiel meine Wahl auf einen leichten, halbhohen Synthetikschuh von Salomon, der in meinen Augen das ideale Zwischending aus Stabilität und Leichtigkeit für meine Wanderung durch Großbritannien ist. Und auch wenn ich mir zwischendurch mit Sicherheit einen gut gemachten Trekkingstiefel wie zum Beispiel meinen Lowa Lady II mit all seiner Robustheit herbeisehnen werde, hoffe ich, dass ich mit diesem Schuh den idealen Kompromiss gefunden habe.

(Zum Thema „Welcher Wanderschuh für was und wen“ wird es übrigens bald noch einen eigenen Artikel geben! Es gibt einfach zu viel zu dem Thema zu sagen und ich will alles loswerden, was ich in der Vergangenheit an Fuß- und Schuhwissen gesammelt habe.)

MENGE WAS WAS GENAU  GEWICHT (g) im Rucksack GEWICHT (g) am Körper
1 Regenjacke Berghaus W Extrem Light Paclite Jacket 297
1 Regenhose Berghaus W Paclite Pant 220
1 Warme Jacke Berghaus W Vapourlight Hypertherm Hoody  200
1 Fleece Berghaus W Pravitale Light Jacket  269
1 Hose Running Tights  200
2 Longsleeve Berghaus W Tech Tee Stripe + W Tech Tee LS Zip Neck  117 128
1 T-Shirt Berghaus W Tech Tee Stripe  86
1 Kleidung zum Schlafen Merino Leggins + Longsleeve  267
1 + 3 Unterwäsche Sport-BH + Unterhosen  60  100
1 Schuhe Salomon Women’s X Ultra mid 2 GTX W 860
1 Sandalen Off Road Crocs 366
1 Gamaschen Outdoor Research Verglas Gaiters Wo 185
3 Socken Wrightsock Escape + Eightsox Backpacking Merino + X-Socks Trekking Silver W’s 106  67
1 Cap / 31
1 Handschuhe Icebreaker Oasis Glove Liners 24
1 Schal / Stirnband Merino-Buff 51
1 Moskitonetz Cocoon Head Net 34
GESAMTGEWICHT Kleidung  2.097

 

Kochen & Essen

Ein leistungsstarker, kleiner Gaskocher, ein Topf, ein Berghaferl (damit ich zumindest gleichzeitig Müsli essen und Kaffee trinken kann) und ein langer Löffel, mit den man auch easy aus der Tüte löffeln kann – das muss reichen! Großartig Gemüse und sonst was schnippeln ist eh nicht drin. Nicht nur, weil Gemüse viel zu schwer ist, sondern auch, weil mein Messer viel zu klein zum schnibbeln ist. (Ich würde ihm fast den Titel „kleinstes Messer der Welt“ verleihen wollen!)

Zum Trinken gibt’s Wasser aus dem Plastikbeutel, bei Bedarf gefiltert und entkeimt.

Gourmet geht anders, aber böse Zungen würden wohl behaupten wollen, dass ein Gourmet sowieso nicht durch Großbritannien wandern würde…

Packliste Fernwanderung: Kochen

WAS WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack
Kocher Soto WindMaster 60
Topf Snow Peak Titantopf 900ml mit Deckel 191
Tasse Berghaferl 39
Besteck Sea to Summit Alphalight Löffel lang 12
Messer Filmam Douro’s 7
Wasseraufbewahrung Platypus (2l + 1l) 61
Wasserfilter Sawyer Mini 37
Wasserentkeimung Katadyn Micropur Forte 10ml 19
Gas vor Ort kaufen 400
GESAMTGEWICHT Kochen & Essen  826

 

Technik

Oh, wie viel leichter mein Rucksack wäre, wenn ich diesen Kram nicht mitschleppen „müsste“! Aber ich will Euch ja unterwegs mit Bildern und Berichten versorgen und deshalb nehme ich die drei Kilo Technik mehr als gerne in Kauf.

Laptop und Smartphone

Mein Surface Pro 3 ist ein vollwertiger Laptop getarnt als Tablet und damit kann ich anständig Artikel schreiben, Bilder bearbeiten, Dinge recherchieren… und an regnerischen Pausentagen vielleicht sogar mal was auf Netflix gucken.

