Eigentlich ist es ja ganz angenehm, dieses schwere Gefühl in den Beinen nach langen Wanderungen. Da weiß man, dass man was geschafft hat. Fühlt jeden Höhenmeter, jeden Felsvorsprung, jeden Meter Forstweg. Aber spätestens bei mehrtägigen Wanderungen können diese schweren Beine auch ganz schön nervig sein. Am liebsten will man gar nicht wieder in die Schuhe schlüpfen. Und die ersten Höhenmeter fühlen sich an als hätte man Beine aus Blei.

Ein Umstand, den man als Wanderer als gegeben hinnimmt. Das gehört eben dazu zum Wandern. Und gehörte es auch für mich. Bis CEP bei mir anklopfte und fragte, ob ich nicht mal ein Paar ihrer Kompressionssocken der Kategorie „Outdoor“ testen wolle.

Kompressionssocken kannte ich bisher nur von alten Frauen im Flugzeug und den (über)ambitionierten Läufern aus diversen Münchner Stadtparks, bei denen es obligatorisch ist, dass Socken und Jacke in der gleichen grellen Neonfarbe getragen werden müssen. Für mich als naturverbundene Wandersfrau war das natürlich nichts. Back to the roots und so. Und überhaupt funktioniert dieses neumodische Zeugs ja sowieso nicht.

Doch trotzdem – oder gerade deswegen – war ich neugierig auf die Wanderkompressionssocken, die es glücklicherweise völlig ohne grell und neon gab. Für den Test entschied ich mich für die Mid-cut-Variante, die nicht wie die typische Kompressionssocke über den ganzen Unterschenkel geht, sondern nur etwa halb so lang ist. Damit fühlte ich mich weniger „durchtechnisiert“ und mit meinen Laufleggings, die ich immer zum Wandern trage, war das auch besser vereinbar.

DIe CEP Outdoor Merino Mid-Cut Socks im Test
Reingeschlüpft ist man fast so schnell wie in „normale“ Wandersocken

Der erste Einsatz der Kompressionssocken beim Wandern

Ehrlich gesagt erwartete ich nicht allzu viel von den Socken. Ich hatte zwar im Vorhinein schon einige positive Dinge über Kompression gelesen, aber so richtig glaubt man ja doch nicht dran. Und außerdem hatte ich ja auch noch die kurze Variante.

Zudem war der erste Einsatz der Kompressionssocken beim Wandern gleich ein Härtetest: Drei Tage Schneeschuhtouren am Stück. Die erste Schneeschuhtour der Saison, meine letzte Bergtour lag ganze sechs Wochen zurück und auch mit anderweitiger sportlicher Betätigung hatte ich es in den vergangenen Wochen nicht gerade übertrieben. Und so schlüpfte ich eines morgens im schönen Allgäu in die Socken und stelle mich schon mal auf Muskelkater und müde Beine am Abend, oder spätestens am nächsten Morgen ein.

Kompressionssocken beim Wandern
Kompressionssocken beim Wandern – yay oder nay?

„Und wie Sie merken, merken Sie nix.“

Doch als ich am Abend in der Unterkunft aus den Schuhen und Socken schlüpfte, merkte ich… nix. Obwohl da eigentlich was hätte sein müssen. Irgendwas. Aber es war nix da. Also wirklich nix! Keine müden Beine, keine schweren Füße. Ich war spontan schon sehr begeistert, dachte mir dann aber auch relativ schnell, dass ich halt doch trainierter war als vermutet und dass das am nächsten Morgen sicher anders aussehen müsste.

Aber auch am nächsten Morgen beim stets grazilen Sprung aus dem Hochbett: Nix. Und bei diesem Nix blieb es dann auch für das Wochenende. …naja, sagen wir es war ein „Fast-Nix“. Ein bisschen mehr als am Vorabend hab ich schon gemerkt. Aber verglichen mit dem, was ich erwartet hatte, war es ein Nix. Und das fand ich schon irgendwie faszinierend.

Kompressionssocken von CEP beim Wandern
… und es funktioniert tatsächlich!

