Oregon, Washington, vielleicht ein bisschen Idaho oder Kalifornien… so ganz genau weiß man nicht, wo der Pacific Northwest aufhört oder anfängt. Aber eine Sache weiß man ziemlich sicher: Dass dieser Teil der USA zum allerschönsten gehört, was das Land zu bieten hat. Und davon konnte ich mich auch persönlich auf mittlerweile zwei ausführlichen Reisen überzeugen.

Mein erster Roadtrip durch den Nordwesten der USA führte mich dabei über viele Klassiker wie Crater Lake in Oregon oder Mount Rainier Nationalpark in Washington bis weit nach Westen zum Glacier und Yellowstone Nationalpark. Für meine zweite Reise habe ich es dann etwas ruhiger angehen lassen, mehr Zeit an der Küste verbracht und viele kleine Schätze zwischen den bekannten Hotspots entdecken können. Und natürlich stand das Wandern dabei an oberster Stelle!

In diesem Artikel habe ich Tipps und Infos rund ums Wandern im Pacific Northwest für Dich zusammengefasst.

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Die Regionen im Überblick

Der Nordwesten ist nicht nur eine der schönsten Regionen der USA, sondern auch eine der vielfältigsten. Und das macht für mich den ganz besonderen Reiz dieser Gegend aus.

Der nasse Westen: Wandern an der Küste

Da alle großen Städte und internationalen Flughäfen an der Küste liegen, ist der äußerste Westen wohl der Teil des Pacific Northwest, mit dem die meisten Reisenden zuerst in Berührung kommen. Und wahrscheinlich liegt es daran, dass das Element Wasser quasi untrennbar mit dem Nordwesten verbunden ist. Denn Wasser, das gibt es hier das denk Pazifik und seiner Auswirkungen auf das Klima tatsächlich reichlich.

Olympic National Park (WA)

Der bekannte Olympic Nationalpark auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen Seattle und dem Pazifik steht wohl wie kein anderer für diesen Teil des Landes. Hier gibt es die sattgrünen, dick bemoosten Regenwälder, aus denen Pacific Northwest-Träume gemacht sind. Und hier gibt es auch die mystischen Strände mit den Felsen und den Baumstämmen und dichten Küstenwald. Und Berge, die gibt es hier auch! Was will man also mehr? Wegen der Nähe zu Seattle kann es hier am Wochenende übrigens ganz schön voll werden, daher empfiehlt sich ein Besuch generell eher unter der Woche.

Wandertipps:

  • Ozette Loop (Küste): eine tolle und eher ruhige 15 km lange Rundwanderung durch Küstenwald und über Strände
  • Hoh River Trail (Regenwald): der absolute Klassiker im Nationalpark und die ideale Möglichkeit, den imposanten Regenwald zu entdecken (28 km one-way)
  • Hurricane Hill Trail (Berge): eine einfache und kurze (5 km) Wanderung mit tollen Ausblicken auf die Berge des Olympic Nationalparks

Die Küste Oregons

Oregons Teil der Pazifik-Küste hat zwar keinen Nationalpark, ist deswegen aber nicht minder beeindruckend. Cannon Beach etwas nördlich von Portland ist mit seinen ikonischen Felsen Haystack Rock und The Needles wohl der berühmteste Strand Oregons, wenn nicht sogar des gesamten Pacific Northwest. Allerdings geht die Berühmtheit wie so oft auch mit einem entsprechenden Besucheraufkommen einher.

Dabei gibt es entlang des knapp 600 km langen Küstenstreifens quasi an jeder Ecke tolle Strände, die nicht minder schön sind! Und sogar einen Fernwanderweg, der die komplette Küste entlang läuft. Der Oregon Coast Trail ist eine ideale Möglichkeit, die Küste mit all seinen versteckten Buchten und mystischen Wäldern zu Fuß zu entdecken. Und es muss ja auch nicht gleich der ganze Trail sein! Eine kleine Tages- oder Mehrtageswanderung sind genauso möglich. Ein besonders schöner Abschnitt des Trails sind dafür zum Beispiel die 50 km zwischen Bandon und Port Orford.