Und wer sich jetzt fragt, warum nochmal die Frau zwei Smartphones mitschleppt: Ich werde (zumindest in den meisten Gebieten) keine Karten aus Papier mitschleppen, sondern nur die Karten-App von Ordnance Survey, dem britischen Landvermessungsamt. Hiermit kann ich mir verschiedene Karten herunterladen, meinen Standpunkt orten usw. Und damit ich nicht jedes Mal überlegen muss, ob ich jetzt lieber ein Bild auf Instagram hochlade oder nachsehe, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin, bevor der Akku leer ist, hab ich mir einfach noch ein zweites Handy besorgt. Außerdem will ich natürlich vermeiden, dass mein schönes Galaxy beim Durch-die-Gegend-navigieren in der nächsten Matschpfütze landet. Das Galaxy verwende ich nun also für Fotos, Social Media, Whatsapp und alles, was sonst noch Spaß macht. Und für die Kartennavigation habe mir das Samsung Xcover 3 zugelegt, welches speziell für den Outdoor-Einsatz gemacht ist. Es ist robust, hat einen geringen Akkuverbrauch (weniger Leistung, schlechteres Display) und kann trotzdem alles, was man braucht. Zudem lässt sich das Display auch noch gut bedienen, wenn das Handy nass ist oder wenn man Handschuhe trägt. Als Backup werde ich die Karten natürlich auf beiden Smartphones herunterladen, somit bin ich auch nicht gleich verloren, falls mal eines der beiden Handys ausfallen sollte.

Packliste Fernwanderung: Technik
Die Leiden der jungen Bloggerin: 3 Kilo Technik

Kamera

Schweren Herzens habe ich mich gegen meine liebe Olympus OM-D E-M5 Mark II entschieden. Ich hätte die Kamera einerseits sooo gerne mitgenommen, aber obwohl sie schon verhältnismäßig handlich und leicht ist, konnte ich mich nie so richtig mit dem Gedanken anfreunden, sie vier Monate am Stück an mir herumbaumeln zu haben. Denn die Kamera im Rucksack zu verstauen käme für mich nicht in Frage und obwohl ich mit diesem Tragesystem sehr zufrieden bin, trägt man letztendlich eben doch immer einen Klotz mit sich herum. Auf Bildqualität und das Spiel mit diversen Einstellungsmöglichkeiten wollte ich aber natürlich auch nicht verzichten! Dilemma, Dilemma…

Zum Glück kam da die Sony RX100 III um die Ecke – klein und handlich (eine Kompaktkamera eben), aber dennoch mit extrem guter Bildqualität und viel Spielraum bei den Einstellungen! Beim Preis dafür hieß es zwar kurz „Augen zu und durch“, aber jetzt bin ich über den Schritt sehr froh. Meine Olympus werde ich sicher trotzdem vermissen, aber wie sagt man so schön: „Die beste Kamera ist immer die, die man auch dabei hat!“ …oder wie in meinem Fall: „(…) die man nicht im Rucksack hat.“

Unterhaltung

Das Kindle wiegt rund 300 Gramm, bei einem MP3-Player kann davon getrost eine 0 abziehen. Und somit hab ich mich letztendlich für Harry Potter und Jane Austen in der Audioversion und gegen das Kindle entschieden.Lesen im Zelt ist ja auch sowieso nicht so richtig bequem. Zusätzlich zu den Hörbüchern kommt natürlich noch jede Menge Musik auf den MP3-Player – und das war es dann auch schon mit dem Unterhaltungsprogramm. Den Rest der Zeit muss ich Schafe zählen – oder mich mit meinem Diktiergerät unterhalten! Gegen ein klassisches „Tagebuch“ habe ich mich nämlich ebenfalls entschieden, denn Schreiben im Zelt ist noch viel unbequemer als Lesen im Zelt.

Sicherheit

Auch wenn ich kein übertriebenes Sicherheitsbedürfnis habe – auf einer solchen Tour die Gewissheit zu haben, dass man im Falle des Falles nicht auf Handyempfang und/oder Glück angewiesen ist, ist schon sehr beruhigend. Mit dem Notfallsender Spot GEN 3 kann ich im Notfall per Tastendruck von überall aus SOS funken und gleichzeitig meinen Standort übermitteln.

Aber auch ohne Notfall ist der Spot sehr praktisch: Man kann nämlich mit dem Gerät an ausgewählte Kontakte per SMS und/oder E-Mail voreingestellte Nachrichten inkl. Standort schicken. Ich werde also jeden Abend, sobald ich mein Nachtlager aufgeschlagen habe, auf die „OK“-Taste drücken und schon wissen Familie und Freunde, wo ich bin und dass es mir gut geht.

Außerdem überträgt der Spot in regelmäßigen Intervallen meinen Standort an einen GPS Live Tracking Service, mit dessen Hilfe ich auf meinem Blog eine Karte einbinden konnte, auf der auch Du immer meinen Fortschritt verfolgen kannst. Guckst Du hier!

