Dank meiner 1.500 Kilometer langen Fernwanderung durch Großbritannien, meiner Wanderwoche an der Jurassic Coast und einem Roadtrip durch Schottland hab ich ja schon ganz schön viel von Großbritannien gesehen und erwandert. Der ganze südöstliche Teil ist mir, abgesehen von London, aber leider noch ziemlich unbekannt! Umso mehr freue ich mich über diesen Gastartikel, in dem Tatjana von ihrer Solo-Wanderung auf dem South Downs Way berichtet. 160 Kilometer und 9 Tage war sie auf diesem englischen Fernwanderweg durch die grünen Hügellandschaften des South Downs Nationalparks unterwegs. Viel Spaß beim Lesen!


Dieser Artikel ist Teil meiner Reihe „Outdoorfrauen-Spezial“, in der ich auch anderen Frauen, die abenteuerlich Reisen und das Draußensein lieben, die Möglichkeit geben möchte, ihre Geschichte zu erzählen. Mehr Infos dazu und wie Du selbst mitmachen kannst findest Du hier.


Ich wandere gerne und viel. Entweder zuhause im schönen Niedersachsen durch Deister, Bückeberge und Süntel nach dem Motto „Ich gehe mal los, irgendwie werde ich schon wieder nach hause kommen, ich kenne mich ja aus!“ oder in organisierten Wanderurlauben in Großbritannien und dort nach der Regel „Der/die da vorne kennt den Weg, ich kann mich auf die schöne Landschaft konzentrieren!“. Soll heißen: Mit „Feinheiten“ wie Route planen, Karten lesen und den Weg finden habe ich mich noch nicht näher auseinandergesetzt.

Im Herbst diesen und Frühjahr des nächsten Jahres werde ich mir nun aber den großen Traum erfüllen, den South West Coast Path in England zu wandern und das braucht doch ein paar mehr dieser Fähigkeiten! Und da nichts über eine Generalprobe geht, habe ich mir für letzten Mai den South Downs Way vorgenommen. Ein Wanderweg im Süden Englands, der häufig und nicht zu Unrecht als „Autobahn unter den Fernwanderwegen“ bezeichnet wird, bei dem die Gefahr, tagelang in der Wildnis herumzuirren, eher gering ist und der mir gleichzeitig die Gelegenheit geben sollte, alles rund um Planung, Ausrüstung, Navigation und sogar das abendliche Schreiben über das Erlebte zu üben und zu verfeinern! War so. Und hat er.

Tag 1: Von Winchester nach Exton (21 km)

Nachdem ich bei meiner Ankunft und am Vorbereitungstag in Winchester noch hervorragendes Wetter hatte, beginnt mein erster Wandertag in Grau und mit angekündigtem Regen. Aber ich will ja auf dieser Wanderung alles austesten und dazu gehört natürlich auch die Regenausrüstung. Winchester habe ich bereits erkundet und das ist definitiv einen eigenen Tag wert. So starte ich direkt beim Denkmal von König Alfred (auch wenn der offizielle Start ein paar Meter entfernt ist) und fühle mich, als ob er mich mit wachem Blick auf den Weg schickt! Dass er in die andere Richtung guckt? Egal….

Wandern auf dem South Downs Way

Heute stehen die Wegweiser leider im Trüben. Trotzdem kann man sehr gut die Legende erkennen, die die Eignung der Varianten für Wanderer, Reiter, Radfahrer und sogar Motorräder angibt. Nach ein paar Minuten durch Seitenstraßen gilt es eine Autobahn zu überqueren und deren Lärm begleitet mich leider noch eine Weile. Direkt anschließend stehe ich dann das erste Mal vor einer Entscheidung und wähle den „gelben“ Weg, der nur für Fußgänger geeignet ist – auf dem anderen befürchte ich, zu vielen anderen Fortbewegungsmitteln zu begegnen. Und auch für die weiteren Tage wähle ich immer die vermeintlich „natürlichste“ Alternative und möglichst keine asphaltierten Straßen.

Wegweiser auf dem South Downs Way

Der anschließende Weg zwischen Feld und Hecke ist ein sehr sanfter Anfang, die Blicke nach vorne und zurück sind nach wie vor recht grau und trüb. Ein erster Stopp bietet sich bei der hübschen kleinen Kirche in Chilcomb an, die gestern bei Sonne sehr viel einladender aussah. Mein Highlight ist eine Strecke durch einen Buchenwald mit interessant geschwungenen Ästen und ich kann die Sonne quasi durch die Bögen scheinen sehen. Ich habe halt viel Phantasie.

Der Rest des Tages ist eher arm an Ereignissen und Sehenswürdigkeiten, sodass ich mich ganz auf das Gehen, meine Füße, meine Wanderstöcke und das Auf- und Absetzen der Kapuze meiner Regenjacke konzentrieren kann. Die beiden vielversprechend klingenden Wegpunkte „Telegraph Hill“ und „Beacon Hill“ bieten leider nicht die erhofften Weitblicke. Beim ersten ist da einfach nur eine Straße und der zweite wäre bestimmt toll, aber inzwischen ist das Nieseln so penetrant, dass ich nur noch Dunst und beschlagene Brille sehe. Meine kurze Pause wähle ich unter einem Baum, esse mein Sandwich im Stehen und gucke so vor mich hin.

