Liebe Freundinnen und Freunde des Draußen-Seins,

ich werde flüchten. Flüchten vor dem Winter. Und das ist eigentlich seltsam, weil ich den Winter doch mag. Egal, wie matschig und grau er hierzulande auch manchmal sein mag. Und selbst wenn man bei 20 Grad und Nieselregen unterm Weihnachtsbaum sitzt und sich statt der Tasse Glühwein eher den Aperol Sprizz in die Hand wünscht. Natürlich aber noch viel lieber, wenn es eisig kalt ist und der Schnee in dicken Flocken vom Himmel purzelt.

Nun. Schneien kann es dort, wo ich dieses Jahr den Jahreswechsel verbringen werde, auch. Allerdings zu dieser Jahreszeit nur in höheren Lagen im Inland. So viel Weihnachtsmannfeeling wird es also eher nicht geben. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn dort ist Sommer.

JA! Es geht auf die Südhalbkugel. Zum ersten Mal in meinem Leben. Eigentlich reise ich ja grundsätzlich nicht so gern gen Süden, aber wenn es dann SO weit südlich geht, ist das natürlich wieder okay.

Das Land, in das ich reisen werde, stand eigentlich nie wirklich weit oben auf meiner Wunschliste. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Menschen. Aber es gibt da diese Insel, die ich mir schöner und toller wohl selbst in meinen Träumen nicht ausmalen könnte.

(Olga Kashubin / shutterstock.com)
(Olga Kashubin / shutterstock.com)

Diese Insel ist etwa so groß wie Irland oder Sri Lanka.

Diese Insel besteht zu mehr als 42% aus Weltnaturerbe, Nationalparks und Naturschutzgebieten.

Diese Insel hat die größte Lavendel-Farm der Welt.

Diese Insel ist Heimat des ältesten Nadelbaums und höchsten Laubbaums der Welt.

 

Und – ganz wichtig:

Diese Insel hat die größte Dichte einer ganz besonderen Tierart. Und zwar dieser hier >>

(David Lade / shutterstock.com)
(David Lade / shutterstock.com)

Am 19. Dezember sage ich:

Hallo Tasmanien!

Wobei es eigentlich eher erst mal „Hallo Australien“ heißt, denn vor dem Weiterflug nach Tasmanien werden erstmal vier Tage auf der Great Ocean Road auf dem Plan stehen. Ein bisschen echtes Australien-Feeling wollte ich dann doch mitnehmen, wenn ich schon mal dort bin. Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es dann aber direkt weiter nach Tasmanien, wo wir unseren Campervan in Empfang nehmen und für zwei Wochen die Insel erkunden werden.

Eine genaue Route oder so gibt es noch nicht. Fest steht natürlich, dass möglichst viel gewandert werden soll. Ein paar feine Tages- und Mehrtagestouren hab ich im Wanderführer auch schon entdeckt.

Oh, ich bin so gespannt auf dieses Wunderland!

Urwälder, Berge, Meer. Wombats, Tasmanische Teufel, PINGUINE, und wer weiß – vielleicht entdecke ich ja den letzten überlebenden Tasmanischen Tiger?!

Wenn Du jetzt Lust hast, auch zumindest ein bisschen nach Tasmanien zu reisen, empfehle ich Dir einen Filmabend mit „The Hunter“, einem beeindruckenden Drama rund um die Legende vom letzten Tasmanischen Tiger mit vielen großartigen Landschaftsaufnahmen. (Danke an den „Hiking Blog“ für die Erinnerung an diesen fantastischen Film.)


Mehr Reiseberichte zu Tasmanien findest Du z.B. bei den Kolleginnen von


Und jetzt bist Du gefragt: Was darf ich auf Tasmanien und entlang der Great Ocean Road nicht verpassen? Wo gibt’s die schönsten Wanderungen und Camping Spots? Ich freu mich auf Deinen Kommentar!

 

 

 

10 Comments

  1. Oh wow, Kathrin, das sind aber tolle Neuigkeiten!
    Tasmanien ist wundervoll, war da in meinem Auslandsjahr 2009 und es hat mich voll und ganz begeistert. Meine Tipps: Wandern am und auf den Cradle Mountain und zur Halfmoon Bay (traumhafter Strand auf dem Wallabys rumhüpfen). Und auch wenn Du nicht so der Strandtyp bist: die Bay of Fires musst Du hier ansehen: weißer Strand, türkises Wasser und mit roten Flechten bedeckte Steine. Echt toll sieht das aus!
    Mein Tipp für die Great Ocean Road: Helikopterflug über die 12 Apostel (die ja inzwischen nicht mehr zu 12. sind, aber naja). Hab über die Great Ocean Road auch einen Artikel auf meinem Blog geschrieben, da darfst Du gerne drin stöbern wenn Du möchtest.
    Sehr schöne Nachrichten, freue mich sehr für und mit Dir!
    LG Kerstin

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Kerstin,

      danke fürs Mitfreuen und für die Tipps! Strände mag ich schon, nur nicht die wo’s zu warm und/oder zu voll ist. :D Aber das dürfte ja auf Tasmanien nicht der Fall sein. ;-) Deinen Artikel les ich mir gleich mal durch!

