Ein Gastartikel von Jessie von BUNTERwegs.com


Das größte Problem an Träumen ist doch, dass es oftmals Träume bleiben.

Wie oft hast du dich schon dabei erwischt, von etwas zu träumen und es dann wieder beiseite geschoben, weil du es für unmöglich hältst oder es gerade einfach nicht passt?

Als ich den Wunsch der Fernwanderung das erste Mal bewusst wahrgenommen habe, saß ich in einem Hostel in Istanbul.

Zuhause wusste ich dann allerdings nicht so recht, wie ich mit dieser Idee umgehen soll. Wie teile ich denn so ein Vorhaben meinem Freund mit? Was werden meine Eltern dazu sagen? Völlig überfordert, von meinen eigenen Gedanken und Fragen, habe ich dann erst mal niemanden davon erzählt. Zu groß war die Angst der Ablehnung.

Doch der Gedanke der Fernwanderung von Hamburg, Deutschland nach Kathmandu, Nepal zu gehen hat mich seit dem nicht mehr los gelassen.

Den eigenen Weg gehen ist nicht immer einfach

Erst ein halbes Jahr später habe ich meinem Freund und meiner Familie zum ersten Mal von meinem Vorhaben erzählt. Mir schlug komplette Ablehnung entgegen. Genau das, wovor ich solche Angst hatte, war eingetreten. Total am Boden zerstört legte ich den Plan wieder ad acta.

Wie kann man eine Beziehung und so ein gewaltiges Vorhaben unter einen Hut bringen, wenn der Partner nicht mitkommt? Wie beruhigt man die Eltern? Wie werde ich unterwegs Geld verdienen? Wie finanziere ich das ganze Vorhaben überhaupt?

Weitere 6 Monate verstrichen. Dann nahm ich nochmal meinen ganzen Mut zusammen, um meinen Freund ein weiteres Mal auf die Wanderung anzusprechen. Mit fiel ein Stein vom Herzen als er sich, im Rahmen von kleinen Kompromissen, auf das Projekt einließ.

Danach waren meine Eltern an der Reihe. Hier ging es aber mehr darum sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Anfangs nutzen sie jede Gelegenheit, um mir das Vorhaben ausreden zu wollen.


Mein Tipp: Wenn du es wirklich möchtest, dann lasse dir deinen Traum nicht ausreden. Egal wie sehr der ständige Gegenwind an deinen Nerven zerrt.

Setze dich mit deinen eigenen Ängsten und Zweifel auseinander. Umso überzeugender bist du auch anderen gegenüber.


 

Träume brauchen Zeit

Solltest du auch so ein ungeduldiger Mensch sein wie ich, lasse dir eines gesagt sein: Träume brauchen Zeit. Zeit bis sie groß genug sind und bis sie zu einem Ziel werden, das du unbedingt erreichen möchtest.

Bei Vorhaben dieser Art dauert es oft Monate, wenn nicht sogar Jahre, von der Planung bis zur Umsetzung. Abhängig ist das von deiner ganz persönlichen Situation – also nichts das man pauschal festlegen kann.

Faktoren dafür sind

– Job

– finanzielle Situation

– Beziehung

– Art des Traums

Gründe, warum es genau gerade jetzt nicht geht, gibt es allerdings immer.

Bei mir hat es insgesamt 2 Jahre gedauert und soll ich dir etwas sagen? Nicht mal das hat wirklich gereicht um alles „optimal“ vorzubereiten. Mal verlierst du dein Ziel aus den Augen; zweifelst daran, ob es wirklich richtig ist das Vorhaben umzusetzen; unvorhersehbare Kosten, die dein Polster angreifen; ein wichtiger Termin; …


Mein Tipp: Das Wichtigste an dieser Stelle ist es dir selbst einen festen Starttermin für dein Vorhaben festzulegen.

Mach es publik. Dann hälst du dich selbst auch dran!


15-alsterwanderweg-bunterwegs

Trotz aller Widerstände: dran bleiben!

Wenn du etwas wirklich möchtest, dann ist Durchhaltevermögen angesagt. Ein ungewöhnlicher Plan veranlasst viele (auch fremde) Menschen dazu, sich in dein Vorhaben einzumischen. Fragen immer nur nach den negativen Seiten, anstatt auch mal an das Gute, das dir unterwegs passieren kann, zu denken. Du wirst immer wieder die selben Fragen hören und beantworten müssen.

Du wirst also schon während der Planung an deine Grenzen stoßen.


Mein Tipp: Erkläre deiner Familie (und deinem Freund) warum du diesen Traum hast. Beziehe sie mit in die Planung ein. Zeige ihnen, dass du dich auch mit den Gefahren auseinander setzt bzw. wie du diese Risiken senken möchtest.

Und so bleibt der Traum von der Fernwanderung kein Traum mehr, sondern ein reales Vorhaben, das bald umgesetzt wird!


jessie-bunterwegs-ostsee-300x300Jessie vom Blog BUNTERwegs ist Abenteurerin und kreative Nomadin. Getreu ihrem Motto „Lasst uns die Welt ein Stück bunter machen“ geht es bei ihr nicht nur um Outdoor und Wandern, sondern auch um Streetart. Das Thema Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle bei Jessie – neulich hat sie zum Beispiel Deo und Zahnpasta selbst gemacht.

Jessies Blog gehört übrigens schon länger zu meinen Lieblingsblogs – Du solltest unbedingt mal bei Ihr vorbeischauen! Mehr über Jessi und BUNTERwegs kannst Du hier erfahren. Und über ein Like/follow auf Facebook und Instagram freut sie sich ganz bestimmt!


Vielen lieben Dank für Deinen tollen Gastartikel, Jessie! ♥ 


Du willst auch mal einen Gastartikel bei mir veröffentlichen? Egal ob Blogger/in oder nicht – meld Dich einfach bei mir!

6 Comments

  1. Hey Jessie,

    Hut ab vor diesem Vorhaben und deinem Mut, diesen Plan trotz des Gegenwinds aus deinem Umfeld, in die Tat umzusetzen. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen auf dem Weg und folge dir gleich mal auf Facebook, um auf dem Laufenden zu bleiben!

    Die Daumen sind gedrückt, dass du viele Abenteuer erlebst!

    Anika

  2. Hallo Anika,

    ich danke dir für dein Feedback 🙂
    Ich bin auch ziemlich gespannt und danke dir für das Folgen! 🙂

  3. Pingback: Als Frau allein auf Fernwanderung › strongg.com

  4. Hallo Jessie,
    jetzt war ich gerade so stolz mich endlich dafür entschieden zu haben das mit dem Fernwandern mal zu probieren – und mich entlang der da. 85 km langen Vils ins große Abenteuer zu stürzen. Und dann stolpere ich über diesen Blog und Dein Wanderziel, was die Vils wieder in den richtigen Kontext setzt: ein erster vorsichtiger Versuch eine Mehrtageswanderung mal mit Sicherheitsnetz auszuprobieren.
    Vor Jahren hatte ich bereits Wanderkarten gekauft und geplant und nächsten Frühjahr werde ich es in die Tat umsetzen, und wenn das funktioniert kommt vielleicht die 300 km lange Themse oder… Na, ich werde sehen und zwischenzeitlich Deinem Blog und Tweets folgen und freu mich schon auf das was Du berichten wirst.
    Claudia

  5. Pingback: Freitägliche Weggedanken… | Auf geht's!

  6. Pingback: Freitägliche Weggedanken… – Auf geht's!

Write A Comment