South Downs Way Landschaft

Da ich wegen des Wetters insgesamt nur wenige Pausen gemacht habe, bin ich sehr früh an meinem ersten Etappenziel Exton und plane, mich die nächsten paar Stunden im Pub aufzuwärmen und diesen ersten Erfolg zu feiern. Leider ist dieser Pub aber noch einer der ganz seltenen Exemplare, die zwischen 15 und 18 Uhr geschlossen haben – das ist mir in England lange nicht mehr begegnet.

Also trinke ich nur einen schnellen Tee im Ort und erkunde ihn ein wenig, bis ich zu meiner Unterkunft im etwas entfernten Meonstoke weiterwandern kann. Dort hatte ich meine Ankunftszeit recht spät angegeben, damit ich mich bloß nicht hetzen muss. Dass ich so früh fertig sein würde, hätte ich im Traum nicht gedacht. Auch in Meonstoke gibt es einen Pub, aber meine Unterkunft, eine eigene kleine Hütte, bietet so viel an Tee, Keksen und anderen Überraschungen, dass ich es mir dort gemütlich mache und nach der wohlverdienten Dusche einfach gar nicht mehr vor die Tür gehe.

Tag 2: Von Exton nach Buriton

Nach dem gestrigen nieseligen Tag schwankt der heutige zwischen stürmisch und schwül. Laut Wanderführer ist der „Old Winchester Hill“ der Höhepunkt des Tages und auf jeden Fall ist er ein Fest für Archäologie-Begeisterte! Zunächst plündere ich aber den bezaubernden Dorfladen und rüste mich mit Nüssen, Kernen und ähnlichen Dingen aus, die man bequem unterwegs knabbern kann, sollte das Wetter wieder gegen lange Picknicks auf der Wiese sein.

Der Weg führt erst mal eine Weile auf dem „Meon Valley Trail“ entlang und ist damit einmal mehr leicht zu finden und gut ausgebaut. Lustig finde ich allerdings die vielen Wegweiser, die den Weg als „temporary“, also vorübergehend, bezeichnen und dabei so alt und verwittert sind, dass ich davon ausgehe, das auch hier mal wieder gilt: Nichts ist so beständig, wie das Provisorium.

Es geht weiter an Feldrändern entlang und bald gibt es den ersten Blick auf den Old Winchester Hill – ich mag diese gerahmten Blicke durch Hecken!

Wandern auf dem South Downs Way

Am Hügel angekommen herrscht kein Mangel an ausführlichen Hinweisschildern zur Geschichte und nach einem kurzen Aufstieg habe ich endlich den ersten ersehnten Weitblick und ja, ich liege auch das erste Mal im Gras und freue mich einfach, dass ich hier bin und ohne Sorgen durch die Natur laufen kann.

Die Freude steigt noch weiter, als ich nach einer Weile an einem Fluss komplett mit Angelhütte, Terrasse und Tee-Selbstbedienung ankomme. Wenn das so weiter geht, wird das der Tag der Pausen. Aber ich glaube fest daran, dass man beim Wandern nie die Möglichkeit zum Teetrinken auslassen soll. Und auch nicht die, eine vorhandene Toilette zu nutzen.

Die Ausblicke auf den kommenden Kilometern sind eher bescheiden, aber ich freue mich zumindest über jedes Schaf, dass ich treffe. Über weiße, braune, schwarze, große, kleine und… solche mit sehr eigenwilligen Frisuren!

Nach Landstraße, Neubausiedlung, herrschaftlichem Anwesen, ersten Fernblicken und noch einem wunderschönen Wald folgen die Naherholungsgebiete „Buster Hill National Nature Reserve“ und „Queen Elizabeth Country Park“, leider geteilt durch eine vielbefahrene Schnellstraße, die es zu überqueren gilt. Unnötig zu erwähnen, dass es dafür erst mal runter und direkt danach wieder hoch geht.

An einem Dienstag im Mai halten sich die Besuchermengen hier in Grenzen und so laufe ich weiter recht alleine durch den Wald und beginne langsam, die Steine, aus denen der Boden größtenteils besteht, zu verfluchen. So schön diese aussehen, so unangenehm wird das lange Laufen darauf, trotz wirklich guter und robuster Wanderstiefel.

Als ich nach 22 Kilometern mit schmerzenden Füßen und Beinen an der Stelle des South Downs Ways ankomme, an der es bergab nach Buriton geht und ich mich daran erinnere, dass es zu meiner Unterkunft noch knappe 4 Kilometer sind und ich von dort sicherlich nicht noch mal zurück in den Ort laufen möchte, beginne ich, kleine Beschwörungsformeln zu den Öffnungszeiten von Pubs vor mich hin zu murmeln. Und sie werden erhört. Nie schmeckt ein Bier so gut wie nach 7 Stunden Wandern! Okay. 7 Stunden mit vielen Pausen aber – 7 Stunden!

Da ich mir nur ein Bier erlaube, bin ich sicher, dass ich mir auch nicht einbilde, dass mir auf dem Weg zur Unterkunft ein Pfau über den Weg läuft, der so aussieht, als ober er gerade aus dem Auto gestiegen ist und in sein Haus geht. Ich denke, heute Nacht werde ich gut schlafen.

