So, jetzt ist es soweit. Nach all den Hochglanz-Instagram-Momenten muss ich jetzt endlich auch mal ein bisschen Frust ablassen. Denn wie so oft hat die Medaille zwei Seiten, und bei Langstreckenwanderungen erst recht.

Schon seit Anbeginn meiner Wanderung durch Großbritannien, und besonders seit ich die Küste verlassen habe, gibt es da diese Dinge, die mir zeitweise den letzten Nerv rauben.

Welche Dinge das sind und welchen Einfluss diese auf den weiteren Verlauf meiner Wanderung durch Großbritannien haben bzw. haben könnten, das erzähle ich Dir jetzt.

1. Bssss… Bremsen

Bssssss…. aha! Mein geschultes Ohr erkennt die Bremse mittlerweile schon an ihrem Geräusch. Ich bleibe ruckartig stehen. Bremse fliegt mir daraufhin erstmal ins Gesicht. Ich verscheuche sie. Früher hätte ich an dieser Stelle panisch um mich geschlagen, mittlerweile warte ich aber professionell, bis die Bremse sich irgendwo niederlässt, wobei ich die Rückseite der Beine mit wirkungsvoll wedelnden Trekkingstöcken schütze. Dann schlage ich zu. Meine Erfolgsquote liegt so bei 95%, gebissen werde ich kaum. Und dennoch geht diese Prozedur auf Dauer ganz schön auf die Nerven. Manchmal bin ich kurz davor mein Schicksal einfach hinzunehmen, nur damit ich endlich mal eine halbe Stunde am Stück gehen kann.

2. Enge, viel befahrene Straßen

Auch wenn die Straßen sich auf meiner bisherigen Route zugegebenermaßen in Grenzen hielten, ein paar Vertreter davon waren ganz schön grenzwertig. Kleine enge Straßen, auf denen kaum zwei Autos nebeneinander Platz haben – und ich mittendrin! Wenn ich Glück habe, gibt es auf der Seite einen schmalen Grünstreifen, auf den ich notfalls flüchten kann. Wenn ich Pech habe, gibt es keinen. Und dann heißt es hoffen, dass der Autofahrer in der Kurve nicht gerade niesen muss…

PSX_20160725_091418

3. Zu teure Unterkünfte

Was die Unterkünfte bzw. das Zelten angeht, war meine Brille während der Planung leider etwas zu rosarot. Ja, theoretisch könnte man hier sicher 95% der Zeit irgendwo sein Zelt aufschlagen. Aber das würde bedeuten, dass man im Zweifelsfall keinerlei Ansprüche an seinen Zeltplatz stellt. Und das trifft leider nicht auf mich zu. Ich zelte gerne, wenn die Umgebung in irgendeiner Art und Weise schön oder zumindest passabel ist, wenn ich mich dort sicher fühle und wenn ich mir am Morgen sicher sein kann, dass ich nach einem langen Wandertag nicht erst noch drei Stunden nach einem geeigneten Stellplatz suchen muss. Ich zelte nicht gerne, wenn diese Kriterien nicht erfüllt sind. Und das ist leider des Öfteren der Fall, vor allem fernab der einschlägigen Wanderwege und in den von Zivilisation durchzogenen Gebieten, wo dann gleichzeitig auch Campgrounds und (bezahlbare) Unterkünfte sehr spärlich gesäht sind. Und so habe ich in den letzten Wochen leider doch öfter als mir lieb ist auf ein teures Hotelzimmer zurückgreifen müssen.

