„Als Fleecejacken/Kapuzen Kombination finde ich persönlich den Tvister Hood sehr sehr gelungen. Das Material ist eigentlich richtig genial! Ich hab meinen das ganze Jahr im Einsatz (Joggen, Sommerabende, Langlauf etc).“ – mit diesen Worten hat mir Thomas von www.outdoor-semester.de den Tvister Helmet Hood der Firma Röjk vor einigen Wochen zum Testen angeboten. Da war meine Neugierde natürlich geweckt und ich hab sofort „Jaaa“ gesagt.

Der Pulli kam noch pünktlich zu meinem zweiwöchigen Irland–Trip (Bericht folgt) an und somit hatte ich eine gute Gelegenheit, den Hoodie unter verschiedensten Bedingungen ausgiebig für Euch zu testen. Ob Thomas die Wahrheit sprach? Das werde ich Euch nun sagen.

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 Der Röjk Tvister Helmet Hood

Der Tvister Helmet Hood ist wohl eines der bekanntesten Produkte von Röjk. Das erste Muster entstand bereits 2006 im Haus der Großmutter des Firmengründers Jan-Fahrenheit in Södertälje, Schweden.

Das besondere an dem Pulli ist zum einen sicherlich das Material, welches eigens von Röjk kreiert wurde und sich „Tvister“ nennt. Desweiteren ist die Kapuze so konzipiert, dass sie perfekt unter einen Helm passt und in der Schal-Kapuzen-Kombination schön warm halten soll. Und auch das außergewöhnliche Design und die bunte Farbgestaltung stechen einem sofort ins Auge. Der Pulli besteht aus 95% Polyester (davon 40% aus recyceltem Material!) und 5% Elasthan und ist in verschiedenen Farben für Männer und Frauen erhältlich.

Der Hersteller

Die Firma Röjk wurde 2006 in Schweden gegründet und war zuerst vor allem auf Ski- und Winterbekleidung spezialisiert. Seit 2014 bietet Röjk Superwear auch Ausrüstung für Trekking / Backpacking an. Laut Hersteller zeichnen sich die Produkte durch funktionelles Design, hochwertige Materialien und – für mich ebenfalls sehr wichtig – Nachhaltigkeit aus. Und auch der Spaßfaktor soll nicht zu kurz kommen. Alle Produkte werden in Schweden bzw. Europa hergestellt.

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Erster Eindruck

Nach dem ersten Beschauen und Befühlen sind mir sowohl das Material als auch das Design sehr positiv aufgefallen. Der Pulli ist sehr leicht und flexibel – und dennoch traut man ihm auf den ersten Blick einiges zu, sowohl was Wärmeleistung als auch was Robustheit angeht. Auf der Innenseite des Pullis verbirgt sich weiches Fleece und man hat das sofortige Bedürfnis, sich den Pulli überzustülpen und sich in den nächsten Herbststurm zu werfen.

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Schnitt und Tragekomfort 

Vom Tragegefühl des Tvister Helmet Hood war ich von Anfang an sehr begeistert – und bin es immer noch. Das Material ist wirklich super angenehm, weil es so leicht und flexibel und trotzdem schön kuschlig-warm ist. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schnitt des Pullovers (und was das angeht gehe ich ungern Kompromisse ein!): Der Helmet Hood fällt weder zu klein noch zu groß aus und ist schön lang geschnitten, sodass man tolle Bewegungsfreiheit hat.

Sehr gut gefallen mir auch die länger geschnittenen Ärmel mit Daumenöffnung. Dadurch bleiben die Ärmel, wo sie sein sollen und man hat die Möglichkeit, die Hände warm zu halten, ohne gleich zum Handschuh zu greifen. Dank des flexiblen Materials kann man die Ärmel auch leicht zurückkrempeln beziehungsweise hochschieben, wenn es mal wärmer ist.

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Funktionalität

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass das Material superleicht und sehr flexibel und angenehm ist? :D Vermutlich ja. Super ist in diesem Hinblick zudem, dass der Pulli trotzdem sehr warm ist und auch den Wind verhältnismäßig gut abhält. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass man in dem Pulli schnell anfängt zu schwitzen.

Die Kapuze ist wie bereits erwähnt so gestaltet, dass man sie gut zusammen mit einem Helm tragen kann (was ich nicht testen konnte, da ich in letzter Zeit keine Helm-Aktivitäten zu verzeichnen hatte). Sie besteht nicht aus Fleece, sondern aus einer dickeren Version des Oberflächenstoffes und scheint daher noch etwas windundurchlässiger zu sein. Gleichzeitig ist sie dadurch auch etwas weniger flexibel, was eine bessere Passform und mehr „Grip“ auf dem Kopf gewährleistet. In Kombination mit dem schalartigen Kragen ist man bestens vor Kälte und Wind geschützt und der Gemütlichkeitsfaktor an kühlen Zeltabenden steigt gleich mal um 10 Punkte an.

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Gesamturteil

Das Material ist sowohl was Tragekomfort, als auch was die Funktionalität angeht auf ganzer Linie überzeugend. Alles in allem ist der Pulli ziemlich warm, weshalb ich ihn vor allem auch für die kälteren Jahreszeiten oder nördliche Regionen empfehlen würde. Der Schnitt des Teils ist ebenfalls hervorragend. Nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu eng und nicht zu weit, viel Bewegungsfreiheit und dennoch kein Schlabber-Look. Auch das Design finde ich toll – unkonventionell, aber nicht zu aufdringlich.