Spot Gen3 Notfallsender
Der Spot GEN3: Retter in der Not und Draht zur Außenwelt – auch ohne Handyempfang
(Hoffentlich) nicht auf Abwegen mit Guidebook, Handy mit Karten-App und Kompass für den Notfall
(Hoffentlich) nicht auf Abwegen mit Guidebook, Handy mit Offline-Karten und Kompass für den Notfall
MENGE WAS WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack
1 Laptop Surface 3 Pro mit Tastatur und Schutzhülle 1.235
2 Smartphone Samsung Galaxy S7 Edge (mit Schutzhülle) + Samsung Xcover 3 326
1 Kamera Sony RX100 III 262
5 Akkus für Kamera 125
5 Speicherkarten Sandisk UItra 32 GB 15
1 Stativ Gorillapod Mini 37
1 Powerbank Anker PowerCore 20100 371
1 MP3-Player AGPTek 8GB + Kopfhörer 43
1 Diktiergerät Allreli CP00341 15
1 Notfallsender Spot GEN3 mit Karabiner 135
1 Steckdosenadapter 20
1 Verteilersteckdose  Allocacoc Duo USB 179
div. Ladegeräte für Laptop, Kamera, Handy, MP3-Player 297
1 Stirnlampe Petzl e+LITE 26
GESAMTGEWICHT Ausrüstung 3.086 

 

Kosmetik

… ich glaube das Wort „Kosmetik“ ist hier schon fast ein bisschen übertrieben. Es handelt sich eher um das Notfall-Kit für Wanderer, die sich zwischendurch auch mal kurz in der Zivilisation aufhalten möchten, ohne dass gleich alle vor einem davon rennen. (Und die keinen Sonnebrand haben möchten. Und die eventuell mal eine Zecke entfernen möchten. Und die manchmal eine Wimper im Auge haben und dann gerne in einen Spiegel gucken möchten.) Am meisten vermissen werde ich wohl eine anständige Handcreme. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass meine Hände sich irgendwann an den Entzug gewöhnen werden.

Kosmetik für Fernwanderung
Den ersten Platz zur Miss Großbritannien werde ich mit dieser Ausstattung wohl eher nicht belegen…
WAS WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack
Handtuch  Packtowl Ultralite (L) 52
Zahnbürste  Hydrophil 13
Zahnpasta  Lush Dirty Toothy Tabs 65
Seife / Shampoo / Spülmittel Outdoor-Shampoo 110
Feuchtigkeitscreme kleine Nivea-Dose 35
Sonnencreme Lichtschutzfaktor 30 62
Nagelschere 21
Pinzette 8
Handspiegel 20
Haarbürste 46
Taschentücher  43
GESAMTGEWICHT Kosmetik  475

 

Medikamente & Gesundheit

Meine Medikamente- und 1.-Hilfe-Ausstattung ist nicht sonderlich umfangreich, da während einem Großteil der Wanderung die Zivilisation nie allzu weit entfernt sein wird. Für akute Verletzungen und Erkrankungen bzw. deren Symptome werde ich aber natürlich trotzdem ein paar Sachen mit mir herumtragen.

Die Wärmepflaster sind übrigens ein wahrer Segen, falls der Rucksack oder die Isomatte doch mal irgendwo Spuren in Form von Rückenschmerzen hinterlassen haben. Wiegen quasi nix, nehmen keinen Platz weg und sind sehr ergiebig, wenn man sie ein bisschen zurecht schneidet. Und notfalls kann man sich die sicher auch mal auf kalte Füße kleben!

Ziplock-Bags eigenen sich perfekt als Packbeutel
Leicht, wasserdicht, günstig, überall erhältlich: Ziplock-Bags eignen sich perfekt als Packbeutel für Kleinzeug
WAS WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack
Schmerzmittel Ibuprofen 600
Mittel gegen Übelkeit Domperidon
Mittel gegen Durchfall Immodium Akut
Lutschtabletten gegen Halschmerzen Dolodobendan
Nasenspray
Wärmepflaster Hansaplast Rheumaplast
Blasenpflaster Second Skin
Wundpflaster
Elastische Binde
Wundverband
Sterile Kompressen
Dreieckstuch
GESAMTGEWICHT Gesundheit  170

 

Sonstiges

Die wichtigsten Dinge zum Schluss: Mein(e) Guidebook(s) bzw. die relevanten Teile davon, mein Sitzkissen und Jenkins, der auch schon immer mal durch Großbritannien wandern wollte und sich mir deswegen kürzlich angeschlossen hat!

