Auf der Naunspitze

Die Fakten:

Die Naunspitze befindet sich am westlichen Ende des zahmen Kaisers und misst 1633 m. Bis zum kleinen, aber markanten Gipfel sind von Kufstein-Sparchen aus 1135 Höhenmeter zurückzulegen. Der Großteil des Aufstiegs über die Vorderkaiserfeldenhütte führt über einen Forstweg durch Waldgebiet und ist leicht begehbar. Nur der letzte schrofige Anstieg zum Gipfel verlangt etwas Trittsicherheit. Die Wanderung ist auch als Winterwanderung geeignet. Der letzte Teil liegt auf einem kleinen, schattigen Pfad im Wald – dort sind Grödel ratsam.

Geeignet für Hunde und (größere) Kinder. Für Verpflegung ist mit drei Hütten bestens gesorgt – auch im Winter. Parken kann man für 2 Euro auf einem Parkplatz in Kuftstein-Sparchen direkt am Kaiseraufstieg (ausgeschildert).
Übrigens: Im Bereich der Vorderkaiserfeldenhütte gibt es einige Klettergärten, die auch für Einsteiger geeignet sind. (Hallo Kletterwochenende!) Zudem bietet sich ein kurzer Abstecher aufs Petersköpfl (1745 m) an.

 

Los geht’s über die unzähligen Stufen der Sparchenstiege.Richtung Kaisertal.

Beginn der Wanderung auf die Naunspitze über eine lange Treppe

Wie man sieht, waren wir (leider) nicht die einzigen. Einige sportlich ambitionierte Menschen kamen uns auch schon wieder entgegen, obwohl wir um ca. 9:30 gestartet sind. Der Nachteil an Wanderungen, die direkt in größeren Orten beginnen.

Beginn der Wanderung auf die Naunspitze

Der Forstweg steigt immer steiler an, Nebel und Wald werden immer dichter, der Schnee immer mehr.

Wanderung auf die Naunspitze durch dichten Nebel

Irgendwann verlassen wir den Wald wieder. An diesem Punkt hätte man eigentlich einen ersten großartigen Blick auf den Wilden Kaiser. Naja, wie auch immer. Wir merken allerdings schon eine angenehme Wärme aus Süden und ahnen großartiges.

Wanderung auf die Naunspitze durch dichten Nebel

Nebel auf der Naunspitze

Und dann geschieht es. Innerhalb von Sekunden zieht sich der Nebel von den oberen Berghängen zurück und gibt den Blick auf die umliegende Bergwelt frei, während er gleichzeitig die Häuser und Straßen im Inntal bedeckt hält. Jackpot!

Wanderung auf die Naunspitze - der Nebel lichtet sich

Ab jetzt geht’s in strahlendem Sonnenschein vorbei an der im November geschlossenen Ritzau-Alm über schöne Almweiden Richtung Gipfelaufstieg. Die Naunspitze kann man von hieraus schon gut erkennen. Ab der Vorderkaiserfeldenhütte wird der Weg schmaler und durch teils hartgefrorenen, teils matschig-rutschigen Schnee auch etwas anspruchsvoller. Eine willkommene Abwechslung nach dem ewigen Forstweg.

Wanderung auf die Naunspitze - der erste Blick über den Hochnebel

Das letzte Stück zum Gipfel verlangt etwas Trittsicherheit, ist aber gut machbar.

Das letzte steile Stück zum Gipfel der Naunspitze

Und wenn man oben ist: Nicht erschrecken! Auf der anderen Seite geht’s ziemlich schnell ziemlich steil wieder hinunter.

Aussicht vom Gipfel der Naunspitze

Auf dieser Tour wurden übrigens meine neuen Trekkingstöcke eingeweiht: die Komperdell C3 Carbon Powerlock Compact Women. Ich werde noch ein bisschen weitertesten und dann berichten. Erster Eindruck: Daumen hoch!

Aussicht vom Gipfel der Naunspitze

Eigentlich würde man von hier das Inntal, Kufstein und was weiß ich nicht noch alles sehen. Aber so gefällt es mir eindeutig besser. Meine Gedanken waren natürlich stets mit den vielen lieben Menschen, die unterm Hochnebel ihr Dasein fristen :)

Naunspitze Aussicht

Wenn man sich irgendwann vom Gipfelausblick losreißen kann, geht es auf gleichem Wege wieder ins Tal. Bei dem Wetter natürlich nicht ohne ein erfrischendes Getränk auf der Hüttenterasse. Die Vorderkaiserfeldenhütte ist wirklich wunderschön gelegen und äußerst charmant.

Auf der Naunspitze über dem Hochnebel beim Abstieg

Vorderkaiserfeldenhütte Naunspitze

naunspitze-17

Noch ein paar letzte Sonnenstrahlen tanken und dann tauchten wir schon bald wieder in dichten Nebel ab. Määh.

Von der Naunspitze zurück in den Hochnebel

Nachdem wir zurück durch den Nebel eher gejoggt als gewandert sind, wurden wir schon bald wieder mit dem Anblick von Kufstein „beglückt“. Bye bye, schöne Bergwelt. Bis zum nächsten Mal.

Blick auf Kufstein von der Naunspitze

Schlussendlich die Ankunft im Basislager.

Naunspitze Ausgangspunkt

Obwohl wir bei weitem nicht die einzigen waren, die die Idee hatten, die Naunspitze an diesem Tag zu erklimmen und obwohl der Weg größtenteils aus Forststraße bestand (zwei Faktoren, die mir normalerweise alles, aber auch wirklich alles vermiesen können), fand ich diese Wanderung toll. Nicht zuletzt lag das wohl an der zauberhaften Stimmung, die der dichte Nebel verbreitete. Sowohl für die Zeit, in der wir uns direkt in ihm befanden, als auch für den Teil, der darüber lag.

 

[ähnliches Kaiserwetter hatte ich übrigens schonmal diesen Herbst – und zwar auf dem Geigelstein!]

7 Comments

  1. Hallo Kathrin,

    Diese Bilder sind einfach nur traumhaft schön! Da werde ich wirklich neidisch, ich hatte dieses Jahr leider sehr wenig Zeit, für solche Aktivitäten. Ich freue mich schon rießig auf meinen Skiurlaub im Januar, endlich wieder die Natur genießen.

    Ganz Liebe Grüße
    Dom

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Dom,

      ich hab auch das Gefühl, dass ich noch viel mehr hätte machen müssen.. Der Sommer ist einfach viel zu schnell wieder vorbei. Aber Winter ist ja auch schön. Wo geht’s denn hin im Januar?

      Viele Grüße,
      Kathrin

    • Fräulein Draußen Reply

      Hey Dani,

      wann geht’s denn bei Dir nach Schottland und wohin? Ich will auch nochmal, nimm mich mit!!!!

  2. Holladiewaldfee! Da sind Bilder dabei, die könntest echt über Fotolia anbieten. Vorallem das naunspitze-18 is halt mal echt creepy :-D

    • Fräulein Draußen Reply

      Nebel kommt einfach immer gut ;-)
      Viele Grüße

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