Tag 3: Von Buriton nach Cocking (21,5 km)

25 Kilometer habe ich heute vor mir und das Beste daran ist: Nachdem ich erst mal die gesamte Regenausrüstung anhabe brauche ich sie auch nicht wieder auszuziehen. Ja, ich habe gesagt, dass ich alles testen wollte, aber Dauerregen am Tag nach Dauerregen in der Nacht, der den Waldboden in streckenweise fließenden Schlamm verwandelt, stand jetzt nicht ganz oben auf der Liste. Der South Downs Way verschwindet in tiefhängenden Regenwolken und auf dem Weg durch den Wald nach oben erwarte ich jeden Moment, einen Dinosaurier kreuzen zu sehen.

Nach und nach lege ich Regenjacke und Regenhose an und stelle fest, dass ein kleiner Regenschirm, den ich sonst für „Picknicks im Regen“ dabei habe, zusätzlich zu dem SonnenRegenkäppi wirklich praktisch ist. Zumindest wenn es windstill ist. Einen der beiden Wanderstöcke verstaue ich allerdings, nachdem ich mich mit beiden Stöcken und Schirm verheddere.

Bei einem Abstecher zu dem Anwesen „Uppark House and Garden“ spiele ich mit dem Gedanken, mir ein Taxi zu rufen und den Blödsinn einfach bleiben zu lassen, aber nach einer Kanne Tee und einem Stück Schokoladenkuchen reiße ich mich zusammen und es geht weiter. Und wenn ich heute auf diesen Tag zurückblicke, so war er verblüffenderweise einer der schönsten Wandertage dieses Urlaubs! Dieses Gefühl, sehr isoliert in seiner eigenen kleinen „Blase“ zu laufen und ganz intensiv das Geräusch des Regens, den Geruch des nassen Waldes mit wildem Bärlauch und jedes Platschen meiner Füße in den Pfützen wahrzunehmen, hat im Nachhinein fast etwas Meditatives. Ich wünsche mir zwar nicht unbedingt viele solcher Tage, denn es hätte wohl auch schöne Landschaft zu sehen gegeben, aber sollte ich nochmal so einen erwischen, werde ich versuchen, mich an diese Stimmung zu erinnern. Und die wenigen Momente, in denen die Wolken aufrissen und den Blick auf im Tal hängende Nebelschwaden frei gaben, waren umso beeindruckender und sind haften geblieben.

Ich habe natürlich nichts dagegen, den ganzen Tag über von einem wunderschönen Ausblick zum nächsten zu hüpfen, aber diese wenigen sind noch mal besonders wertvoll, weil sie mir überhaupt vergönnt waren. Trotzdem laufe ich ohne größere Pause weiter und nehme heute für die letzten Kilometer vom Pfad zur Unterkunft einen Bus. Dort liegt glücklicherweise der Schlüssel für mich unter der Matte, es gibt reichlich heißes Wasser, eine Handtuchheizung, um alles zu trocknen – und es erwartet mich sogar ein Stück Kuchen! Nein. Zum Zelten an solchen Tagen bin ich definitiv nicht geboren. Und auch die dritte Nacht in Folge verlasse ich mein Zimmer nach Ankunft nicht mehr, sondern sitze im Schlafanzug auf dem Bett, trinke Tee, esse übrig gebliebene Sandwiches, sortiere Fotos und schreibe.

Tag 4: Cocking nach Bignor (14 km)

Ha! Ich werde von der Sonne geweckt, die sich im Gelb der Spiegeleier äh… spiegelt. Na gut, ein wenig künstlerische Freiheit ist dabei, aber ja, die Sonne scheint! Und das Frühstück motiviert mich mächtig, mich einem neuen, wenn auch recht kurzen Wandertag zu stellen.

Bed & Breakfast auf dem South Downs Way

Es geht rund 14 Kilometer nach Bignor, das trotz seines Namens winzig ist und vor allem für eine Römervilla bekannt ist, in der man alte Mosaike besichtigen kann. Aber erst einmal muss ich dorthin laufen! Glücklicherweise fährt mich meine nette Gastgeberin zurück zum Anfang des Weges. Der Tag sieht vielversprechend aus, der harte Boden hat den vielen Regen allerdings nicht gut vertragen und ich entwickle heute die Kunst, schlittschuhartig über Schlamm zu gleiten. Oder so ähnlich. Hatte ich gestern Dinosaurier erwartet, würde ich mich heute nicht über Krokodile, die aus dem Sumpf auftauchen, wundern.

Wald, Feld mit Ausblick und Hügelgräber wechseln sich ab, so dass die kurze Etappe schnell vergeht. Es fehlen zwar noch die spektakulären „Wow-Momente“, aber in der Ferne sind doch mal ein paar freier liegende Hügel zu erkennen, die die Hoffnung auf noch schönere Ausblicke aufkommen lassen.