Die hohe Mitte: Wandern in den Bergen

Bewegt man sich von der Küste des Pazifik weiter nach Osten, dauert es nicht lange, bis man auf die ersten Ausläufer des Kaskadengebirges stößt, welches sich auf über 1.000 km Länge von der kanadischen Provinz British Columbia bis nach Kalifornien zieht.

Die großen Vulkane

Bis über 4.329 Meter hoch ragen die Gipfel der Kaskaden in den Himmel – und das sind nicht einfach nur irgendwelche Gipfel, sondern waschechte Vulkane. Das Gebirge ist Teil des pazifischen Feuerrings, der übrigens alles andere als erloschen ist. Der letzte große Ausbruch liegt gerade mal rund 40 Jahre zurück (aus geleogischer Sicht also quasi nur Millisekunden), als Mount St. Helens 1980 eine riesige Wolke aus Asche und Staub 24 km hoch in die Atmosphäre spuckte und ein rund 700 km² großes Gebiet verwüstete.

Wenn die Vulkane der Kaskadenkette aber nicht gerade Feuer spucken, sind sie dank ihrer isolierten und exponierten Erscheinung ein großartiger Anblick und dank der um sie errichteten Schutzgebiete mit jeder Menge Infrastruktur für Erholungssuchende auch großartige Schauplätze für Wanderungen aller Art.

Wandertipps:

  • Mount Baker und die North Cascades (WA): Dieser nördlichste Teil der amerikanischen Kaskadenkette wird gerne auch mal als „Alpen Amerikas“ bezeichnet und tatsächlich könnte das ein oder andere Landschaftsbild hier direkt aus der alpinen Schweiz stammen. Allerdings gibt es hier typisch USA doch nochmal deutlich mehr Einsamkeit, weniger Zivilisation und natürlich wilde(re) Tiere.
  • Mount Rainier (WA): Der wohl bekannteste Vulkanriese im Nordwesten, weil er der höchste Gipfel der Kaskadenkette ist und weil er in Seattle, der größten Stadt des Nordwestens, von quasi überall aus ziemlich gut sichtbar ist. Dementsprechend beliebt ist er natürlich auch als Wochenend-Ausflugsziel. Deutlich ruhiger wird es auf der Ostseite des Berges. Neben Unmengen an Tagestouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgerade gibt es im Park auch den Wonderland Trail, der Mount Rainier auf 150 km einmal komplett umrundet.
  • Three Sisters Wilderness (OR): Gleich drei Vulkangipfel erheben sich über 3.000 Meter hoch aus der weiten Landschaft Oregons – und die höchste der drei Schwestern kann man relativ erklimmen. Allerdings muss man rund 1.500 Höhenmeter auf den 3.159 m hohen Gipfel der South Sister zurücklegen, den letzten Teil davon über kräftezehrendes Geröll. Die Aussicht von oben ist dafür gigantisch (zumindest wenn man das Glück hat, dass keine Wolken die Sicht versperren).
  • Crater Lake (OR): Auch wenn er „nur“ ein See im Krater des einst rund 3.700 m hohen Mount Mazama ist, darf er in dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen. Denn er ist so schön, wie ein See nur sein kann und dabei so unglaublich groß und imposant, dass man seine Augen kaum von ihm lösen kann, wenn sie sich erstmal  festgeguckt haben. Und auch Wanderwege gibt es am und rund um die Caldera reichlich.