packliste-trekking-gluecksbringer
Jenkins wollte auch schon immer mal durch Großbritannien wandern und kommt jetzt einfach mit…
 WAS  WAS GENAU GEWICHT (g) im Rucksack
Treuer Wegbegleiter aus Plüsch Jenkins  87
Sitzkissen  17
Guidebook(s)  400
GESAMTGEWICHT Sonstiges  504

Gesamtgewicht des Rucksacks

Ausrüstung 5.033
Kleidung 2.097
Kochen & Essen 826
Technik 3.086
Kosmetik 475
Medizin 170
Sonstiges 504
RUCKSACKGEWICHT gesamt (Netto) 12.191
zzgl. Essen + Trinken ( durchschnittlich) 3.000
Rucksackgewicht (Brutto) 15.191

 

Rund 12 Kilo auf dem Rücken, wenn ich alles außer das nötigste (eine Schicht Kleidung, Gamaschen, Trekkingstöcke) im Rucksack verstaut habe! Und das ohne zu viele Kompromisse einzugehen!! Und inklusive 3 Kilo Technikkrams!!! YEAH!!!!

Zusätzlich werde ich wohl im Durchschnitt nicht mehr als 2 Liter Wasser und 1 Kilo Essen mit mir herumtragen, zumindest jenseits der nördlichen Highlands. Insgesamt werde ich also (für einen Großteil meiner Wanderung) nie mehr als 15kg auf dem Rücken haben, und damit können ich, meine Knie, meine Ausdauer, meine Motivation und alle, die sonst noch so beteiligt sind, glaub ich sehr gut leben.


Werbehinweis / Danksagung:

Danke an Berghaus für die tolle Unterstützung vor und während der Tour und die vielen super Klamotten und den Rucksack!

Danke an WeSPOT für meinen orangefarbenen Retter in der Not!

Danke an die Bergfreunde für guten Schlaf und gefüllten Magen (aka Kocher und Schlafsack)!

Danke an BigSky International für den 1A Kundensupport, das Verständnis für meine Unentschlossenheit bei der Farbwahl, den Express-Versand und natürlich das Zelt!

Und weil wir schon dabei sind: Ein großes Danke an Visit Britain, die meine Tour begleiten und unterstützen!

… und DANKE an Euch alle, für Eure lieben Kommentare, Nachrichten und einfach dafür, dass ihr sozusagen mit mir mitwandert! 🙂

(So, ich hör jetzt wieder auf, bevor ich noch anfange Herrn B. aus dem 1. Stock dafür zu danken, dass er in der Vorbereitungszeit so fleißig meine zahlreichen Pakete angenommen hat, ohne zu murren…)


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Lesetipp: Auf Bergreif findest Du viele nützliche Tipps rund um das Thema leichtes Wandergepäck!


Hast Du eine Frage, Anmerkung oder einen Tipp zu meiner Packliste? Würdest Du es genau so machen? Und falls nicht, was würdest Du ändern? Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar!

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42 Comments

  1. bin begeistert über diese überaus sorgfältige Zusammenstellung! Dabei geh ich gar nicht wandern. .
    Bin schon sehr gespannt auf die Geschichten, die da folgen werden ))))

    • Fräulein Draußen Reply

      Na dann freut es mich doch umso mehr, dass Dir die Liste trotzdem gefällt! 🙂

  2. Hallo Kathrin. Ich bin grosser Fan von Leuten, die ihre Packliste so genau aufschlüsseln! Ich bin erstaunt, dass du keine Regenhülle mitnimmst. Obwohl ich auf Wanderungen meinen Inhalt mit wasserdichten Packsäcken schütze (und nicht mit Abfallsäcken), habe ich immer eine Regenhülle dabei. Sonst wird der Rucksack sehr schnell nass und Wasser ist so schwer zu tragen! Mit einer Regenhülle bleibt er immerhin ein paar Stunden trocken, auch wenn sich danach über die Gurte das Wasser einen Weg nach innen sucht.
    Ich empfehle zusätzlich noch eine Zeckenkarte, um sich die lästigen Biester aus der Haut zu holen. Danach immer schön Körperstelle und Datum notieren, falls man später krank wird.
    Alles Gute! Herzlich, Katharina