Ich bin recht erstaunt, als mir ein Wegweiser mitteilt, dass ich schon bald die Hälfte der Gesamtstrecke hinter mir habe. Irgendwie warte ich immer noch darauf, dass es so richtig losgeht mit den sensationellen Momenten.  Zum Abstieg vom Pfad nach Bignor erwischt mich dann doch noch mal ein Schauer, so dass ich den sehr steilen Waldweg recht unelegant herunterrutsche. In der römischen Villa bin ich dann zum Tee genauso alleine wie abends auf ein Steak im nahegelegenen Pub. Bei dem Wetter möchten wohl nicht mal die Briten vor die Tür. Der Wirt schließt dann auch kurzerhand hinter mir ab und fährt mich zurück zu meinem Bed & Breakfast, nachdem mich mein Gastgeber vorher zum Pub gebracht hatte. Hier sind alle sehr gut auf Wanderer eingestellt, sodass zum Beispiel auch das Trocknen von nassen Wanderstiefeln oder eben auch der ein oder andere Shuttleservice sehr gerne angeboten werden. Auch die wesentlichen Dinge wie viel heißes Wasser, gute Handtücher und bequeme Betten, die jeder Wanderer mit müden Beinen zu schätzen weiß, gehörten in allen meinen Unterkünften zur Grundausstattung.

Tag 5: Bignor nach Upper Beeding (26 km)

Nach dem zu kurzen Tag gestern ist der heute ziemlich lang. Im Mittelteil der Strecke hätte ich die Unterkünfte defintiv etwas sorgfältiger planen können. Auch das kommt auf die Lern-Liste. Nach kurzem steilem Aufstieg werde ich heute nun endlich mit den ersten sensationell schönen Ausblicken belohnt. Ebenso begeistert bin ich über Wasserstellen entlang des South Downs Way, denn dort kann man seine Wasserflaschen auffüllen und bekommt auch gleich den Hinweis, wie weit es zur nächsten ist – sehr praktisch!

Nach einer Weile komme ich an Amberley vorbei, das wohl eine bessere Wahl zum Übernachten gewesen wäre. Bis mittags kann ich mich kaum satt sehen an der Szenerie und blicke auch immer wieder zurück – die Wolken hinter mir machen die Sicht noch interessanter und zudem werde ich zur Rechten nun auch vom Blick auf das Meer begleitet. Als „Meer-Kind“ ist das definitiv etwas, was mich glücklich macht.

Ich nutze die Stunden aus und genieße – und das ist auch gut so! Denn pünktlich zur späten Mittagspause ändert das Wetter seine Meinung und bringt große schwarze Wolken. Die Sonne ist dafür jetzt über dem Meer und nicht mehr über mir. Danke auch.

Regen alleine reicht dann scheinbar auch nicht, im Mai darf es schon mal ein Hagelschauer und später noch ein kleines Gewitter sein. Ich bin eigentlich nur enttäuscht, dass ich keinen Regenbogen sehe. Vielleicht entgeht mir dieser aber auch, weil ich so fasziniert auf den Boden gucke, auf dem mir das bergab fließende Wasser die Erde unter den Füßen wegspült! Das hat man ja auch nicht jeden Tag.

Irgendwann taucht Brighton am Horizont – und im Sonnenschein – auf, dessen Anblick wird mich nun mehrere Tage begleiten wird. Auf den letzten Kilometern bis Upper Beeding wird es dann auch industrieller. Erst laufe ich durch eine riesige Schweinefarm mit sehr kessen Ferkeln, die mir neugierigst entgegenkommen, bis Mama entrüstet und schnaufend angaloppiert kommt und sie zur Ordnung ruft und dann habe ich Ausblick auf einen riesigen Steinbruch. Zum Abschluss stelle ich noch fest, dass ich nun wirklich mehr als die Hälfte geschafft habe und dass dieser entscheidende Moment aber im Regen an mir vorübergegangen zu sein scheint.

Für den Rest des Abends herrscht dafür wieder strahlendster Sonnenschein. Ich fühle mich leicht veräppelt und hänge mal wieder alles zum Trocknen auf die Heizung in meinem Badezimmer. Aber dann schaue ich meine Fotos an und erinnere mich an die atemberaubend schönen Ausblicke, die ich heute hatte und alles ist wieder gut.

Tag 6: Upper BeEding nach Pyecombe (12,5 km)

Heute und morgen laufe ich oberhalb von Brighton entlang und – es ist Wochenende! Wenn da mal nicht eine kleine Schwäche in der Planung vorliegt. Das Gebiet hier oben ist eindeutig das Naherholungsgebiet Nummer eins und alles, was laufen, Fahrrad fahren, reiten, Drachen steigen lassen oder sich im Kinderwagen schieben lassen kann, ist am Wochenende hier. Was ich ja weiß, denn an einem Wochenende letztes Jahr Ende Oktober war ich selber von Brighton aus am Devil’s Dyke und das hat mich so begeistert, dass die endgültige Entscheidung für diese Wanderung gefallen ist. Ich weiß also, dass ich die Aussicht hier lieben werde – sie aber eben auch mit vielen anderen Menschen teilen darf. Und so ist es dann auch.

