Liebe Menschin, lieber Mensch,

als ich Dir vor einigen Wochen schon verraten habe, dass mich mein großes Reiseabenteuer 2015 endlich nach Alaska führt, war ich ganz schön aufgeregt. Weil dieser Plan, den ich hatte, einfach so toll war, nahezu perfekt, und weil es tatsächlich so aussah, als würde all das in Erfüllung gehen.

Ich werde Dir jetzt von dem Plan erzählen. Dem Plan, den ich bis vorgestern noch hatte. Der Traum, der schon in Kürze hätte in Erfüllung gehen sollen. Und nun geplatzt ist.

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Laut meinem Plan hätte ich in knapp vier Wochen in Anchorage, Alaska landen sollen. Müde, gejetlagged, und dennoch hellwach, vor Aufregung und Vorfreude. In den nächsten zwei Tagen hätte ich Anchorage erkundet, mich vom Jetlag erholt, vielleicht eine kleine Fahrradtour unternommen oder einfach nur lange Spaziergänge in der Stadt und in der Umgebung gemacht.

Am vierten Tag nach meiner Ankunft  wäre es dann so weit gewesen. Meine erste große Trekkingtour – und dann direkt durch dieses wunderschöne Land! 16 Tage durch die Eastern Alaska Range. Nur ich und ein paar wenige ausgewählte Menschen inklusive Trekkingguide. Wir wären stunden- und tagelang durch die Wildnis Alaskas gelaufen. Hätten Gletscher gequert, Tiere beobachtet, die langen Abende in der Wildnis genossen, und zum Schluss hätten wir sogar mir den mitgebrachten Packrafts Alaska auf dem Wasserweg erkundet. Die letzten zwei Tage hätten wir im Auto verbracht und wären dabei die schönsten Straßen gefahren, die mit normalem Mietauto gar nicht befahrbar sind. Ich hätte so viel gesehen, so viel erlebt, so viel gelernt.

Zurück in Anchorage hätte ich in ein Hotelzimmer eingecheckt. Ein Hotelzimmer der Kategorie Junior Suite, die ich extra für diesen einen Abend gebucht hatte. Ein Hauch von Bequemlichkeit und Luxus, für eine Nacht, nach 16 Tagen Wildnis. Am nächsten Tag hätte ich mein Mietauto in Anchorage in Empfang genommen und wäre damit noch eine Woche durch Alaska gecruist. Vielleicht wäre ich erst in den Denali Nationalpark gefahren, und dann noch zur Kenaihalbinsel für ein paar Wanderungen. Vielleicht wäre ich auch nur nach Kenai gefahren, hätte mir dort ein schönes Plätzchen gesucht und noch ein paar schöne Tagestouren unternommen. Oder ich wäre einfach durch die Gegend gefahren, kreuz und quer.

Und nach 4 Wochen wäre ich wieder heimgekehrt, mit einem riesigen Sack voller Erinnerungen im Gepäck. Erinnerungen, die nicht allzu viele Leute auf der Welt haben. Wer läuft schon mal eben 16 Tage am Stück durch die unendliche Weite Alaskas?! Und ich hätte vermutlich ewig davon gezehrt, und meine Kinder und Kindeskinder hätten mich vermutlich irgendwann darum gebeten, doch endlich nicht mehr diese Geschichte zu erzählen und diese Fotos zu zeigen.

Ich hab mich so sehr gefreut, hatte zwischendurch manchmal Zweifel, ob ich mir alles nur einbilde, weil einfach alles so perfekt war. Es war alles organisiert und gebucht, ich hab fleißig trainiert und war in den letzten Vorbereitungen. Und jetzt, vier Wochen vor meinem Flug nach Anchorage, habe ich die Nachricht bekommen, dass aus der Trekkingtour nichts wird. Der Tourveranstalter hat, nennen wir es mal administrative Probleme, und kann meine Trekkingtour nicht durchführen. Und das erfahre ich jetzt. VIER WOCHEN VORHER.

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Ich kann Dir sagen, dass ich vorgestern Abend nach der Hiobsbotschaft ziemlich viele Tränen vergossen habe, erst vor Enttäuschung, dann vor Wut, und immer aus Angst, dass ich in vier Wochen dem Flieger nach Anchorage aus dem Bürofenster beim davonfliegen zusehen werde.