Mein Fazit zu den CEP Outdoor Merino Mid-Cut Socks

Auf besagter Schneeschuhtour sowie einiger anderer längerer Wandertouren und während zwei Wochen Wandern auf Gran Canaria konnte ich die Outdoor-Socken von CEP ausgiebig testen.

Kompressionssocken werden ja viele tolle Dinge nachgesagt. Verbesserte Trittsicherheit, mehr Stabilität und Schutz vor Verletzungen und überhaupt einfach höher, schneller, weiter. Nun… die Berge hochgeflogen bin ich auch mit Kompressionssocken „leider“ nicht, und stabiler oder sonst wie aufgemotzt hab ich mich ehrlich gesagt auch nicht gefühlt. Aber eine Aufgabe, die haben sie ganz hervorragend erfüllt: Ich hatte mit den Socken merklich weniger müde Beine, auch nach langen Touren. Und wer weiß, vielleicht wird das mit dem Fliegen ja auch noch was, wenn ich erstmal die kniehohe Variante getestet habe?!

Sehr angenehm zu tragen sind die Outdoor-Kompressionssocken von CEP auch. Sie liegen eng an, aber nicht zu eng. Es gibt keine unbequemen Nähte oder zu engen Bündchen. Meine Befürchtung, dass die „engen“ Socken auf Dauer irgendwie unangenehm werden könnten, bestätigte sich nicht. Eine Blase bekam ich nur ein einziges Mal, und da es dabei blieb, gehe ich davon aus, dass daran nicht die Socke an sich schuld war.

Outdoor Merino Mid-Cut Socks von CEP beim Wandern
Keine Chance für Käsefüße und Druckstellen

Und auch die Sache mit dem Geruch regelte das Polyamid-Merino-Gemisch ganz hervorragend.Selbst nach fünf Tagestouren ohne Waschen (das war natürlich nur eine Ausnahme für den Test, normal wasche ich meine Socken immer sofort. Is klar.) war kaum ein Käsefußgeruch zu vernehmen – sorgfältiges Auslüften vorausgesetzt. Wobei man dazu sagen muss, dass ich generell nicht zu stark zu Schweiß- und Käsefüßen neige.

Ich werde die Kompressionssocken von CEP beim Wandern auch weiterhin tragen – zumindest bei längeren oder mehrtägigen Touren. Der Anti-müde-Beine-Effekt hat mich wirklich überzeugt, und das obwohl ich anfangs äußerst pessimistisch gestimmt war.

Und wie wirken diese Kompressionssocken beim Wandern jetzt eigentlich?

Da lasse ich lieber mal kurz die Experten (aka CEP) selbst sprechen:

„Der exakt definierte Kompressionsverlauf im Gestrick steigert die Durchblutung. Das bedeutet mehr Sauerstoff für die Muskeln und dadurch mehr Energie für Dich. Gleichzeitig werden Stoffwechselreste (sogenannte Schlackenstoffe wie z.B. Laktat) aus der Muskulatur abtransportiert, was Dich schneller regenerieren lässt.“

Zudem sind die „(..) CEP-Strümpfe mit einem muskel- und gelenkstabilisierenden Gestrick ausgestattet. Die spezielle Stricktechnik aktiviert die Grundspannung der Muskeln. Das Ergebnis: Mehr Kontrolle und eine verbesserte Stabilität. Das verhindert etwa ein Umknicken in schnellen Spielsituationen oder auf unebenem Untergrund.“

…weißte Bescheid!