Das ist im Prinzip zwar in Ordnung, aber auf Dauer frustriert es schon ein bisschen, die ganze Zeit Geld für Dinge auszugeben, die man so eigentlich gar nicht will. Noch mehr frustrieren würde es mich allerdings, morgens loszuziehen ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, ob ich am Abend irgendwo ein passendes, abgeschiedenes Plätzchen für mein Zelt finden werde, auf dem KEINE Kühe grasen. …womit wir auch schon beim nächsten Problem wären:

4. Aufdringliche Kühe

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens einer Kuhherde begegne! Und meistens sind es deutlich mehr. Während die das auf dem South West Coast Path irgendwie noch einigermaßen gewöhnt waren, werden sie hier abseits der einschlägigen Wanderwege zu einem echten Problem für mein (zumindest geistiges) Wohlbefinden. Anstatt abzuhauen wie Schafe oder mich einfach zu ignorieren wie Ponys machen die Kühe hier es sich scheinbar zur Aufgabe, in versammelter Mannschaft auf mich zuzulatschen und mich zu verfolgen, sobald ich ihre Weide betrete. Und auch wenn ich weiß, dass Kühe im Prinzip einfach nur neugierige, kurzsichtige (!) Tiere sind, kann man das ihren wirren Augen und den behörnten Tonnen an Körpermasse irgendwie nicht so ganz abnehmen. Zudem gibt es ja immer wieder mal diese schönen Nachrichten von teils tödlichen Zwischenfällen mit Wanderern und Kühen und die UK-Wanderforen sind voll von komischen Geschichten.

13698151_1252669868085856_4398592748335257870_o

Und spätestens seit meiner Nacht in den Quantock Hills neulich ist endgültig vorbei mit mir und den Rindern: Nach einem 30km-Tag habe ich nach einigem Suchen endlich 2 Quadratmeter gefunden,die nicht von Schafen vollgesch****** waren, mein Zelt aufgebaut und wollte gerade zur Essenszubereitung übergehen, da dreh ich mich um und sehe eine stattliche Kuhherde inklusive Jungtieren und Stier (!) den Weg entlangkommen. Erst dachte ich noch, dass sie sich vielleicht nicht für das Zelt interessieren, wenn sie mich nicht sehen. Fehlanzeige. Dann dachte ich, ich könnte sie vielleicht mit Rufen und Rumfuchteln auf Abstand halten. Fehlanzeige. Also blieb mir nur, schnell meinen zum Glück noch nicht ausgepackten Rucksack zu schnappen und mich aus dem Staub zu machen.

Aus der Ferne musste ich dann zusehen, wie die ganze Schar sich um mein Zelt versammelt. Ich habe einfach nur inständig gehofft, dass sie mein Zelt nicht kaputt machen. Ein Tritt mit dem Huf, eine falsche Kopfbewegung hätte ausgereicht und ich hätte mich schön um 8 Uhr abends, hungrig und mit schmerzenden Füßen, an den Abstieg machen, irgendwo klingeln und um ein Lager für die Nacht betteln können.

Zum Glück war ihnen das Zelt nach ein paar Minuten, die mir vor kamen wie die Unendlichkeit, zu langweilig und sie gingen weiter ihres Weges. Selbiges tat ich dann natürlich auch, denn auf noch eine Begegnung hatte ich definitiv keine Lust. Wenig später konnte ich mein Glück kaum fassen, als ich auf einen Zaun traf, der groß mit „stock proof“ beschriftet war. Endlich in Sicherheit stellte ich mein Zelt mitten auf dem Weg auf (es war ja schon spät und ich nahm an, dass es einen Grund gab, warum die Vegetation dort geschützt werden sollte), kochte eine Portion Instant-Nudeln und verfluchte die ganze Welt.

DSC01886

5. Zugewachsene Wege

Definitiv der Gewinner in Sachen mieser Wanderbegleiter! Seit ich den South West Coast Path verlassen habe, kämpfe ich mich täglich durch mannshohe Maisfelder, riesige Brennessel- und Distelansammlungen, wirre Wiesenlandschaften und vieles mehr. Auf Dauer ist das ganz schön zermürbend. Und leider wird das im Laufe meiner Wanderung auch nicht besser werden – zumindest nicht jenseits der National Trails wie dem Pennine Way, Offa’s Dyke Path usw. Hier verläuft meine Route nämlich größtenteils über „Public Footpaths“, also Wege, die über privates Gelände führen und im Rahmen eines öffentlichen Wegerechts für jedermann/-frau begehbar sind. Im Prinzip eine gute Sache, aber vielleicht nicht gerade im Hochsommer, denn „begehbar“ bedeutet in der Theorie leider etwas anderes als in der Praxis. Manche Landbesitzer halten die Wege zwar frei von Gestrüpp, anderen wiederum ist das aber ziemlich wurscht. Und das heißt dann eben, dass man sich jetzt im Hochsommer oftmals wünscht, man hätte der Packliste eine Machete hinzugefügt.