Aber irgendwann, am selben Abend, nach einem Glas Beruhigungswhiskey (Auchentoshan Three Wood – sehr empfehlenswert für laue Sommerabende 😉 ), habe ich mir gesagt: Fräulein, shit happens. Aber shit wird immer happen. Und wenn Du Dich von gehappentem Shit auf Reisen unterkriegen lässt, dann entgeht Dir das ALLERBESTE. Du steigst in diesen Flieger nach Alaska, und wenn Du es nicht tust, oder Dir Deine Vorfreude von irgendwem vermiesen lässt, DANN SIND WIR VERDAMMT NOCHMAL KEINE FREUNDE MEHR!

Selbstverständlich wollte ich mit mir selbst weiterhin befreundet sein und daher beschlossen, mir meine Reise nicht, aber auch nicht nur im geringsten von irgendwas versauen zu lassen. Und es funktioniert! Nur zwei Tage nach dieser absolut beschissenen Nachricht sitze ich wieder grinsend auf der Couch, umringt von Reiseführern, und plane mein großes Abenteuer 2015 – Variante B.

Wenn ich an die abgesagte Trekkingtour denke, werde ich natürlich immer noch traurig und wehmütig. Aber man sagt nicht umsonst, dass Vorfreude die schönste Freude ist. Und für mich ist dieses Kribbeln im Bauch, welches ein paar Wochen vor Abflug allgegenwärtig ist, ein wichtiger Teil des Reisens. Und den werde ich mir nicht vermiesen lassen. Ooooooh nein.

Zeit für die Organisation einer solch abenteuerlichen Trekkingtour bleibt jetzt garantiert keine mehr. Aber ich hab schon ein paar andere Ideen. Mehr dazu erzähle ich Dir bald. Diesmal wirklich. Versprochen! (Hab ja auch nur noch knapp vier Wochen Zeit. Haha.)

Und ein Gutes hat die Sache ja: Wenn ich nicht 16 Tage am Stück in der Wildnis unterwegs bin, hab ich hab zwischendurch öfter die Möglichkeit, Dich über Facebook, Twitter und Instagram mit nach Alaska zu nehmen. 😀 Folgst Du mir auf meiner Reise?

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Ist Dir auch schon mal was richtig Beschissenes vor oder während einer Reise passiert? Wie bist Du damit umgegangen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir im Kommentar davon erzählst. Von wegen geteiltes Leid und so…

 

 

42 Comments

  1. Ooooooooooh noooooooooooooo!! OOOOH NOOOOO!! Oh Gott, ich würde ausrasten! Aber hey, thats life! Viel Erfolg und Motivation für die Organisation von Plan B, es wird garantiert trotzdem der HAMMER!!

    LG und Kopf hoch!

    Erika
    ulligunde.com

    • Fräulein Draußen Reply

      Haha! Ich war auch kurz davor auszurasten, aber ich hab nochmal die Kurve gekriegt 😉 „That’s life“, das hab ich mir auch gedacht.

      Vielen lieben Dank!
      Kathrin

  2. Jetzt ist mir gerade das Herz in die Hose gerutscht, aber nun atme ich schon wieder ganz beruhigt mit dir durch : ) Ah, das wird schon. Und auf jeden Fall ganz schön schön ; ) Bin weiterhin gespannt! Liebe Grüße, Jutta