Heute spaziere ich tatsächlich statt zu wandern. Es sind nur gut 12 Kilometer, die leichten Auf- und Abstiege merke ich kaum noch. Ich mache das Beste aus dem Tag und hole sämtliches auf der Wiese liegen und in die Wolken gucken nach, das die letzten Tage dem Wetter zum Opfer gefallen ist. Und wenn ich dann die Augen schließe, dann höre ich trotz der Menschen auch wieder den Wind, die Bienen und die Vögel und schaffe es auch mal an nichts zu denken. Kurz bevor ich einschlafe, raffe ich mich aber doch wieder auf und laufe weiter. Das ist jetzt wirklich South Downs Way pur und so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich laufe oben auf der Anhöhe entlang und habe zu einer Seite den Blick auf das glitzernde Meer und zur anderen Seite immer wieder auf kleine Ortschaften in allen Rotschattierungen, die sich am Fuße der Downs in die Täler schmiegen.

South Downs Way Wanderun

Beim Devil’s Dyke halten die Busse aus Brighton direkt vor der Tür, unendliche Mengen an Motorrad- und auch Oldtimer-Enthusiasten wählen diesen als Ausflugsziel und auch ich kehre im gleichnamigen Pub ein und gönne mir einen Kaffee, bevor die zweite Wolkenguck-Tageshälfte beginnt. Die „gefaltete“ Landschaft mit den tiefen Schluchten begeistert mich. Devil’s Dyke wurde der Legende nach vom Teufel höchstpersönlich in die Hügel geschlagen, um dadurch die vielen Kirchen des Landes zu fluten. Nett auch die Markierung am Wegweiser mit einem Totenschädel.

Langweiligerweise waren es aber wohl nur enorme Wassermengen am Ende der letzten Eiszeit, die dieses Tal geschaffen haben. Ich bin versucht, noch einen kleinen Abstecher zu einem Fort aus der Eisenzeit zu laufen, da der heutige Tag so kurz ist, aber die vielen Spaziergänger schrecken mich ab. Sogar die Kühe laufen hier geordnet im Gänsemarsch über den Pfad! Also bummle, schaue, staune und liege ich weiter in der Gegend rum, bis der Tag gemütlich im Pub in Pyecombe endet. Schließlich ist Wochenende.

Tag 7: Pyecombe nach Kingston (19 km)

Heute ist die Wiederholung von gestern. Wunderwunderschön und sogar noch wärmer, aber auch noch voller. Der Tag beginnt mit einer dieser wunderbaren Begegnungen, die in Erinnerung bleiben. Während ich an einer Bank meinen Rucksack noch mal zurecht rüttle, spricht mich eine ältere Dame an, die darauf wartet, zum Kirchenbesuch abgeholt zu werden. Sie erzählt mir dann mit Begeisterung und viel Liebe für ihre Heimat alles, was es über Pyecombe zu wissen gibt. Besonders schön finde ich die Geschichte der Pastorin, die zwei Mal den South Downs Way gewandert ist und dabei Geld gesammelt hat. Davon hat sie in der Kirche eine Verpflegungsstelle eingerichtet, wo Wanderer sich jederzeit Kaffee und Tee zubereiten können. Dieser Moment ist auch besonders schön, da ich den Rest des Tages so vielen Menschen begegne, dass es gar nicht mehr zu dem sonst unter Wanderern hier üblichen Grüßen (mindestens) und Wechseln einiger Worte (meistens) kommt.

Wie geplant statte ich den Windmühlen namens Jack and Jill einen kurzen Besuch ab. Anschließend sind Tag und Weg gefüllt mit Menschen, Kühen, Kälbern, Schafen und Lämmern und wie immer kann ich nicht aufhören, diese zu fotografieren. Das Kindchen-Schema schlägt bei mir voll zu! Aber auch das die Stadt begleitet mich weiter. Kaum zu glauben, wie lang man an Brighton entlang laufen kann! So groß ist mir das nicht vorgekommen.

Sogar der Himmel ist heute voll, irgendwo scheint eine Flugschau mit knatternden alten Flugzeugen statt zu finden. Ach – und erwähnte ich schon, dass in der Entfernung immer mal wieder Schüsse zu hören sind? Jemand erklärt mir, dass damit versucht wird, Vögel zu vertreiben. Ich beschließe, hier noch einmal herzukommen, wenn kein Sonntag ist. Und vielleicht auch kein Frühsommer. Das besiegel ich mit einem Eis vom Eiswagen, denn wenn ich schon mit diesem Massenansturm fertig werden muss, dann kann ich davon auch profitieren. Schließlich biege ich von dem Höhenweg ab und laufe nun für eine kleine Weile direkt auf das Meer zu. Das fühlt sich vor allem bei den Temperaturen prima an!

Danach zieht sich der Weg ziemlich und ich versuche, mich mit den strahlenden Blau- und Grüntönen, die die Natur auspackt, zu motivieren. Vielleicht liegt es an den vielen Menschen, vielleicht auch an der Sonne, aber die knapp 19 Kilometer kommen mir sehr lang vor und der steile Abstieg am Ende hinunter nach Kingston gibt mir den Rest.

Aber nachdem ich heute mal wieder mit Tee und Kuchen begrüßt werde, bin ich so weit wiederhergestellt, dass ich noch einen Spaziergang durch das sehr hübsche Dorf mache, im Pub einkehre und dort die Abendsonne genieße. Diesmal habe ich definitiv die richtige Wahl für einen Übernachtungsort getroffen!