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Katharina,

      für mich ist das Konzept mit dem Rucksackliner statt Regenhülle auch neu. Aber nachdem ich mich zu dem Thema ein bisschen eingelesen habe, fiel die Entscheidung auf die Variante Liner. Auf der Vorderseite des Rucksacks gibt es nicht viel, was sich vollsaugen könnte. Und die Polsterung, die da schon deutlich anfälliger ist, befindet sich ja so oder so ungeschützt auf der Rückseite. Zudem habe ich dieses Gefummel bei den Regenhüllen schon immer als sehr nervig empfunden, was dann zur Folge hatte, dass ich die Hülle oft erst viel zu spät aufgezogen hab. 🙂 Das wechselhafte Wetter in Großbritannien würde mich da wohl diesbezüglich irgendwann in den Wahnsinn treiben. Und dann die ganze Zeit dieses Geflatter im Wind! Und dann muss man wieder alles abfummeln, wenn man irgendwas aus dem Rucksack holen will. Die Lösung Müllsack + ein paar wasserdichte Packsäcke für Kleidung, Schlafsack und Elektronik erscheint mir da einfach deutlich praktischer und insgesamt auch effektiver. Aber frag mich in ein paar Wochen nochmal, vielleicht hab ich meine Meinung bis dahin auch wieder geändert. 😉

      Zecken hab ich bisher immer einfach mit einer normalen Pinzette (spitz zulaufend, vorne ausreichend gebogen) entfernt – allerdings nur beim Hund (da dafür reichlich), ich selber hatte tatsächlich noch nie eine! Aber vielleicht ist so eine Karte wirklich praktischer beim Menschen? Da werd ich mich nochmal informieren – und brav Datum / Stelle notieren, danke für den Tipp!

      Viele Grüße
      Kathrin

  3. Hi Kathrin,

    Super interessant deine Packliste zu lesen! Echt cool, dass Du alles so detailliert aufschlüsselst! Hatte mich schon ganz gespannt gefragt wie Du als Bloggerin das mit den ganzen Elektronika machen wirst auf den 2.000km 🙂 Ich hab mich für die Version iPad + Bluetooth tastatur entschieden. Mal schaun wie das so funktioniert. Wünsche Dir ganz viel Spaß und Erfolg auf deiner langen Tour!!

    Vielen Dank für die Verlinkung 🙂

    Alles liebe,
    Alex

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Alex,

      ich wollte auch erst auf ein reines Tablet + Tastatur zurückgreifen, aber hab mich dann irgendwie doch für die etwas umfangreichere Version entschieden – u.a. wegen Photoshop / Lightroom. Ob das wirklich hätte sein müssen, wird sich noch zeigen. 🙂 Danke Dir und gerne!

      Viele Grüße
      Kathrin

  4. Schöne Liste. Ich las bei „Mittel gegen Übelkeit“: Domperignon und fragte mich kurz ob sie wirklich eine Flasche Schampus mitschleppt und wie sie den wohl unterwegs kalt hält:-)
    Gute Reise, beste Grüße aus Berlin, /Jonas

    • Fräulein Draußen Reply

      Bei Übelkeit ist es wichtig, den Champagner warm zu trinken!! Das ist wie bei Erkältung und Bier. 🙂

      Danke Dir!

  5. Hej, super Liste! Du bist außerordentlich gut vorbereitet 😉
    Bin auch gerade dabei, mir eine Regenjacke für Wandern/Trekking zu suchen. Habe mehrmals gelesen/gehört, dass die Paclite zwar schön leicht sind, aber gerade bei schwererem Gepäck langfristig auf dem Rücken reißen oder eben großen Abrieb haben an Schultern und Hüfte. Und das da doch eher 3 Lagen Hardshell widerstandsfähiger wär. Hast du da schon mal Erfahrungen gemacht?

    • Fräulein Draußen Reply

      Hehe, danke. 🙂 Klar, eine Paclite-Jacke ist sicher nicht so widerstandsfähig wie eine robustere Hardshell mit drei Lagen. Der Preis für die Robustheit ist halt mehr Gewicht und Packvolumen. Letztendlich muss man sich einfach überlegen, was einem wichtiger ist, buw. was man mit der Jacke so vorhat. Wie oft/lange wird man unterwegs sein, wie schwer ist der Rucksack, wie sind die Wetterverhältnisse usw. Wenn Du z.B. länger in Schlecht-Wetter-Gebieten unterwegs bist, wo Du nicht so leicht an Nachschub kommst, ist eine robustere Jacke wohl die bessere Wahl. Ansonsten kann eine leichtere Jacke durchaus ein guter Kompromiss sein! Erfahrungen hab ich mit der Kombi Paclite + längere Tour + schwereres Gepäck noch nicht, aber in ein paar Wochen / Monaten dann. 🙂

  6. Ich freu mich riiiiesig, dass du mal wieder eine Packliste hochgeladen hast, liebe es einfach diese durchzustöbern und mir neue Anregungen zu holen (werde im Sommer für 2 Wochen nach Schottland, mit Zelt und Auto 😉 )! Bin auch schon sehr gespannt auf deine Einträge vom großen Abenteuer! Liebe Grüße

    • Fräulein Draußen Reply

      Das freut mich!! 🙂 Ganz viel Spaß in Schottland! Wirst Du allein unterwegs sein oder in Begleitung?