    • Fräulein Draußen Reply

      Ohje, das wollte ich nicht 😀 Schöner als schön wird das!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  3. Sogar vier- fünffach. Tour geplant, gebucht, bezahlt. Aus Geldmangel dann den TÜV verschoben, bis ein böser Brief kam, zwei Wochen vor Abflug. Also TÜV gemacht, aber dafür brauchte ich neue Reifen. 255er, .1200 Euro. Ein Freund hatte mir ein Zelt besorgt und wollte das Geld dann urplötzlich doch sofort. Diese ungeplanten 1.700 Euro eine Woche vorher haben meine Reisekasse „etwas“ geleert. Pfandflaschen zurückgebracht, Kleingeld gerollt – zack hatte ich 80 Pfund Taschengeld für 19 Tage Schottland, aber wie gesagt, alle Transfers waren ja schon gebucht und bezahlt. Dann beim Abschied am BAhngleis mit meiner Freundin fürchtrelich gestritten und voller Unfrieden in den Zug gestiegen. Als ich dann im Flieger saß, kam Sekunden vor Abflug noch eine SMS, dass sie nun zwei Wochen krankgeschrieben wäre und ggf wegen einer Infektion sogar ins Krankenhaus müsse. Zum Ausstieg war es schon zu spät. Und wie hätte ich spontan wieder zurückkehren sollen, mit 80 Pfund. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass ich erstmal lauslaufe und wie dann weitersehen. Als nächste Nachricht kam dann, dass mein Auto zwangsabgemeldet wäre, wegen fehlender Versicherung (die ich bezahlt hatte, aber diese den Eingang nicht weitergemeldet hat – versehentlich). Während der ersten Tage auf Tour musste ich also ca. 20 Telefonate mit Ämtern, Versicherung u.ä. führen. Ich musste dann nur mit dem Nummernschild aufs Amt und den neuen Kleber holen – ginge aber nur noch am selben Tag. Kein Problem, wenn ich nicht in Schottland wäre und die Freundin krank im Bett. Wenn ich aber weiter auf der Straße parken würde, schleppten sie mich nach zwei Tagen ab und ich müsse für jeden Tag Strafe zahlen. Macht dann nach 19 Tagen… Einen Tag NACH dem vermeintlichen Gehaltseingang kommt eine Mail der Firma, dass sich das Gehalt um DREI Wochen verschieben würde. Zum ersten und einzigen Mal in mittlerweile 14 Jahren… ich sitze also mit 4,50 Rest in Fort William und der Bus fährt in 5 Tagen ab Inverness. Ich hätte gern noch spontan einige Tage in Edinburgh gechillt, so hiess es dann aber Schuhe an und hallo, Great Glen Way. Es hat ca. eine Woche gedauert, bis ich mich so ein wenig entspannen konnte. Nie wieder mit Geldknappheit auf Tour lautet gehen, lautet seitdem mein Credo. Bis zur nächsten Reise 😉

    • Alter Schwede, das ist an shit echt nicht mehr zu toppen! Meine Güte… o.O

    • Fräulein Draußen Reply

      Oh HILFE! Das klingt aber wirklich nach dem ganz, ganz schlechtem Hollywood-Drama!!! Damit verglichen dürfte ich eigentlich gar nicht meckern 😀 Ich hoffe, es ging am Ende alles noch gut aus. Danke für Deine Geschichte!

      Kathrin

  4. Da hast du Recht, Shit happens immer 😉
    Find ich gut, dass du gleich heute neue Pläne schmiedest. Ich bin gespannt. Und genial wird es mit Sicherheit.

    LG und happy weekend
    Manu

    • Fräulein Draußen Reply

      Vermutlich kann Alaska gar nicht nicht-genial sein, egal was man macht 😀

      Liebe Grüße
      Kathrin

  5. Marlene alias Couchabenteurer Reply

    Hi,

    absolut richtige Entscheidung doch zu fliegen! Du hast 4 Wochen Zeit, tolle neue Pläne zu machen. Miet Dir nen Camper und zieh los! Anchorage & Alaska müssen der Hammer sein. Ich war auch schon mal drauf und drann, mußte aber aus Kostengründen & weil Niemand mit wollte passen.
    Meine traurigste Absage war Folgende: Ich hatte bei einem Radiosender ein Meet&Greet mit Nickelback in ORLANDO gewonnen und war seit Wochen völlig außer mir vor Freude. 12h vor Abflug ereilte uns die Nachricht, dass der europäische Luftraum wegen dem Ausbruch des Eyjafjallajökull komplett gesperrt ist und die nächsten Tage sich daran auch nichts ändern würde. Ich weiß nicht mehr, wieviel Liter Tränen ich an diesem Abend vergossen habe, aber ich war kurz davor mit in der Badewanne mit einem Glas Wein in der Hand zu ertränken! Denn nicht nur der Flug war gestrichen, es war auch klar, dass ich das M&G verpasse, nicht aufs Konzert gehe und Chat Kroeger nicht kennenlernen werde. Gibt es etwas Schlimmeres, als den Mann nicht zu treffen, dessen Stimme man für „orgasmusfähig“ hält?
    Ich war verzweifelt! Zumal man wissen muss, dass ich für diesen Gewinn wochenlang um Votingstimmen gekämpft habe, die Gegend mit Plaketen gepflastert und sämtliche Teens mit selbst gebastelten Flyern ausgestattet habe. Und nun das! Aber lass Dir gesagt sein, es gibt immer eine zweite Chance! Wir sind 1 Woche später nach Florida geflogen, hatten den geilsten Road-Trip ever und Chat Kroeger hab ich dann vorletztes Jahr in Ludwigshafen getroffen. Da hatte er die Haare auch viel schöner;)
    Also, flieg dahin! Ergreif Deine Chance Alaska für Dich zu entdecken. Es wird so oder so ein einmaliges Erlebnis!