Tag 8: Kingston nach Alfriston (18,5 km)

Schon der vorletzte Tag – kaum zu glauben! Wie bei allen meinen bisherigen Wanderurlauben waren die ersten zwei Tage mühsam, aber dann läuft es und es fällt schwer, mir vorzustellen, bald nicht mehr jeden Tag zu wandern. Immerhin habe ich mit dem Meer ein konkretes Ziel vor Augen und muss nicht einfach so irgendwo in der Landschaft aufhören. Das vermittelt dann zumindest ein Gefühl von „ankommen“. All das überlege ich mir so, während ich den Steilhang (fühlt sich jedenfalls an wie einer) von gestern wieder hochkraxle.

Anstieg auf dem South Downs Way

Dass mir dabei Hunde ausführende Frauen in Sportsachen begegnen, die sich mühelos unterhalten können, hilft auch nicht gerade. Endlich oben angekommen erwarte ich, dass mein Puls sich wieder normalisiert. Da habe ich allerdings die Rechnung ohne die Kuh-Herde gemacht, die nun gerade heute den Weg begrast.

Mit Hang links und Zaun rechts habe ich wenig Chancen, dieser aus dem Weg zu gehen und da viele Kälber dabei sind, habe ich ein ziemlich mulmiges Gefühl. Wie soll ich bei der Menge denn vermeiden, zwischen Mama- und Baby-Kuh zu geraten? Dass mir eine Kuh direkt ins Ohr muht, als ich an ihr vorbeigehe, tut meinen Nerven auch nicht wirklich gut. Nach recht zittrigen Minuten habe ich es aber geschafft und die weiteren Begegnungen sind weniger aufregend. Ich überquere den Null-Längengrad, freue ich über richtig wertvolle Wegweiser, bestaune einen runden Kirchturm in Southease und merke langsam, dass ich der Zivilisation immer näher komme, als ich nacheinander Bahnschienen, Fluss und Schnellstraße überquere.

In einer Jugendherberge stärke ich mich mit einem richtig guten Kaffee, bevor mich eine ankommende Schulklasse in die Flucht und auf den nächsten Hügel treibt. Die weitere Wanderung nach Alfriston ist dann leicht und ich genieße die letzten Fernblicke zurück auf meine bisherigen Etappen.

Inzwischen hat diese Wanderung mir wirklich alles geboten, was ich mir erhofft hatte und ich bin gespannt auf den letzten Tag morgen an der Küste, denn der wird noch mal ganz anders sein. In Alfriston angekommen finde ich das Örtchen wie schon bei früheren Besuchen ganz bezaubernd, mit seinen Fachwerkhäusern und der schönen Kirche. Und natürlich einer großen Auswahl an Teestuben, Restaurants und Pubs!

Alfriston am South Downs Way

Tag 9: Alfriston nach Eastbourne

Für diesen letzten Tag gibt es zwei Alternativen: Eine sensationell schöne an der Küste entlang und eine kürzere durch das Landesinnere. Für mich ist klar, dass es die Strecke entlang der Küste mit den Highlights „Seven Sisters“ und „Beachy Head“ sein muss! Auch wenn ich beides schon als Autofahrer besucht und besichtigt habe, ist es doch nochmal etwas ganz anderes, sich das Erlebnis zu erlaufen. Die Alternative habe ich mir potenziell für den nächsten Tag aufgehoben, denn ich werde von Eastbourne mit dem Bus zurück nach Alfriston fahren und dort eine weitere Nacht verbringen. Aber schon vor dem Losgehen ahne ich, dass ich kaum die Energie aufbringen werde, noch einen Wandertag anzuhängen, wenn ich doch heute am Ziel ankommen werde. Und so ist es dann auch.

Als ich das „interessante“ Höhenprofil der Seven Sisters im Wanderführer näher betrachte, überlege ich kurz, ob der Mittelteil wohl meine Pulsfrequenz darstellen soll. Die Engländer beschreiben solche Strecken gerne als „roller coaster“, also als Achterbahn, und hoffe einfach nur, dass mich der Hügelabschwung auch gleich wieder den nächsten Hügel hinauftragen wird. (Spoiler: Wird er nicht!)

Da ich heute nicht packen muss, geht es recht früh los und nachdem ich mich fast auf die Nase lege, weil ich vergessen habe, dass ich gestern Abend die Schnürsenkel der Wanderstiefel zusammengebunden habe und einfach mal so rein springe und los gehe, geht es ganz gesittet und heute tatsächlich auch mal ohne direkten Anstieg los. Die erste Sehenswürdigkeit ist wenig später das „Litlington White Horse“, eine der vielen Figuren, die man in den Kalkhügeln in Südengland finden kann. Dieses ist ursprünglich 1838 entstanden, aber schon mehrfach erneuert worden und das aktuelle stammt aus 1924. Ich bin überzeugt, bei näherem Hingucken ein Einhorn zu identifizieren, aber vielleicht läuft mir auch nur Schweiß in die Augen.