Einziges Manko für mich: Mit Kapuze auf dem Kopf sieht man relativ doof aus, was aber wohl der Tatsache geschuldet ist, dass diese eben in optimaler Helmpassform konzipiert wurde. (Daher gibt es hier auch kein Foto mit Kapuze von vorne! :) ) Das ist mir aber dank der anderen tollen Merkmale relativ schnurz und deshalb kann ich den Tvister Helmet Hood von Röjk uneingeschränkt empfehlen. Wer will schon mit Kapuze gut aussehen. Der Hoodie ist zwar nicht ganz günstig, aber meiner Meinung nach auch nicht überteuert und sein Geld wert. Das Tüpfelchen auf dem i ist, dass der Pulli in Europa hergestellt wird und ein Teil des Materials aus recycelten Rohstoffen kommt.

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Der Hoodie hat mich auf ganzer Linie ganz ehrlich überzeugt. Ein großes „Danke“ an Outdoor-Semester.de, die mir den Pulli zur Verfügung gestellt haben. Dennoch entspricht mein Bericht natürlich ausschließlich meiner persönlichen Meinung.

4 Comments

  1. Hey hey!

    Bin eben durch googlen auf deinen Blog gestoßen, weil ich nach Testberichten für Outdoorklamotten gesucht hab ;-) Ich bin noch ziemlich neu auf dem Gebiet und hab bisher enorme Probleme, für mich bequeme Klamotten zu finden, die irgendwie passen. Daher meine Frage: welche Hose trägst du denn auf den Bildern? Ne ganz normale Leggings ist ja doch eigentlich zu dünn, oder?
    Ich bin bisher der „Leggings, Boots, Longtop und Pulli“-Typ – weils schnell geht, nirgends zwickt und einfach bequem ist. Das als Wander- und Outdoorversion hab ich bisher aber noch nicht geschafft.

    LG
    Judith

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Judith,

      und willkommen auf meinem Blog :) Mir geht’s genau so wie Dir: Ich trage meistens Leggins (oder Jeggins, haha :D ) im „normalen“ Leben und will die unbedingt auch beim Wandern haben. Daher kaufe ich mir für’s Wandern immer Funktionstights in unterschiedlichen Dicken/Wärmegraden. Bequemer geht’s nicht, sie trocknen schnell, sind leicht und gut komprimierbar, hängen nicht im Matsch/Wasser rum, die Regenhose ist leicht drübergezogen und es gibt für jede Witterung das richtige Modell (von ganz dünn bis zusätzlich gefüttert). Zudem sind sie deutlich günstiger zu bekommen als eine gute Wanderhose.

      Die auf dem untersten Foto ist eine Climalite von Adidas, welches Modell weiß ich leider nicht mehr so genau. Hab ich schon länger und da gibt’s ja die ganze Zeit neues Zeugs. (Die auf dem Foto mit Kapuze ist eine normale Baumwoll-Leggings, aber da war ich nicht wandern ;-) ) Wühl Dich am besten einfach mal durch die Fitness-/Laufabteilungen diverser Sportgeschäfte, da wirst Du garantiert fündig!

      Viele Grüße
      Kathrin

      • Super lieben Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Endlich mal jemand, der mich versteht! Mir wurde anfangs ne Fjäll Raven Karla empfohlen, aber heilige Scheiße, die mag ja für die meisten super sein, aber nach 3 Wanderungen hab ich gemerkt, wie sehr mir eine bequeme Hose fehlt. Meine 150 cm machens da eh nicht einfacher, da ich doch eeeetwas kompakter gebaut bin, und nicht unbedingt knabenhaft^^(eher so der Sanduhr-Typ im Miniformat, hehe).

        Darf ich dich dann gleich nochmal nerven? :D Kannst du ne Empfehlung für Softshell und Wanderschuhe (unterschiedliche Jahreszeiten, irgendwo muss ich ja mal anfangen) abgeben?

        Hab mich grade ein wenig in deinen Blog eingelesen, seeeeehr sympathisch!

        Liebste Grüße,
        Judith

        • Fräulein Draußen Reply

          Hi Judith,

          dafür kommt meine zweite Antwort jetzt besonders spät – entschuldige bitte!

          Softshell hab ich eine verhältnismäßig günstige von der Globetrotter-Eigenmarke (Kaikkialla). Die gibt’s dort nicht mehr in der Form, aber was ich eigentlich sagen will: Für die erste Ausrüstung ist die Softshelljacke etwas, an der man meiner Meinung nach sparen kann. Gib lieber mehr Geld für eine gute Regenjacke aus! Wanderschuhe solltest Du auf jeden Fall mit GoreTex-Membran kaufen. Und natürlich welche. die über die Knöchel gehen. Da musst Du aber unbedingt ins Geschäft gehen und die ordentlich anprobieren! An den Schuhen würde ich übrigens genauso wenig sparen wie an der Regenjacke :-)

          Viel Spaß beim Einkaufen :-)

          lg

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