      Viele Grüße
      Kathrin

    • Fräulein Draußen Reply

      Bin auch schon ein bisschen stolz!! 😀

  7. Wow! Wir haben uns ja auch schon viel mit Packlisten beschäftigt, aber so detailliert haben wir das Ganze noch nie betrachtet! Gut, wir haben auch noch nie eine solche Fernwanderung gemacht… Aber wenn wir das mal planen, wissen wir jetzt auf jeden Fall, wo wir uns fürs packen inspirieren lassen können!

    • Fräulein Draußen Reply

      Hihi, ich bisher auch nicht. 😉 Aber bei einer längeren Wanderungen bleibt einem wohl einfach nichts anderes übrig! 🙂

  8. Ich bewundere ja immer die Disziplin Ich hätte dich meinen Kanada Krams packen lassen sollen

    Bald geht’s los 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      Na zumindest den Schlafsack hast Du ja schon mal. 🙂

  9. Bei meinem (gescheiterten?) „Ich-teste-mal-ne-Mehrtageswanderung-mit-vollem-Gepäck“ hatte ich etwa das gleiche Gewicht, hier zum Blogbeitrag:
    https://claowuepotpourri.wordpress.com/2016/03/16/krahenschreck-wandert-in-irland/

    Allerdings hatte ich kein Zelt etc. dabei – naja, dafür Klamotten fürs Theater 😉 20 km waren mit 15 kg voll o.k. zu laufen. Aber ich hatte nicht richtig auf meinen Rucksack aufgepasst bzw. nicht das richtige Material. Blöd gelaufen…

    Was hast du an Tagesstrecke so vor? Oder lässt Du es auf dich zu kommen?

    • Fräulein Draußen Reply

      Zelt… Klamotten fürs Theater… ist ja quasi das gleiche! 😀

      Also ich Durchschnitt sind es etwa 21 Kilometer pro Tag, in der Realität mal mehr, mal weniger. Letztendlich lasse es ich auf mich zukommen, da ich ja nicht auf Unterkünfte angewiesen bin. 🙂

  10. Hallo Kathrin,

    ich liebe ja Packlisten und eine gute Packlistenlektüre ist find ich mindestens so spannend wie eine kleine Abenteuergeschichte. Weil man daran schon das Potenzial erkennt, was die Reise bieten wird. Allein deswegen würde ich ja manchmal gern irgendwelche tollen Dinge einpacken, die ich gar nicht so wirklich brauche aber sich einfach gut machen. Gut, soweit gehe ich dann doch nicht. Was ich sagen möchte: es war mir eine Freude deine Liste zu lesen und bin ein bisschen neidisch auf deine Reise.

    Ich bin gespannt wie du das Zelt findest, ich hab nämlich auch ewig gesucht und mich dann für eins entschieden das ich nun nicht mehr so super finde, weil es nicht freistehend ist (Tarptent Rainbow).

    Und das mim SPOT find ich auch super, bin ich sehr großer Fan davon. Die Version mit OK Taste kannte ich aber gar nicht (kenne es als Notfall-Button/grober Tracking Device beim Segelfliegen). Ich denke das kommt jetzt so auf meine Bucketlist: eine Reise mit Spot machen.

    Liebe Grüße und weiterhin eine schöne Reise und fitte Füße,
    Lea

    • Fräulein Draußen Reply

      Ohja, ich bin auch großer Packlistenfan!! Vor allem natürlich wenn’s um Trekking geht. 🙂

      Von dem Chinook bin ich bisher sehr angetan. Das Innenzelt flattert ein bisschen arg bei Wind, aber vielleicht kann ich das noch irgendwie optimieren. Ansonsten super, musste allerdings bisher auch noch keinem Unwetter standhalten. Das Rainbow soll ja auch super sein, aber ich weiß was Du meinst. Hatte bisher nur nicht-freistehende Zelte und irgendwie hat das schon was mit diesem freistehend…

      Lieben Dank Dir und viele Grüße aus Wales!

  11. Da ich selber gerade eine laengere Wanderung plane habe ich deine Packliste mit großem Interesse gelesen und bin gespannt was du am Ende zu erzählen hast.
    Ach und noch was… Bitte, schreib den Artikel über die Schuhe, ich bin am verzweifeln…

    • Fräulein Draußen Reply

      Haha, das kann ich so gut nachvollziehen!! 🙂 Was planst Du denn für eine Wanderung?