PSX_20160725_091628

Und was hat das alles jetzt für Auswirkungen auf meine Wanderung?

Mir war natürlich bewusst, dass diese Wanderung nicht immer idyllisch und ein pures Wandervergnügen sein wird. Dafür ist Großbritannien viel zu dicht besiedelt. Mir war auch klar, dass es schlechte Tage geben wird, Tage an denen ich mich durchbeißen muss. Aber ich ging eigentlich davon aus, dass Müdigkeit und Erschöpfung, schlechtes Wetter oder Einsamkeit die Herausforderungen sein würden, die es zu meistern gilt. Und nicht Rindsviecher, Maisfelder, Raser und andere „Freuden“ der Zivilisation. Das ist definitiv nicht die Art von Herausforderung, die ich gesucht habe und auch definitiv nicht die Art von Herausforderung, der ich mich auf Dauer stellen will. Wenn es wenigstens irgendein Gestrüpp in einem Urwald Südamerikas oder der Wildnis Alaskas wäre, durch das ich mich da kämpfen würde, dann wär das ja noch irgendwie akzeptabel. Aber hier kommt mir das einfach so völlig sinnlos vor.

Das Hauptproblem ist wohl, dass ich hier gerade im Hochsommer unterwegs bin, in dem alles von Brennessel über Bremse bis Tourist (=Hotelpreise) und Maisfeld so ziemlich alles Hochsaison hat, was nervt oder irgendwie nerven könnte. Der Autor meines Wanderbuches ist im April gestartet und hatte da mit Sicherheit deutlich weniger Probleme.

Nachdem ich mich gestern von Bridgwater aus eine halbe Stunde durch hohe Maisfelder und Distelansammlungen gequält habe, nur um dann festzustellen, dass ich leider auf der falschen Seite der Hecke gelaufen bin und nun vor einem Kanal stehe, über den zwar eine Brücke führt, aber eben leider auf der anderen Seite der Hecke (3 Meter von mir entfernt und doch unerreichbar), daraufhin alles zurückgelaufen bin – sogar noch mit dem Willen, es auf der anderen Seite zu probieren – welche dann aber völlig undurchdringlich bewachsen war, habe ich einen Entschluss gefasst und mir gesagt: Zum Teufel mit dem Du-musst-alles-zu-Fußgehen-Blabla, ich buch jetzt ein Zugticket!

Und so habe ich mich heute in einen Zug gesetzt und den vier bescheidenen Tagesetappen, die mich von Bridgwater nach Chepstow bringen sollten, gepflegt den Stinkefinger gezeigt. Durchwandert Eure Maisfelder doch selber, pah! Und die 4km lange Autobahnbrücke über den Bristol Channel könnt ihr auch gerne selbst behalten. Vielen Dank.

Hier in Chepstow beginnt der Offa’s Dyke Path – endlich wieder auf einem National Trail! Gut, Bremsen machen vor dem nicht Halt. Aber es gibt eine Infrastruktur in Form von Campingplätzen und mehr Auswahl an Unterkünften, falls es mal nix wird mit dem Zelten, ich muss keine nervenaufreibenden Straßen laufen, die Kühe sind wieder besser an Wanderer gewöhnt und – das allerallerwichtigste – auf den National Trails gibt es Leute, die regelmäßig die Wege freischneiden! Heureka!!