Als ich mich Cuckmere nähere, wird klar, dass es spätestens jetzt mit der Ruhe vorbei ist. Offene Doppeldeckerbusse, Schulklassen, Parkplätze und ein Informationszentrum mit einem hervorragenden Café. Vielleicht ist das aber gar nicht schlecht, um sich langsam wieder an die laute Welt da draußen zu gewöhnen. Ich gönne mir als Versuch der Wiedereingliederung Kaffee und Kuchen, bevor ich mich auf die allerletzen Kilometer an der Küste entlang mache. Endlich habe ich einen Eindruck vom Wandern am Wasser und einen kleinen Vorgeschmack auf den South West Coast Path im Herbst.

Schon beginnen die einzelnen Etappen zu verschwimmen und ich bin froh, dass ich so viel fotografiert und geschrieben habe, um das alles nachzuerleben, auch wenn die schönsten Erinnerungen vermutlich immer im Kopf und im Herzen bleiben werden.

Und dazu gehört auf jeden Fall auch der Anblick der Kreideklippen, die sich jetzt vor meinen Augen ausbreiten: Das Weiß strahlt mit den Blau- und Grüntönen um die Wette. Auf Absperrungen wird hier verzichtet und ich halte gemäßg der Warnschilder respektvollen Abstand zum Rand der Klippe – holen sich an dieser Küste Wind und Wellen doch immer wieder neue Stücke aus den Felsen.

Und dann genieße ich nur noch den angekündigten Rollercoaster, gönne mir etliche Pausen zum Durchschnaufen und schwanke – nein, nicht vor Entkräftung – sondern zwischen Wehmut, dass es nun bald vorbei ist und ein wenig Stolz, dass ich es geschafft haben werde. Die ersten Überlegungen, wie ich meine Füße fitter bekomme, damit die beim nächsten Mal nicht so weh tun, stellen sich allerdings auch schon ein.

Nach den „Seven Sisters“ folgen noch der „Belle Tout“ Leuchtturm, indem man übrigens mittlerweile auch übernachten kann und ein weiterer Hügel, bei dem es mir endgültig die Sprache verschlägt, denn dieser sieht zunächst nach fast unüberwindbarer Steilwand aus. Aber wenn eine ganze laute Schulklasse einfach so da lang trabt, dann kann es schon nicht so schlimm sein. (Nein. Die Wanderer-Mantras sind mir immer noch nicht ausgegangen.)

Der letzte Abschnitt geht nun auf Eastbourne zu und nach einem letzten Abstieg komme ich am Anfang (bzw. meinem Ende) des South Downs Way an. Der Weg von dort zum Bus auf dem Asphalt an einer Straße entlang ist nicht der schönste Ausklang, aber in meinem B&B gönne ich mir später ein festliches Picknick auf dem Bett, in dessen Überresten ich völlig erschöpft einschlafe. Das habe ich mir aber auch verdient!

Wanderung auf dem South Downs Way – alles was Du wissen musst

Start/Ende: Winchester und Eastbourne – beides größere Orte, an denen man sich noch mal mit allem Vergessenen ausrüsten kann und die reichlich Unterkünfte bieten. Beide sind in einer bzw. anderthalb Stunden von London aus mit dem Zug zu erreichen.

Länge: 160 km

Laufrichtung: Egal. Sowohl, was die ausgezeichnete Ausschilderung als auch die Höhenmeter angeht. Ich habe mich für Winchester – Eastbourne entschieden, da ich so auf das Meer zugelaufen bin und 9 Tage lang davon träumen konnte, am Ziel die Füße ins Wasser zu stellen. (Das Regenwasser, das sich zwischenzeitlich in den Wanderstiefeln gesammelt hat, zählt nicht. Es muss schon Meerwasser sein.)

Schwierigkeit: Gering bis mäßig. Der höchste Punkt liegt bei 270 Metern und es gibt keine übermäßigen Steigungen. Man muss nur bedenken, dass man „oben“ auf einem Höhenzug entlang läuft und die Unterkünfte sich „unten“ befinden. Das bedeutet, dass die Tagesetappen in der Regel mit ein wenig Kraxeln nach oben beginnen und auch wieder mit ein wenig abwärts wandern enden. Je nachdem, wie sehr einem die Beine von den ungewohnten Kilometern zittern, kann das bei nassem Wetter in eine kleine Rutschpartie ausarten.

Auf der gesamten Strecke gibt es immer wieder Alternativen, die auch für Radfahrer und Reiter geeignet sind, es gibt also zum Beispiel nichts, über das man hinüber klettern müsste. Das einzige, was ich tatsächlich anstrengend fand, war der Untergrund. Die South Downs bestehen aus Kalkstein, auf dem man häufig direkt läuft – entweder mit einer dünnen Erdschicht darüber, die bei Regen schnell glitschig wird oder auch in Form von Steinen und „Geröll“. Dabei kann man wunderschön gefärbte Steine entdecken, aber den Füßen tut es schnell weh und man sollte sich überlegen, zusätzlich Geleinlagen in die Wanderstiefel zu packen.