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Ausrüstungstipp für Deine Reise in den Nordwesten der USA

Auch wenn es im Pacific Northwest nicht überall so nass ist wie man denkt: Die Region hat seinen Ruf nicht von ungefähr und vor allem in Küstennähe ist das Wetter oft sehr wechselhaft und regnerisch. Klar, dass da eine gute Hardshell-Jacke im Gepäck nicht fehlen darf, wie meine

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Diese Jacke hat mich auf meinem 4-wöchigen Trip durch den Nordwesten der USA begleitet und sich dabei als perfekte Mischung aus Leichtgewicht und verlässlicher Schicht gegen Regen, Schnee und Wind erwiesen. Zudem ist das Material super angenehm und leicht stretchig, was zusammen mit dem lockeren (aber nicht zu lockeren) Schnitt der Bewegungsfreiheit zu Gute kommt.

Geheimtipps „dazwischen“

Zwischen all den großen, bekannten und die Landschaft maßgeblich beherrschenden Gipfeln könnte man glatt vergessen, dass die Kaskadenkette ja genau das ist – eine Kette – und somit noch weitaus mehr zu bieten hat als „nur“ ihre Stars. Und auch wenn diese allemal jegliche Bewunderung verdient haben, die ihnen zu Teil wird, gibt es auch „zwischendrin“ viele Schätze, die entdeckt werden wollen.

Wandertipps:

  • Goat Rocks (WA): Die Goat Rocks Wilderness liegt gut eingebettet zwischen den zwei bekannten Nachbarn Mount Rainier und Mount Adams – und bietet daher beste Aussichten auf gleich beide dieser Gipfel. Gleichzeitig sind aber auch die Goat Rocks selbst, die nach den vielen Schneeziegen benannt sind, die hier leben, mit ihren zerklüfteten Felsen einen ziemlich guten Anblick.
  • Alpine Lakes Wilderness (WA): Auch wenn die Alpine Lakes nördlich von Mount Rainier unter Amerikanern alles andere als ein Geheimtipp sind, schenken Touristen ihnen oftmals nicht viel Beachtung. Einerseits ist das vielleicht ganz gut, denn wegen immer stärker wachsendem Besucheraufkommen werden die Permits fürs Übernachten im Backcountry mittlerweile stark reguliert und sind nur noch mit viel Glück über eine Verlosung zu bekommen. Und ohne Übernachtung ist zumindest das Herzstück der Region, die Enchantment Lakes, nur über eine sehr lange Tagestour zu erreichen, während der man kaum die Zeit haben dürfte, die Landschaft so richtig zu genießen. Wenn man aber das Glück hat, an eine solche Backcountry Permit zu kommen, kann man eine der schönsten (und in den Augen vieler sogar die schönste) Landschaften in diesem Teil des Landes mit eigenen Augen sehen.
  • Strawberry Mountain Wilderness (OR): Die Kaskadenkette ist zwar das maßgebliche Gebirge im Pacific Northwest, jedoch längst nicht das einzige.  Da gibt es nämlich auch Dinge wie zum Beispiel die Strawberry Mountain Wilderness rund 3,5 Stunden Fahrzeit östlich von Bend/Oregon, nicht mehr weit von der Grenze zu Idaho entfernt. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, wird hier definitiv fündig, denn abgesehen von der ziemlich kleinen Kleinstadt Prairie City  ist die nächste nennenswerte Menschenansammlung mehr als 160 km entfernt.

(Fern)wandern auf dem Pacific Crest Trail

Rund 4.000 km schlängelt sich der berühmt-berüchtigte Pacific Crest Trail durch den Westen der USA, den ganzen Weg von Mexiko nach Kanada – und passiert dabei auch viele Nationalparks und andere beliebte Wanderziele, wie zum Beispiel Mount Rainier oder Crater Lake. Und dort bleibt der Fernwanderweg nicht nur den Thru-Hikern vorbehalten, sondern bietet sich auch perfekt für Tages- oder kleinere Mehrtagestouren an.

Der trockene Osten: Wandern in Steppen und Wüsten

Für viele Ersttäter in Sachen Pacific Northwest eine ziemliche Überraschung: Wasser ist in großen Teilen Washingtons und Oregons ein durchaus rares Gut, was eine ganz andere Landschaftsform zur Folge hat, die erstmal so gar nicht zum immer-grünen Image des Nordwestens passen will. Willkommen in der wunderbaren Welt der Strauchsteppe!