      Viele Grüße
      Kathrin

  2. Oh wow, ob solcher Pläne könnte man richtig neidisch werden… ja gut, eigentlich stünde einem ja auch nichts im Weg, die hiesige graue Weihnachtszeit gegen eine Abenteuerreise zu tauschen ;-).. aber eben, ich darf mich an deinen Beiträgen erfreuen – das macht manches wieder wett (schade nur, dass du diese nicht auf G+ postest !?).
    Jedenfalls wünsche ich dir schon jetzt eine schöne und abenteuerreiche Weihnachtszeit!
    Lg Martina

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Martina,

      das ist für mich auch das erste Mal, dass ich die Weihnachtszeit gegen Strand (oder überhaupt irgendwas anderes) eintausche. Ein bisschen werde ich sie auch garantiert vermissen!! Aber für Tasmanien kann man da schon mal ne Ausnahme machen. :) Außerdem ist ja der ein oder andere Weihnachtsmarktbesuch vorher noch drin.

      Auf G+ bin ich nicht vertreten, das stimmt. Instagram, Facebook und Twitter machen schon genug Arbeit. :)

      Danke Dir und das wünsch ich Dir auch! (Abenteuer kann man ja auch vor der Haustür erleben. :) )

      Liebe Grüße
      Kathrin

  3. Hi Kathrin,
    Ein super Reiseziel hast Du da ausgewählt. Ich selbst lebe in Sydney und war schon einige Male beruflich und outdoortechnisch auf Tassie. Cradle Mountain National Park ist auf jeden Fall lohnenswert. Ansonsten kann ich Bruny Island südlich von Hobart empfehlen. Da gibt’s ’ne Autofähre. Und falls Du vor lauter Naturerlebnissen etwas Alternativprogramm suchst, dann schau Dir in Hobart das MONA Museum an. Echt cool, mit hauseigenener Brauerei…
    Safe travels,
    Timo

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Timo,

      danke für die Tipps! :) Cradle Mountain NP und Bruny Island stehen auf jeden Fall auf der Liste. :-) Das mit dem Alternativprogramm entscheide ich dann spontan. ;-)

      Viele Grüße
      Kathrin

  4. Ach Fräulein, was für eine königliche Wahl! Wir haben uns da – mit dem gleichen Wanderführer – im letzten Feb/März für fünf Wochen verlaufen und wären so gerne noch länger geblieben… Ein 2-Wochen-Programm heißt da eher die „Qual der Wahl“ ;) Cradle Mountain ist auf jeden Fall sehr besonders, allerdings nicht (mehr) ganz so einsam. Wir hatten an den Walls of Jerusalem mit ihren Känguru-Horden und im Südwesten der Insel deutlich mehr Blut geleckt. Der Freycinet Peninsula Track war auch wunderschön (unbedingt Mt. Freycinet mitnehmen)… Wenn du aber wirklich leere Strände suchst: South Coast Track (braucht aber mind. 5 Tage)… Ein paar Tasmanien-Infos gibt es sonst auf unserem Haxen-Blog – schau einfach vorbei, wenn du Lust hast.
    Ach so: wenn du gerne abseits der Touristenpfade unterwegs bist, dann wären die Wanderführer von John Chapman, der wirklich jeden Winkel der Insel kennt, bestimmt auch interessant: http://www.john.chapman.name/pub.html. Die kann man auch der Touri-Info in Hobart kaufen.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viele Wombats vorm Zelt, genieße die Insel und pass auf, dass dir die Possums nicht das Essen klauen (die sind ganz schön gerissen, aber putzig zum zugucken).
    Grüße aus Stuttgart
    Maggie

    • Fräulein Draußen Reply

      Liebe Maggie,

      danke für Deinen Kommentar! Hab gerade schon mal ein bisschen auf Eurer Seite gestöbert und vor-freue mich jetzt noch mehr. :-) In weniger als 3 Wochen geht’s schon los!! 5 Wochen sind natürlich bombastisch, aber 2 Wochen sind zumindest mal besser als nichts. :D Gestern hab ich mich dann auch mal endlich an die konkrete Wanderplanung gemacht.

      Die Freycinet-Tour werden wir auf jeden Fall machen – wahrscheinlich auch so wie ihr am Anfang zum eingrooven. Bei Cradle Mountain / Walls of Jericho bin ich mir noch etwas unschlüssig, was wir da machen sollen. Wir sind halt auch genau zu der Zeit da, die man eigentlich wenn irgendwie möglich meiden sollte, weil da einfach ALLE Urlaub haben. Schade, dass es den entsprechenden Wanderführer von John Chapman (danke für den Tipp!) hierzulande nicht zu kaufen gibt. Werde ich mir dann aber wohl in Hobart direkt noch zulegen, in der Hoffnung, dass ich da vielleicht noch eine weniger „bevölkerte“ Alternative finde. :-) Auf den South Coast Track schiele ich ja schon irgendwie auch die ganze Zeit. Das muss echt toll sein. Aber ich glaube, mir ist die Tour zu lang in Anbetracht der Tatsache, dass wir ja nur zwei Wochen auf der Insel haben. Da bleibt dann zu wenig Zeit für alles andere.

      Ohhjaaa, Wombats vorm Zelt! Ganz viele bitte!! (Und gerne natürlich auch im Zelt. :D )

      Liebe Grüße
      Kathrin

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