Wie ich nach Offa’s Dyke weiter mit diesen bescheidenen Routenabschnitten umgehen werde, das weiß ich jetzt noch nicht so genau. Ich möchte nach wie vor gerne den kompletten Weg zu Fuß gehen, aber Fakt ist, dass mir noch zwei längere Abschnitte bevorstehen, auf denen sich all diese Probleme ständig wiederholen werden. Zum einen wäre da der Abschnitt zwischen dem nördlichen Ende des Offa’s Dyke Path und dem südlichen Beginn des Pennine Way und zum anderen der zwischen dem nördlichen Ende des Pennine Way und dem Beginn des West Highland Way. Vielleicht werde ich nochmal versuchen, mich durchzukämpfen, vielleicht packe ich auch wieder den zugförmigen Stinkefinger aus.

Jetzt erstmal werde ich jedenfalls den kompletten Offa’s Dyke Path entlang der englisch-walisischen Grenze laufen und nicht nur die ersten fünf Tagesetappen, wie in der Hauptroute meines Guidebooks vorgeschlagen. Und darauf freue ich mich schon sehr. Mit dem Rest beschäftige ich mich dann wenn es soweit ist.

Wenn ich irgendwie eine Route finde, auf der man einigermaßen unbehelligt laufen kann, werde ich es durchziehen. Aber wenn ich keine finde, werde ich mich nicht bis zum völligen Tiefpunkt irgendwie da durch quälen, sondern mich im Zweifelsfall lieber den schönen Seiten des Wanderlebens widmen.

Weil wenn am Ende meiner Wanderung auf dem Pokal steht „Ging zu Fuß durch Großbritannien. Naja, zumindest zu 90%. Für den Rest nahm sie den Zug, das alte Weichei.“, dann soll mir das auch recht sein. Weil dann werde ich mir nen fetten Edding schnappen und dazu schreiben „Hatte aber wenigstens Spaß dabei, ällabätsch.“


Durch was für widrige Umstände musstest Du Dich denn schon auf Deinen Wanderungen kämpfen? Erzähls mir im Kommentarfeld! Denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

32 Comments

  1. Richtige Entscheidung Kathrin! Ein Hoch auf die öffentlichen Verkehrsmittel – sagt ein trotz täglichem Sbahn Chaos nicht gestresster Wanderfreund, der gerne mal auch zur nächsten U-bahn läuft, wenn die S1 wegen Böschungsbränden wieder nicht fährt.

    • Fräulein Draußen Reply

      Die denken sich doch immer wieder was neues aus, die miesen Halunken. Aber bald hat das mit der S-Bahn ja ein Ende. 🙂 Viele Grüße!!

  2. Hey du, über meinen lieben Arbeitskollegen Simon, den alten Norwegen-Wanderer, auf dich aufmerksam geworden, verfolge ich ein bissl deinen Blog 🙂 Und ich musste grad doch herzhaft lachen, als ich mich in deinen Erzählungen hier selbst wiedergefunden habe… Es ist zwar schon einige Jahre her, dass ich den Beacons Way in Wales gelaufen bin, aber hey, was hab ich Kühe und Schafe, insbesondere jedoch deren Hinterlassenschaften verflucht!

    Kaum ein Kilometer, auf dem ich nicht in irgendwelche Tretminen hineingelatscht bin. Okay – zugegeben, wenn erstmal die dritte Lage getrockneter Dung über den Schlappen klebt, sind die Teile wasserdichter als jeder gewachste Volllederschuh…. aber, der absolute Gipfel des Hasses war erreicht, nachdem ich auf einer nassen (sehr abschüssigen) Wiese ausgerutscht bin und gefühlte 30 Meter auf dem Allerwertesten durch haufenweise Schei** geschliddert bin. Naja gut denkt man sich, machste halt nix. Zum Glück hat’s an dem Tag 32km lang durchgeregnet. Da war das dann auch egal ^^

    • Fräulein Draußen Reply

      Haha! Hiiiilfe!! Da bin ich ja glatt noch glimpflich davon gekommen bisher. 😀 Aber schön, dass Du durch den Regen dann wenigstens wieder ein bisschen gereinigt wurdest. 😉 Danke für die Story und willkommen hier!