Übernachten und Versorgung: Möchte man zu Fuß zu den Unterkünften gelangen, so ist die Auswahl nicht unendlich groß. Manches Mal läuft man noch einige Kilometer vom Pfad und ist dann am Ende in einem Bed & Breakfast, das recht weit vom nächsten Pub entfernt ist. Ich denke, dass das, zusammen mit der Tatsache, dass die Grafschaft Hampshire, durch die man zunächst läuft, zu den teureren Gegenden Englands zählt, auch die durchschnittlich recht hohen Übernachtungspreise erklärt. Ich habe auf jeden Fall sehr früh angefangen, nach Unterkünften zu suchen und auch länger gebraucht, bis ich meine Einzelzimmer zusammen hatte. Dafür waren alle sehr schön und ich wurde jedes Mal mit einem deftigen „Full English Breakfast“ auf die Reise geschickt!

Von einer festen Unterkunft aus mehrere Etappen zu gehen bot sich nicht an, da das extrem viel Planung zum Erreichen der Busse bedeutet hätte, wo das denn überhaupt möglich gewesen wäre. Campingplätze sind mir gar keine über den Weg gelaufen, ich habe aber auch nicht explizit danach gesucht. Für „wildes Zelten“ ist die Gegend auf jeden Fall viel zu bebaut – egal, ob das nun erlaubt ist oder nicht.

Dauer/Etappen: Man findet Vorschläge von 6 bis zu 10 Tagen. Ich habe mich für 9 Tage entschieden und hatte so genug Zeit, zwischendurch alle Hinweisschilder zu alten Wehranlagen und Hügelgräbern zu lesen (für archäologisch Interessierte ist die Wanderung ein Traum!), aber auch um immer mal wieder im Gras zu liegen und Wolken zu beobachten.

Was war nicht so schön? Dass man nie weit von der Zivilisation entfernt ist. Wer die absolute Wildnis und Ruhe sucht, ist auf dem South Downs Way eher falsch. Dichte Besiedlung und lebhaften Orte wie Brighton liegen auf dem Weg und die meisten Tage hat man die Warteschleife des Flughafens Gatwick über sich. Zudem überquert man zahlreiche mehrspurige Landstraßen, die zur Küste führen.

Aber trotzdem hat man durch die erhöhte Lage auch immer wieder eine unendlich schöne Weitsicht und mancher Ausblick in ein zerklüftetes Tal, auf das in der Sonne glitzernde Meer oder einfach nur auf hüpfende Lämmer lässt einen alles um einen herum vergessen!

Was war gut? Ebenfalls, dass man nie weit von der Zivilisation entfernt ist! Das gibt einem Alleine-Wander-Anfänger ein Gefühl der Sicherheit und damit war diese Wahl als Probe-Wanderung definitiv die richtige.

Weiter Informationen zum Weg gibt es auf der offiziellen Seite des South Downs Way.

Unterkünfte entlang des South Downs Way

Tag Ort Unterkunft
 0 Winchester Wolvesey View
Sehr netter Vermieter, aber er könnte mal Staub wischen. In Winchester aber riesen Auswahl!
1 Exton The Beech Hut
1 mit Sternchen!!! Eigene kleine Hütte mit allem, was man sich nur vorstellen kann.
2 Buriton The Beech Hut
Schönes altes Haus, aber etwas skurril und weit vom Weg weg.
3 Cocking Sunnyside
3 km vom Weg entfernt; Kuchen zum Empfang und alle was, man sich sonst noch wünscht. Eigentümerin fährt einen zum Pfad, es gibt aber auch einen Bus.
4 Bignor Sunnyside
Perfekt!!
5 Upper Beeding Downs View
Super auf Wanderer eingestellt, bestes Badezimmer!
6 Pyecombe The White House
Schick und modern
7 Kingston The White House
Sehr persönlicher Empfang mit Kuchen und Tee; hübschestes Dorf
8 Afriston The White House
Nett und hilfsbereit (die Vermieter), sehr alt und urig (das Haus)
9 Eastbourne Unterkünfte aller Art; Ich bin mit dem Bus zurück nach Alfriston, man könnte aber auch direkt mit dem Zug abreisen.

Über die Gastautorin

Tatjana liegt vorzugsweise auf Wiesen und guckt den Wolken beim Ziehen zu. Auf der Suche nach den schönsten Wolken beantwortet sie die Frage „Soll der nächste Wanderurlaub noch mal nach Tasmanien, Neuseeland, Patagonien oder Costa Rica gehen?“ in letzter Zeit immer häufiger mit „Oder nach England!“.

Dort ist ihr fast kein Weg zu weit, um die perfekte Wolke zu betrachten und dabei vorzugsweise auch noch Wellen rauschen zu hören. Da sie in der Regel alleine wandert und dabei Selbstgespräche führt, hat sie letztes Jahr begonnen, diese in ihrem Blog zu teilen und freut sich riesig, wenn jemand dort „zuhört“.

 


Tatjanas Ausrüstungstipps

Verpackung für die wichtigsten Körperteile beim Wandern und mittlerweile schon in der zweiten Generation im Einsatz: Lowa Women’s Renegade GTX Mid
… perfekt in Kombination mit diesen hier: Falke Women’s TK2 Trekkingsocken
… und für (bzw. gegen) die steife Meeresbrise: Berghaus Women’s Extrem 7000 Fleecehoody

Hast Du auch Lust, Gastautorin auf meinem Blog zu werden? Alle weiteren Infos dazu findest Du in diesem Artikel. Ich freu mich auf Deine Nachricht!


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