    LG Marlene von Couchabenteurer

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Marlene,

      vielen lieben Dank für Deine Geschichte! Das klingt ja gar grausam. Ich glaub dank dem Eyjafjallajökull-Ausbruch sind ganz schön viele solcher Dramen passiert. In meinem Fall wurde ja immerhin nicht die ganze Reise abgesagt, sondern ich muss einfach nur umplanen. Es hätte schlimmer kommen können…

      Liebe Grüße
      Kathrin

  6. Hei,

    oh ja…..aber dann doch Ende gut – Alles gut. Aber von vorne:
    Nord-Süd-Querung der Hardangervidda war das Ziel mit 2 Freunden. Start in Finse. Vorbereitung ist alles, heißt es ja so schön. Aber irgendwie haben wir so einiges übersehen….gestartet bei Sonnenschein, durch extrem viele Alt-Schneefelder weiter gestapft. Berg rauf, Berg runter….und dann, Regen, Regen, Regen. Immer steiler bergab bei Sinflutartigem Regen. Ganz fieses gekraxel. Auf der ersten Hütte (Rembesdalseter) haben wir erstmal ein Pause-Tag eingelegt. Wir waren durch – jetzt schon….und um aus dem Tal wieder raus zu kommen wieder gaaaanz fieses gekraxel (wir haben später einen Flyer gefunden auf dem der Hinweis stand: Gebirgserfahrung vorraus gestetzt – ups). Und die Strecken waren auch weiter als wir gedacht haben. Naja, das Ende? Wir haben in Vosli/Liseth beschlossen usn nicht unterkriegen zu lassen die geplante Tour (nach 4 Tagen) ab zu brechen und im Osten der Hardangervidda weiter zu laufen. Bei mäßigen Hügeln. Und das Wetter war dort auch besser….Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Man darf sich nicht an seinem Plan festklammern sondern muss flexibel bleiben – und genau das machst du ja. Also, auf ein Neues und wer weiß – vielleicht wird es ja ganz anders und viel besser als es vorher geworden wäre?! Auf jeden Fall ein Abenteuer. Halt uns bloss auf dem Laufenden!!!
    Lieben Gruß
    Tessa

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Tessa,

      ohje – das klingt in der Tat ziemlich fies. Da fällt mir der Spruch ein: „Everything will be alright in the end. And it it’s not alright, it’s not the end.“ 🙂 Danke für’s Teilen! Es ist echt immer wichtig, flexibel zu bleiben. Vor allem im Kopf. Bis zum Schluss 🙂 Dann trifft einen die Katastrophe nicht ganz so hart 😉

      Liebe Grüße
      Kathrin

  7. Ohje, und ich dachte kurz schon, es wäre doch was mit deinem Fuß :O
    Alaska wird bestimmt trotzdem großartig! Garantiert. Ich freue mich schon auf die ersten Bilder und Berichte.

    • Fräulein Draußen Reply

      Mein Fuß ist auch noch nicht wieder ganz gesund, aber der hat ja noch 3,5 Wochen Zeit. Das muss reichen!! 😉

      Ich glaube auch! Immerhin ist es ja Alaska!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  8. Ich wollte 5 Jahre lang endlich zur Westküste USA. Dann hab ich gebucht und am Ende waren wir genau die 2 Wochen an den Nationalparks, als der Government Shutdown war und alle Nationalparks geschlossen wurden. Wir kamen am Yosemite an und er hat zu gemacht und wir waren am Grand Canyon vorbei und er hat einen Tag später wieder aufgemacht. Einzige Möglichkeit ihn zu sehen war der Hubschrauberrundflug. Ich werde morgens wach und es sind 15 cm Neuschnee, zu ner Jahreszeit, wo es normal keinen Schnee gibt. Flug fällt aus. Der wurde zum Glück aber am nächsten Tag nachgeholt. Das waren aber nur 2 Dinge, die passiert sind. Die Reise war Slapstick pur, das hätte sich kein Filmregisseur ausdenken können und wenn, hätte jeder gesagt, wie unrealistisch. Wen es interessiert, der kann den Blog auf http://www.powerschlumpf.com nachlesen. Gruß, Diana

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Diana,

      oh noooo! Das ist echt fies. Vor allem wenn man 5 Jahre lang auf etwas wartet. Hubschrauberrundflug über dem Grand Canyon klingt allerdings schon ziemlich „wow“ 😀 Zum Glück hat wenigstens das geklappt. Ich werd gleich mal auf Deinem Blog nachsehen, was Dir sonst noch so wiederfahren ist 😉 Ich hoffe, Du konntest den Urlaub trotz der Niederschläge auch ein bisschen genießen.