  3. Ich komme gerade vom Ben Nevis zurück. Der Berg ist ja prinzipiell nicht hoch, aber durch das Geröll und die Steine ziemlich schwer zu begehen. Wir hatten letzten Dienstag perfektes Wetter, strahlenden Sonnenschein und waren stolz, oben angekommen zu sein. Der Rückweg war dann für die Knie eine Tortur. Nie wieder werde ich auf diesen Berg wandern. Aber geschafft ist geschafft!

    • Fräulein Draußen Reply

      🙂 Auf den möchte ich auch kraxeln, wenn es das Wetter irgendwie zulässt. Als ich zum letzten Mal dort war, war das leider nicht so der Fall! 😀 lg

  4. Haha, du hast so Recht! Und wer dich da Weichei nennt, ist selber eins – soll dir erst mal wer nachmachen 🙂
    Ich wünsch dir jedenfalls noch alles Gute für die Reise und les sicher weiterhin mit. Ich mag weitwandern ja auch sehr gern, meine längste Tour waren aber bisher 5 Tage am Alpe Adria Trail, also durchaus noch ausbaufähig, hehe
    Alles Liebe,
    Carmen
    http://www.goodblog.at

    • Fräulein Draußen Reply

      Haha, vor diesem Trip waren meine längsten Touren auch nicht länger als das. 🙂 Aber der Mensch wächst ja mit seinen Aufgaben. 😉 Danke Dir!!

  5. Hallo Kathrin,

    ich bin, zum Glück noch vor deiner Reise, auf deinen Blog aufmerksam geworden und verfolge deine Reise seither auf allen möglichen Medien. Ich finde die Idee einmal über die Insel zu marschieren nach wie vor faszinierend und habe einen riesen Respekt vor deiner Entschlossenheit und deiner bisherigen Leistung.
    Dass es bei einer solchen Reise auch Schattenseiten gibt, machen deine herrlichen Bilder und deine Kommentare dazu ganz schnell vergessen. Schön dass du jetzt auch diese Schattenseiten mit uns teilst.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen das bald wieder die schönen Momente die „nervigen fünf“ in den Hintergrund rücken. Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, wie du den weiteren Weg bestreitest! Ob zu Fuß, mit dem Zug, auf dem Rücken einer Kuh, mit einem Fesselballon oder im Handstand, das soll dir erst mal jemand nachmachen!
    Wichtig ist doch das du an deiner Reisen nicht den Spaß verlierst. Am Ende wirst du dich dann sowieso eher an die schönen Momente erinnern.

    Alles Gute für deinen weiteren Weg!

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke für Deinen lieben Kommentar, Chris! 🙂

  6. Uns begegnete im Frühjahr ein anderer „Durchquerer“, der zumindest einen Teil seines Weges zum WHW am Forth & Clyde entlangging. Die Treidelpfade dort sind gut instandgehalten – nur werden da die Radler nervig…kommt natürlich darauf an. wo Du in Schottland unterwegs sein wirst. ♥nic

    • Fräulein Draußen Reply

      Von den Treidelpfade hab ich in einem anderen Erfahrungsbericht auch schon mal als gute Alternative gelesen. Das muss ich mir dann mal genauer ansehen auf der Karte. Danke für den Tipp!!

  7. Ich finde, du triffst die richtige Entscheidung. Klar ist es toll, sagen zu können, man ist alles ALLES, aber auch alles gelaufen – aber wenn die Freude fehlt, die Freude am Wandern, am Unterwegssein, weil man sich überall durchkämpfen muss, weil die Strassen schlecht sind, dann muss man den Plan überdenken. Ich finde, manchmal ist der härtere Weg das Umdenken – und nicht das Durchziehen. Weiter so!

  8. Pingback: Chat-Interview mit Kathrin Heckmann: "Abwaschen? Was ist das?" - bruderleichtfuss.com

  9. Astrid - die mit dem Rad in GB Reply

    Hast alles RICHTIG gemacht. Es ist Deine Wanderung mit Deinen Entscheidungen.