Weite, trockene Graslandschaften, duftende Salbeisträucher wohin die Nase reicht, hier und da ein knorriger Baum… Schnickschnack sucht man hier vergeblich! Die Steppen und Wüsten im östlichen Teil des Pacific Northwest sind weit, wild und leer – und doch voller Leben. Da sieht man Coyotenspuren im Sand, Klapperschlangen, die in der Sonne baden, Falken, die ihre Kreise ziehen und bunte Schmetterlinge bei der Arbeit. Und wenn im Frühling die Wildblumen blühen, ist „trist“ wohl das letzte Wort, das einem hier in den Sinn kommt.

Für mich persönlich ist es aber gerade die Reduziertheit, die die Steppen und Wüsten in diesem Teil des Landes für mich zu etwas ganz besonderem macht. Und deswegen habe ich dieses Jahr auch besonders viel Zeit beim Wandern durch die sandigen Graslandschaften verbracht.

Wandertipps:

  • Oregon Desert Trail: Die rund 1.200 km lange Wanderroute führt über Trails und Schotterwege durch einige der schönsten Gebiete auf der trockenen Seite des Bundesstaates und bietet damit eine ideale Infrastruktur, um die Wüsten und Steppen Oregons zu erkunden. Der Trail ist allerdings nicht markiert, Karte oder GPS bzw. Smartphone-App sind also Pflicht.
  • Yakima und Umgebung (WA): Die Stadt Yakima liegt rund drei Stunden Fahrt südöstlich von Seattle auf „der anderen“ Seite der Berge und ist umringt von Bergen, Canyons und ganz viel Strauchsteppe. Das macht die Stadt zu einem guten Ausgangspunkt für Wanderungen – und Mount Rainier ist übrigens auch nur eine gute Stunde Fahrt entfernt!
  • Painted Hills und John Day Fossil Beds National Monument (OR): Die bunt gestreiften Painted Hills in Oregon sind ein beliebter Roadtrip- und Fotostop, haben allerdings nur einige sehr kurze Wanderwege. Für eine längere Tour bietet sich die Besteigung des benachbarten Sutton Mountain an. Vom 1.430 m hohen Gipfel hat man eine gute Sicht über die Painted Hills und je nach Wetter sogar bis zur Kaskadenkette mit Mount Jefferson & Co.

Wandern im Nordwesten der USA – das solltest Du beachten

Waldbrände

Waldbrände sind wie in vielen baumreichen Regionen der USA vor allem im Hoch- und Spätsommer ein Problem. Sie können dazu führen, dass ganze Gebiete inklusive Straßen und Wanderwegen gesperrt werden. Gleichzeitig kann der Rauch der Feuer, der oft viele Kilometer weit wandert, einem aber auch gehörig die Aussicht vernebeln oder sogar das Atmen erschweren.

Bevor Du Wanderungen planst, solltest Du Dich also vor allem in den Sommer-Monaten vorher immer über aktuelle Brände informieren. Eine Übersichtskarte über aktuelle Brände findest Du z.B. hier. Zusätzlich kannst Du Dich auch bei offiziellen Stellen wie Tourismusämtern oder Besucherzentren von Nationalparks telefonisch, vor Ort oder auf der jeweiligen Webseite erkunden.

Überschwemmungen

Neben Bränden können auch Überschwemmungen ein Problem sein, vor allem natürlich entlang der regenreichen Westküste. So war bei meinem Besuch zum Beispiel die Zufahrt zum zentralen Besucherzentrum im Olympic Nationalpark gesperrt. Vor allem wenn es in den vergangenen Tagen viel geregnet hast, solltest Du Dich vorab lieber kurz informieren, um Dir unnötige Umwege zu ersparen.