Alle Infos zu den Outdoor Merino Mid-Cut Socks von CEP

Material: 64 % Polyamid, 18 % Wolle (Merino), 10 % Elasthan, 8 % Seide
Hergestellt in: Deutschland
Varianten: die Socken sind in verschiedenen gedeckten Farben sowie als Frauen- und Herrenmodell verfügbar; zudem sind sie auch als lange Version erhältlich
Preis: 24,90 EUR, erhältlich z.B. hier bei den Bergfreunden
Hersteller: CEP ist die Sportmarke von medi, dem Marktführer für medizinische Kompressionsstrümpfe


Einige meiner Outdoor-Blogger-Kollegen haben die Kompressionssocken von CEP ebenfalls beim Wandern getestet. Schau doch mal vorbei:

→ beim Hiking Blog
→ bei gelehbt.at
→ bei aufundab.eu


Werbehinweis: Dieser Produkttest wurde von CEP unterstützt. Mein Testergebnis wurde davon natürlich nicht beeinflusst. Außerdem enthält dieser Artikel Affiliate-Links. Hierdurch generierte Einnahmen dienen ausschließlich der Erhaltung meines Blogs. Jawohl!


Hast Du auch schon mal Kompressionssocken beim Wandern oder sonstwo ausprobiert? Was hast Du für Erfahrungen damit gemacht? Erzähl mir davon im Kommentarfeld! 

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12 Comments

  1. Klingt ja interessant. Die kommen auf meine Wishlist!
    Was trägst du da eigentlich für Schuhe, wenn ich fragen darf?
    Grüße, Jeannette

    • Fräulein Draußen Reply

      Hallo Jeannette,

      die Schuhe auf den Bildern sind Lowa Innox GTX Mid (die, die über den Knöchel gehen) und Adidas tr7.

      Viele Grüße
      Kathrin

  2. Ich hab schon mal davon gehört- im Läuferbereich. Selbst getestet hab ich sie noch nicht. And Wandern hätte ich damit als letztes gedacht. Liest sich aber echt vielversprechend was du schreibst. Vielleicht teste ich es irgendwann mal …

    • Fräulein Draußen Reply

      Ein Test kann sicher nicht schaden. 🙂 Zumindest die Mid-Cut-Variante ist ja auch preislich voll im Rahmen…

  3. Hey Kathrin,
    zunächst einmal: Toller Blog und sehr schönes Design!
    Von Wander-Kompressionssocken habe ich heute auch zum ersten Mal gehört. Für einen Einsatz bei der 24h Trophy sind sie bestimmt bestens geeignet. Bei längeren Touren (3 Wochen+) wäre mir der Merino-Anteil aber vermutlich zu gering, wobei solche Touren natürlich/leider die absolute Ausnahme bilden 🙂

    Viele Grüße,
    Jannik

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke, Jannik! Guck mal beim Sockentest vom Hiking Blog vorbei ( Link ), der hatte die Socken auch bei einer 24-Stunden-Wandergeschichte an. 🙂

      Viele Grüße
      Kathrin

  4. Echt jetzt? Jetzt bin ich doch überrascht 🙂
    Wir wollten uns mehr über Socken unterhalten…

    Jetzt sind sie einfach mal kurz bestellt worden, manchmal sollte man nicht lange überlegen 🙂

    LG Manu

    • Fräulein Draußen Reply

      Setzen wir auf die Agenda für das nächste Treffen. 😀 Bin gespannt was du sagst!

  5. Klingt spannend. Hätte das jetzt erstmal auch als Humbug abgetan, aber dein Erfahrungsbericht macht mich neugierig.
    Vielleicht schnapp ich mir beim nächsten Outdoor-Shopping einfach mal ein Paar und probiere es auch aus.

  6. Klingt ja spannend! Echte Entdeckung diese technisierten Supersocken! 🙂 .. Dann wünsche ich viele fröhliche Abende ohne Muskelkater.

    Aloha 🙂

  7. Durch deinen Bericht hier haben wir uns die Socken für unsere Wanderung auf dem West Highland Way gekauft und ich könnte dir sprichwörtlich die Füße dafür küssen.
    An Stellen, an denen die Schuhe normalerweise ihre Spuren hinterlassen haben war nix. Unsere Füße waren jeden Tag fit, taten nicht weh und von Blasen und wunden Stellen war weit und breit nix zu fühlen.

    Tausend Dank für diesen guten Tipp.

    • Fräulein Draußen Reply

      Ach, das freut mich zu hören!! 🙂 In wenigen Wochen bin ich auch auf dem WHW unterwegs. 🙂

      Liebe Grüße

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