      Viele Grüße
      Kathrin

  9. Hey,

    kann ich gut nachvollziehen, dass kurz vor Start diese Absage gehörig auf die Stimmung schlägt.
    Ging mir dieses Jahr auch schon so. Musste vier Wochen vor Start meine 10 Tage Irland und den WicklowWay Plan aufgeben. 😐

    Aber die Medallie hat immer zwei Seiten. Es gibt immer weiter, oder?
    Bei mir war es dann eine tolle neue Wohnung, die ich nicht bekommen hätte, wäre ich in Irland gewesen. Bei Dir ist es immer noch Alaska! Hammer – da wünsch ich Dir mächtig viel Spaß!!!

    cheers
    Alex

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Alex,

      ohje, ja – komplett aufgeben ist definitiv nochmal ne andere Nummer. Ich hoffe, dass mir das mit Alaska nicht passiert :-/ Aber Du hast recht: Wenn eine Tür zugeht, öffnet sich immer irgendwo eine andere dafür 🙂

      Liebe Grüße
      Kathrin

  10. Aiaiai…da bin ich jetzt aber sehr froh, dass du auch noch weiterhin mit dir befreundet sein möchtest! =) Ich drück dir die Daumen für deine Vorbereitungen – und wünsch dir einen fantastischen Trip! Ich freu mich schon auf Fotos aus Alaska.
    Viele Grüße,
    Doro

    • Fräulein Draußen Reply

      Danke liebe Doro! Wär ja auch schlimm, wenn man sich selbst zum Feind hätte, nur weil man nicht nach Alaska geflogen ist 😀

      Liebe Grüße
      Kathrin

  11. Oh nein, das tut mir echt leid!!! Aber super, wie Du die Kurve bekommen hast! Hatte letztes Jahr ein ähnliches Erlebnis: Hatte mit einer Freundin monatelang unsere 5-wöchige Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn geplant und vorbereitet, unbezahlten Urlaub durchgeboxt etc. etc. Dann, kurz vor Abreise bekomme ich die Nachricht: Meine Freundin hat Pfeiffersches Drüsenfieber, versucht aber trotzdem mitzukommen. Nach 2 Tagen in Moskau steht aber fest, dass sie das nicht packen wird. Nun also die Frage: Alleine weiter oder abbrechen?! Nach langem hin und her bin ich dann alleine gefahren (wie Du so schön sagst: Shit happens!). Zwar war die Reise ganz anders als ich sie mir vorgestellt hatte, aber dennoch ein super Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Hoffe, Dir geht es genauso!! LG, Kerstin

    • Fräulein Draußen Reply

      Hi Kerstin,

      wenn man zusammen mit anderen reist, hat man ja gleich immer nochmal ein größeres Risiko, das irgendwas schief geht. Da ist es natürlich super, wenn man sich zumindest vorstellen kann, auch alleine zu reisen oder das idealerweise vorher sogar schon mal testweise gemacht hat, falls der Reisepartner kurzfristig ausfällt. Supertoll, dass für Dich doch noch alles gut ausgegangen ist und Du eine schöne Reise hattest!

      Mit der Transsib möchte ich ja auch unbedingt mal irgendwann fahren… 😀

      Danke und viele Grüße
      Kathrin

  12. wenn Du noch tips brauchst:

    Tolles B&B in Seward: Bear Lake!
    Bester Burger in Seward (schmeckt am besten nach dem Exit Glacier Hike) beim „Salmon Bake“ an der Strasse zum Exit Galcier. Nicht vom Werbeschild „Cheap Beer, Lousy Food“ abschrecken lassen.

    Die etwas andere Übernachtung in der Ressurrection Bay ist Orca Islands. Yurten auf kleiner Privatinsel 45 Minuten mit dem Boot von Seward.