    Du hast nach wie vor meinen vollen Respekt. Denn sich bewusst für Bus oder Bahn zu entscheiden ist nicht leicht. Das zeigt nur Deine Stärke. Du wanderst halt mit Verstand und nicht mit dem Kopf durch die Wand. Weiter so

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke liebe Astrid (die mit dem Rad durch GB 🙂 )!!

  10. Hallo Kathrin,

    Kopf hoch! Alles richtig gemacht. Mit Frust zu wandern, ist sinnlos und macht keinen Spass! Es wird der Tag kommen, an dem Du drüber lachst … und mit Freuden auch an diese Sch…tage zurückdenkst.

    Fussige Grüsse, Jana

  11. Richtige Entscheidung! Was soll die Quälerei? Spaß soll es doch machen – meistens zumindest! Danke, dass ich teilhaben kann, hier und auch auf Instagram. War im Juni in England und hab Fernweh, da helfen deine Fotos 🙂

  12. Bettina Kaiser Reply

    Hallo Kathrin, ich wünsche Dir einen guten Verlauf für deine Tour und auch wenn es mal nicht so gut läuft viele schöne Erlebnisse und Eindrücke! Pass gut auf Dich auf.
    Ganz liebe Grüße
    Bettina

  13. Du bist der Hammer!
    Ich verfolge deinen Blog und deine Reise unglaublich gerne und es gehört viel Mut dazu so eine Reise anzutreten. Aber noch viel mehr Mut wird gebraucht, seine eigenen Grenzen zu erkennen und sich selbst einzugestehen: Jetzt reichts! Dafür meine absolute Hochachtung. Und dann legst du noch eine Schippe drauf und erzählst uns auch noch davon: Ich bin restlos begeistert und voller Bewunderung für deinen scheinbar grenzenlosen Mut und Tatendrang.
    Ich danke dir, dass du mit der Hochglanz-Filter-Romantik von Instagram aufräumst und einfach mal zeigst das ein solches Unterfangen nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen ist. Bilder zeigen eine schöne Situation im tollen Licht, während hinter der Kamera ein Schwarm Bremsen und eine Horde Kühe durch das eben durchgeschlagene Maisfeld auf dich zupreschen.
    Vielen vielen Dank für diesen Einblick!

    • Fräulein Draußen Reply

      Liebe Andrea, vielen Dank für deinen lieben Kommentar!!! 🙂 An der Sache mit dem vor und hinter der Kamera ist was wahres dran, hihi. 🙂

  14. Pingback: Meine Lieblingsfundstücke im Juli 2016 - soschy on tour

  15. Ja, die zugewachsenen Wander-Wege und das Problem diese engen Straßen entlangzugehen kenne ich. Allerdings „nur“ von Tagestouren. Auf diesen fand ich die Straßen total nervtötend, wenn man alle 10 Schritte wieder auf das Gras am Wegesrand flüchten muss, da sich ein Auto mit hoher Geschwindigkeit nähert… Die zugewachsenen Wanderwege dagegen war ein kleines Abenteuer. Der Pfeffer sozusagen, der es interessanter machte. Aber da sieht man den Unterschied zwischen Tagestour mit Tagesrucksack und Long-Distance-Wanderung mit vollem Gepäck. Auf letzterer würde mir das auch keinen Spaß mehr machen.
    Hut ab, dass Du den Plan geändert hast. Das zeugt von wahrer Größe. Es ist Deine Wanderung. Deine Pläne. Deine Regeln und – wie Du schon sagst: Hauptsache Du hast Spaß – und erzählst uns davon 😉

    • Fräulein Draußen Reply

      Jaaaa, so für einen gewissen Zeitraum kann man sich durch sowas immer ganz gut durchkämpfen, aber wenn kein Ende abzusehen ist, wird’s schwierig.

      Erzählen werde ich auf jeden Fall! Selbst wenn die Überschrift irgendwann lauten sollte „Die schönsten Bahnstrecken Großbritanniens“. 😀 😀 Danke Dir!