  12. Hi Kathrin,
    echt gut durchdachte Packliste!! Danke für die Mühe, dass alles so detailliert aufzulisten und zu beschreiben! 🙂

    Ich hätte nur eine einzige Ergänzung aus eigener Erfahrung aus meinem Gap Year in Schottland:
    Sehr hilfreich sind, besonders wenn man mal in der Dämmerung/Dunklen (an Straßen UND im Gelände) unterwegs ist -ich weiß, es klingt blöd- sind eine Warnweste, eine neongelbe Rucksack-Regenhülle und/oder andere Reflektoren. Auch auf den kleinen Straßen wird sehr geheizt. Wenn man mal abends von einem schönen Spot zum Lager zurück geht, ist das enorm gefährlich. Aber auch fernab von Straßen sollte man in der Dämmerung auf Sichtbarkeit achten, denn in Schottland gehört die Jagd (v.a. Rotwild, Moorschneehühner) zu den sehr verbreiteten Aktivitäten und ist auch ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Wenn es in nicht allzu großer Entfernung zu einem plötzlich laut knallt, geben neongelbe Regencapes und Warnwesten ein starkes Sicherheitsgefühl. Gesehen werden ist dann höchste Priorität. Nicht jeder Jäger mitten in der schottischen Pampa erwartet das plötzliche Auftauchen von Wanderern.
    Ich bin echt kein Angsthase, aber zwei Erlebnisse haben mir eine Warnweste und ein Neongelbes Regencape zur Grundausrüstung gemacht:
    Einmal war ich in eher gedeckten Farbtönen in der fortgeschrittenen Dämmerung an einer schmalen Straße (Isle of Skye) ohne Taschenlampe und Reflektoren o.ä. (dachte, dass ich vor der Dämmerung wieder zurück bin) unterwegs und musste bei jedem Auto in den mit Brombeeren zugewachsenen Straßengraben flüchten, weil ich nicht rechtzeitig gesehen wurde und dementsprechend auch nicht/zu spät abgebremst wurde.
    Ein anderes Mal habe ich einen heidebewachsenen Hügel mitten im Nirgendwo bestiegen. Auf dem Rückweg vielen in unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse hangabwärts. Tagsüber. Die getarnten Schützen durch die Geländestruktur nicht sichtbar. Und ich somit für diese wahrscheinlich auch nicht. Das neongelbe Regencape und mehrere neongelbe Reflektorenbänder, die ich dann „montiert“ habe, haben mich aber echt beruhigt…

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Vincent,

      danke für Deinen hilfreichen Kommentar, Du hast absolut Recht damit! Hab das auch schon auf dem Radar, da ich in der absoluten Jagd-Hauptsaison in den Highlands sein werde. Vielleicht lege ich mir was entsprechendes aber auch schon vorher zu. Gerade ist es zwar noch zu lange hell für Dämmerung, aber selbst bei Tageslicht wird man damit ja besser gesehen. Und nach einigen doch sehr rasanten Straßenabschnitten, die ich jetzt schon laufen musste, ist das glaub ich ECHT ne gute Idee… oder ich setz mir einfach gleich ein großes Blinklicht auf den Kopf?! 😉

      Danke nochmal, hast mich überzeugt.
      Kathrin

  13. Servus Kathrin,

    Vielen Dank für die wertvollen Anregungen, die ich aus deiner Packliste für meine eigene entnehmen konnte. Das war wirklich eine große Hilfe!
    Was ich Dich noch fragen wollte:
    Warum hast Du Micropur flüssig mitgenommen obwohl Du einen Wasserfilter dabei hattest und hast Du das Zeug dann tatsächlich gebraucht?
    Warum hast Du „Crocks“ statt Badeschlappen mitgenommen?

    Servus Pierre

  14. Hi Kathrin,
    toller Blog. Immer wieder inspirierend 🙂
    Kannst du etwas dazu sagen, wie das wandern mit den Gamaschen war? Also hast du sie viel gebraucht, schwitzt man darin?
    Liebe Grüße
    Jen

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Jen,

      danke Dir! 🙂 Ich hab die Gamaschen nur selten angehabt. Nur wenn der Matsch wirklich über die Ränder der Schuhe ging, was vor allem auf dem Pennine Way der Fall war. Schwitzen tut man unter denen schon, auch wenn das Unterschiede gibt (in Gamaschen mit Goretex schwitzt man z.B. mehr als in solchen ohne). Aber die sind ja auch schnell an- und wieder ausgezogen. Und ein bisschen Schweiß ist immer noch besser als jede Menge Matsch im Schuh! 😉