Wandern in Bärengebieten

Bären sind im Nordwesten der USA weit verbreitet und vielerorts anzutreffen. Vor allem in den nördlicheren Gefilden wie zum Beispiel dem North Cascades Nationalpark trifft das nicht nur auf Schwarzbären, sondern auch auf Braunbären zu. Auch wenn Zwischenfälle mit Bären sehr selten sind und die Tiere einem in den allermeisten Fällen einfach aus dem Weg gehen, solltest Du Dich vorher über richtige Verhaltensregeln informieren – nicht zuletzt zum Schutz der Tiere. Vor einiger Zeit habe ich einen ausführlichen Artikel zum Thema Wandern und Zelten in Bärengebieten geschrieben, in dem Du viele weitere Tipps, Infos und Denkanstöße findest.

Klimatische Bedingungen

Im gesamten Pacific Northwest und insbesondere in Küstennähe musst Du immer mit wechselhaftem Wetter rechnen und beim Wandern entsprechende Kleidung und Ausrüstung dabei haben. Neben Regen, Kälte oder sogar Schnee kann es aber im Sommer auch sehr heiß werden – vor allem im Osten der Region, aber auch in den zentralen Bergregionen. Da dürfen dann auch ausreichend Wasser und Sonnenschutz nicht fehlen. Ein früher Start hilft zudem, die Mittagshitze zu vermeiden.

Genehmigungen und Pässe

Eigentlich ist die ganze Sache mit dem Wandern und Backpacking in den USA ja dank guter Infrastruktur und Unmengen an erhältlichen Informationen ziemlich einfach. Augen auf heißt es allerdings, wenn es um Pässe und Genehmigungen für Eintritt, Parken und Mehrtageswanderungen mit Zelt geht, denn diese Fälle sind nicht einheitlich geregelt.

Eintritt und Parken

Für viele Gebiete im Nordwesten der USA benötigst Du eine Genehmigung fürs Parken bzw. Betreten. Am nützlichsten für Touristen ist wohl der America The Beautiful Pass (auch Interagency Pass genannt). Dieser kostet 80 USD pro Jahr und ermöglichst Dir den Zugang zu allen Nationalparks sowie anderen national verwalteten Gebieten (z.B. US Forest Service oder Bureau of Land Management).

Daneben gibt es den Northwest Forest Pass, der sowohl in Oregon als auch in Washington gültig ist und die durch den Forest Service der beiden Bundesstaaten verwalteten Gebiete abdeckt. Dazu gehören zum Beispiel auch viele Trailheads in den North Cascades, da die Parkplätze und Straßen nicht Teil des Nationalparks sind.

Und dann gibt es da noch die State Parks, die ebenfalls von den jeweiligen Bundesstaaten verwaltet werden und in denen der Interagency Pass nicht zählt. Hier kann man, falls nötig, in der Regel vor Ort eine Tagesgebühr bezahlen. Alternativ kann sich auch die Anschaffung eines entsprechenden Passes lohnen, der in Washington 50 USD pro Jahr kostet (vs. 10 USD pro Tag) und in Oregon 30 USD pro Jahr.

Ob es sich für Dich lohnt, einen oder mehrere Jahrespässe anzuschaffen oder die Gebühren einzeln zu entrichten, hängt ganz von Deiner Reiseplanung ab. Grundsätzlich sind die Preise aber so gestaltet, dass sich ein Jahrespass schon ab wenigen Besuchen lohnt (so kostet ein einfacher Eintritt in einen Nationalpark schon 20-30 USD). Auf jeden Fall solltest Du Dich bei der Wanderplanung mit darüber informieren, ob und wenn ja welcher Pass am jeweiligen Trailhead im Auto hinterlegt werden muss, denn nicht überall ist es möglich, die Gebühr vor Ort zu entrichten.