  16. Geh los mit Bremsen! Auf der Altmühl-Etappe zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen haben die uns im Juni diesen Jahres ganz schön genervt. Und Konfuzius sagt: wer im Boot sitzt, soll nicht nach den Bremsen fuchteln.
    Ansonsten gibt es nur eine (heimische) Insektenart, die ich mehr hasse und fürchte: Zecken. Im Juli 2011 auf [dem] Bohusleden (wo zudem das von Dir beschriebene Überwucherungsproblem auftrat) hatte ich auf einer Etappe 7 Stück am Körper, eine fand sich sogar noch am Ziel in der ausgezogenen und zur Kontrolle auf links gedrehten Hose! Bin zwar FSME-geimpft und übe am Hund regelmäßig das fachgerechte Entfernen der Lästlinge, aber ’ne schnuckelige kleine Borreliose will man sich ja auch nur höchst ungern einfangen.
    Und dann nerven beim Wandern in abgelegenen Gebieten mit intensiver Forstwirtschaft die riesigen Kahlschläge, durch die voller Profitgier rücksichtslos sämtliche Spuren einstmals in mühevoller Kleinarbeit ehrenamtlich aufopferungsvoll markierter Wanderwege unauffindbar getilgt werden. Auf solchen künstlichen Lichtungen haben wir in Schweden oder in den Alpen manche wertvolle Lebensstunde mit Über-Baumstümpfe-Stolpern auf der Suche nach dem Anschluß vergeudet…
    Oder der rasende Durst, wenn bei 30° die mitgenommenen 2 Liter Wasser nicht ausreichen und kein Trinkwasser weit und breit zu haben ist. Von Bier nicht zu reden.
    Wenn sich die jahrzehntealten Knie unvermittelt melden und so den Abstieg zur Tortur machen….
    ……der Kumpel seine neuen Schuhe entgegen anderslautender Meldungen DOCH nicht ausreichend eingelaufen hat und nun wegen der Fünfmarkstückgroßen Blasen eine Fr…. zieht. Oh mein Gott, hab ich gerade „Mark“ geschrieben?
    Wenn es steil bergauf geht. Oder bergab. Es zu heiß ist. Es schneit (so wie am 30.4.2015 auf dem Pennine Way)…

    Ich merke gerade, das sind ja unglaublich viele Gründe, zuhause zu bleiben. Macht man aber nicht. Denn Gründe FÜR das Draußensein füllen mindestens einen ganzen Blog.
    So wie Deinen wunderbaren hier!!
    Gruß von der Förde!
    O.

  17. hallo,
    ich sitze gerade in Bath. Ich habe bereits 1600 km hinter mir und freue mich auf die letzten 3 Wochen auf das Exmoor und den SWCP. Gruesse Rainer

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Rainer,

      schön was von Dir zu hören! 🙂 Hatte Dir zwischendurch mal gesmst, aber da hat wohl irgendwas nicht so funktioniert. 🙂 Da hast Du es ja bald geschafft! Super!! Bei mir ist jetzt ungefähr Halbzeit, mache gerade eine kleine Pause vom Pennine Way. 😀 Grüß mir den Coast Path und alles Gute für den Endspurt

  18. Auf Kühe reagiere ich inzwischen auch allergisch. Die haben auf Bergen nix zu suchen. Zumindest könnte man die Wege irgendwie um die Weide machen…

  19. André Hänel Reply

    Ich möchte mich mal anschließen und mal sagen das ich dich und was du machst bewundere und den nicht vorhandenen Hut ziehe..Meine Frau und ich sind auch viel und gerne draußen und unterwegs..Geplant ist für 2017 eine Auszeit mit noch keinem genauen Ziel.. Ein riesen Dankeschön das wir alle an deinen Vorhaben teilhaben dürfen ..
    P.s. Ein Satz von dir ist cool.. Du liebst schlechtes Wetter. . Das sagen nicht ganz so viele freiwillig 🙂

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke André! 🙂 Und schon jetzt eine schöne Auszeit! Auszeiten sind das allerbeste. 😀 lg

Write A Comment