    Weiterfahren nach Homer. Zu Don&Sharron ins Timber Bay B&B in Fritz Creek, etwas ausserhalb aber Don’s Frühstück entschädigt für alles. Grüss Don von mir. Er gibt Dir alle Tips die Du brauchst!

    Mit Makos Water Taxi über die Kachemak Bay in den Nationalpark. Tageshikes: Grace Ridge Trail (hinten anfangen!) und der Grewkingk Glacier Trail. Kayaking mit „St. Augustines“, Bear viewing flight in den Katmai NP mit Emerald Air Service… Unvergesslich.

    Vielleicht einen Reitausflug mit Marc am Ende der Katchemak Bay?

    Abendessen bei Finn’s Pizza oder dem Fresh Catch Cafe auf dem Homer Spit oder Fat Olives in Homer.

    Ich beneide Dich, Alaska ist so wunderschön.

    Brauchst Du Beweisfotos, Adressen o.ä. Sag einfach Bescheid.

    VG // Thomas

    • Fräulein Draußen Reply

      Wow!!! Vielen lieben Dank für die Tipps, Thomas!! Das wird alles notiert. („Cheap beer, lousy food“ würde mich übrigens glaub ich eher magisch anziehen 😀 😀 )

      Viele Grüße
      Kathrin

  13. Ich wünsch Dir eine super Reise und ich bin sicher, die wirst Du haben. Es tut mir zwar leid, dass Du jetzt so hastig umplanen musst, aber ich gebe zu, mir gefällt dieser „Plan“ sowieso besser: Alleine ist doch eh schöner! 😉 Nee, ernsthaft, blöde nave Frage vermutlich: Wieso gehst Du nicht alleine? Also wenigstens einen Teil? Geht das nicht wegen Bären oder so?
    Neben kleineren Pannen war vermutlich die größte „Pleite“ mein Griechenlandurlaub. Ich hatte Kreta geplant mit dem Mann, unser erster gemeinsamer, zweisamer Urlaub (hart erkämpft, Kinder ausgelagert etc.). Kreta auf absoluter Billigbasis gebucht, also Billigflug nach Athen, dann Billigfähre rüber, Billigappartement, Billigmietwagen etc. Dann kamen die Streiks.
    Erst wurde der Flieger gecancelt, dann spontan wieder angesetzt. Die Maschine mit vielleicht 8 Leuten besetzt. Als wir ankommen, sind die Demos auf dem Höhepunkt, ganz Athen riecht nach Tränengas und keine Fähre färt. Und wir sitzen pleite in einem Hostelzimmer, ich total fertig, unser schöner Urlaub, Kreta, die Wanderungen, alles futsch.
    Und DANN… ja dann kam unser kleines griechisches Wunder, die griechische Gastfreundschaft: Innerhalb von wenigen Tagen haben alle Anbieter, also Fähre, Appartementbesitzerin und Mietwagenfirma, uns das Geld zurücküberwiesen (!), sich tausendmal bei uns entschuldigt und wir konnten mit dem Geld auf die Peloponnes fahren – nachdem wir uns Athen ohne Touristenmassen angeschaut haben. Auf den Peloponnes haben wir die ganzen berühmten alten Stätten besucht, haben interessante (und sehr freundliche!) Gesprächen über das Land mit Einheimischen ausgetauscht, eren Gastfreundschaft genossen und hatten eine der besten Reisen überhaupt. Seitdem will ich unbedingt noch einmal in dieses tolle Land. 🙂
    Ganz liebe Grüße
    /inka

    • Fräulein Draußen Reply

      Liebe Inka,

      da habt ihr ja nochmal Glück im Unglück gehabt!! Aber das zeigt mal wieder, dass wenn man flexibel bleibt und nicht den Kopf in den Sand steckt, nichts verloren ist. Egal wie düster es gerade aussieht! WUHUU!