Wandern und Backcountry Camping

Auch beim Wandern hat man in den USA häufig mit dem Thema Permits zu tun, spätestens wenn man Mehrtagestouren mit dem Zelt machen möchte. Vielerorts braucht man hierfür nämlich eine sogenannte Wilderness Permit, welche jedoch ganz unterschiedlich gestaltet sein kann. Teilweise erhält man diese ganz einfach und kostenlos am Trailhead, indem man ein kurzes Formular ausfüllt. Für andere Wanderungen wiederum, wie zum Beispiel im Falle der Alpine Lakes Wilderness, kommt man nur mit Glück und per Lotterie in den Genuss einer Backcountry-Genehmigung. Bei wieder anderen erhält man die Camping-Erlaubnis zum Beispiel jeweils am Tag vorher oder am Morgen des selben Tages im jeweiligen Besucherzentrum.

Speziell für Mehrtageswanderungen solltest Du Dich also immer im Vorhinein informieren, ob Du eine Permit brauchst und wie Du diese bekommst.

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Allgemeine Reisetipps für den Pacific Northwest

Beste Reisezeit

Eingeschränkt wird die Reisezeit vor allem durch den Schnee, der einen Großteil des Jahres in höheren Lagen zu finden ist. Insgesamt am besten geeignet sind daher die Monate Juli bis September, wobei August Hauptreise- und Ferienzeit ist und somit auch nicht ganz ideal. Wenn Du nicht ganz so hoch hinaus möchtest, eigenen sich auch der Mai und September, zumal dann überall die Wildblumen blühen. Im Herbst gibt es dafür Beeren und bunte Blätter, wobei Anfang Oktober schon wieder mit erstem Schnee in den Bergen zu rechnen ist.

Anreise

Der einzige Direktflug von Deutschland nach Portland, Oregon geht von Frankfurt aus mit Condor. Direktflüge nach Seattle bieten aktuell (Stand 2018) Lufthansa, Eurowings und Condor an. Die Flugzeit beträgt ca. 11 Stunden. Alternativ findet man bei Icelandair oft günstige und nur geringfügig längere Flüge, da die Umsteigezeit in Reykjavik sehr kurz gehalten wird.

Fortbewegung vor Ort

Das Mietauto ist wie immer in den USA das Fortbewegungsmittel der Wahl. Ich suche und buche am liebsten über billiger-mietwagen.de*, weil ich dort sehr transparent nach allen wichtigen Faktoren wie Versicherung und Tankregelung filtern kann und oftmals die besten Preise finde. Alternativ zu einem PKW kannst Du natürlich auch in einem Wohnmobil oder Campervan den Pacific Northwest bereisen.

Weitere Informationen zu Wanderungen

Für Nationalparks, National Monuments & Co. findest Du Wanderrouten,Übersichtskarten, Informationen zu aktuellen Wege- und Straßensperrungen und mehr auf der jeweiligen offiziellen Webseite.

Ansonsten nutze ich für die Planung und auch Orientierung unterwegs vor allem die Webseite alltrails.com und die dazugehörige Smartphone-App. Für 2,50 USD im Monat (Jahresmitgliedschaft) kann man sich die Karten und Routen auch offline herunterladen, Karten ausdrucken und vieles mehr. Für Washington ist zudem die Webseite der Washington Trails Association eine gute Alternative bzw. Ergänzung.

Darüber hinaus gibt es natürlich zahlreiche Wanderführer für unterschiedlichste Regionen und Vorlieben, wie z.B. für die Küste Oregons*, Wanderungen zu heißen Quellen* oder für Wüstenwanderungen in Washington*. Und falls Du Dir erstmal  einen Überblick in Buchform verschaffen bzw. nicht für jede Region einen eigenen Wanderführer anschaffen willst, findest Du in diesem Buch* über 900 der besten Wanderungen in Oregon und Washington:

 


Warst Du auch schon mal im im Pacific Northwest wandern und hast noch weitere Tipps? Oder hast Du noch eine Frage? Ich freu mich auf Deinen Kommentar!

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