      Liebe Grüße,
      Kathrin

  15. Pingback: Trekking-Packliste

  16. liebe Kathrin,

    ich will demnächst mit deiner Packliste unterm Arm ins Outdoor-Geschäft, um mich für meine angedachte England-Wanderung auszustatten. Gibt es eine (PDF-)Druckversion für die diversen Listen? Das würde ein Abspeichern bzw. Mitnehmen der Liste vereinfachen 🙂

    herzliche Grüße und ein riesiges Dankeschön für deine tollen Tipps!
    Anke

  17. Hi Kathrin
    Sounds like you had a great adventure. I was hoping you could help me….. I am planning a trip for this summer in Canada and was wondering about the tent you used. I have been in contact with Big Sky about the Chinook 1 person tent and the Revolution. You had the Chinook? Did it keep you dry? Which interior fabric did you have? Did the guy ropes keep the outer off the tent in wind and rain? Thanks. Karen

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Karen,

      I had the Chinook 1p lus with a solid inner and yes, it kept me dry. When it was really windy / rainy, the outer tent came to cuddle with the inner one sometimes, but still no water came through. I haven’t had the worst of all weathers gladly (no major storms etc.), but there were definitely some bad days and I haven’t encountered any problems. I really think you should be fine with that tent in Canada!

      Have a good trip,
      Kathrin

  18. Hi Kathrin, eine wirklich sehr schöne und detailierte Packliste die du veröffentlicht hast!
    Ich wollte auch mal nachfragen, wie sich die Regenjacke mit dem Paclite so geschlagen hat? Das Zelt scheint sich ja richtig gut gemacht zu haben?
    Bin letztes Jahr den WHW in Schottland gelaufen…allerdings mit deutlich „robusteren“ Sachen und dementsprechend auch Gewicht :(.

  19. Hallo Kathrin,

    eine super Packliste! Aber eine Frage habe ich dann doch noch…

    Weder in der Kategorie Kleidung noch bei „Kosmetik“ finde ich irgendwas, womit man die Kleidung waschen kann. Wie hast du das gehandhabt? Nach der Unterhosen-Anzahl zu schließen musst du ja zumindest alle 2-3 Tage irgendwie gewaschen haben.

    Danke für die Erklärung für einen Fernwander-Anfänger

    Grüße
    May

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi May,

      die Kleidung hab ich einfach mit Seife oder Duschgel oder was es gerade so gab gewaschen. 😉 Hat seinen Zweck auch erfüllt. Und an Pausentagen hab ich mir so eine Reisegröße Waschmittel geholt, falls die irgendwo zu haben war…

      Viele Grüße,
      Kathrin

  20. Hi Kathrin,

    unglaublich gute Packliste! Vielen Dank fürs Zusammenstellen!
    Aber kannst du denn als Sitzkissen etwas bestimmtes oder eine bestimmte Art empfehlen? Das fehlt mir nämlich noch und ich dachte, du kannst da auf jeden Fall was gutes empfehlen.

    Viele Grüße,
    Matthias

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Matthias, das muss eigentlich nichts besonderes sein, so ein einfaches dünnes Ding, dass es überall für wenige Euros gibt, reicht vollkommen aus, finde ich. Da würde ich mir nicht unnötig Gewicht aufhalsen…

  21. Liebe Kathrin

    Ich habe Deine Seite erst jetzt entdeckt (gemeinsam mit meiner Leidenschaft für’s draussen sein) und bin ganz angetan von Deinen Texten und Tipps. Merci dafür! 🙂

    Gibt es zu dem Chinook Zelt einen abschliessenden Bericht? Bisher war ich mit dem Biwak draussen und sehne mich jetzt nach ein bisschen mehr „Sicherheit“ und Komfort.

    Herzliche Grüsse, S.

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Stefanie,

      na dann mal herzlich Willkommen her! 🙂 Und vielen Dank! Zum Chinook hab ich bisher noch keinen Testbericht geschrieben, aber an sich war ich sehr zufrieden damit. Letztendlich hängt es natürlich auch sehr davon ab, wo Du so unterwegs bist. Gerade in Australien hab ich zum Beispiel das MSR Hubba NX dabei, das gefällt mir auch sehr gut. Etwas leichter als das Chinook und komplett freistehend, dafür weniger Platz und – das nehme ich jetzt einfach mal an – auch etwas weniger wetterfest.

      Viele Grüße,
      Kathrin

      • Vielen Dank für Deine rasche Antwort!
        Ich bin meist in den Schweizer Bergen unterwegs – wetterfest ist also definitiv ein Plus.

        Dir noch viel Spass im Karijini Nationalpark 🙂

        Liebe Grüsse, S.

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