      Alleine solche Touren in Alaska zu unternehmen ist nicht so ohne. Es gibt wenig Trails (die Tour wäre komplett weglos gewesen), das heißt man muss alles mit Karten planen, was ohne Erfahrung mit dem Gelände vor Ort gar nicht so einfach ist (auch wenn der Tourguide mir hier theoretisch Hilfe angeboten hat). Man muss ziemlich sicher immer irgendwo Flüsse queren (die gerade zu dieser Jahreszeit nicht ohne sind), womit ich null Erfahrung hab. Und die Bären kommen natürlich auch hinzu, wobei ich mir da tatsächlich noch am wenigsten Gedanken gemacht hätte! 😀 Und mal schnell von irgendwem abholen lassen, wenn was ist, ist in Alaska auch nicht so einfach 😉 In Schottland oder so würde ich mir das sofort alleine zutrauen, aber Alaska ist mir ne Nummer zu groß. Ein paar kleine Mehrtagestouren, die (zum Teil) auch auf Wegen verlaufen, hab ich aber schon entdeckt. So ein paar Tage würde ich glaub ich schon alleine losziehen, wenn die Umstände passen 🙂

      Danke Dir!! <3
      Kathrin

  14. Ach denk dir nix. Wir haben letztes Jahr in Peru/Bolivien auch gedacht, dass alles nicht so aufgeht wie geplant.
    Da war erstmal ein Streik in der Salar de Uyuni, weswegen wir nicht fliegen konnten. Dann hat sich unser Zeitplan verschoben und somit mussten wir den Plan den Landeshöchsten Berg (Sajama) zu besteigen leider aufgeben (keine Zeit mehr). Stattdessen sind wir halt einfach auf den Parinacota (nur 150m niedriger) gegangen und das hat auch gepasst. War dafür VIIIIEL gemütlicher und rückwirkend einfach besser, weil wir eh schon so fertig waren.
    Die Salar de Uyuni ist sich dann auch noch ausgegangen, mit einem Nachtbus und viel Telefonaten. Dafür hatten wir dann auch noch spontan Glück mit einem Hotel, das wir online gebucht hatten, wir haben nämlich ein Zimmer mit Whirlpool bekommen (war gar nicht geplant). Und das für nicht mal 25 Euro pro Nase. 😉
    Ich mag Pläne die mit B oder C beginnen.
    Und dieses Jahr wirds gar kein Plan, wir fliegen in 4 Wochen und bis auf ein Auto, ein Zelt und einen Reiseführer haben wir einfach mal NIX!
    Macht aber nichts, wir fahren einfach mal drauf los!
    „Wer sich viel vornimmt, dem kann auch viel mißlingen.“ hat schon Mark Twain gesagt. In diesem Sinne: du machst das schon! Kann ja gar nix mehr schief gehen! 😉

    Lg
    Dani

    • Fräulein Draußen Reply

      Hihi. Wo der Mark recht hat, hat er recht. Bin ja eigentlich auch ein Fan von planlosem Reisen. Aber bei so einer Trekkingtour ist das natürlich nicht so ganz möglich 😉 Naja, aber ich bin ja flexibel 😀

      Danke Dir!! Mein Plan B sieht jetzt übrigens evtl. auch einen Abstecher nach Kanada vor. 🙂

      Kathrin

      • Coole Sache mit Kanada!
        Schade, dass wir sicher zu weit auseinander sind, sonst hätten wir uns ja glatt treffen können! 🙂

        • Fräulein Draußen Reply

          Immerhin schon mal gleiches Land 😀 Wo seid ihr denn eigentlich so grob unterwegs?

          • Banff, Glacier National Park, Valhalla National Park so im Groben. Also Kanada BC 🙂

          • Fräulein Draußen

            Anchorage – Banff: 3440 Kilometer … och das geht doch eigentlich 😀 😉

  15. Och nö! Hatte mich so für dich gefreut. Aber ich bin mir sicher: als Fräulein Steh-auf-Frau wirst du trotzdem eine gute Zeit dort haben! Bin auf deine Erzählungen gespannt. Jetzt erst recht! Liebe Grüße, Nadine

    • Fräulein Draußen Reply

      Aufgeschoben ist nicht aufgehoben… muss ich halt nächstes Jahr nochmal nach Alaska 😉

      Jetzt erst recht!! <3

  16. So etwas Ärgerliches! Ist für so einen Veranstalter aber leider auch ein Armutszeugnis…
    Ich hatte mal eine Rundreise mit Trekking durch Patagonien (Argentinien + Chile) gebucht, die mir 4 Wochen vorher wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl abgesagt wurde. Da habe ich auch erst mal geheult. Zum Glück hat mein Arbeitgeber meinen Urlaub verschoben, so dass ich alternativ im Sommer zum Trekking nach Island geflogen bin. Ende gut, alles gut!

    • Fräulein Draußen Reply

      Ohje! Wenigstens bin ich nicht die einzige… Aber Island ist ja mal definitiv auch mega!! Alles richtig gemacht 🙂

      lg

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